
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
50667 Köln
Telefon 0221-221/2 11 19
Fax 0221-221/2 26 29
E-Mail wallraf@museenkoeln.de
Direktor: Dr. Andreas Blühm
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Das Wallraf zeigt, wie modern und aktuell die europäische Kunst vom 13. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts einst war und heute noch ist. In der Mittelalter- Sammlung ist die weltberühmte „Muttergottes in der Rosenlaube" von Stefan Lochner zu bewundern. Auf der zweiten Etage beeindrucken der große flämische Maler Peter Paul Rubens und der wichtigste niederländische Künstler Rembrandt van Rijn. Im dritten Stock ist Deutschlands umfangreichste Sammlung impressionistischer Kunst zu sehen.
Vom Licht gezeichnet. Camille Corot und das Experiment "Cliché-verre"
20. August – 24. Oktober 2010
Am Beginn der Ausstellungsreihe steht die Auseinandersetzung mit einer besonderen künstlerischen Technik – einem Vervielfältigungsverfahren, das weder der Graphik noch der Fotografie im eigentlichen Sinne zu zuordnen ist: dem Cliché-verre. Früher im Deutschen auch Glasradierung genannt, war das Cliché-verre für nur kurze Zeit von etwa 1850 bis 1870 vor allem bei französischen Landschaftsmalern wie Camille Corot oder Charles-Francois Daubigny ein beliebtes Medium, um auf Glas gezeichnete pastorale Landschaften mit Hilfe von lichtempfindlichen Papieren zu vervielfältigen. Einzig mit Hilfe des Lichtes wurde dabei die auf einer beschichteten Glasplatte eingeritzte Zeichnung auf das Papier übertragen. Das Cliché-verre bezeichnet gewissermaßen den „Nullpunkt“ der Graphik in der zweiten Hälfe des 19. Jahrhunderts. Weitere Ausstellungen zu anderen Vervielfältigungstechniken werden folgen.
Führungen
Donnerstag, 7. Oktober , 18:00 Uhr
Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist in der Regel kostenlos.
„Auf Leben und Tod“. Der Mensch in Malerei und Fotografie
17. September 2010 – 9. Januar 2011
Helmut Newton & Ingres, Nan Goldin & François Boucher, Jürgen Klauke & Tizian, Paul McCarthy & Wilhelm Leibl oder Jack Pierson & Bartholomäus Bruyn, das sind nur fünf der zahlreichen ungewöhnlichen Dialoge, die das Wallraf im Herbst 2010 inszenieren wird. Herausragende Arbeiten der Teutloff Photo + Video Collection treffen auf ausgewählte Werke aus der Sammlung der Kölner Gemäl-degalerie. Insgesamt stellt das Wallraf mehr als 80 Exponate aus der thematisch wie qualitativ beeindruckenden Kollektion von Lutz Teutloff (Foto- und Video-kunst des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts) rund 50 selten gezeigten Meisterwerken der eigenen Sammlung (europäische Malerei vom Spätmittelalter bis zum 19. Jahrhundert) gegenüber. Im Fokus der Ausstellung stehen dabei Glanz und Elend der Gattung Mensch. Die gezeigten Menschenbilder pendeln zwischen den bestimmenden Polen Geburt und Tod, Glück und Leid sowie Zuversicht und Verzweiflung. Der direkte Vergleich zwischen Malerei und Fotografie zeigt, wie die alten Bild-, Kompositions- und Pathosformeln bis in die aktuelle Gegenwart fortdauern. Dies reicht bis zu den bewusst gewählten Zitaten in Fotografien von Künstlern wie Anna und Bernhard Blume oder Boris Mikhailov. Gleichzeitig fallen die formalen und inhaltlichen Traditionsbrüche ins Auge, die bestimmte Foto-Arbeiten der Sammlung Teutloff auf teils schockierende Weise kennzeichnen. Sie legen eine Spur zu existentiellen Themen wie „Körperbewusstsein“ oder „sexuelle Identität“, die in der alten Kunst nur selten dargestellt wurden.
Führungen
Mittwoch, 29. September , 16:30 Uhr
Sonntag, 3. Oktober , 11:30 Uhr
Mittwoch, 27. Oktober , 16:30 Uhr
Sonntag, 31. Oktober , 11:30 Uhr
Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist in der Regel kostenlos.
Hier können Sie eine individuelle Führung buchen.
Sonstige Veranstaltungen
Donnerstag, 30. September , 19:00 Uhr
Vortrag: Mark Z. Danielewski: The Hopeless Animal and The End of Nature (in engl. Sprache)
Die Frage des Menschheits-Dilemmas „Raum“ wird in der Nomenklatur des Natürlichen angegangen, genauer: mittels Positionierung des Tieres als Partner, Gegenspieler, Anekdote, Dozent, Projektionsfläche, Allegorie, Stellvertreter, Gefäß, Wächter, Differenz, das Gleichgültige, Notwendigkeit, Gefangener, Gottheit, Chiffre und schließlich als das unausdenkend Menschliche. Daraus ergibt sich selbstverständlich eine breite Themenpalette: von der emotionalen Topographie von Furcht und Hoffnung über selbstgemachte Oberflächen des Verneinens bis hin zu Nacktheit, Pelzfetischismus, mechanisierter Begleitung – aber auch mittelalterlichen Bestiarien, Zoos, der Haustier-Industrie (ganz zu schweigen von bildgewordenen Idyllen, Tierfotografie und drolligen Kreaturen auf youtube). Aufmerksame Seitenblicke fallen auf Denker wie Walton Ford, Giorgio Agamben, Valentino Braitenberg, Temple Grandin und vielleicht Cesar Milan. Ob Danielewski es tatsächlich schafft, all das zu einem kohärenten Ganzen zusammen zu ziehen, bleibt vorerst unklar. Vor allem, da dieses Ganze natürlich auch Themenbereiche wie synthetische Intelligenz, spekulative Fiktion und die Architektur des Schicksals umfassen muss. Trotzdem wird er am Ende des Vortrages vielleicht deutlich gemacht haben, warum – bei einer Betrachtung des menschlichen Raum-Dilemmas unter tierischem Aspekt – die Natur jetzt notwendigerweise an ein Ende gelangt. Möglicherweise dient ihm das Alles aber auch nur als pompöse Ausrede, um über seine Katze zu sprechen.
Mark Z. Danielewski (* 1966) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller und Denker, der vor allem mit seinem Kultroman „House of Leaves“ zu internationaler Berühmtheit gelangt ist.
Das Gedächtnis, die Stadt und die Kunst: Die Beschneidung
5. November 2010 – 30. Januar 2011
Das Wallraf befindet sich aktuell in exponierter Lage: Vor der eigenen Haustür bringen Archäologen das alte jüdische Viertel nach Jahrhunderten wieder ans Licht. Darauf reagiert das Museum und zeigt in einer Kabinettschau Druckgraphiken zum jüdischen Ritual der Beschneidung. Außergewöhnliche Darstellungen der „Beschneidung Christi“ von Künstlern wie Dürer, Goltzius oder Rembrandt führen die Umdeutung und christliche Überformung des jüdischen Rituals eindringlich vor Augen. Erst durch die Interpretation der Beschneidung als ein „Blutopfer Christi“ wird das Ritual in der abendländischen Kultur überhaupt darstellungswürdig.

Führungen
Sonntag, 12. September, 11.30 Uhr
Zwei königliche Gestalten des Alten Testaments: Amon und Artaxerxes, für Erwachsene
Sonntag, 12. September, 15 Uhr
Mit Willi unterwegs im Zeitalter des Barock, für Familien
Mittwoch, 15. September, 16.30 Uhr
Vom Schwanenflügel zum Herrenhemd. Malerische Interpretationen der Farbe Weiß, für Erwachsene
Donnerstag, 16. September, 19 Uhr
Von Innen und Außen - Architektur im Bild, für Erwachsene
Sonntag, 19. September, 11.30 Uhr
Vom Schwanenflügel zum Herrenhemd. Malerische Interpretationen der Farbe Weiß, für Erwachsene
Sonntag, 19. September, 15 Uhr
Mit Willi unterwegs im 19. Jahrhundert, für Familien
Mittwoch, 22. September, 16.30 Uhr
Botschaften auf Still-Leben entdecken, für Erwachsene
Freitag, 24. September, 16 Uhr
Psychologische Bildbetrachtung, für Erwachsene
Eine Kooperation zwischen Museumsdienst und dem Psychologischen Institut der Universität zu Köln

Kurse und Veranstaltungen
Samstag, 25. September, 14 - 16 Uhr
Kurs: Besuch bei Familie Werbrun, für Kinder (5-7)
Gebühr: 7 €
Anmeldung bis: 23.09.2010
Details und Buchung
Öffnungszeiten
Dienstag bis Freitag 10-18 Uhr
Jeden Donnerstag Abendöffnung bis 22 Uhr (außer an Feiertagen)
Samstag und Sonntag 11-18 Uhr
Montags geschlossen.
Anfahrt und Verkehrsanbindung
Öffentliche Verkehrmittel: Linie 132, Haltestelle Gürzenichstrasse; U-Bahn: Dom/Hauptbahnhof (10 -15 Minuten Fußweg); Straßenbahn: Heumarkt (ca. 10 Minuten Fußweg); Auto: Parkhäuser in unmittelbarer Nähe (An Farina/Heumarkt)
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Eintritt
Erwachsene: € 5,80
ermäßigt € 3,30
ab 30. April Kombiticket Sonderausstellung/Sammlung € 9,50, erm. € 7,50
Freier Eintritt in die Ständige Sammlung für Kölner Kinder bis 18 Jahre, alle Schülerinnen und Schüler (incl. 2 Begleitpersonen je Schulklasse), KölnPass-Inhaber und -Inhaberinnen, Geburtstagskinder mit Wohnsitz Köln am Tag ihres Geburtstages.
1. Donnerstag im Monat (ausgenommen Feiertage): freier Eintritt in die Ständige Sammlung für alle Kölnerinnen und Kölner mit Wohnsitz in Köln
Informationen zur Barrierefreiheit
Eingang und Ausstellungsräume sind barrierefrei. Behindertentoilette vorhanden. Personenaufzug vorhanden
Gastronomie
Wallraf-Richartz
Café-Restaurant im Museum
Kaffee und Kuchen, Tagesgerichte und ein täglich wechselndes 3-Gänge-Mittagsmenü. Das Café bietet mit seinen ca. 80 Plätzen oder im Foyer des Museums auch Raum für Feiern oder Veranstaltungen.
Tel.: +49 (0) 221 / 99 23 759
www.wallraf-richartz-cafe.de
Museumsshop
Betreiber: CEDON MuseumsShops GmbH
Katalogverkauf, Kunstliteratur und Art Shop
Tel.: 0221-27798957
Mail: wallraf@cedon.de
Leitung Kunstvermittlung
Dr. Stephanie Sonntag
Tel 0221/221-25551
stephanie.sonntag@stadt-koeln.de
Das Programm des Museumsdienstes im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud


















