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Rückblick Ausstellungen

Rückblick Ausstellungen

Künstlerbücher: Das Gedenkbuch

Eine Ausstellung mit Werken von Studierenden der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Mona Kakanj: Raum eines Lebens

Mona Kakanj: Raum eines Lebens

Ausstellung vom 16. April bis 17. Mai 2010

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, den 15. April 2010, um 20.00 Uhr
mit einer Performance der Künstlergruppe "Give me five" (Gina Castellan, Monika Stubig, Ruth Gerresheim, Eveline Mürlebach und Claudia Waters)

„Gedenkbücher" können als eine Sonderform der Buchkunst/der Künstlerbücher angesehen werden. Künstlerbücher sind nicht an die Konventionen von Literatur, Illustration und Handwerk gebunden, sondern sind eigenständige Kunstwerke. Sie erlauben unterschiedliche Formen, können rein visuelle Objekte sein, leben vom Bild oder integrieren Text. Bezogen auf das Thema „Gedenkbuch" können Künstlerbücher ähnlich wie Skulpturen sein, denen eine Gedenkfunktion zukommt und somit zu einem „Denkmal" werden. In einem mehrwöchigen Kurs beschäftigten sich Studierende der Alanus Hochschule in Bonn-Alfter mit dem Thema „Gedenkbuch". Ziel des Seminars war es, anhand des Schicksals der am 14. Februar 1945 in Brauweiler erschossenen ukrainischen Zwangsarbeiterin Nina Sawina das Thema „Gedenkbuch" auszuloten. Jeder Teilnehmer sollte ein Gedenkbuch für Nina Sawina erstellen. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung.

Gedenk-Räume

Die NS-Zeit in der Gedenkkunst in Köln

Ausstellung im EL-DE-Haus vom 6. März bis 9. Mai 2010

Ausstellungseröffnung: 5. März 2010, um 19.00 Uhr

Vom 6. März bis 9. Mai 2010 zeigt die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln die Ausstellung „Gedenk-Räume - Die NS-Zeit in der Gedenkkunst in Köln" im NS-Dokumentationszentrum „EL-DE-Haus" der Stadt Köln. Mit dem Denkmal/Erinnerungszeichen wird der Geschichte im öffentlichen Raum ein Ort zugewiesen. Zugleich wird dem Gedenken an das vergangene Geschehen ein Platz eingeräumt. Fortan besetzt dieses Erinnerungszeichen diesen Raum mit der ihr zugewiesenen Funktion. Die Gedenkobjekte werden in diesem Raum in Szene gesetzt. Der das Denkmal umgebene Gedenk-Raum dient als Kulisse dieser Inszenierungen. Gedenken und Geschichte erhalten auf diese Art und Weise im öffentlichen Raum einen Platz. Die Ausstellung zeigt Beispiele dieser inszenierten Gedenk-Räume.

Zugleich spiegelt die Ausstellung anhand dieser Denkmälerbeispiele die Entwicklung, die das Gedenken an die nationalsozialistischen Verbrechen und an den II. Weltkrieg in der Stadt Köln genommen hat. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Gedenklandschaft für die Opfer der NS-Verfolgung und für die Opfer des Widerstands gegen die NS-Diktatur trotz vieler Rückschläge und Hemmnisse dennoch, gerade wegen der Hartnäckigkeit der Akteure, durchaus befriedigend entwickelt.

Zeitgleich zur Ausstellung erscheint ein „Mahnmalführer Köln", der alle Kölner Gedenkobjekte beschreibt und weitere Informationen bündelt.

Autoren der Ausstellung sind:

Dr. Elke Purpus, Kunsthistorikerin, Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln.

Dr. Hans Hesse, Historiker, Leiter des Projektes „Archiv des Gedenkens an die NS-Zeit im Rheinland" an der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland.

Die Fotografien wurden erstellt durch Britta Schlier und Sabrina Walz. Beide sind Mitarbeiterinnen des Rheinischen Bildarchivs der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Evangelische Kirche Köln und megalab.

Blaue Form gegen Gelb

Buchobjekte, Texte, Skulptur

Ausstellung vom 23. Januar 2010 – 29. März 2010

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr 

Ausstellungseröffnung: Freitag, den 22. Januar 2010, um 19.00 Uhr
Eröffnung mit Performance: Spielplatz über Nichts und Garnichts

Klang/Textskulptur für Sprecher, Geräusche und Instrument
Ausführende Kasia Lewandowska    elektrische Harfe und Geräusche
Wol Müller   Sprecher und Geräusche

Die Performance ist inspiriert aus einem von der Alpha Presse bearbeiteten und um eigene Aspekte erweiterten Auszug des Textes "Vortrag über Nichts" von John Cage,1949 erstmalig von Cage in voller Länge vorgetragen.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit der Alpha Presse mit der Elfenbeinschnitzermeisterin Ines Müller und der Komponistin/Harfinistin Kasia Lewandowska.
Textformen, inhaltlich Lyrik und Songtexte internationaler Autoren, begegnen der skulpturalen Form, den Werkstoffen Mammutelfenbein, Knochen, Horn, Plexiglas und Metall, aber auch akustisch dem Werkstoff Ton/Klang. Textformen formen Skulptur - Skulpturformen formen Text.
Wie wird Kunst zum Leben erweckt? Durch Körper, Sprache, Bewegung, Raum, gemeißelt in den Raum, der sie umgibt (Alexander Calder).
Blaue Form gegen Gelb ist eine Ausstellung zum Lesen, Sehen und Hören in den Grundfarben Blau und Gelb.

 

 

Mona Kakanj: Raum eines Lebens

Tag der Archive 6. März 2010

Wir sind das Gedächtnis der Stadt

Das Rheinische Bildarchiv am Tag der Archive 2010

Köln ist eine Stadt der Archive. Die Vielfalt der verschiedenen Institutionen mit ihren unterschiedlichen historischen Quellen und Themen ist enorm. Sie alle sind das Gedächtnis der Stadt.
Inzwischen schon traditionell begehen die Kölner Archive den TAG DER ARCHIVE gemeinschaftlich. Zusammen mit über 30 weiteren Institutionen präsentiert auch das Rheinsiche Bildarchiv der Kunst- und Museumsbibliothek Fotos zur Kunst- und Architekturgeschichte Kölns. Gastgeber der Veranstaltung ist in diesem Jahre der Verein Historische Straßenbahn Köln e. V. Gemeinsam laden die Archive herzlich in das Straßenbahn-Museum Thielenbruch zu Ausstellungen und Gesprächen ein. Für die jüngeren Besucher wird es außerdem ein Kinderprogramm geben.

Samstag, 6. März 2010, 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr,
Straßenbahn-Museum Thielenbruch, Otto-Kayser-Straße 2c, 51069 Köln

Das Straßenbahn-Museum ist mit den Stadtbahnlinien 3 und 18 (Endhaltestelle Thielenbruch) erreichbar. Der bundesweite TAG DER ARCHIVE wird ausgerufen vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare (VdA) und findet alle zwei Jahre statt - 2010 bereits zum fünften Mal.

 

 

Du sollst einen Mantel machen von blauem und rotem Purpur Fotograf: Mario Pelizzoli

Du sollst einen Mantel machen von blauem und rotem Purpur
Fotograf: Mario Pelizzoli

Christine Litke: Unikatbücher

Ausstellung vom 14. November 2009 – 06. Januar 2010

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr  

Ausstellungseröffnung: 13. November 2009, um 19.00 Uhr
Einfühung in die Ausstellung:
Dr. Elke Purpus (Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek) mit einem Interview mit der Künstlerin Christine Litke

Christine Litke hat seit den 1990er Jahren ein umfangreiches Werk an Künstlerbüchern geschaffen. In der Kunst- und Museumsbibliothek wird ein Überblick über ihr bisheriges Werk gezeigt, wobei der Schwerpunkt, wie immer in der KMB, auf den Künstlerbüchern liegt.

 Im Buchstabenreich Fotograf: Mario Pelizzoli


Im Buchstabenreich
Fotograf: Mario Pelizzoli

1940 in Lodz geboren, hatte Christine Litke seit Mitte der 1970er Jahre verstärkt nach einem Material und einer Ausdrucksmöglichkeit gesucht, weswegen sie mit dem Sticken begonnen hatte. In den späten 1980 Jahren kam Litke zum Papier als dem Material ihrer Werke, seit den frühen 1990er Jahren zum Buch. Jedes Buch ist von Litke im vorhinein genauesten geplant, ganz egal ob es eine inhaltliche Geschichte ist oder ein ABC-Buch. Immer steht vorher schon fest, wie viele Seiten ein Buch haben wird und immer ist es vorher auch schon gebunden. Erst dann beginnt Litke mit dem Skalpell, der Sticknadel, der Schreibfeder oder auch collagierend ihre Geschichten in die Bücher hineinzuarbeiten. So sind Bücher entstanden, die den gesamten Buchblock durchdringen und die immer wieder neue Überraschungen bereithalten.

AUS FERNEN WELTEN

Manfred Förster Fotografin: Irene Dieper

Manfred Förster
Fotografin: Irene Dieper

Andere und eigene Bücher von Manfred Förster

Ausstellung vom 19.09.2009 bis 02.11.2009

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr  

In der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln zeigt der Fotograf und Sammler Manfred Förster die Ausstellung AUS FERNEN WELTEN. Gezeigt werden Künstlerbücher aus dem Besitz Försters. Dabei handelt es sich mehrheitlich um Unikatbücher, also Bücher, die mit Malereien, Zeichnungen, Fotografien oder Collagen versehen als Einzelstücke geschaffen wurden. Eine zusätzliche Besonderheit liegt in der Entstehung etlicher dieser raren Werke, die auf Anregung oder im direkten Auftrag Manfred Försters geschaffen wurden.
Seine einzige Vorgabe dabei war jeweils ein leeres Buch, bei dessen Gestaltung die Künstlerinnen und Künstler stets freie Hand hatten. Neben diesen Auftragsbüchern werden auch andere Spielarten des Künstlerbuchs - Unikate und Publikationen aus Kleinauflagen - zu sehen sein.

Kombiniert werden diese Bucharbeiten von 18 Künstlerinnen und Künstlern mit eigenen Büchern und Leporellos des Fotografen Manfred Förster. Thema seiner Arbeit sind Aufnahmen von Künstlern. Umfangreiche, oft über einen längeren Zeitraum entstandene Bilderserien dokumentieren die Entstehung einzelner Werke - Skulpturen und Malereien, Installationen und Performances - zeigen den Alltag im Atelier, führen zu markanten Portraits von Menschen und Räumen. Jedem der in der Ausstellung AUS FERNEN WELTEN vertretenen Künstlerinnen und Künstler ist eines seiner Bücher oder Leporellos gewidmet. Hierdurch ergibt sich die reizvolle Möglichkeit, seltene Einblicke in künstlerische Produktion und daraus resultierende Buchwerke zusammen zu sehen.

In der Ausstellung AUS FERNEN WELTEN sind mit Büchern vertreten und in Aufnahmen Manfred Försters präsent: Heike Kati Barath, Victoria Bell, Heinz Breloh, Mic Enneper, Horst Hahn, Heinrich Küpper, Jonathan Meese, Peter Nagel, Norbert Prangenberg, Inge Schmidt, Vincent Tavenne, Michael Toenges, Peter Tollens, Ina Weber und Josef Wolf.
Ergänzend werden Buchwerke Manfred Försters zur Arbeit von Jannis Kounellis, Hans Delfosse, Gerrit Göllner und Jon Shelton gezeigt.

Text von Jens Peter Koerver

10 Jahre EDITIONALE Köln

Ausstellung: 9. Mai 2009 - 21. Juni 2009

Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln)
Öffnungszeiten: Di-Do 10-21.00 Uhr, Fr-So 10-18.00 Uhr, Mo 14-21.00 Uhr

Gerrit Westerveld, o.T., Bergen op Zoom (NL), Unikat, 1997
 

Gerrit Westerveld, o.T., Bergen op Zoom (NL), Unikat, 1997

 

Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln zeigt vom 9. Mai 2009 - 21. Juni 2009 die Ausstellung „10 Jahre EDITIONALE Köln".

Die Buchkunstmesse „EDITIONALE" ergänzt seit 10 Jahren das Literatur- und Kunstprogramm der Stadt Köln, indem sie beides miteinander verbindet, zum Künstlerbuch. Sie wurde im Jahr 2000 von Elisabeth Broel und Gernot Cepl, beide selbst BuchkünstlerInnen, gegründet. Beide organisieren seitdem mit viel Engagement die alle zwei Jahre im Frühjahr stattfindende EDITIONALE. Als Partner konnten sie für den Veranstaltungsort das Neue Kulturforum, Am Alteburger Wall gewinnen, deren dort arbeitende und lebende Künstler sich auch jedes Mal an der Buchkunstmesse beteiligen.

Gernot Cepl, Skript 1, Köln, Auflage 10 (jedes Buch ein Original), 1994

Gernot Cepl, Skript 1, Köln, Auflage 10 (jedes Buch ein Original), 1994

Die EDITIONALE ist eine Messe für Bücher, die von Künstlern gestaltet, entworfen, gemalt, geklebt, gedruckt, entfremdet oder die aus buchfremden Materialien gestaltet wurden, in limitierten Auflagen oder auch als Unikat, dazu Originalgrafiken und Handpressendrucke kleiner Editionen. Sie bietet die einmalige Gelegenheit des direkten Kontaktes und Austauschs zwischen den Ausstellern/Künstlern und den Besuchern. Bisher haben auf der EDITIONALE annähernd 60 nationale und internationale KünstlerInnen und Editionen ihre Werke präsentiert.

Mit dieser Ausstellung möchte die Kunst- und Museumsbibliothek das 10 jährige Jubiläum der EDITIONALE ehren und eine Auswahl der bisher auf dieser Kölner Buchkunstmesse präsentierten Künstlerbücher zeigen. So bietet diese Ausstellung gleichzeitig einen einen Überblick über die aktuelle Buchkunst mit Künstlerbüchern von: Bartelby & Co., Gertrud Boernieck, Elisabeth Broel, Gernot Cepl, Jean Delvaux, Peter Malutzki, Jiří Nečas, Gerrit Westerveld, Eusebius Wirdeier, u.v.a.m.

Peter Zitzmann / Ingo Cesaro, ZWEI 1, Auflage 100, schPeZi-Presse 2001

Peter Zitzmann / Ingo Cesaro, ZWEI 1, Auflage 100, schPeZi-Presse 2001

Publikationen und Berichte zur Ausstellung:
Purpus, Elke: 10 Jahre EDITIONALE in Köln, in: Kölner Museums-Bulletin, 1/2009, 60-62.
Kreitz, Susanne: Wo Papier besonders geduldig ist, in: Kölner Stadt-Anzeiger Nr. 107,  vom 9./10. Mai 2009, S. 34.

Das Künstlerbuch: Das Buch als Theater

Ausstellung vom 3. April bis zum 3. Mai 2009

Vom 3. April bis zum 3. Mai 2009 zeigt die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln) Künstlerbücher von Malerei-Studenten der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, Alfter. Die Werke entstanden im Kurs „Das Künstlerbuch: Das Buch als Theater" unter der Leitung des Lehrbeauftragen John Gerard.

Künstlerbücher sind nicht an die Konventionen von Literatur, Illustration und Handwerk gebunden, sondern eigenständige Kunstwerke. Sie erlauben unterschiedliche Formen, können rein visuelle Objekte sein, leben vom Bild und/oder integrieren Text. Sie können z.B. Spielzeug, Abenteuer oder Theater zugleich sein.

In dem Kurs wurde das Buch als eine Inszenierung von Ideen betrachtet, als Kulisse für Text und als Interaktionsfeld für den Zuschauer untersucht. Kulissenbücher gibt es seit Anfang des 19. Jahrhunderts; sie sind allen aus der eigenen Kindheit als aufklappbare Bücher bekannt. Die Studenten haben diese Idee von beweglichen Büchern weiterentwickelt, sie haben in ihren Büchern Räume geschaffen, die die Seiten verlassen, sogar sprengen.

Der Dozent John Gerard stellt seit 1987 Künstlerbücher her, wobei alle Bücher Variationen der vielfältigen Möglichkeiten künstlerischen Ausdrucks mit dem Medium Papier sind. Er hält seit 2003 Kurse zum Thema „Künstlerbücher" an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter.

Ausstellungseröffnung: 2.4.2009, 19.30 Uhr
Zur Eröffnung der Ausstellung „Das Künstlerbuch- das Buch als Theater" bietet „give me five" eine Live-Performance zum Thema.

Give me five:
Fünf Frauen, fünf Hände, kein Wort, Give Me Five.
Jeweils mit der rechten Hand aneinander gebunden, verrichtet „give me five" Alltagstätigkeiten, wobei dabei weder die verbale Kommunikation noch die linke Hand als Hilfestellung benutzt werden darf.
Jede „Behandlung" hat einen Anfang und einen Schluss - das Ende wird nonverbal und unter Erreichen eines vorher festgelegten Ziels gefunden.
Give me five besteht aus: Gina Castellan, Ruth Gerresheim, Eveline Mürlebach, Katrin Schumacher, Monika Stubig; Foto- und Videodokumentation: Benjamin Gronau/ Yong Jik Jung und Yerin Jeon

Öffnungszeiten vom 3.4.-3.5.2009:
Mo 14.00-21.00 Uhr
Di-Do 10.00-21.00 Uhr
Fr-So 10.00-18.00 Uhr

Eintritt frei

Veranstaltungen zur Ausstellung

18.4.2009, 10.00-12.00 Uhr Workshop für Kinder zu Pop ups
Ort: Lesesaal der Kunst- und Museumsbibliothek (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln, im Museum Ludwig)
Anmeldung unter: 221-22388

22.4.2009, 10.00-11.30 Uhr Blättertag in der Ausstellung "Das Künstlerbuch: Das Buch als Theater"
Die Künstlerbücher werden aus den Vitrinen genommen und können von den Besuchern selbst geblättert, gelesen, gefühlt und gerochen werden.
Ort: Kunst- und Museumsbibliothek (Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln, im Museum Ludwig)

Gedenken und Erinnern im Rhein-Erft-Kreis - Die NS-Zeit im Spiegel von Mahnmalen, Denkmälern und Gedenkstätten

Ausstellung der Kunst- und Museumsbibliothek / Rheinsiches Bidlarchiv der Stadt Köln im Stadtarchiv Frechen, Hauptstraße 110-112, Frechen

Ausstellung vom 4. März bis 14. April 2009
Öffnungszeiten:
Mo. - Do. 8.00-17.00 Uhr
Fr. 8.00-13.00 Uhr

Gedenktafeln, Mahnmale und Denkmäler sind Stützen im Gedächtnis einer Stadt oder einer Region, eingepflanzt, um die Erinnerung an besondere Ereignisse oder Personen wach zu halten.
Im 20. Jahrhundert entstand eine sehr spezifische Denkmallandschaft. Aufgrund der katastrophalen Ereignisse des Ersten Weltkriegs und des Nationalsozialismus (darin eingeschlossen der Zweite Weltkrieg) und nachfolgend der zweiten deutschen Diktatur bis 1989, formte sich eine Gedenk- und Erinnerungslandschaft, deren Konturen bis heute - im 21. Jahrhundert - noch immer entstehen undsich kontinuierlich weiterentwickeln. Kein Jahrhundert zuvor brachte ähnliche Denkmäler hervor. Und ohne Beispiel ist bislang ebenso die Verbreitung dieser Denkmäler bis in jede kleinste Gemeinde der Bundesrepublik Deutschland hinein.
In einer mehrmonatigen Fotokampagne der Kunst- und Museumsbibliothek mit dem Rheinischen Bildarchiv der Stadt Köln entstanden über 2.000 Farbfotos zu diesen Denkmälern im Rhein-Erft-Kreis. Erstmalig wurden alle bekannten Mahnmale, Gedenkstätten und Denkmäler im Rhein-Erft-Kreis, die an die NS-Zeit erinnern, erfasst und fotografisch dokumentiert. Hierzu gehören: Mahnmale, die die NS-Verfolgungder Juden und anderer Gruppen thematisieren; Denkmäler, die an den Ersten und Zweiten Weltkriegerinnern; Kriegsgräberanlagen, auf denen Soldaten, deutsche Zivilisten und Kriegsgefangene, Zwangs- oder Fremdarbeiter beerdigt liegen.

Die Ausstellung bereitet die Ergebnisse dieser Fotokampagne auf.
 
Fotografien von Helmut Buchen und Wolfgang F. Meier
Texte von Hans Hesse und Elke Purpus
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Rhein-Erft-Kreis und mit finanzieller Unterstürzung der Kulturstiftung der Kreissparkasse.

Heinrich Küpper: Buch-Unikate

Ausstellung 7. Februar bis 29. März 2009

Heinrich Küpper mit einem seiner Bücher © Fotograf: Manfred Förster

Heinrich Küpper mit einem seiner Bücher
© Fotograf: Manfred Förster

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 10 bis 21 Uhr, Freitag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr

Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln

Lange Zeit war das Werk Heinrich Küppers ein Geheimtipp der rheinischen Kunstszene, mittlerweile jedoch ist der Zeichner im Ausstellungsgeschehen präsent. Eine Ausstellung in der Kunst- und Museumsbibliothek zeigt einen besonderen Aspekt seines Schaffens: Künstlerbücher mit Originalzeichnungen, eine Auswahl aus dem umfangreichen Bücher-Werk des heute 89-jährigen Künstlers. Viele der Unikate entstanden in den letzten Monaten eigens für diesen Anlass.

Eine beständig sprudelnde Quelle zwischen Buchdeckel zu fassen, einen lustvollen und lebensnotwendigen Prozess täglichen Zeichnens auf  eine Anzahl von Seiten zu begrenzen, das ist, wie es klingt: paradox. Heinrich Küppers Zeichenbücher, gefüllt mit seinen lebendigen Lineaturen, Grafismen und Kritzeleien, können wir als Versuch des Künstlers ansehen, dem Fluss seines Zeichnens eine Form zu geben, eine äußere Ordnung, die in einem Werk mehrere Aspekte seines Schaffens zusammenbindet, dem Betrachter beim Umblättern ein Vor- und Zurückschreiten, den Vergleich von Varianten erlaubt.

Buch-Unikat von Heinrich Küpper © Fotograf: Manfred Förster

Buch-Unikat von Heinrich Küpper
© Fotograf: Manfred Förster

Format, Papierqualität, Anzahl der Seiten, Einband - das alles sind Kriterien der Buchgestaltung, die den Zeichenfeldern Küppers eine materielle Fassung gibt, die sie trägt, gegen die sich das aus der Hand Fließende eben auch sträubt. Gleichwohl ist die Ästhetik des Buchs für ihn ein eigenes Faszinosum. Er lässt auf Papierbögen entstandene Zeichnungen binden oder bearbeitet vorgefundene Hefte und Leerbücher verschiedenster Art und Größe. Angetan vom ästhetischen Reiz des jeweiligen Objekts.

So entsteht eine Fülle eigenwilliger Werke, stilistisch anknüpfend an die gestische Abstraktion der 50er Jahre, im Kontext heutigen Zeichnens anzusiedeln beim Prozesshaften, radikal subjektiv, unverwechselbare Spuren setzend: Ich zeichne, also bin ich.

Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln zeigt die Ausstellung „Heinrich-Küpper: Buch-Unikate" vom 7. Februar bis 29. März 2009. Bei der Eröffnung am 6. Februar 2009 um 19 Uhr spricht Jürgen Röhrig einführende Worte.

Heinrich Küpper in seiner Werkstatt © Fotograf: Manfred Förster

Heinrich Küpper in seiner Werkstatt
© Fotograf: Manfred Förster

13+ Künstlerbücher aus Deutschland

13. Dezember 2008 – 30. Januar 2009

Anja Harms: Der Zauberlehrling Autor: Goethe schwarze Linolschnittzeichen, Text mit einzelnen, 5mm hohen Metallbuchstaben in Pappe geschlagen und diese als Druckstock für die Typoflächen verwendet, Handsatz und Buchdruck, Collage, zweiseitiges Leporello aus Altarfalzbögen gebunden, bedruckte Deckel mit Prägung,  44 Seiten, Auflage: 25 Exemplare, 2008.
Eine Ballade zwischen Buch und Skulptur. Aus dem schwarzen, stehenden Leporello bilden sich durch Auffalten der Seiten leuchtende weiße Kammern, in denen sich schwarze "Zauber"-Zeichen befinden. Die unregelmäßig geschlagenen Buchstaben zitieren durch ihre Form das Thema dieser Ballade.

Anja Harms: Der Zauberlehrling
Autor: Goethe
schwarze Linolschnittzeichen, Text mit einzelnen, 5mm hohen Metallbuchstaben in Pappe geschlagen und diese als Druckstock für die Typoflächen verwendet, Handsatz und Buchdruck, Collage, zweiseitiges Leporello aus Altarfalzbögen gebunden, bedruckte Deckel mit Prägung,  44 Seiten, Auflage: 25 Exemplare, 2008.

Eine Ballade zwischen Buch und Skulptur. Aus dem schwarzen, stehenden Leporello bilden sich durch Auffalten der Seiten leuchtende weiße Kammern, in denen sich schwarze "Zauber"-Zeichen befinden. Die unregelmäßig geschlagenen Buchstaben zitieren durch ihre Form das Thema dieser Ballade.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag von 10-21 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10-18 Uhr

Ort: Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln

 13+ ist ein freier Zusammenschluss herausragender europäischer Buchkünstler und Künstlerbuch-Editionen. Seit 2000 zeigt 13+ auf internationalen Ausstellungen und Kunstmessen ein reiches Spektrum unterschiedlicher Formen des zeitgenössischen Künstlerbuches in limitierten Auflagen.

 13+ sind: Hartmut Andyczuk, Françoise Despalles, Gerhild Ebel, Barbara Fahrner, Markus Fahrner, Felix Furtwängler, John Gerard, Sabine Golde, Anja Harms, Karin Innerling, Ines v. Ketelholdt, Clemens Tobias Lange, Peter Malutzki, Susanne Nickel, Frauke Otto, Veronika Schäpers, Uta Schneider, Ulrike Stolz, Johannes Strugalla, Till Verclas, Uwe Warnke und Anton Würth.

 Künstlerbücher treten - wie Malerei, Plastik, Literatur und Musik - mit unterschiedlichen ästhetischen Zielsetzungen auf. Offen und experimentierfreudig, setzen sie sich mit der gestalterischen Tradition jahrhundertealter Buchkultur ebenso auseinander, wie sie die Strömungen der zeitgenössischen Kunst - und auch der Literatur oder Musik - reflektieren.

 In den ausgestellten Arbeiten steht das Konzept, die Text- und Bildsprache oder das Material im Vordergrund. Durch den künstlerischen Herstellungsprozess bedingt, stellen die Bücher Originale dar, die allerdings nur in begrenzter Anzahl produziert werden können.

Die Bücher sind keine bloßen Textträger, sondern sprechen aktiv die Sinne an, sie sind poetisch. Sie sind magische, intime Orte, an denen man sich gerne aufhält.

John Gerard: Relay Gedichtzyklus von Patrick F. Durgin Erstausgabe; Papierguss und Fotografien, hergestellt und gedruckt im Center for Book and Paper Arts, Columbia College Chicago, USA; handgebunden in leinenbezogener Kassette von Norbert Hoffmann, 32 Seiten, Auflage 20 Exemplare, 2008. Ein Buch zum Thema Metropole; Gestaltung mit Schattensilhouetten von den Hochhäuser Chicagos.

John Gerard: Relay
Gedichtzyklus von Patrick F. Durgin
Erstausgabe; Papierguss und Fotografien, hergestellt und gedruckt im Center for Book and Paper Arts, Columbia College Chicago, USA; handgebunden in leinenbezogener Kassette von Norbert Hoffmann, 32 Seiten, Auflage 20 Exemplare, 2008. Ein Buch zum Thema Metropole; Gestaltung mit Schattensilhouetten von den Hochhäuser Chicagos.

 

 

 

Gerrit Göllner / Jon Shelton: Margin Milieu

Ein nomadisches, raumüberbrückendes Künstlerbuchprojekt

11. Oktober - 07. Dezember 2008

Gerrit Göllner (geb. 1973 in Salzburg) und Jon Shelton (geb. 1965 in Detroit Michigan/USA) sind zwei unabhängig voneinander arbeitende Künstler, die seit vielen Jahren in Köln leben. Beide studierten Kunst (Schwerpunkt Druckgrafik) und (Kunst-)Geschichte in den USA. Jon Shelton hat u.a. in Bonn, Nordhorn, Berlin und Düsseldorf, Gerrit Göllner u.a. in Burlington/Vermont und Amsterdam (Rembrandthuis) ausgestellt. Künstlerbücher bildeten stets einen wichtigen Teil ihrer künstlerischen Produktion. Eine Auswahl ihrer einzelnen buchkünstlerischen Arbeiten wie auch gemeinsam produzierter Skizzenbücher werden in den vier Etagen des Treppenhausbereichs der Kunst und Museumsbibliothek gezeigt. Im Foyer des Museum Ludwig sprengen sie die gängige Praxis der Bücherpräsentation in Vitrinen und Schaukästen und lenken das Augenmerk auf die Herstellung, die Produktion der Bücher (= die Kunst) selbst. Zu diesem Zweck bauen sie eine von ihnen entworfene semi-transparente, in den Raum greifende Konstruktion, die sich als Atelier, Werkstatt, Baustelle oder nomadenhafte Behausung versteht.

An diesem zwischen Museum und Bibliothek liegenden ‚Ort‘ setzen sich die beiden Künstler mit der Situation des Durchgangsbereichs auseinander, greifen auf die daraus entstehenden Eindrücke - wie die des Museumsalltags - zurück, bearbeiten sie in situ und lassen sie in Künstlerbücher einfließen, so dass Produktion, Interaktion und Ausstellung stets ein ‚Work in Progress‘ bilden.

In Margin Milieu (‚margin‘ ist das englische Wort für den Seitenrand des Buches), am Rande des Museums und der Bibliothek, können die Besucher den Künstlern bei der Arbeit zusehen, mit ihnen kommunizieren, miterleben, wie sie Ideen miteinander austauschen und aufeinander reagieren. Die Begegnung mit den Künstlern steht hier ebenso im Fokus wie die Auseinandersetzung mit dem Medium Buch.

Die Ausstellung und Installation Margin Milieu, die erste Veranstaltung der Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln, wurde von mehreren Spendern unterstützt: 3M Deutschland GmbH, Buchverlag Walther König, Deubner Verlag, DuMont Verlag, Greven Verlag Köln.

Ausstellung vom 3.11. bis 26.11.2008

Publikation zur Ausstellung:
Fischer, Alfred M.: Gerrit Göllner / Jon Shelton - Margin Milieu, in: Kölner Museums-Bulletin, 1/2009, 28-43.

IMPRESSUM

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