
NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus)
Appellhofplatz 23-25
50667 Köln
T +49 221 221 26332
F +49 221 221 26331
nsdok@stadt-koeln.de
Direktor: Dr. Werner Jung
NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus)
Das NS-Dokumentationszentrum, 1987 gegründet, hat seinen Sitz im EL-DEHaus, wo sich von Dezember 1935 bis März 1945 die Zentrale der Kölner Gestapo befand. Das erhalten gebliebene Gestapogefängnis mit zahlreichen Wandinschriften der Gefangenen ist seit 1981 eine Gedenkstätte. Die Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus" behandelt das gesamte politische, gesellschaftliche und soziale Leben Kölns in der NS-Zeit. Das NS-Dokumentationszentrum widmet sich dem Gedenken, Erforschen und Vermitteln der Geschichte Kölns im Nationalsozialismus.
Der Prozess – Adolf Eichmann vor Gericht
21. Juni – 13. Oktober 2013
Vor über 50 Jahren, im April 1961, eröffnete das Jerusalemer Bezirksgericht das Verfahren gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer und Leiter des „Judenreferats IV B 4” im Reichssicherheitshauptamt Adolf Eichmann. Die Verhandlung wurde zu einem großen Medienereignis. Im Licht der Öffentlichkeit stand dabei nicht nur ein Täter des Holocaust. Erstmals erhielten auch die Schilderungen der Opfer weltweite Aufmerksamkeit: In Jerusalem begann die Ära der Zeitzeugen. Das Auftreten Eichmanns vor Gericht wiederum löste Diskussionen um Schuld und Verantwortung Einzelner im nationalsozialistischen System aus. Die Ausstellung widmet sich beiden Aspekten des Verfahrens, dem Bezeugen der Überlebenden und der Strategie des Täters; in ihrem Zentrum steht das Originalfilmmaterial aus dem Gerichtssaal. Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors, der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz
Führungen
Sonntag, 7. Juli , 14:00 Uhr
Die Teilnahme an den öffentlichen Führungen ist in der Regel kostenlos.

Führungen
Donnerstag, 6. Juni, 18.30 Uhr
Gedenkstätte Gestapogefängnis und Ausstellung "Köln im Nationalsozialismus", für Erwachsene

Kurse und Veranstaltungen
Dienstag, 4. Juni, 15-17 Uhr
Fortbildung: Das "Geschichtslabor" im NS-Dokumentationszentrum: Neue Formen der Geschichtsvermittlung und der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus (LF), für Lehrkräfte / Erzieher
Im Geschichtslabor des NS-Dokumentationszentrums erleben Schülerinnen und Schüler eine neue Form der Geschichtsvermittlung. Aber nicht nur die nationalsozialistische Vergangenheit, sondern auch aktuelle Phänomene können hier entdeckend bearbeitet werden: "Was haben ein Päckchen Puddingpulver, die Nummer 25 und eine Augenbinde gemeinsam?" Dies ist eine von zwei Ausgangsfragen, die die Schülerinnen und Schüler in das Thema Rechtsextremismus und Rassismus führen - über die Suche nach Objekten hin zu biographischen Erzählungen. Die Inhalte werden durch die Beschäftigung mit Musikstücken oder Dokumenten vertieft.
Im Mittelpunkt der Fortbildung steht die Vorstellung des Angebotes des NS-Dokumentationszentrums zum Rechtsextremismus. Es richtet sich an alle Lehrerinnen und Lehrer der Sek II, die entsprechende Inhalte im Unterricht aufgreifen möchten.
Sek II
Geschichte, Politik, SoWi, Pädagogik, Religion
Bitte melden Sie sich bis zum 27.05.2013 an (Angabe von Name, Vorname, Schulform, Fächer) unter: erika.jaeger@stadt-koeln.de
Anmeldung bis: 27.05.2013
Details und Buchung
Dienstag, 4. Juni, 20 Uhr
Lesung: „Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg“. Lesung von und Diskussion mit Karl Pfeifer
Karl Pfeifer, ein heute 84-jähriger jüdischer Journalist, überlebte den Holocaust durch eine Flucht nach Palästina. In seinem Buch „Einmal Palästina und zurück. Ein jüdischer Lebensweg“ berichtet Pfeifer über seine Kindheit in Österreich, seine Flucht vor den Nazis als Jugendlicher durch Europa und über das Leben im sich gründenden Israel. 1928 in Baden bei Wien geboren, war er bereits in Kindheitstagen dem Antisemitismus ausgesetzt: „… erinnere ich mich noch daran, wie ich einmal von vier Hitlerjungen gewürgt und an einen Zaun gedrängt wurde: ‚Saujud, sag Heil Hitler‘. Ich weigerte mich.“ Schließlich sah sich die Familie gezwungen, 1938 nach Ungarn zu fliehen. Aber auch in Ungern fühlte sich Pfeifer auf Grund von Beschimpfungen und Ausgrenzung als „Saujud“ nicht heimisch und trat der zionistischen Jugendorganisation Haschomer Hatzair bei. Dieser politische Aktionismus war gar nicht im Sinne seiner Eltern, die sich eher als bürgerliche, jüdische Familie betrachteten und darauf hofften, dass alles irgendwie vorbeigehen würde. „Wenn ich das akzeptiert hätte, wäre mein Leben mit großer Sicherheit in einer Gaskammer in Ausschwitz- Birkenau beendet worden.“ Letztendlich machte auch vor Ungarn das 'Dritte Reich' nicht halt. Mit dem Inkrafttreten antijüdischer Gesetze und nach dem Tod seiner Mutter entschloss sich Karl zu einer weiteren Flucht nach Palästina. Der Abschied von seinem Vater war auch die letzte gemeinsame Begegnung. Ein Großteil seiner Familie überlebte die Verfolgung durch die Nazis nicht. In Palästina lebte Pfeifer mit anderen Kindern, meist Kriegswaisen, in einem Kibbuz zusammen. Nach Kriegsende trat Pfeifer dem Palmach bei, einer Vorläuferorganisation der israelischen Armee. Erst 1951 betrat Karl Pfeifer nach 13 Jahren wieder österreichischen Boden. „Heimkehrer sind nur die, die in der Waffen-SS und in der Wehrmacht waren.“ Juden waren dieses nicht. Dennoch entschied sich Pfeifer, in Österreich zu bleiben. Bis heute arbeitet er als freier Journalist, um über die Verbrechen des NS-Regimes und antidemokratische Entwicklungen aufzuklären. „Dabei geht es nicht darum zu moralisieren. Niemand kann etwas dafür, was seine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern getan haben Das können wir nicht ändern. Aber für das, was jetzt ist, sind wir alle verantwortlich. Und da hat keiner die Ausrede, dass er sich durch sein Handeln in Gefahr bringen könne. Jetzt ist es an uns, die Verhältnisse zu ändern.“
Veranstalter: Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) der Universität Köln.
Mit freundlicher Unterstützung von: DGB-Jugend Köln – NS-Dokumentationszentrum Köln / EL-DE-Haus - Stadtrevue Köln - Studiobühne Köln
Am 6. Juni, 19.30 Uhr, referiert Karl Pfeifer zum aktuellen Thema "Völkisches Krisenmanagement in Ungarn". Der Wiener Journalist beobachtet Ungarn seit 30 Jahren. Ebenfalls Studiobühne (Raum Probebühne).
Mittwoch, 5. Juni, 19 Uhr
Vortrag: Die Macht des Mythos: Paul von Hindenburg in der deutschen Öffentlichkeit
Vortrag von Prof. Dr. Anna von der Goltz
Auch fast 80 Jahre nach seinem Tod gibt es Auseinandersetzungen um Paul von Hindenburg. Der „Sieger von Tannenberg“ stieg innerhalb kürzester Zeit zur zentralen Heldenfigur des späten Kaiserreichs auf. Sein Ruhm überlebte die militärische Niederlage und Revolution von 1918. In der Weimarer Republik galt er den Rechten ebenso wie Vertretern der pro-republikanischen Parteien als Symbol vergangener Größe. Als solches wurde er 1925 in der ersten Direktwahl des deutschen Staatsoberhauptes zum Reichspräsidenten gekürt und 1932 dann als „Retter der Republik“ wiedergewählt. Bei dieser Wahl trat Adolf Hitler gegen ihn an, den Hindenburg weniger als ein Jahr später zum Reichskanzler ernennen sollte. Der Vortrag beleuchtet die Selbst- und Fremdzuschreibungen Paul von Hindenburgs in der deutschen Öffentlichkeit 1914–1934.
Anna von der Goltz ist Assistant Professor für Deutsche Geschichte an der Georgetown University in Washington, 2009 erschien ihr Buch „Hindenburg: Power, Myth, and the Rise of the Nazis“.
Ort: EL–DE–Haus
Eintritt: 4,50 Euro, erm. 2 Euro
Veranstalter: Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (ibs)
Donnerstag, 6. Juni 2013, 19.00 Uhr
Film: „Scheng gibt nicht auf – Das Leben des Antifaschisten Johann Holler“ - Dokumentarfilm von Boris Schöppner, 2012
Der aus Köln stammende Johann Holler, genannt „Scheng“, wurde während der NS-Herrschaft in Kölner Polizeigefängnissen und dem Lager Brauweiler inhaftiert, von der Gestapo Köln im EL-DE-Haus verhört, wegen Widerstandes gegen den NS-Staat verurteilt und lange Jahre im Zuchthaus Siegburg eingesperrt. Nach der Befreiung lebte „Scheng“ in Frankfurt, wo er 1990 starb.
Der Journalist Boris Schöppner hat Hollers Aufzeichnungen über die NS-Zeit ausfindig gemacht und einen 90-minütigen Film gedreht, der den Spuren dieses Menschen folgt. Er rekonstruierte das Leben eines Kommunisten, der seinen Überzeugungen trotz Folter und elfjähriger Haft treu blieb. Und er zeigt, wie an Orten der Repression heute mit der Vergangenheit umgegangen wird.
Mit einer kurzen Einführung von Dr. Thomas Roth. Der Filmemacher ist anwesend.
Eintritt: 4,50 Euro, erm. 2 Euro
Donnersta, 13. Juni, 19.00 Uhr
Film: Köln im „Dritten Reich“, Teil 2: 1936-1939
Köln im „Dritten Reich“, Teil 2: 1936-1939
Filmvorstellung mit Hermann Rheindorf
Der Kölner Autor und Produzent Hermann Rheindorf stellt den zweiten Teil seiner dreiteiligen Filmdokumentation vor, mit der er eine nie gesehene Fülle an historischen, oft farbigen Filmaufnahmen aus dem Köln der NS-Zeit zugänglich macht. Zeitzeugen kommentieren die Aufnahmen. Zu sehen sind u.a. der Einmarsch der Wehrmacht ins Rheinland 1936, Besuche Adolf Hitlers in Köln 1936 und 1938, Eröffnung des neuen Eis- und Schwimmstadions, Deutzer Schützenfest, Besuche in Kölner Betrieben, Rosenmontag 1938: „Der Zoch der Schande“, Hitlerjugend, Reichspogromnacht und die Ausplünderung der Kölner Juden, die Umgestaltung der Altstadt, Beginn des Abrisses von Deutz, der Bau der Rodenkirchener Autobahnbrücke, 1939: Der letzte Friedenssommer, ein filmischer Abschied von der alten Stadt.
Ort: EL–DE–Haus
Eintritt: 4,50 Euro, erm. 2 Euro
Sonntag, 23. Juni, 15 Uhr
Exkursion: Das Jüdische Köln - Rund um die Synagoge Roonstraße, für Erwachsene
Wir entdecken das Jüdische Köln rund um den Rathenauplatz: Zum einen die beeindruckende Synagoge der orthodoxen Gemeinde, zum anderen viele heute unsichtbare Stätten der ehemals reichhaltigen jüdischen Geschichte Kölns.
Aaron Knappstein ist Mitglied der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln und Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums. Sein Schwerpunkt ist die Recherche von sogenannten "Stillen Helden" - nichtjüdische Kölnerinnen und Kölner, die Juden während der NS-Zeit unterstützt und gerettet haben. Kosten: 6 €
Kosten zzgl. Eintritt: 6,00
Anmeldung bis: 17.06.2013
Details und Buchung
Donnerstag, 27. Juni, 19 Uhr
Vortrag: Das „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau
Das „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz-Birkenau – Bericht eines polnischen Auschwitz-Überlebenden
Vortrag von Prof. Dr. Waclaw Dlugoborski
Nur wenige Überlebende und Augenzeugen des „Zigeunerfamilienlagers“ im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau können heute noch Zeugnis von den Schrecken dieses Lagers ablegen. Etwa 22.000 Sinti und Roma wurden dort vom Frühjahr 1943 bis zum Sommer 1944 gefangen gehalten, darunter mehr als 400 Männer, Frauen und Kinder, die von Köln aus deportiert worden waren. Waclaw Dlugoborski, im Mai 1943 von der Gestapo verhaftet und nach Auschwitz verschleppt, hat als Nachbar und Besucher dieses Lagerabschnitts das Elend und das Sterben in dem „Zigeunerfamilienlager“ miterleben müssen. Er gehört zu den Historikern, die sich früh für eine Aufarbeitung dieses vergessenen Genozids einsetzten.
Prof. Dr. Waclaw Dlugoborski, geboren 1926 in Warschau, bis 1996 Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Wroclaw, ist Kurator am Museum Auschwitz-Birkenau.
*** Begleitprogramm zur Sonderausstellung
Ort: EL–DE–Haus
Eintritt: 4,50 Euro, erm. 2 Euro
Donnerstag, 11. Juli, 19 Uhr
Film: „Keine Kameraden“.
Keine Kameraden“. Ein Dokumentarfilm über das Massensterben sowjetischer Kriegsgefangener im Winter 1941/1942
Filmvorführung mit Beate Lehr-Metzger
Beate Lehr-Metzger widmet sich mit „Keine Kameraden“ dem Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener, die zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich verschleppt wurden. Durch die Blitzkriegsstrategie des NS-Regimes machte die Wehrmacht in den ersten Monaten nach dem Überfall auf die Sowjetunion rund 3,5 Millionen Kriegsgefangene. Aufgrund von Unterernährung, Unterkühlung, Typhus, Misshandlungen und gezielten Tötungen waren im Februar 1942 rund zwei Millionen von ihnen bereits tot. Der Film zeichnet am Beispiel zweier Kriegsgefangener diese Geschichte nach. Sein Titel geht auf das gleichnamige Buch des Historikers Christian Streit zurück.
Die Regisseurin steht im Anschluss an die Filmvorführung für eine Diskussion zur Verfügung.
Eine Veranstaltung des Friedensforum Köln, Verein Gegen Vergessen – für Demokratie e.V., NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Verein EL-DE-Haus e.V., Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Köln, Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Wolgograd e.V.
Ort: Filmforum im Museum Ludwig
Eintritt: 7 Euro, erm. 5 Euro
Sonntag, 14. Juli, ab 13 Uhr
Event: Edelweißpiratenfestival im Kölner Friedenspark
Das mittlerweile 9. Edelweißpiratenfestival widmet sich in erster Linie der lebendigen Erinnerung an jene mutigen, unangepassten Jugendlichen, die sich während der NS-Diktatur nicht haben verbiegen lassen. Zu diesem Zweck werden wieder mehr als 20 Bands ihre aktuelle Definition von unangepasster Popularmusik präsentieren, inklusive jeweils einer Interpretation eines Edelweißpiratenliedes. Zeitzeugen-Café, Ausstellung und Info-Stände laden zur Vertiefung und Diskussion ein.
Das Jahresthema „bündisch und frei“ lenkt den Blick auf ein deutsches Phänomen, das nicht nur die Jugendkultur der Edelweißpiraten entscheidend geprägt hat, sondern auch darüber hinaus der neueren deutschen Geschichte wichtige Impulse gegeben hat. Wir freuen uns auf einen lebendigen Austausch mit Zeitzeugen, Künstlern und Experten!
Veranstalter: Edelweißpiratenclub e.V. in Kooperation mit NS-DOK, Humba e.V., Südstadtleben e.V.
Ort: Friedenspark
Informationen zu Festival und Rahmenprogramm gibt es auf www.edelweisspiratenfestival.de und facebook.com/Edelweisspiratenfestival
Donnerstag, 25. Juli, 19 Uhr
Gespräch: Die Toten altern nicht
Die Toten altern nicht
Gespräch mit dem Überlebenden Aleksander Henryk Laks (Brasilien)
Aleksander Laks, geboren in Lódz, überlebte das Ghetto Litzmannstadt, die Konzentrationslager Auschwitz und Groß-Rosen sowie den Todesmarsch nach Flossenbürg. Bei seiner Befreiung war er 17 Jahre alt, wog 28 Kilogramm und hatte keine Angehörigen mehr. Er kehrte Europa für immer den Rücken und ging über die USA nach Brasilien.
Brasilien war vor 1945 ein wichtiges Exilland für NS-Verfolgte, danach wurde es zu einem der Länder, in denen sich gesuchte NS-Verbrecher versteckten. Der bekannteste Täter war Dr. Josef Mengele, der in Auschwitz Mutter, Großmutter und Tante von Aleksander Laks in den Tod geschickt hatte, und der sich von 1960 bis 1979 unerkannt in Brasilien aufhielt.
Als Vorsitzender der „Vereinigung der Überlebenden des Holocaust“ in Rio de Janeiro hat sich Aleksander Laks in Brasilien einen Namen gemacht. Dieses Jahr erschienen seine Erinnerungen „Die Toten altern nicht“.
Veranstalter: Köln-Rio Städtepartnerschaftsverein e.V., NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Verein EL-DE-Haus e.V., mit Unterstützung des Amtes des Oberbürgermeisters – Internationale Angelegenheiten
Ort: EFG–Bistroni im Balloni, Ehrenfeldgürtel 88-94, Köln-Ehrenfeld
Eintritt: frei
*** Begleitprogramm zur Sonderausstellung
Sonntag, 28. Juli, 15 Uhr
Exkursion: Das Jüdische Köln - Sichtbares und Verborgenes, für Erwachsene
Der Rundgang führt vom einstigen Gestapo-Hauptquartier am Appellhofplatz zur ehemaligen Hauptsynagoge in der Glockengasse. Er folgt den Spuren des Judentums in Köln bis 1933 und der dann einsetzenden systematischen Verfolgung. Anhand von Gebäuden, Personen und Geschichten erkunden wir die Vielfalt des Kölner Judentums in Vergangenheit und Gegenwart.
Aaron Knappstein ist Mitglied der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln und Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums. Sein Schwerpunkt ist die Recherche von sogenannten "Stillen Helden" - nichtjüdische Kölnerinnen und Kölner, die Juden während der NS-Zeit unterstützt und gerettet haben. Kosten: 6 €
6,00 zzgl. Eintritt
Anmeldung bis: 22.07.2013
Details und Buchung
Donnerstag, 12. September, 19 Uhr
Vortrag: Ein Sperrriegel gegen das Vergessen
Ein Sperrriegel gegen das Vergessen
Die „Schwarze Reihe“ und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus
Ein Bericht aus der Praxis von Walter H. Pehle
Im Laufe von 35 Jahren hat der Historiker Walter H. Pehle als Lektor im S. Fischer Verlag mehr als 250 Bände über die NS-Zeit betreut. Die 1977 von ihm begonnene Buchreihe wurde unter dem Titel Schwarze Reihe im Inland und bald auch im Ausland bekannt. Raul Hilberg hat sie einmal als „die weltweit größte Buchreihe zum Thema Nationalsozialismus“ bezeichnet.
Am Anfang stehen das Nürnberger Tagebuch des US-Gerichtspsychologen Gustave M. Gilbert, das Buch zur Fernsehserie Holocaust. Eine Nation ist betroffen, Jörg Friedrichs Die kalte Amnestie. Es folgten u.a. die vielen Bücher von Ernst Klee und Wolfgang Benz und – als Schlussstein – Raul Hilbergs dreibändige Taschenbuchkassette Die Vernichtung der europäischen Juden (1990). Später kam die Subreihe Lebensbilder mit jüdischen Erinnerungen und Zeugnissen hinzu.
Pehle spricht über seine Erfahrungen als Lektor und Herausgeber dieser Reihe, seine Rolle als „Aufklärer“, „Anreger“, aber auch „Verhinderer“, und zeigt anhand von Beispielen, wie er bei der Entwicklung der Buchreihe vorgegangen ist.
Ort: EL–DE–Haus
Eintritt: 4,50 Euro, erm. 2 Euro
*** Begleitprogramm zur Sonderausstellung
Samstag, 14. September, 15 Uhr
Eröffnung: Denkmal für ermordete Zwangsarbeiter
Einweihung in Köln-Ossendorf
In Köln-Ossendorf wurden 1942 und 1943 an der damaligen Kiesgrube Breuer auf Veranlassung der Kölner Gestapo junge Männer erhängt, die als Zwangsarbeiter in Köln arbeiten mussten. Sie starben vor den Augen der Bevölkerung und vieler Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, die gezwungen wurden, sich zur Abschreckung diese Morde anzusehen. Dank der Initiative des Ossendorfer Bürgers Hans Klein, der Projektgruppe Messelager im Verein EL-DE-Haus und dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln sowie zahlreicher Spenden wird siebzig Jahre nach diesen Verbrechen ein Gedenkstein eingeweiht.
Programm: Josef Wirges (Bezirksbürgermeister Köln-Ehrenfeld) und Dr. Werner Jung (Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln), Angelika Lehndorff-Felsko (Projektgruppe Messelager im Verein EL-DE-Haus), Kinder der Schule Wilhelm-Schreiber-Straße mit Ludwig Sebus sowie weitere Musikbeiträge
Veranstalter: Bezirksbürgermeister Köln-Ehrenfeld, NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Ort: Hermann-Josef-Schmitt-Straße (Grünfläche hinter der KGS Wilhelm-Schreiber-Straße)
Freitag, 27. September, 10-16 Uhr
Tagung: We are Champions, too! Roma und Sinti im Sport
We are Champions, too! Roma und Sinti im Sport
Tagung im Rahmen der Reihe „Wir boxen uns durch!“
Der Sport bietet vielfältige Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Inklusion von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Gleichzeitig ist der Sport aber ein Bereich, in dem sich Rassismus und Antiziganismus in unterschiedlichen Dimensionen entfalten. Sie reichen von weit verbreiteten Vorurteilen über neonazistische Hetzparolen bis hin zur Gewalt. Welche Wechselwirkungen zwischen der Mitte der Gesellschaft und dem „rechten Rand“ finden sich im Sport? Welche Ausgrenzungsmechanismen gegen die Minderheit werden sichtbar, und was sind die Hintergründe? Wie gehen Minderheiten damit um? Welche positiven Vorbilder gibt es im Sport, und welche Funktion kann er für die Identitätsbildung und Selbstbehauptung von Sinti und Roma einnehmen? Diese und andere Fragen sollen auf der Tagung diskutiert werden, die sich an Multiplikatorinnen aus Sport, Vereinen, Schulen, Politik, Verwaltung, Bildungs-, Sozialarbeit, Wissenschaft, Medien und an die interessierte Öffentlichkeit richtet.
Impulsreferat: Sport und Minderheiten in Deutschland, Überlegungen zu einer verdrängten Geschichte. Referent: Prof. Dr. Diethelm Blecking
1. Workshop: Sinti und Roma im Sport – vom Outing zum Vorbild. Referent: Andrzej Bojarski
2. Workshop: Rechtsextremismus, Rassismus und Antiziganismus in deutschen Stadien. Referent: Ronny Blaschke
3. Workshop: Wir boxen uns durch! Neues Selbstbewusstsein von Sinti- und Roma-Jugendlichen. Praxisberichte. Referenten: Oswald Marschall, Sami Dzemailovski
weitere Informationen und Anmeldung: ibs@stadt-koeln.de
Veranstalter: Rom e.V., Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (ibs), Melanchthon-Akademie
Ort: EL–DE–Haus
Eintritt: frei
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr
Samstag und Sonntag 11 - 18 Uhr
Jeden ersten Donnerstag im Monat 10 - 22 Uhr
Montag geschlossen
Anfahrt und Verkehrsanbindung
Öffentliche Verkehrsmittel
Bahn, S-Bahn: "Hauptbahnhof" (5-10 Minuten Fußweg)
U-Bahn: "Appellhofplatz"
Parkhäuser
Oper-Ladenstadt / DuMont-Carré
Eintritt
Erwachsene 4,50 EUR
ermäßigt 2,00 EUR
An jedem 1. Donnerstag im Monat (außer feiertags) erhalten alle Kölnerinnen und Kölner mit Wohnsitz in Köln freien Eintritt in das NS-Dokumentationszentrum. Als Eintrittskarte gilt der Personalausweis.
Freien Eintritt haben Begleiterinnen und Begleiter von Menschen mit Behinderungen, deren Schwerbehindertenausweis den Buchstaben „B" ausweist
Informationen zur Barrierefreiheit
Das Museum ist nur eingeschränkt für Menschen mit Behinderungen nutzbar.
Museumsshop
Verkauf von Publikationen an der Kasse des Museums.
Leitung Vermittlung und Bildung
Barbara Kirschbaum
0221 - 221-26567
barbara.kirschbaum@stadt-koeln.de
Das Programm des Museumsdienstes im NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus)


















