Ubiermonument - ältester Teil der römischen Stadtbefestigung
1965 entdeckte man am Mühlenbach den südöstlichen Eckturm der römischen vorkoloniezeitlichen Befestigung, das sog. Ubiermonument. Es ist der älteste Steinbau Kölns und der älteste römische Quaderbau nördlich der Alpen.
Um Christi Geburt legten die Römer das sogenannte Oppidum ubiorum, eine Stadt mit Rastergrundriss als Verwaltungs- und Kultmittelpunkt für die eroberten germanischen Gebiete an. Die Stadt lag auf dem Gebiet der Ubier, eines verbündeten germanischen Stammes, den die Römer hier planmäßig angesiedelt hatten. Von dem mächtigen (vielleicht unvollendeten) quadratischen Quaderbau, dessen Pfahlrostfundament auf 4 nach Christus datiert ist, sind Sockel und erstes Geschoss erhalten.
Im Jahre 9 nach Christus, nach der Schlacht im Teutoburger Wald, wurde er mit einer provisorischen Holz-Erde-Befestigung verbunden, die beim Bau der koloniezeitlichen Befestigung in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts durch eine Steinmauer ersetzt wurde. Die Anschlüsse der Stadtmauer sind heute noch zu sehen..
Die Präsentation römischer Steindenkmäler und Holzteile, die nicht unmittelbar mit dem Monument in Zusammenhang stehen, wird demnächst ersetzt durch eine Ausstellung zum Leben der Ubier und zum Oppidum Ubiorum.




