Goldene Schwertknäufe
Nomadische Adlige entfalteten deutlich sichtbaren persönlichen Prunk als Standes- und Rangzeichen. Gold- und Edelsteinschmuck waren für die Männertracht ebenso wichtig wie für die gleichrangigen adeligen Frauen. Prunkwaffen unterstrichen die Stellung des ritterlichen Nomadenführers. Nur Gold ließ die Schwertgriffe glänzen. Um 500 n. Chr., aus dem nördlichen Schwarzmeergebiet (Taman). Besondere bildhafte Adlerzeichen sind aus gotischen Werkstätten überliefert. Die Angehörigen gaben den persönlichen Schmuck den männlichen Toten als letzte Ehre ins Grab. Bronze und Teilvergoldung mit Edelstein-, Bein- und Glaseinlagen. Aus Italien oder Spanien, 6. Jahrhundert n. Chr., Durchmesser ca. 4 cm.
Abbildung Römisch-Germanisches Museum, Foto: Axel Thünker DPGh 2009