Intervention! Wie erzählen wir NS-Geschichte heute?

Ausstellungsprojekt baut Brücke zur geplanten Neugestaltung der Dauerausstellung im NS-DOK

Dauerhaftes Angebot im NS-DOK ab dem 21. Januar 2025

Als das NS-DOK 1997 seine Dauerausstellung eröffnete, war ein Meilenstein erreicht: Anhand einer Fülle von Belegen räumte die Ausstellung mit dem weit verbreiteten Mythos auf, die Kölner*innen hätten dem Nationalsozialismus mehrheitlich ablehnend gegenübergestanden. Seitdem sind drei Jahrzehnte vergangen – und die Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln zählt zu den ältesten bundesweit. Doch nicht nur das Wissen um die NS-Geschichte und deren Vermittlung haben sich weiterentwickelt, auch die Erwartungen an einen Ausstellungsbesuch haben sich verändert – und nicht zuletzt auch die Perspektiven des Teams im NS-DOK. Um darauf zu reagieren, nutzt das NS-DOK das Mittel der Intervention, um aktuelle Perspektiven einzubringen und mit Besucher*innen ins Gespräch zu kommen.

WE … TOGETHER

gemeinsam. demokratisch. handeln.

18. September 2025 bis 01. März 2026

Die aktuellen politischen Entwicklungen sind alarmierend, die Demokratie steht auf dem Spiel, Schaden zu nehmen. Aber was kann man persönlich und ganz konkret tun, dass der demokratische Zusammenhalt erhalten und mehr noch: gestärkt wird? Die neue Ausstellung „WE … TOGETHER“, die das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln vom 18. September 2025 bis zum 1. März 2026 zeigt, hat bei der Konzeption verschiedene Stimmen aktiver Kölner*innen mit einbezogen bei der Frage, wo jede*r Einzelne Demokratie im Alltag erlebt und wie man diese aktiv gestalten kann.

NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln wurde am 13. Dezember 1979 durch Beschluss des Kölner Rates gegründet und entwickelte sich zur größten lokalen Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland. Es hat seit 1988 seinen Sitz im EL-DE-Haus, das nach den Initialen seines Bauherrn, des Kaufmanns Leopold Dahmen, benannt wurde. Dort befand sich von Dezember 1935 bis März 1945 die Zentrale der Kölner Gestapo. Im Innenhof des Gebäudes wurden in den letzten Monaten des Krieges mehrere Hundert Menschen, vor allem ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, hingerichtet. Wie durch eine Ironie des Schicksals blieb das EL-DE-Haus im Krieg weitgehend verschont.