
Erinnern und Gedenken
Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Das NS-Dokumentationszentrum (NS-DOK) der Stadt Köln ist die größte lokale Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1988 hat es seinen Sitz seinen Sitz im EL-DE-Haus, benannt nach den Initialen seines Bauherrn Leopold Dahmen. Dort befand sich von Dezember 1935 bis März 1945 die Zentrale der Kölner Gestapo. Im Innenhof des Gebäudes wurden in den letzten Monaten des Krieges mehrere Hundert Menschen, vor allem ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, hingerichtet.
Das NS-DOK widmet sich dem Gedenken an die Opfer des NS-Regimes sowie dem Erforschen und Vermitteln der Geschichte Kölns im Nationalsozialismus. 1981 wurde das ehemalige Gestapogefängnis als Gedenkstätte eröffnet. Diese stellt als eine der am besten erhaltenen Haftstätten der NS-Zeit ein Kulturgut von nationalem und europäischem Rang dar, die alle Besucher stark berührt und nachhaltig in Erinnerung bleibt. Die Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus" behandelt das gesamte politische, gesellschaftliche und soziale Leben Kölns in der NS-Zeit. Das NS-DOK wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 2000 mit dem Museum of the Year Award - „Special Recommendation".
Weitere Orte der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit
Kindergedenkstätte Löwenbrunnen
Auf dem Erich-Klibansky-Platz befindet sich die Kindergedenkstätte Löwenbrunnen, die an die Deportation von über 1.100 jüdischen Kindern und Jugendlichen aus Köln während des Nationalsozialismus erinnert. Die Namen der Kinder sind auf Bronzetafeln verzeichnet, die in die Umrandung des Löwenbrunnens eingelassen sind.
Die Erinnerung an den historischen Ort geht zurück auf die Initiative des Kölner Ehepaars Dieter (1931-1994) und Irene Corbach (1937-2005).
Lern- und Gedenkort Jawne, Albertusstr. 26 / Erich-Klibansky-Platz, 50667 Köln
Telefon +49.(0)151.25184988
Käthe Kollwitz Museum Köln
Das Museum bietet Einblick in Leben und Werk von Käthe Kollwitz. Neben dem kompletten plastischen Werk umfassen die Bestände rund 300 Zeichnungen und über 500 druckgraphische Blätter sowie sämtliche Plakate.
Info: Käthe Kollwitz Museum Köln, Neumarkt 18-24, Telefon +49.(0)221.227-2899, www.kollwitz.de
Stadtteilführung „Von Navajos und Edelweißpiraten" durch Köln-Ehrenfeld.
Vor Ort werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Jugendgruppen vertraut gemacht, die unter den Namen „Navajos" und später auch „Edelweißpiraten" vom NS-Regime verfolgt wurden. Der Rundgang im Stadtviertel dauert 75 Minuten. Der anschließende Besuch der Gedenkstätte Gestapogefängnis legt dann den Schwerpunkt auf die dortigen Spuren der unangepassten Jugendlichen.
Das Angebot richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse.
Informationen erteilt der Museumsdienst unter der Telefon-Nummer +49.(0)221.221-26331 oder +49.(0)221.221-26567
Foto oben: Elke Wetzig Wikipedia
Programmbausteine für Gruppen
Führungen in der Kölner Synagoge
Die Synagogen-Gemeinde bietet Gruppenführungen durch die große Synagoge in der Roonstraße und über den Jüdischen Friedhof in Bocklemünd an. Alle männlichen Teilnehmer (auch Kinder) werden gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.
Info:
Synagoge Roonstraße: Tel: +49 221 71662-0 oder E-Mail: info@sgk.de
http://www.sgk.de/
Köln im Nationalsozialismus - Wahrheiten und Legenden
Erleben Sie bei einem Rundgang durch die Kölner Innenstadt, wie die Kölner den Alltag während der Nazi-Diktatur 1933-45 verbrachten. Wie schaffte es z. B. die Hälfte aller Kölner Juden, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen? Erfahren Sie ebenso, wie sich das Leben für die Frauen in der NS-Zeit änderte oder welche Entwicklungen im Stadtbild des heutigen Köln schon damals ihren Anfang nahmen. Auch der Umgang mit der Vergangenheit in der Domstadt wird erläutert, indem Legendenbildungen und Wahrheiten genauer angeschaut werden. Dauer: 2 Stunden
Info:
RegioColonia, Hohe Pforte 22, 50676 Köln, Telefon +49.(0) 221.9654595
www.regiocolonia.de
Auf den Spuren von Hilde Domin
Ihr Leben beschrieb sie als "Sprachodyssee", als Wandern von einer Sprache in die andere. Aufgewachsen im Kölner Agnesviertel ging sie zum Studium nach Heidelberg und Italien. 1940 emigrierte sie mit ihrem Mann über England in ihr endgültiges Exilland, die Dominikanische Republik. Hilde Domin jonglierte mit den Sprachen, besonders mit denen ihrer Exilländer. Ausgelöst durch eine schwere Krise kam sie zum Schreiben: „Da stand ich auf und ging heim, in das Wort ... Das Wort aber war das deutsche Wort."
Info: Kölner Frauengeschichtsverein e.V., Marienplatz 4, 50676 Köln, Telefon: +49.(0)221.248265
Ernst Barlach in der Antoniterkirche
Von Barlach sind drei Kunstwerke in der Antoniterkirche zu sehen: der "Lehrende Christus", das "Kruzifix II" und sein Hauptwerk "Der Schwebende". Die Führungen zu den Kunstwerken beleuchten unterschiedliche Aspekte: Wie kam der Schwebende nach Köln? Welch bewegende Geschichte umgibt Ernst Barlach?Wie ist der historischen Kontext der Antoniterkirche?
Info:
Evangelische Gemeinde Köln AntoniterCityKirche, Schildergasse 57, 50667 Köln Telefon +49.(0)221.92584615, Fax +49.(0 221.9258466
www.antonitercitykirche.de



