Der erste und wohl berühmteste Sammler von Meissener Porzellan war August der Starke (1670-1733), als Friedrich August I. Kurfürst von Sachsen und seit 1697 als August II. König von Polen, der am 23. Januar 1710 die Gründung von sächsischen Manufakturen u.a. zur Herstellung von Porzellan per Dekret verkünden ließ.
Seine Leidenschaft und die seiner Nachfolger für die Porzellane, die in Meissen produziert wurden, war groß, schier obsessionell. Ein ganzes Schloss, das so genannte Japanische Palais, sollte ab 1722 dessen beeindruckende Sammlung an ostasiatischen und Meissener Porzellanen beheimaten. Nur der Tod des Kurfürsten und Königs machte die ehrgeizigen Pläne zur Innenausstattung und Außenverkleidung des Palais‘ mit Porzellan und der schon museal zu nennenden Präsentation seiner Sammlung an zerbrechlichen Kostbarkeiten letztlich zunichte. weiterlesen »
König August II. im Harnisch und Hermelinmantel sowie mit der Schärpe des Ordens vom Weißen Adler, gemalt von seinem Lieblingsmaler de Silvestre; zu seiner Linken die polnischen Kronjuwelen und der sächsische Kurhut (Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister). Quelle: Wikipedia
