KÖLNISCHES STADTMUSEUM
museenkoeln.de … Kölnisches Stadtmuseum … Pänz
Normale SchriftgrößeNormale SchriftgrößeNormale Schriftgröße Normale SchriftgrößeMittlere SchriftgrößeGroße Schriftgröße Druckversion in neuem Fenster öffnenStadt Köln
Pänz

Pänz

Rittergruppe im Kölnischen Stadtmuseum
Der Löwenkampf des Bürgermeisters Grin. Ölgemälde eines unbekannten Kölner Malers vom Ende des 16. Jahrhunderts
Modell eines Oberländerschiffes
Im Museumsshop (nicht im Versand!) gibt es günstig Ritterausrüstungen für Kinder zu kaufen. Neben Helmen, Schwertern usw. gehören auch Burgfräulein-Hüte dazu.

Im Kölnischen Stadtmuseum erfahrt ihr vieles über die Geschichte Kölns und seiner Bewohner. Und weil die Museumsleute wissen, dass Kinder lieber hören als lesen, gibt es eine spezielle Audioführung für Kinder, die man im Museum umsonst ausleihen kann.

Ihr lernt typische Kölner Themen kennen wie den Karneval, das Hänneschen-Theater und Kölnisch Wasser. Aber auch Ford und der Otto-Motor stammen aus Köln. Ihr erfahrt Neues aus der jüngeren Stadtgeschichte und könnt euch in die Zeit zurückdenken, als eure Großeltern jung waren. Imponierend ist auch die Riesenfigur des Kölner Bauern, in die man im Ersten Weltkrieg gegen eine Spende für Witwen und Waisen einen Nagel hineinschlagen durfte und die deshalb heute einen Panzer aus Eisen trägt.

Spannend ist der Blick ins Mittelalter. Wie lebten die Menschen in einer bedeutenden mittelalterlichen Handelsstadt wie Köln?

Am großen Stadtmodell könnt ihr euch dann einen Eindruck davon verschaffen, wie die Stadt 1571 ausgesehen hat. Vieles werdet ihr wiedererkennen, aber anderes wird euch fremd sein, wie etwa die vielen Weingärten. Damals baute man nämlich in Köln auch Wein an, der aber so sauer war, dass man ihn „suure Hungk" (saurer Hund) nannte. Am Rhein liegen viele Schiffe, denn früher wurden die meisten Güter über das Wasser transportiert.

Die vielen Waffen und Rüstungen erinnern daran, dass das Zeughaus - das Gebäude, in dem wir uns befinden - früher kein Museum war, sondern die Waffenkammer der Stadt Köln. Hier wurden Rüstungen, Hellebarden, Musketen, aber auch Kanonen aufbewahrt, mit denen die Stadt sich im Ernstfall verteidigen konnte. Denn in Köln war jeder Bürger - allerdings nur die erwachsenen Männer - verpflichtet, bei der Verteidigung seiner Stadt zu helfen. Die Stadt Köln hatte seit dem späten Mittelalter eine ziemlich demokratische Verfassung. Seitdem die Kölner Bürger sich in der Schlacht von Worringen 1288 von der Herrschaft des Erzbischofs, der nicht nur Bischof, sondern auch Herr der Stadt gewesen war, befreit hatten, gab es keinen Fürsten mehr, der ganz allein über die Stadt herrschte. Stattdessen entsandten die Handwerker und Kaufleute seit 1396 Vertreter in den Rat. Ihre Verfassung war der Verbundbrief. Ein Exemplar mit den anhängenden 23 Siegeln könnt ihr im Museum anschauen.

Aber nicht nur die politische Geschichte wird ausgestellt. Man erfährt auch vieles über das private Leben der Menschen in früherer Zeit. Wie war es z. B. mit der Schule? Welche Möbel besaßen die reichen Kölner? Welche Kleidung trug man in 17. Jahrhundert? Und wie waren Kinder in früheren Jahrhunderten gekleidet?

Schiffsmodelle geben einen Eindruck vom Handelsverkehr. Besonders beeindruckend ist das Modell eines im Original 400 Meter langen Floßes, mit dem Holz vom Schwarzwald an die Nordsee gebracht wurde.
Eine eigene Abteilung stellt die Kindheit vor 100 Jahren vor. Und in drei kurzen Filmen könnt ihr einen Blick auf die Zeit werfen, in der die Großeltern eurer Großeltern lebten.

Darüber hinaus bieten einige ausgestellte Stücke auch Gelegenheit, sich mit den Kölner Legenden wie der der hl. Ursula vertraut zu machen oder mit Sagen wie der vom Bürgermeister Grin und dem Löwen oder der von den Kölner Heinzelmännchen.

Bei Führungen kann man anschließend eine Rüstung anlegen. Wenn wenig Betrieb im Museum ist, kann man jemandem aus dem Infoteam auch ohne Führung bitten, wenigstens den Helm anprobieren zu dürfen.

IMPRESSUM

Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © RBA Köln Ferner liegen einige Bildrechte bei der VG Bild-Kunst Bonn.

Zu unserer Kinderseite

Service

Eintrittspreis:
Kinder bis 6 Jahre, Kölner Kinder bis 18 Jahre sowie alle Schülerinnen und Schüler (je Schulklasse  2 Begleitpersonen frei) haben freien Eintritt in die Ständige Sammlung. 

Spezielle Führungen bietet der Museumsdienst an.
Schülerarbeitshefte für die Grundschule werden für Grundschulklassen bei Selbstabholung umsonst abgegeben (Bestellung: Tel. 0221/221 25789).

LeseWelten:Vorlesestunde                       Für Gruppen aus dem Vorschul- und Grundschulbereich bieten ehrenamtliche Vorleserinnen und Vorleser der Kölner Freiwilligen Agentur (KFA) Vorlesestunden in der ganz besonderen Atmosphäre des Zeughauses. Kontakt und Information: ksm@museenkoeln.de

Im Kölnischen Stadtmuseum besteht die Möglichkeit, Kindergeburtstag zu feiern. Information und Buchung s. Museumsdienst.

Malvorlage

Malvorlage „Die Heinzelmännchen von Köln“
Malvorlage „Die Heinzelmännchen von Köln“
Download der PDF-Druckvorlage
In der „guten alten Zeit" brauchten die Kölner und Kölnerinnen nicht zu arbeiten. Alle Arbeit erledigten die fleißigen Heinzelmännchen über Nacht und im Handumdrehen. Sie backten, sie wuschen, sie nähten - und den Kölner gefiel dies. Sie wussten zwar nicht, wer diese Arbeit im Dunkeln und Geheimen ausführte, aber das kümmerte sie nicht weiter. Nur die Frau eines Schneiders war neugierig. Sie wollte wissen, wer denn des Nachts in ihrem Haus zugange war. Deswegen streute sie Erbsen auf die Treppe, um vom Lärm der stolpernden Wesen geweckt zu werden. Und so geschah es. Sie nahm eine Laterne und eilte herbei. Nun sind die Heinzelleute sehr scheue Gesellen, sie wollen von den großen Menschen nicht gesehen werden. Als sie die Schneidersfrau mit dem Licht erblickten, erschraken sie und - husch - verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Von da an müssen die Menschen nun hier - wie anderswo - ihre Arbeit selbst erledigen.