Andreas Gursky
* 1955, Deutschland / Germany

Gursky studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie unter Bernd Becher. Seine bekanntesten Arbeiten sind großformatige, äußerst detailreiche Farbstudien, die in ihrer visuellen Sinnlichkeit mit Historienmalerei vergangener Zeiten vergleichbar sind. Allein die Größe seiner Aufnahmen – ermöglicht durch Vergrößerungstechniken, die für die kommerzielle Werbung entwickelt wurden – hat Gursky in die Lage versetzt, die gegenwärtige kapitalistische Gesellschaft in all ihrer Komplexität zu erforschen. Zu seinen Themen gehören Supermärkte, Mülldeponien, Wohnblocks, Fabrikhallen und internationale Börsen. Es gibt in Gurskys Fotografien keine Individuen. Wenn Menschen erscheinen, werden sie auf ameisenhafte Proportionen reduziert und in das sich wiederholende Muster des Ganzen eingebettet. Seit Anfang der 1990er Jahre hat Gursky einige seiner Fotografien auf subtile Weise digital bearbeitet, indem er die Bildkomposition entsprechend änderte, Details löschte und Farben verstärkte. Gurskys Kommentar dazu: „Meine Vorliebe für klare Strukturen ist das Ergebnis meines Bedürfnisses – was vielleicht eine Illusion ist – die Dinge nicht aus den Augen zu verlieren und die Welt im Griff zu behalten.“

Andreas Gursky, Untitled XIII (Mexico) 2002, C-Print, 276 x 206 cm, credit: Andreas Gursky, courtesy Monika Sprüth/Philomene Magers, © Andreas Gursky




Robert Adams
Lewis Baltz
William Eggleston
Walker Evans
Andreas Gursky
Boris Mikhailov
August Sander
Stephen Shore
Garry Winogrand