seiwert – hoerle – arntz
15. märz bis 13. juli 2008
Franz W. Seiwert, Der deutsche Bauernkrieg, 1932
Öl auf Holz, 99,5 x 150 cm
Von der Heydt-Museum Wuppertal

Über dreißig Jahre sind vergangen, seitdem den Kölner Progressiven eine große Ausstellung gewidmet wurde. Die Gruppe zeichnet aus, dass sie ihre sozialkritischen Überzeugungen weniger mittels der Kunst zum Ausdruck bringen wollten. Vielmehr war es ihr Anliegen, eine neue zeitgemäße Formensprache zu entwickeln. Mit dem Ende der Weimarer Republik löste sich die Gruppe auf, deren Werke während des Nationalsozialismus als „entartet“ diffamiert wurden.

Ohne ihre politische Intention aus den Augen zu verlieren, wirft die Ausstellung im Museum Ludwig vor allem einen Blick auf ihr künstlerisches Schaffen. Mit einem Fokus auf die drei bedeutenden Protagonisten Franz Wilhelm Seiwert, Heinrich Hoerle und Gerd Arntz werden die Gemeinsamkeiten ihres Projekts deutlich wie nie zuvor.

Während die Kölner Progressiven für Impulse ihrer Zeit aus Frankreich, Holland und der jungen Sowjetunion offen waren, standen sie anderen Strömungen in Deutschland, insbesondere der Neuen Sachlichkeit, kritisch gegenüber.

Zusammen mit dem eigenen Bestand werden über fünfzig Gemälde und neunzig Papier arbeiten aus internationalen Museen und Privatsammlungen gezeigt. Eine Auswahl von Originalausgaben ihrer programmatischen Zeitschrift a bis z sowie wichtige Kataloge und Dokumente aus den 1920er und 1930er Jahren spiegeln ihre Beweggründe und die Resonanz der Gruppe weit über die Grenzen Kölns und Deutschlands wider.