William Eggleston
* 1939, USA

Eggleston begann 1962 mit der Fotografie, nachdem ihn das Werk von Henri Cartier-Bresson in seinen Bann gezogen hatte. Mitte der 60er Jahre experimentierte er mit Farbfotografie zu einer Zeit, als von „seriösen“ Fotografen erwartet wurde in Schwarzweiß zu arbeiten. Seine Themen und Motive entstammten seiner unmittelbaren Umgebung in Memphis und Mississippi, und schloss oft Freunde und Familie mit ein. Die satten Farben in diesen Abzügen entstanden durch ein Farbübertragungsverfahren, der dye-transfer Technik. Im Zusammenspiel mit den ungewöhnlichen Kameraperspektiven und den stimmungsvollen Motiven trägt dies dazu bei, dass der Betrachter in die einzigartige Weltvision des Fotografen eintaucht. Eine Auswahl dieser Werke bildete die Basis für eine immens einflussreiche Einzelausstellung im Museum of Modern Art und für das Begleitbuch, „William Eggleston’s Guide“ (1976). Die zuletzt erschiene Publikation ist „Los Alamos“ (2003).

William Eggleston, Untitled (Boy in Red Cardigan) 1971, Dye-transfer print, 323 x 450 mm, credit: Pinakothek der Moderne, Munich, Siemens artsprogram, Dauerleihgabe der Siemens Aktiengesellschaft © 2003 The Eggleston Artistic Trust



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