Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung am 17.9.2010, um 19.00 Uhr
Die Ausstellung zeigt Fotoeditionen aus Köln und dem Umland, welche in kleinen Auflagen erschienen sind und vom Umfeld meist wenig wahrgenommen wurden.
Es sind aber auch Foto-Unikatbücher, kleine Fotogeschichten in Leporelloform oder Druckerzeugnisse dabei, bei denen die Fotografie direkt als Ausgangsmaterial diente. In einigen anderen Fällen wird die Fotografie als Colagenmaterial genutzt und im üblichen Werkmaterial eingesetzt. Bei einigen Exemplaren bediente man sich der Fotochemie um Bildmaterial auf ungewohntem Untergrund sichtbar zu machen.
Ausstellungseröffnung: 24.09.2010, um 19 Uhr
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr
Ort: KölnMesse, Halle 1
Der Internationale Photoszene Köln e.V. zeigt in Kooperation mit der Koelnmesse, im Rahmen der visual gallery, die Ausstellung „Die Schätze der Stadt". In der Photoausstellung „Die Schätze der Stadt" werden exemplarisch einige bedeutende Fundstücke aus vier Sammlungen und Archiven Kölns vorgestellt. Gezeigt werden Photographien aus den Beständen des Rheinisches Bildarchivs, der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv, der graphischen Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums und der Theaterwissenschaftlichen Sammlung in Schloss Wahn.
Thema der RBA-Teilausstellung: "Was ist das Original?"
Das Rheinische Bildarchiv, eine Abteilung der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, hat seit seiner Gründung im Jahr 1926 die Aufgabe, Kunstwerke der städtischen Kölner Museen, wie überhaupt Kunstwerke und Kulturdenkmäler fotografisch zu dokumentieren. Durch Erwerbungen und Schenkungen ist das Archiv gleichzeitig im Besitz von Werken herausragender Fotografen. Die zweite, ebenso wichtige Aufgabe ist es, das Bildmaterial durch sinnvolle Digitalisierung, Erschließung und Bereitstellung von Abzügen der Öffentlichkeit zugänglich und nutzbar zu machen.
Das Rheinische Bildarchiv besitzt einen umfangreichen Negativbestand in Form von Glasplatten- und Filmnegativen (etwa 800.000), bei denen es sich überwiegend um Schwarzweiß-Aufnahmen handelt. Hinzu kommen etwa 25.000 Großdias in Farbe sowie eine ständig wachsende Zahl farbiger Digitalaufnahmen (aktuell etwa 70.000).
Im Mittelpunkt der Fotoauswahl des RBA steht die Gegenüberstellung von Positivabzug und Negativ zur Veranschaulichung des Spannungsverhältnisses beider Medien im Hinblick auf die Fragestellung nach dem Originalcharakter. Das RBA ist angesichts seines umfangreichen Bestandes an Schwarz-Weiß-Fotonegativen kontinuierlich mit der Frage beschäftigt, wie das Negativ zu bewerten ist. Der unmittelbare Vergleich von autorisierten Abzügen der Fotografen mit den Negativen liefert hierfür wertvolle Hinweise, wirft aber gleichzeitig Fragen zum Verfahren der 1:1-Digitalisierung von Negativbeständen auf. An fünf ausgewählten Gegenüberstellungen von Negativ bzw. digitalem Rohbild und Abzug bzw. nachbearbeitetem Digitalbild sind die Eingriffe des Fotografen im Fotolabor oder durch die digitale Bildbearbeitung deutlich erkennbar.
Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek)
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek im Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Eintritt: 5 €
Mit ihren über 400.000 Bänden zur Modernen Kunst und Fotografie zählt die Kunst- und Museumsbibliothek (KMB) zu den größten öffentlichen Einrichtungen dieser Art in der Welt. Nicht zu unterschätzen sind auch die über 250.000 Zeitungsausschnitte und Kleinschriften (Einladungskarten, Flyer etc.) zur Kunst, ganz besonders zu Künstlern des 20. und 21. Jahrhundert, zu denen es noch keine Verlagspublikationen gibt. Integraler Bestandteil ist das Rheinische Bildarchiv, mit seinen 800.000 Negativen zur Kunst und Architektur eine der vier großen öffentlichen Fotosammlungen in Deutschland. Obwohl jedermann die öffentliche KMB kostenlos benutzen kann, ist sie vielen Kölnerinnen und Kölnern nicht richtig bekannt.
Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek), gibt deshalb einen Einblick in ihre Arbeit. Außerdem berichtet sie über die alltäglichen Herausforderungen, stellt sich den Fragen der Zuhörer und führt durch einen Teil der Bibliothek.
Referent: Gert Koshofer
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek (An der Rechtschule, 50667 Köln, im Museum für Angewandte Kunst)
20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung soll nicht nur an das Leben und die besonderen Umstände in der früheren DDR zu erinnert werden, sondern auch herangewachsenen jungen Bürgern gezeigt werden, wie es im anderen Teil Deutschlands bis 1990 ausgesehen hatte. Zudem waren viele Bundesbürger damals nicht über die Grenze gefahren. Der Lichtbildervortrag stellt deshalb typische Erscheinungsbilder in der DDR in den Mittelpunkt. Dazu gehören Dinge, die für uns Westdeutsche als Kuriositäten erschienen wie zum Beispiel Propagandaschilder und Schaufensterdekorationen, der Alltag im Leben der DDR-Bürger mit Fahnen und Uniformen, aber auch in privaten Nischen, sowie Besuche in Museen, Theatern und im DEFA-Filmstudio.
Der Referent Gert Koshofer wird zu den Bildern von den Erfahrungen und Eindrücken auf seinen vielen Reisen seit 1965 in das andere Deutschland berichten.
Er hat schon früh die DDR aus Neugierde, aber auch aus einem deutschen Zusammengehörigkeitsgefühl bereist. Es war sicher für ihn ein Glücksfall, Verleger und auch Auftraggeber für seine dort gemachten Farbaufnahmen zu finden. So konnte er u. a. 1991/1992 im Bergisch Gladbacher Lübbe-Bastei-Verlag fünf Taschenbücher als Reiseführer in „dieses schöne Land", wie Gustav Lübbe es nannte (und wie auch der Titel des ersten Buches lautete), veröffentlichen.
Auftraggeber für die Farbaufnahmen in der DDR war in den letzten Jahren vor der Wiedervereinigung das Gesamtdeutsche Institut in Bonn, das mit den Bildern den Schulunterricht unterstützte, Kalender veröffentlichte und Bildungsarbeit im Sinne des Gedankens an die deutsche Einheit betrieb.
Zur Person
Gert Koshofer (geboren 1936 in Düsseldorf) ist studierter Jurist und fotografiert seit seinem 15. Lebensjahr. Er war 20 Jahre Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Photographie mit Sitz in Köln. Er ist Autor, Coautor, Herausgeber, Übersetzer und Illustrator von vielen Büchern, überwiegend in den Bereichen von Fotografie und Film
Klaus Brendel (Fotonegativrestaurator der FotoMedienWerkstatt des Rheinischen Bildarchivs), Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek), Anna Wagner (Fotografin und angehende Fotonegativrestauratorin der FotoMedienWerkstatt des Rheinischen Bildarchivs)
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek im Museum Ludwig (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Eintritt: 5 €
Das Rheinische Bildarchiv ist eine Abteilung der Kunst- und Museumsbibliothek, einer Dokumentationseinrichtung zur Kunst. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek) wird in die Geschichte und die Bestände des Bildarchivs einführen. Ein Bildarchiv, das über 750.000 analoge Fotonegative verwahrt, die z.T. über 100 Jahre alt sind. Klaus Brendel (Negativrestaurator) und Anna C. Wagner (Fotografin und angehende Negativrestauratorin) werden über die Möglichkeiten der Optimierung von fotografischen Vorlagen (insbesondere Negativen) für die Digitalisierung berichten. Unterschiedliche Schadensbilder fordern unterschiedliche Behandlungen, um die ursprüngliche Bildinformation bestmöglich wieder herzustellen. Mit Fotos und Beispielen werden Ergebnisse der chemischen und digitalen Restaurierung veranschaulicht.
Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr
Ausstellungseröffnung am 12.11.2010, um 19.00 Uhr
Diavortrag am 26.11.2010, 19.00 Uhr
Referenten: Michael Albers (Leiter der FotoMedienWerkstatt des Rheinischen Bildarchivs) und Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek)
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln, im Museum Ludwig)
Eintritt: 5 €
Das Rheinische Bildarchiv ist eine Abteilung der Kunst- und Museumsbibliothek, einer Dokumentationseinrichtung zur Kunst. Die Fotografen des Rheinischen Bildarchivs dokumentieren seit Gründung des Rheinischen Bildarchivs (1926) die Kunst in den Kölner Museen und außerhalb, hierbei speziell Kunstwerke der zeitgenössischen und modernen Kunst. Der Bestand des Rheinischen Bildarchivs wächst hauptsächlich durch die Aufnahmen der eigenen Fotografen. Die Aufnahmen werden für Publikationen verschiedenster Art (Buch, Plakat, Karten etc.) verwendet.
Die unterschiedlichen Objekte erfordern verschiedenste Gestaltungsansätze und Techniken, die in diesem Vortrag vorgestellt werden.
Referenten: Ulrich Wagner (Künstler), Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek)
Veranstaltung in Kooperation mit der VHS Köln
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln, im Museum Ludwig)
Eintritt: 5 €
Ulrich Wagner füllt mit seinen aus selbstgeschöpften, auf Keilrahmen aufgezogenen Büttenpapieren ganze Räume. So auch mit seiner neuesten Installation „Grenzraum" im Bonner Landesmuseum. Kombiniert mit Neonleuchten und spiegelndem Fußboden werden die Räume zu scheinbar endlosen Rauminstallationen gesteigert. Die auf den ersten Blick frei kombinierten Strukturen offenbaren bei näherer Betrachtung immer mehr Bezüge zu seinem Buchprojekt „Grundrisse von Konzentrationslagern". Seit diesem Werk nimmt Wagner immer wieder Motive aus den Konzentrationslagergrundrissen in seinen neuen Installationen auf, baut sie bewusst in seine Installationen ein.
In der Veranstaltung wird zunächst mittels eines kurzen Films Einblicke in die Entstehung der Installation „Grenzraum" und somit in die Arbeit Ulrich Wagners gegeben. Danach unterhalten sich Ulrich Wagner und Dr. Elke Purpus über die Bezüge dieses Projektes zu seinen früheren Werken, insbesondere zu seinem Buchprojekt „Grundrisse von Konzentrationslagern".
Eine Veranstaltung der VHS Köln in Kooperation mit der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln in der Vortragsreihe "Verfemt, „entartet", verschollen - Kunst und Diktatur"
Während der NS-Zeit und in der DDR versuchte die jeweilige Staatsführung, ihre Kunstauffassung zur Doktrin zu erklären. Beide Male beschränkte sie sich jedoch nicht nur darauf, ihnen genehme Künstler zu fördern und ihr neues Kunstverständnis zu propagieren, sondern beide Male wurde Kunst und wurden Künstler bekämpft, die nicht bereit waren, sich diesen staatlichen Kunstauffassungen zu unterwerfen. Die Instrumente dieser Bekämpfungen insbesondere in der NS-Zeit waren Berufsbeschränkungen, Berufsverbote, Verfolgungen, Inhaftierungen, Ermordungen dieser Künstler.
In der DDR waren die Methoden subtiler. Die Künstler erhielten keine Förderungen, keine Ausstellungsmöglichkeiten oder wurden in ihrer Arbeit behindert, mitunter psychisch unter Druck gesetzt.
Auf diese Art und Weise verschwand in Deutschland eine ganze Künstlergeneration, die sich dem Expressionismus verschrieben hatte, entweder in den KZ und Gefängnissen der Nazis oder sie gerieten schlicht in Vergessenheit.
Jedoch nicht nur die Bekämpfung unerwünschter Kunst stand auf der Tagesordnung beider Diktaturen, sondern gerade in der NS-Zeit wurde Kunst allgemein zum Gegenstand staatlichen Handelns: eroberte Gebiete wurden systematisch ausgeplündert nach Kulturgütern aller Art, die entweder ins Deutsche Reich „heimgeholt" und/oder von NS-Oberen für sich beschlagnahmt wurden. Zugleich entstand ein schwunghafter Handel mit Kunst, die den verfolgten Juden abgepresst oder geraubt wurde.
Die Vortragsreihe will in lockerer Reihenfolge diese vielfältigen Aspekte des Themas „Diktatur und Kunst" näher beleuchten.
Anbieterkennzeichnung: Ralf Dank, Im Dau 3, 50678 Köln, Fax (0221) 9520463, e-mail: dank@artcontent.de.
Realisation: Redaktionsbüro Dank
Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © RBA Köln
Ferner liegen einige Bildrechte bei der VG Bild-Kunst Bonn.