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Hier finden Sie alle Veranstaltungen, die in den Museen der Stadt Köln angeboten werden.

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Jeder Tag, an dem eine Veranstaltung stattfindet, ist farbig hinterlegt.

Donnerstag, 23. Mai

14:00 Uhr
: Intersexuelle Menschen - Neben Frauen & Männern & anderen Geschlechtern.
NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus)
Was ist Intersexualität?
Der Begriff Intersexualität bezeichnet biologische Besonderheiten der Geschlechtsdifferenzierung. Intersexuelle Körper weisen deshalb Ähnlichkeiten mit dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht auf. Die „klassische“, wohl auch seltenste Form ist der Hermaphroditismus verus: Die gleichzeitige Entwicklung der inneren und äußeren weiblichen und männlichen Geschlechtsmerkmale.
(Quelle: Intersexuelle Menschen e.V.)
Es handelt sich also um Menschen, deren geschlechtliches Erscheinungsbild von Geburt an, hinsichtlich der Chromosomen, der Keimdrüsen und der Hormonpro­duktion nicht nur männlich oder nur weiblich erscheint, sondern offenbar eine Mischung aus beiden darstellt. Dies hat weitreichende Folgen für die Entwicklung des Körpers, der Genitalien sowie der juristischen und individuellen Identität in einer Gesellschaft, die bisher nur Mann und Frau als Kategorien anerkannte.

Intersexuelle Menschen – Neben Frauen & Männern und anderen Geschlechtern…
Im Mai 2013 wird Deutschland zum zweiten Mal vom UN-Menschenrechtsrat im Rahmen des UPR-Verfahrens (Universal Periodic Review) auf Einhaltung der Menschenrechte geprüft. Dieses neue Verfahren existiert seit 2007 und erfährt große politische und mediale Aufmerksamkeit.
Einer der Prüfungspunkte bezieht sich auf Intersexuelle Menschen. Das Deutsche Institut für Menschenrechte empfiehlt irreversible körperliche Eingriffe an nicht einwilligungsfähigen intersexuellen Kindern, die nicht der Lebensrettung dienen, ausdrücklich zu verbieten und die Voraussetzungen für die qualifizierte Beratung von Eltern und Betroffenen zu schaffen.
Der 23. Mai 2013 ist zugleich der 65. Jahrestag der Verabschiedung des Grundgesetzes der BRD. Bei den Menschenrechtsverletzungen an den Intersexuellen geht es um die Abwägung der Grundrechte der Eltern auf Erziehung aus Artikel 6 GG und die Grundrechte des Kindes auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung gemäß Artikel 2.
Zu all diesen konkreten Anlässen soll die Veranstaltung einen aufklärenden und informativen Beitrag zur Enttabuisierung von „Intersexualität“ leisten.
1. Teil: NS-Dokumentationszentrum:
14.00 Eröffnung und Begrüßung durch Dr. Werner Jung (NS-DOK), Barbara Kanne und Bürgermeisterin Angela Spizig
14.15 Intersexuelle Menschen und die Kontinuität der Menschenrechtsverletzungen seit dem Nationalsozialismus, Lucie Veith
14.45 Ich war Mann und Frau – Mein Leben als Intersexuelle, Christiane Völling liest aus ihrem Buch
16.00 Die Katze wäre eher ein Vogel (55 min.), Ein visuelles Hörstück von Melanie Jilg. Vier intersexuelle Menschen erzählen von ihren Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen. Melanie Jilg schafft die Möglichkeit da zuzuhören, wo lange geschwiegen. www.die-katze-ist-kein-vogel.de

2. Teil: Odeon-Kino:
18:00 Filmpremiere Hermes & Aphrodite (2013), von Gregor Zootzky
„Hermes & Aphrodite“ erzählt die Geschichte von dem Kind Sascha, von dem alle bis zur Pubertät denken, es wäre ein Mädchen. Sascha vertraut sich seiner Mutter an und gemeinsam sucht die Familie einen Arzt auf, wel­cher das Kind untersucht und ein Zwischengeschlecht „diagnostiziert“. Er plädiert für eine medizinische Maß­nahme, welche Sascha physisch zu einer Frau werden lassen sollte. Die Eltern sind unwissend, wünschen sich aber ein möglichst „normales“ Leben mit Sascha. Völlig unverstanden verschafft Sascha seiner Wut und Angst Ausdruck und läuft schockiert weg von den Eltern, kehrt den medizinischen Plänen den Rücken.
In einem fabelhaften Wald kommt Sascha wieder zu sich und wird von einem Schamanen in den Bann gezogen, der die Sage des Hermaphroditos aus der griechischen Mythologie erzählt. Der Film zeigt, dass geschlechtliche Vielfalt nichts Ungewöhnliches ist und sowohl bei den Menschen, als auch bei den Tieren und den Pflanzen vorkommt. Wie müssen nur die Türen im eigenen Kopf öffnen.
Förderer: LVR, Filmbüro Bremen, FFA
www.gregorzootzky.de
Hinweis: Eine Ausstellung zum Film gibt es im Ausstellungsraum Jürgen Bahr, Köln
18:30 Podiumsdiskussion Wie viele Geschlechter erträgt unsere Gesellschaft?
• Volker Beck, Mitglied des Parteirats von Bündnis 90/ Die Grünen und Sprecher der Landesgruppe NRW im Bundestag
• Claudia Kittel, National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonventionen in Deutschland
• Prof. Dr. Konstanze Plett, Universität Bremen, Fachgebiete Rechtswissenschaft und Gender Law
• Dr. Katinka Schweizer, Wiss. Mitarbeiterin u. Dipl. Psychologin am Institut für Sexualforschung u. Forensische Psychiatrie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
• Barbara Steffens, Ministerin für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW
• Gregor Zootzky, Autorenfilmemacher und bildender Künstler aus Köln, Initiator dieser Tagesveranstaltung
• Moderation: Lucie Veith, 1. Vorsitzende Bundesverbandes „Intersexuelle Menschen e.V.“
20:00 Persönlicher Austausch bei Snacks und Getränken im Garten des Odeons
Eintriff frei
Wegen begrenzter Sitzplätze ist eine Anmeldung unter Angabe der VA Nr 2103-13-1+2 erwünscht;
info@boell-nrw.de
Kontakt: barbara.kanne@boell-nrw.de
Tel. 0211 - 93 65 08 23
FAX: 0211- 93 65 08 25
Eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem NS-DOK und Gregor Zootzky

Treffpunkt: 1. Teil: NS-Dokumentationszentrum; 2. Teil: Odeon-Kino
Veranstalter:

Sonntag, 26. Mai

15:00 Uhr
Exkursion: Das Jüdische Köln - Sichtbares und Verborgenes.
NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus)
Der Rundgang führt vom einstigen Gestapo-Hauptquartier am Appellhofplatz zur ehemaligen Hauptsynagoge in der Glockengasse. Er folgt den Spuren des Judentums in Köln bis 1933 und der dann einsetzenden systematischen Verfolgung. Anhand von Gebäuden, Personen und Geschichten erkunden wir die Vielfalt des Kölner Judentums in Vergangenheit und Gegenwart.
Aaron Knappstein ist Mitglied der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln und Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums. Sein Schwerpunkt ist die Recherche von sogenannten "Stillen Helden" - nichtjüdische Kölnerinnen und Kölner, die Juden während der NS-Zeit unterstützt und gerettet haben.
Zielgruppe: Erwachsene
Referent: Gregor Aaron Knappstein
Kosten: 6 €
Kosten zzgl. Eintritt: 6,00
Treffpunkt: Kasse des NS-Dokumentationszentrums
Anmeldung bis: 20.05.2013 Details und Buchung (nur Anfrage, Anmeldeschluss abgelaufen)
Veranstalter: Museumsdienst Köln

Veranstaltungsorte

Mai 2013

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Juni 2013

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www.museenkoeln.de/museumsdienst


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