essen Gesicht hat sich für immer in unser Gedächtnis gebrannt? Wer bleibt unvergessen, und raubt uns auch nach Jahren noch den Verstand oder die Sinne? Die Ausstellung The world‘s most photographed gibt mit einer Portraitauswahl von zehn Persönlichkeiten eine von vielen möglichen Antworten. Die Ausstellung präsentiert Portraits von Queen Victoria, Mahatma Gandhi, Adolf Hitler, James Dean, Elvis Presley, Greta Garbo, John F. Kennedy, Marylin Monroe, Audrey Hepburn und Muhammad Ali. Diese Personen verbindet allerdings nur eine Gemeinsamkeit: Sie sind alle weltberühmt oder weltberüchtigt und sie sind alle exzessiv fotografiert worden: Eine britische Königin, die über ein Weltreich herrschte, ein indischer Mann des Friedens, ein grausamer Diktator, ein Schauspieler, der jung sterben sollte, der erste Rock’n’ Roll-Star, eine Filmdiva, die sich nach einem Leben in Zurückgezogenheit sehnte, ein amerikanischer Präsident, der einem Attentat zum Opfer fiel, eine Schauspielerin, die sich nach Ruhm sehnte, eine andere, die ihn zugunsten karitativer Arbeit zurückwies und ein unschlagbarer Sportler.

Die Fotografie hat maßgeblich zur Imagebildung dieser Persönlichkeiten beigetragen. Das Zusammenspiel zwischen den Fotografierten und den Fotografen verlief allerdings nicht immer reibungslos: Queen Victoria befahl schon in den 1860er Jahren, Portraitfotografien zu retuschieren, Marylin Monroe vernichtete Negative, die ihr nicht paßten und Greta Garbo haßte eigentlich das Fotografieren. Dennoch sind sie alle durch ihre Portraits zum unauslöschlichen Bestand unseres kollektiven Gedächtnisses geworden. Die Ausstellung wurde von Robin Muir zusammengestellt und erstmals 2005 in der National Portrait Gallery London gezeigt.
Diese Auswahl repräsentiert das ganze Spannungsfeld in dem Portraits der Berühmtheiten entstanden sind:
Einige wirken gestellt, andere erscheinen als spontane Einblicke in die sogenannte private Welt und sind doch raffiniert inszeniert worden. Letzlich sind alle Portraits die Ergebnisse eines abgekartetem Spiels: Die Fotografen und die Fotografierten inszenierten gemeinsam Bausteine einer Bilderwelt zu Macht, Ruhm oder Glanz der Dargestellten, bevor die Paparazzi – Fotografen diese Komplizenschaft durchbrachen.

picasso


Eine Ausstellung der National Portrait Gallery London

Die Ausstellung ist eine Übernahme der National Portrait Gallery London. Sie wird allerdings in Köln erweitert durch Leihgaben aus Privatbesitz und Fotografien des eigenen Bestands, die das Repertoire z.B. durch Portraits der ‚unvergesslichen‘ Marlene Dietrich und von Pablo Picasso, der wie kein anderer den Fotografen die Regie diktierte, ergänzen.