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DIE SAMMLUNG KÜNSTLERINNEN

  

Die Sammlerin

Im Jahre 1990 gründete Ingrid Kleinebrahm in Gerlingen bei Stuttgart eine Galerie. Die Künstlerinnen waren es dann, die sie mit ihrer Unmittelbarkeit, Direktheit, Klarheit - eben mit ihrer Stärke - immer wieder besonders überraschten und überzeugten.
Warum aber waren auch ihr Künstlerinnen bis dahin kaum bekannt, warum fehlten ihr deren Bilder, die nicht einmal in namhaften Museen, nicht in Ausstellungen zu sehen - und damit auch nicht in der Öffentlichkeit, nicht einmal in Katalogen - präsent waren?!
Es war sogar zu hören, 'gute' Künstlerinnen gebe es nicht!

Für Ingrid Kleinebrahm erwuchs aus diesen Überlegungen die Motivation, intensiver nachzuforschen. Zuerst aber stellte sie in ihren Räumen nur noch Bildende Künstlerinnen aus (und vor).

Zugleich recherchierte sie in zahlreichen Medien, gründete einen Verein zur Förderung von Künstlerinnen, entwickelte mit ihm 'Initiativen im Kunstbetrieb' und dokumentierte Ergebnisse und Erkenntnisse.

Aus der Zusammenführung aller damals gewonnenen Informationen entstand als erstes 'greifbares' Ergebnis die sog. Urdatei auf Karteikarten, verwahrt in einem Kasten. Es sind darin handschriftlich 1.548 Namen von Künstlerinnen vermerkt.
Dieses Objekt wurde Teil der Aktion 'Steinschnuppe' auf der documenta IX in Kassel (1992), es befindet sich heute im Frauenmuseum Bonn.

Damit war zugleich DIE SAMMLUNG KÜNSTLERINNEN begründet!

Trotzdem gilt heute, nach vielen Jahren der Arbeit, nach wie vor: Künstlerinnen können übersehen und vergessen werden!

Für die SAMMLUNG stehen die zwei Bestandsverzeichnisse mit aktuellen Ergebnissen:
die Namenliste

- KÜNSTLERINNEN

und die Quellendokumentation

- MATERIALIEN

Neben der Betrachtung der MATERIALIEN nach künstlerischen und kulturgeschichtlichen Gesichtspunkten gilt ein besonderes Augenmerk der Teilhabe von Künstlerinnen/Künstlern am ‚Kunstgeschehen‘ (siehe die spezifischen UNTERSUCHUNGEN).

Weiterhin zählen zur SAMMLUNG verschiedene Hintergrundmaterialien, wie überhaupt solche zur Arbeit und zu den weiteren Aktivitäten von Ingrid Kleinebrahm.

So ist über die Jahre insgesamt "wirklich eine einmalige Dokumentation zum Leben und Werk bildender Künstlerinnen" (Annegret Soltau) entstanden.

Seit Ende Dezember 2009 befindet sich die materielle SAMMLUNG als Schenkung in der Kunst- und Museumsbibliothek Köln und ist in den Lesesälen öffentlich zugänglich.

Damals wechselten aus der Bibliothek in Berlin ca. 7.200 Kataloge, Bücher und Broschüren, ca. 800 Plakate, außerdem Videos, CDs und Kassetten, daneben etwa 110 Ordner mit Presseartikeln und sonstigen Aufzeichnungen, auch 11 Karteikästen, darin (Einladungs-) Karten verschiedener Formate, den Standort. Das waren insgesamt mehr als 100 Regalmeter Material (und Informationen) zu über 65.200 Künstlerinnen.

 

 

 

 

 

Der Kunst- und Museumsbibliothek wurden desgleichen die seit 1990 entstandenen Arbeitsunterlagen zum Galeriebetrieb und zur Sammlungsarbeit übergeben.

Natürlich wächst die SAMMLUNG weiter, und zwar durch die Suche von Ingrid Kleinebrahm in den Medien, durch deren Auswertung und letztlich durch die Aufnahme der gewonnenen Informationen sowie die Integration der ‚handgreiflichen‘ MATERIALIEN in das vorhandene ‚Archiv‘.

Noch immer wichtig für die Arbeit ist der Ausstellungsanzeiger KQ Kunstquartal ( früher: BELSER).

Wesentlichen Anteil an der Entwicklung der SAMMLUNG hatten und haben die Künstlerinnen selbst, und auch die STIFTER von Publikationen. Ihnen allen gebührt Dank.

Nach wie vor stellt Ingrid Kleinebrahm hier auf ihrer Website eine Künstlerin mit einer Auswahl von deren Arbeiten vor:

 

 

  

Die Sammlerin Ingrid Kleinebrahm
DIE SAMMLUNG KUNSTLERINNEN © (seit 1990)
Idee, Auswertungen, Dokumentation: Ingrid Kleinebrahm; Bearbeitung: Horst Kleinebrahm 1990 - 31.03.2018

 

  

 
 
Lesesaal im Museum Ludwig

Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstraße 1
50667 Köln

Tel.: 0221/221-2 26 26
kmb@stadt-koeln.de

Lesesaal im Museum für Angewandte Kunst

An der Rechtschule
50667 Köln

Tel.: 0221/221-2 67 29, -2 67 13
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