Die Dauerausstellung des Kölnischen Stadtmuseums gibt auf ca. 2000 qm Einblick in Geschichte, Geistesleben, Wirtschaft und Alltagsleben Kölns und seiner Bewohner.
Im Erdgeschoss steht die politische Geschichte vom Mittelalter bis zur frühen Nachkriegszeit im Zentrum. Aber zunächst werden die Besucher mit den Köln-typischen Phänomenen Klüngel, Kölsch und Karneval bekannt gemacht.
Aber auch Otto-Motor, Kölnisch Wasser und Ford sind untrennbar mit Köln verbunden.
Der Rundgang durch die Geschichte führt aus der Nachkriegszeit zum Ersten Weltkrieg. Über den Bereich „Köln in Trümmern" erreichen die Besucher das „Dritte Reich", welches auch in Köln schreckliche Spuren hinterlassen hat.
Über die 1920er Jahre, die „Adenauer-Zeit", mit Gemälden von Heinrich Hoerle und Franz Seiwert gelangt man zur Riesenfigur des Kölner Bauern, der ursprünglich vor dem Gürzenich stand. Er wurde im Ersten Weltkrieg gegen Spenden für Verwundete, Witwen und Waisen benagelt. Die beiden Kölner Vogelschau-Ansichten von Jakob Scheiner von 1886 und 1896 zeigen das rasante Stadtwachstum nach dem Fall der Stadtmauer 1881.
Daran schließt sich der Bereich Alltagsleben im mittelalterlichen Köln an. Er umfasst die Themen Handel, Handwerk, Wohnen und Frömmigkeit. Einen Eindruck von der Bedeutung Kölns im Spätmittelalter, seit 1475 immerhin freie Reichsstadt, gibt der Woensam-Prospekt von 1531.
Auch das große Stadtmodell, das den Zustand der Bebauung im Jahr 1571 zeigt (mit Tonbandprogramm, auf Wunsch auch in Kölsch) vermittelt eine Vorstellung von der „wunderbaren Größe Kölns". Dann folgt man den Stadtgeschichtsspuren von 1288, als die Stadt in der Schlacht bei Worringen ihre Freiheit vom Erzbischof errang, bis in die „Neue Kaiserzeit" nach 1871. Zentral ist eine Vitrinengruppe zum Verbundbrief, der seit 1396 geltenden zunftdemokratischen Stadtverfassung. Hier wird auch das große Stadtsiegel von 1268 gezeigt.
1794 fand die reichsstädtische Herrlichkeit mit der französischen Besetzung ihr Ende. Die Franzosen brachten aber auch die Menschenrechte nach Köln und ihre Gesetzgebung war im Rheinland bis 1900 wirksam. Seit 1815 herrschten die Preußen in Köln. Hier regte sich bald schon die bürgerliche Opposition. Zudem war Köln 1848 ein Zentrum der politischen Bewegung.
End- und Höhepunkt des Bereichs „Neue Kaiserzeit" - dem Glanzpunkt preußischer Machtentfaltung - ist der 1900 von Gabriel Hermeling geschaffene „Vater Rhein" aus dem neuen Ratssilber.
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