A A A
Museum für Angewandte Kunst Köln

museenkoeln.de makk Museum Architektur

Architektur

Der Museumsbau des MAKK entstand nach den Entwürfen von Rudolf Schwarz (1897-1961) und Josef Bernard (1902-1959) als „Schatzhaus für die Kunst".

In diesem ersten deutschen Museumsneubau der Nachkriegszeit (1953-1957) waren ursprünglich das Wallraf-Richartz-Museum und das Museum Ludwig untergebracht. Nach dem die beiden Museen ein neues Gebäude bezogen haben, dient der Schwarz-Bau seit 1989 dem Museum für Angewandte Kunst als Domizil.

Der auf dem ehemaligen Areal des 1855 abgerissenen Minoritenklosters errichtete Gebäudekomplex ist direkt an die erhaltene mittelalterliche Minoritenkirche als Vierflügelanlage um einen zentralen Innenhof angebaut und nimmt somit den Grundriss und die architektonische Anmutung der Klosteranlage bewusst auf. Zusätzlich wurden in die Anlage Teile des Kreuzgangs integriert.
Den kontemplativen Gedanken des Kreuzgangs vermittelt heute noch der Innenhof, eine Oase in der Innenstadt, mit der Brunnenanlage des Malers und Bildhauers Ewald Mataré (1887-1965). Dieser Brunnen mit der Plastik eines Engels mit Malpalette entstand im Rahmen des Wettbewerbs zum 500. Todestages Stefan Lochners. Der Brunnen (1953-1956) gehört genauso zum originalen Ausstattungsprogramm wie der ebenfalls von Mataré gestaltete Pfeiler und Tragbalken, die auf der Nordseite des Innenhofs die Fensterfassade betonen.

Der dreigeschossige Ziegelsteinbau ist stark vertikal durch Lisenen, Fensterreihen und parallele Spitzgiebeldächer gegliedert. Das äußerlich ausgesprochen schlichte und geschlossen wirkende Gebäude eröffnet erst seine kathedralhafte Wirkung, nachdem man demutsvoll ganz im Sinne der Intention von Rudolf Schwarz das niedrige Eingangsfoyer durchschritten hat. Das Rauminnere wird durch die zentrale Haupthalle mit dem offenen Treppenhaus und den Galerien dominiert, die zu den Ausstellungsräumen mit beeindruckenden Oberlichtsälen führen.