KÖLNISCHES STADTMUSEUM
museenkoeln.de … Kölnisches Stadtmuseum … SammlungObergeschoss
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Obergeschoss

Obergeschoss

Im Obergeschoss beschäftigt sich die Dauerausstellung mit Themen wie Religion, Geistesleben und Wissenschaft, Kölner Bürgertum, Wohnkultur, Wirtschaft und Verkehr. Schwerpunkt ist hierbei die Zeit um 1600 und um 1900.

Der Susannenschrank des Melchior von Rheidt führt das Können der Handwerker am Ausgang der Renaissance vor Augen, die Gemälde der Brüder Berckheyde vermitteln einen ebenso lebendigen Eindruck vom Leben in Köln wie die Porträts Kölner Bürger mit Ehefrauen und Kindern, darunter solche von Bartholomäus Bruyn d. J. und Geldorp Gortzius. Der Handel prägte damals die Wirtschaft, die besonders von der Lage Kölns am Rhein profitierte, woran die Schiffsmodelle - darunter das Modell eines Holländerfloßes - erinnen. Wichtige Handelsgüter waren Wein und Fisch, aber auch mit Waffen und Tabak wurde bevorzugt gehandelt.

Die Kölner Universität, 1388 von den Bürgern der Stadt gegründet und die viertälteste in Deutschland, ist ein weiteres Thema. Einzigartig sind die Sammlung physikalischer Geräte und früher Globen, meist aus dem alten Gymnasium Tricoronatum, sowie die beiden Vopelius-Globen des frühen 16. Jahrhunderts aus der Sammlung von Ferdinand Franz Wallraf.
Die barocke Volksfrömmigkeit findet ebenso ihre Berücksichtigung wie die Reformation. Besonders hervorzuheben ist der Ausstellungsbereich, der sich mit dem jüdischen Leben beschäftigt, besitzt das Kölnische Stadtmuseum doch eine reichhaltige Judaica-Sammlung.

In die Moderne führen Themen wie Arbeiterküche, Kindheit oder Frauenleben um 1900, Arbeitsleben und Kölner Industrie- bzw. Kunstgewerbeproduktion (Kalker Porzellan, Orivit, Ehrenfelder Glas, Chemische Fabrik in Kalk, Pallenberg-Möbel) ebenso wie die Porträtgalerie der Bankiersfamilie von Stein. In diese Zeit zurück versetzen drei kurze Filmsequenzen aus dem Jahr 1896, die die Brüder Lumière in Köln drehen ließen.
Ein wichtiger Themenkomplex ist der Kölner Dom im 19. Jahrhundert, der von der Grundsteinlegung zum Weiterbau 1842 bis zur Vollendung 1880 seine Zeit weit über Köln hinaus prägte.Im Bereich „Rhein und Rheinromantik.
Im Bereich „Rhein und Rheinromantik" - um die „Sommernacht am Rhein" von Christian Eduard Böttcher - können sich die Besucher auch ein Bild von der touristischen und verkehrstechnischen Bedeutung der Stadt am Rhein seit dem frühen 19. Jahrhundert machen.

 

 

Weinsberg-Kreuzigung, 1557, Ölgemälde von Bartholomäus Bruyn d. J.
Weinsberg-Kreuzigung, 1557, Ölgemälde von Bartholomäus Bruyn d. J.
Quacksalber vor St. Maria im Kapitol, 3. Drittel des 17. Jahrhunderts, Ölgemälde von Gerrit A. Berckheyde
Quacksalber vor St. Maria im Kapitol, 3. Drittel des 17. Jahrhunderts, Ölgemälde von Gerrit A. Berckheyde

Typar des großen Siegels der Kölner Universität, 1392, Messing.
Erdglobus des Caspar Vopelius, 1542, kolorierter Holzschnitt auf Papphohlkugel

IMPRESSUM

Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © RBA Köln Ferner liegen einige Bildrechte bei der VG Bild-Kunst Bonn.

Sammlung

Idealansicht des Kölner Doms, 1834 – 1836, Ölgemälde von Carl Hasenpflug
Idealansicht des Kölner Doms, 1834 – 1836, Ölgemälde von Carl Hasenpflug
Damenschuhe, um 1900, Seide, Leder
Damenschuhe, um 1900, Seide, Leder
Totenschild der Maria Ursula Columba zum Pütz, verheiratete de Groote, 1768/69, Holz, farbig gefasst – Die Ehefrau des Bürgermeisters Franz Jacob de Groote war vermutlich die von Casanova geliebte Kölner „Bürgermeisterin“
Totenschild der Maria Ursula Columba zum Pütz, verheiratete de Groote, 1768/69, Holz, farbig gefasst – Die Ehefrau des Bürgermeisters Franz Jacob de Groote war vermutlich die von Casanova geliebte Kölner „Bürgermeisterin“
Isaak Peter und Petronella Herstatt, 1787, Ölgemälde von Johann Jakob Schmitz
Isaak Peter und Petronella Herstatt, 1787, Ölgemälde von Johann Jakob Schmitz