Einen weiteren Schwerpunkt bilden die so genannten Galanterien. Zu diesen zählen zum Beispiel Riechfläschchen, Büchsen und Etuis sowie Schnupftabakdosen, so genannte Tabatieren, die in der vorgestellten Sammlung überwiegen.
Diese kunstvoll verarbeiteten und dekorierten Preziosen – Kleinkunstwerke höchsten gestalterischen und malerischen Anspruchs – waren inklusive des Tabaks ein begehrtes und kostspieliges Luxusprodukt. Als Attribut des gesellschaftlichen Ranges und Ausdruck der Selbstdarstellung entwickelte sich die Tabatiere nicht nur zu einem unabdingbaren und wesentlichen Bestandteil des modischen Kostüms der Zeit, sondern auch zu einem begehrten Kunstobjekt, das man als Liebespfand verehren, als Auszeichnung verleihen, zur Belohnung oder als Gunstbeweis verschenken, aber auch für sich selbst sammeln konnte.
