A A A
Museum für Angewandte Kunst Köln

museenkoeln.de makk Aktuelles Sonderausstellungen Rückblick

Rückblick

A Party for Will! Eine Reise in das Shakespeare-Universum

15. März bis 27. Juli 2014

Kaum ein zweiter Autor der westlichen Kultur hat eine so intensive Rezeption erfahren wie William Shakespeare. Immer noch dominieren seine Stücke die Spielpläne rund um den Globus. Anlässlich seines 450. Geburtstages lädt das Museum für Angewandte Kunst in Köln ein zu einer Entdeckungsreise in das Shakespeare-Universum – zwischen Manga und Malerei, Bühne, Film und Literatur. „A Party for Will“ begibt sich auf die vielfältigen und bunten Spuren seine Nachlebens und läutet damit einen Paradigmenwechsel ein, der sich fortbewegt von Person oder theatralem Prozess, hin zu einer Rezeption seiner Stücke und Figuren auf dem Welt-Theater, in der Populärkultur, in der Literatur und in den anderen Künsten und Medien.
weitere Informationen

 

Rolf Sachs "typisch deutsch?" - Eine Auseinandersetzung mit Eigenschaften und Klischees

13. Januar bis 9. Juni 2014

Ein Gartenzwerg in Bergmannskluft, der aus Anthrazitkohle gemeißelt ist und die vermeintlich deutsche Tugend „Fleiß“ verkörpert; ein über vier Meter hoher, aus Bronze gegossener Bücherturm – benannt „Der unendliche Geist“ – der aus Werken deutscher Geistes- und Naturwissenschaftler besteht und ein Symbol für das Kulturerbe der letzten Jahrhunderte ist; ein mehrfach vergrößertes Messing-Lot, das für „Genauigkeit“ steht – das sind nur drei der Arbeiten, die Rolf Sachs exklusiv für seine Ausstellung „typisch deutsch?“ im MAKK kreiert hat.
Inspiriert von der Vielfältigkeit der deutschen Kultur und den damit verknüpften Besonderheiten und Klischees analysiert der in London lebende und arbeitende Künstler und Designer Rolf Sachs Begriffe wie Reinlichkeit, Wanderlust, Bodenständigkeit, Schwermut und Geselligkeit und interpretiert diese auf breitgefächerte, subtile und zuweilen humorvolle Weise. Die Ergebnisse visualisiert er für seine Ausstellung in Form ungewöhnlicher Objekte oder Installationen, die zur Interpretation einladen und sich im Spannungsfeld zwischen Kunst und Design bewegen. Sie zielen darauf, den Betrachter zu einer ganz neuen Perspektive der Dinge zu führen und über die deutsche Mentalität und deren Eigenheiten nachzudenken.

weitere Informationen

 

Herzkammer. Die Grafische Sammlung des MAKK

26. Oktober 2013 bis 16. Februar 2014

Die Ausstellung gibt erstmals Einblick in die Geschichte und Bestände der Grafischen Sammlung des MAKK und verdeutlicht deren kunst- und kulturhistorische Bedeutung. Druckgrafiken und Handzeichnungen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert geben dabei überraschende Einsichten in die Vielfalt und Qualität der bislang im Verborgenen liegenden Schätze. Im Zuge der Gründung des Kunstgewerbemuseums 1888 wurden der hauseigenen Bibliothek rund 10.000 Ornamentstiche aus der Wallrafschen Sammlung überwiesen. In den Folgejahren wuchs der Bestand auf 25.000 Blatt an und stand dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit für Studienzwecke zur Verfügung. In der Ausstellung werden einzelne Sammlungsbereiche der Ornamentstichsammlung exemplarisch herausgestellt und Arbeiten berühmter Künstler wie Lukas Kilian, Jean Berain, Juste Auréle Meissonnier und Karl Friedrich Schinkel gezeigt. Darunter finden sich geschmackvolle Vorlagen für Goldschmiede- und Schreinerarbeiten, Architekturaufnahmen und barocke Entwürfe für die Wand- und Deckengestaltung. Zudem werden dem Publikum erstaunliche Darstellungen aus Tier- und Pflanzenwelt, Chinoiserien und freie nicht an einen bestimmten Entwurf gebundene Ornamentformen präsentiert.

weitere Informationen

 

Boys get skulls, girls get butterflies. Schmuck im MAKK

21. September bis 15. Dezember 2013

Sich zu schmücken und durch Schmuck herauszuheben ist ein wichtiges, elementares Bedürfnis des Menschen, das über alle Epochen und in allen Kulturen zu finden ist. Schmuck spricht die Sinne an und beeinflusst stark, wie wir uns fühlen und geben. Deshalb lohnt es sich für einen Schmuckgestalter, immer wieder individuelle, eigene Lösungen zu entwickeln.
„Boys get skulls, girls get butterflies“ vereint Schmuckstücke vom Altertum über die Antike, das Mittelalter, die Renaissance und das Barock bis in die Gegenwart aus der Schmuck-Sammlung des Museums für Angewandte Kunst in Köln mit seltenen und exemplarischen Stücken des Goldschmiedekünstlers Georg Hornemann.
Von der Geburt bis zum Tod werden die Spuren der Schmuckstücke verfolgt und mit Hilfe von Themenfeldern wie Mystik und Macht, Liebe und Sentimentalität, Extravaganz und Prunk oder Funktion und Motiv in Zwiesprache gebracht. Für eine begrenzte Zeit verlassen somit die Schmuckstücke ihren Platz in der kunsthistorischen Chronologie und fügen sich zu einem thematischen Parcours zusammen. Die Ausstellung dokumentiert das ständige Wechselspiel von Kontinuität und Veränderung, von Tradition und Umbruch, von Beständigkeit und mitunter forcierter Evolution.

weitere Informationen

 

Ein Museum im Glück
Meisterwerke aus der Sammlung der Overstolzengesellschaft

verlängert bis 8. Dezember 2013

"Ein Museum im Glück" zeigt Highlights aus 125 Jahren mäzenatischen Sammelns der Overstolzengesellschaft. Die Zusammenstellung von rund 125 hochkarätigen Kunstwerken reicht von eindrucksvollen Unikaten bis zu Designklassikern und spiegelt die epochenübergreifende, internationale Ausrichtung der Ankäufe und Schenkungen durch die Overstolzengesellschaft wider. Von mobilen Einrichtungsgegenständen über Werke aus Glas und Porzellan bis hin zu Mode und Bucheinbänden werden alle wichtigen Objektgruppen aus den Bereichen der Angewandten Kunst vertreten sein. Besonderheit an dieser Ausstellung ist das Mitwirken des ehrenamtlich tätigen Arbeitskreises der Overstolzengesellschaft, dessen Mitglieder ihre ganz persönlichen Lieblingsstücke in besonderem Glanz erstrahlen lassen. So wird in der Ausstellung neben den Hauptwerken eine ausgefallene und faszinierende Exponatauswahl präsentiert, die zugleich Ausdruck des Feinsinns und des professionellen Handelns der Förderer des Museums für Angewandte Kunst Köln gibt.


weitere Informationen

 

Der schöne Schein - Deutsche Fayencekunst

15. Juni bis 29. September 2013

Anlässlich des Jubiläums wird der bedeutende Sammlungsbestand an deutschen Fayencen wissenschaftlich bearbeitet, ausgestellt und publiziert. Zu dem herausragenden Bestand gehören ca. 200 Objekte – Geschirr und Figürliches – aus zahlreichen deutschen Fayence-Manufakturen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, darunter seltene Einzelstücke und Fayencen mit Hausmalereien.
Die Ausstellung präsentiert erstmals den reichen Bestand an deutschen Fayencen. Darüber hinaus werden weitere Sammlungsgebiete des MAKK in die Ausstellung einbezogen, um die gehobene Lebenskultur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts zu dokumentieren. Neben den zur Bemalung verwandten Vorlagen werden Objekte anderer Sammlungsbereiche beispielsweise Textilien, Kleinmöbel, Tafelgeschirr aus Metall, Gläser oder Bestecke als Ergänzung ausgestellt.


weitere Informationen

 

Jubiläumswochenende: 2013 wird das MAKK 125 Jahre alt

15./16. Juni 2013

Das MAKK feiert!
Das Museum für Angewandte Kunst Köln, das seit 2011 unter dem neuen Kürzel MAKK firmiert, ist das zweitälteste Museum der Stadt Köln und wurde 1888 durch bürgerliche Initiative gegründet. Die umfangreichen Sammlungsbestände basieren bis heute auf außerordentlichem Mäzenatentum. Jüngstes Beispiel ist die im steten Ausbau begriffene Design-Abteilung, die 2008 unter dem Titel „Kunst + Design im Dialog“ wiedereröffnet werden konnte – inklusive der bedeutenden Zustiftung an nordamerikanischen und europäischen Design-Objekten. Die Historischen Sammlungen umfassen 800 Jahre Kunstgeschichte mit Möbeln, Textil und Mode, Metallkunst, Porzellan, Keramik, Glas, Grafik, Plakat, Buchkunst, Gemälde und Skulpturen sowie eine 5000 Jahre zurückreichende Schmucksammlung.
Im Jubiläumsjahr stehen daher auch besonders die Schätze aus den eigenen Sammlungen im Fokus des Interesses und werden mit fünf Ausstellungen zu den Themen Design, Fayence, Mäzenatentum, Schmuck und Grafik unter ganz neuen Blickwinkeln gewürdigt. Bitte vormerken: Das Jubiläumswochenende wird am 15. und 16. Juni mit umfangreichem Programm gefeiert – bei freiem Eintritt als Geschenk für alle Besucherinnen und Besucher.

 

Isn't it romantic? Zeitgenössisches Design zwischen Poesie und Provokation

14. Januar bis 21. April 2013

Neben den im zeitgenössischen Design immer noch gültigen Paradigmen der Klassischen Moderne haben sich Tendenzen etabliert, die sich mit dem widersprüchlichen Begriff der Romantik charakterisieren lassen. Die Ausstellung fokussiert einerseits sehr bewusst auf Oberflächen, in dem Muster, Materialien und Verarbeitungsmethoden gezeigt werden, die sich gängigen Erwartungen an Perfektion, Funktionalität und ewiger Gültigkeit entziehen. Andererseits versucht die Schau den Begriff der Romantik im Design heute in der Tiefe auszuloten, in dem konzeptionelle Arbeiten gezeigt werden, die poetische, aber auch ironische wie abgründige Prinzipien der Romantik aufgreifen oder widerspiegeln.
weitere Informationen

 

Raum - Maschine Theater - Szene und Architektur

15. Dezember 2012 bis 14. April 2013

Theater ist eine Maschine für Weltentwürfe: Es zeugt und zeigt Räume – als Abbild der Realität oder als utopischer Gegenentwurf. Und es bietet dem Zuschauer und der Zuschauerin die Gelegenheit, diese Räume unmittelbar zu erleben. Als Maschine aber ist das Theater multifunktional und kann die unterschiedlichsten Formen und Bilder erzeugen – ohne sich in diesen zu erschöpfen.
Die Ausstellung legt den Fokus auf die architektonischen Grundlagen für das Entstehen von Kunstwelten, von Spielräumen und Architekturphantasien im Bereich des Mediums Theater.



weitere Informationen

 

Architekturfotografie - Made in China

1. September bis 25. November 2012

Anlässlich des China-Jahrs 2012 in Nordrhein-Westfalen, mit dem die seit 40 Jahren bestehenden diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und China sowie die 25jährige Städtepartnerschaft Köln – Peking gewürdigt werden, und in Kooperation mit der Internationalen Photoszene Köln e.V. (IPK) veranstaltet das MAKK eine Fotoausstellung zur internationalen Architekturfotografie. Arbeiten von chinesischen Fotografen werden dialogisch den Positionen westlicher Fotografen gegenübergestellt. Die ausgewählte Architekturfotografie beschränkt sich hierbei thematisch nicht auf die Darstellung singulärer Bauwerke, sondern orientiert sich im Kontext des aktuellen Kunstdiskurses an den sozio-kulturellen und ästhetischen Folgen städtebaulicher und industrieller Baumaßnahmen.
Kuratiert wird die Ausstellung von Norbert Moos, Internationale Photoszene Köln e.V. Gleichzeitig ist das MAKK das Zentrum des Festivals der IPK im Rahmen der internationalen Messe „photokina“ im September 2012.

weitere Informationen

 

Kölner DESIGN Preis und Kölner DESIGN Preis international

26. Oktober bis 18. November 2012

Zum nunmehr fünften Mal wird am 25. Oktober 2011 im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) der »Kölner DESIGN Preis« verliehen. Diese Auszeichnung würdigt herausragende Leistungen von Absolventinnen und Absolventen im Design-Studium an Kölner Hochschulen.
Zugleich ist der von der Prof. Dr. Ing. R. G. Winkler Stiftung ausgelobte Preis eine der höchstdotierten Auszeichnung dieser Art und ist damit ein eminenter Beitrag zur Förderung des Nachwuchses sowie zur weiteren Profilbildung Kölns als eines Designstandortes von internationaler Bedeutsamkeit. Zusätzlich werden die besten Abschluss-Arbeiten einiger der renommiertesten außereuropäischen Design-Hochschulen aus China, Japan, Taiwan, Brasilien, Korea und New York mit dem »Kölner DESIGN Preis international« ausgezeichnet.
Eine zentrale vermittelnde Rolle spielen dabei die große Preisgala und die daran anschließende Ausstellung im MAKK. Gezeigt werden hier nach der feierlichen Vergabe der Preise durch die Jury nochmals für drei Wochen alle Nominierungen – bis zu zwanzig Prozent der Abschlussarbeiten des aktuellen Jahrgangs darf jede der beteiligten Institutionen für den Preis vorschlagen. So liefert die Auszeichnung auch in diesem Jahr wieder allen Beteiligten einen Überblick über die Vielfalt und Güte der studentischen Arbeit in allen Bereichen des Designs in Köln.

 

gute aussichten_mustererkennung. junge deutsche fotografie

18. August bis 14. Oktober 2012

Das Nachwuchsförderungsprojekt für junge deutsche Fotografie „gute aussichten“ besteht seit 2004. Im jährlichen Wettbewerb werden Abschlussarbeiten von deutschen Hochschulen, Fachhochschulen und Akademien für Fotografie durch eine namhafte Jury prämiiert. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden anschließend in Ausstellungen und Medien der Öffentlichkeit vorgestellt.
Extra für das Museum für Angewandte Kunst in Köln und in enger Zusammenarbeit hat die langjährige Mitarbeiterin von „gute aussichten“ und Jurymitglied Dr. Wibke von Bonin die Themenausstellung zusammengestellt. Präsentiert werden neue Arbeiten von Preisträgerinnen und Preisträger der Jahre 2004 bis 2011, die sich im weitesten Sinn mit den Themen Strukturen, Charakter, Form, Gefüge, Konstruktionen, Wesen, Gestalt usw., also dem Muster und seiner Erkennung, kurz der Mustererkennung auseinander gesetzt haben.


weitere Informationen

 

Architekturteilchen - Modulares Bauen im digitalen Zeitalter

12. Mai bis 19. August 2012

Die Ausstellung greift erstmals in einer Gesamtschau am Beispiel des modularen Bauens wesentliche Aspekte der Architektur auf und vermittelt diese anschaulich auf unterschiedlichen inhaltlichen Ebenen und mit zeitgemäßen Gestaltungselementen. Ziel ist es, anhand historischer Grundbautypen sowie anhand aktueller Architekturprojekte unseres digitalen Zeitalters das Thema Architektur in seinem Facettenreichtum und seiner gesellschaftlichen Bedeutung zu vermitteln.
Im ersten Teil der Ausstellung „Modulares Bauen im historischen Kontext“ wird die historische Entwicklung des modularen Bauens vermittelt. Der Bogen spannt sich von den "fliegende" Bauten der Nomaden über die Pyramiden und das europäische Fachwerk zu den Kathedralen der Gotik. Die Stahlbauten der industriellen Revolution sind ebenso wichtige Meilensteine wie die Stahlbetonfertigteilsysteme der Moderne.
Der zweite Teil „Digitale Module im digitalen Zeitalter“ zeigt die Möglichkeiten in der Architektur auf, die mit heutigen Technologien machbar sind. Durch die computergestützte Fertigung sind nun auch Klein-Serien mit lauter individuellen Formaten und komplexen Geometrien kein technisches Problem mehr. War früher die Reduktion der Elemente auf möglichst viele gleiche Teile ein wichtiges Paradigma, verbinden sich heute die Vorteile der Einzelanfertigung mit den günstigen Kosten einer Automatisierung. Spektakuläre Bauten, wie das Mercedes-Museum in Stuttgart oder die Gebäude Frank O. Gehrys zeugen von dieser „neuen Architektur“.

weitere Informationen

 

Von Aalto bis Zumthor - Architektenmöbel

16. Januar bis 22. April 2012

Der Bereich des Möbeldesigns hat sich längst vom Berufsbild des Architekten getrennt und als eigenes Metier etabliert. Trotzdem entwerfen nach wie vor internationale bedeutende Architekten ihr Wunschmobiliar in besonderen Fällen selbst. Die Ausstellung des MAKK präsentiert exklusive Architektenmöbel der letzten 100 Jahre. Gezeigt werden ausschließlich Entwürfe von Architekten, deren Hauptaugenmerk dem eigentlichen Bauen gilt. Interessante Fragestellungen sind insbesondere: Entwerfen Architekten anders als Produktdesigner, zeigen sich ästhetische Vorlieben, gibt es etwas typisch Architektonisches, hat sich trotz des Stilwandels in den Entwürfen etwas Gemeinsames erhalten?
Aus seinen eigenen Beständen kann das MAKK ganze Zimmereinrichtungen und Einzelstücke so renommierter Baumeister wie Marcel Breuer, Alvar Alto, Egon Eiermann, Mario Botta und vieler anderer beisteuern. Hinzu kommen große Namen der zeitgenössischen Architekturszene: Frank Gehry, Daniel Libeskind, Norman Forster, Zaha Hadid, Hadi Teherani und Peter Zumthor.
Die Ausstellung zählt zu den kulturellen Highlights während der Internationalen Möbelmesse und des umfangreichen Off-Programms der seit vielen Jahren etablierten „Passagen“, die von zahlreichen internationalen Besuchern frequentiert wird.

weitere Informationen

 

WASA MARJANOV - Skulpturen mit Architekturbewusstsein

3. Dezember 2011 bis 22. April 2012

Der in Düsseldorf lebende und arbeitende Künstler WASA MARJANOV arbeitet als Grenzgänger zwischen Bildhauerei, Architektur, Theater, Literatur, Musik, Fotografie und Video. Seine ‚Gesamtkunstwerke’ vereinen angewandte wie autonome Kunst und spielen dabei mit unseren Denkgewohnheiten. So erinnern seine architektonischen Skulpturen an Architekturmodelle, die dazu präsentierten Fotografien verdeutlichen jedoch, dass sie nicht realisierbar sind. Oder er richtet Kleinskulpturen, die die Formensprache weltberühmter Architekten zitieren und parodieren, wie Appetithäppchen auf Tellern an.
Neben den architektonischen Skulpturen werden auch die „Theaterkisten“ von WASA MAR-JANOV zu sehen sein – aufklappbare Kisten, die sowohl Bühnen- wie auch Zuschauerraum enthalten. Konsequent werden auch die „Theaterkisten“ von kommentierenden Fotografien begleitet.

weitere Informationen

 

Wünsche erfüllt! Die Neuzugänge im MAKK

20. Dezember 2011 bis 26. Februar 2012

Aus dem Ankaufsetat der Museen der Stadt Köln konnten für das MAKK Wünsche für die Sammlungen erfüllt werden. Zum einen handelt es sich um zehn ganz frühe Bugholzmöbel der Firma Thonet sowie ein äußerst seltenes Stück von Jacob und Josef Kohn, zum anderen wird die Design-Abteilung durch zwei visionäre Objekte von Ron Arad und Satyendra Pakhalé bereichert. Alle Neulinge würdigt das Museum mit einer Sonderschau im 1. Obergeschoss.
Die Bugholzmöbel stammen aus zwei herausragenden Privatsammlungen und komplettieren die bereits vorhandenen Bestände der Design-Sammlung auf ideale Weise. Gleichzeitig schärft das Museum mit der Sesselskulptur „2 R Not“ von Ron Arad und dem „Bell Metal Horse Chair“ von Satyendra Pakhalé das Bewusstsein für erweiterte Gestaltungsmöglichkeiten im Design von Morgen und Übermorgen.

weitere Informationen

 

Reihenhausmannskost

16. September bis 11. Dezember 2011

Wie deutsch geht es in deutschen Reihenhäusern zu? Solchen und ähnlichen Fragen gehen der Bildband mit Fotografien des südafrikanischen Fotografen Stan Engelbrecht und die gleichnamige Ausstellung „Reihenhausmannskost“ auf den Grund. An sieben Esstischen, die als Projektionsfläche für Filme im Zeitraffer dienen, werden die Lebensentwürfe unterschiedlicher Familien in Reihenhäusern verdeutlicht. Der gedeckte Tisch – inklusive der mit ausgestellten Alltagsgegenstände – steht dabei als Symbol für das Familienleben.
weitere Informationen

 

Kölner Design Preis und Kölner Design Preis International

27. Oktober bis 20. November 2011

Präsentation der nominierten Abschlussarbeiten von Designstudierenden des diesjährigen vierten „Kölner Design Preis“ und „Kölner Design Preis International“.

 

KAYSERZINN - Engelbert Kayser. Jugendstil-Zinn aus Köln

4. September bis 20. November 2011

Anlässlich seines 100. Todestages würdigt das MAKK Leben und Wirken des Kölner Unternehmers und Künstlers Engelbert Kayser. Der „Vater des Kayserzinns“ hatte nicht nur das richtige Gespür für den Welterfolg des Jugendstilzinns, er besaß gleichermaßen kaufmännisches Geschick wie künstlerisches Empfinden. Diese außergewöhnliche Persönlichkeit wird in Zeitdokumenten, Einrichtungsgegenständen und Erinnerungsstücken verlebendigt. Gleichzeitig fokussiert die Ausstellung auf das Werk: Zahlreiche bedeutende Objekte aus dem silbrig schimmernden und ästhetisch anspruchsvollem Material – dem Kayserzinn – machen die Faszination nachvollziehbar. Viele der seltenen und wichtigen Stücke waren zum Teil noch niemals öffentlich zu sehen.

Zur Ausstellung erscheint von ARNOLDSCHE Art Publishers ein monographischer, zweisprachiger Katalog (deutsch-englisch).


weitere Informationen

 

Mit Stil und Methode zum Genuss – Deutsche Korkenzieher aus 150 Jahren

27. August bis 25. September 2011

Mit Kork als sinnvollem Verschluss für Wein-, Portwein- und Sherry-Flaschen war zwar eine historische Fragestellung gelöst, jedoch tat sich naturgemäß die nächste auf: Wie befördert man den Korken – ohne allzu viel Kraftanstrengung – wieder aus dem Flaschenhals? Mit diesem ‚Problem‘ beschäftigen sich Tüftler und Erfindergeister in Deutschland seit 150 Jahren: Ratsche, Drehzug, Drillvorrichtung und Luftpumpe spiegeln die kreativen Lösungsansätze, um den begehrten Flascheninhalt letztendlich genießen zu können. Die Ausstellung zeigt in zwölf Kapiteln das gesamte Spektrum der deutschen Hersteller ab 1850. So manch skurriles Objekt inklusive.

 

unPOLISHED. Junges Design aus Polen

16. Juli bis 28. August 2011

Die junge Generation der polnischen Gestalter setzt neue Akzente auf der Landkarte des europäischen Designs. Charakteristisch für das zeitgenössische Design in Polen ist das Experiment mit einfachen, leicht verfügbaren Materialien, die ungewöhnlich kombiniert oder als Recycling wiederverwendet werden. Die Arbeiten bewegen sich – zum Teil mit einem bewussten Augenzwinkern – in einem Spannungsfeld zwischen traditioneller Volkskunst und den aktuellen Konsumgewohnheiten unserer globalisierten Welt. Die Ausstellung zeigt 100 Designobjekte, darunter zahlreiche Unikate oder Produkte aus Kleinserien von 20 jungen Gestaltern aus Polen, deren Arbeiten bereits auf internationalen Messen und Ausstellungen zu sehen waren.


weitere Informationen

 

The Art of Pop Video

9. April bis 3. Juli 2011

Die Ausstellung “The Art of Pop Video” ist eines der ersten Ausstellungsprojekte zum Thema Geschichte und Entwicklung des Musikvideos. Zugleich wird die Bedeutung des Videos als künstlerisches Genre herausgestellt: Es vereint Malerei, Film, Fotografie und Performance. Die Präsentation umfasst bis zu 100 der wichtigsten internationalen Music Clips – von frühen Avantgardefilmen bis zu aktuellen Positionen. An Monitor- und Projektionsstationen im Museum für Angewandte Kunst Köln werden einzelne Schwerpunktthemen aufgezeigt, die die Bedeutung des Genres im Rahmen der Bildenden Künste verdeutlichen. Besonders in der Sektion „Das Musikvideo als künstlerische Position“ – mit Arbeiten u.a. von Pipilotti Rist, Christian Jankowski oder Wolfgang Tillmanns – werden Verbindungen, Überschneidungen und Übergänge zwischen den Gattungen offen gelegt.

weitere Informationen

 

Zwischen den Pfählen Venedigs – Aktuelles Design aus den Lagunenpfählen

18. Januar bis 13. März 2011

Venedig – „La Serenissima“ – einst stolze Seemacht des Mittelmeeres und seit Thomas Manns „Tod in Venedig“ berühmt für seinen morbiden Charakter. Vor mehr als 1500 Jahren wurde die berühme Lagune besiedelt. Heute erstreckt sich die Stadt mit dem Canal Grande als Hauptschlagader auf über 100 Inseln.
„Briccole”, so werden die Holzpfähle aus Eiche genannt, auf denen Venedig errichtet wurde und die sichtbar in den Kanälen den Gondeln zum Anlegen dienen und Navigationsstrecken in der Lagune kennzeichnen. Sie sind bis zu zehn Meter lang und müssen nach fünf bis zehn Jahren ausgetauscht werden, wenn die Gezeiten, Wind und Wetter ihre Spuren an ihnen hinterlassen haben. Mikroorganismen und die Meeresfauna tragen ebenfalls zum Zerfall bei.
Die italienische Möbelfirma Riva 1920 kam auf die Idee, diese für die Lagune nutzlos gewor-denen Eichenstämme einer Zweitverwertung zuzuführen und sie als Designobjekte zu „re-cyclen“. 29 bekannte Designer – darunter Philippe Starck, Angela Missoni, Matteo Thun und Karim Rashid – wurden eingeladen, dieses außergewöhnliche Material zu interpretieren. So wird das Holz dank der Ideen der Designer wiederverwertet und erneuert. Es entstanden Objekte wie Tische, Regale, Hocker und Lampen.

Teilnehmende Designer:
Antonio Citterio (Separè), Terry Dwan (Konsole), Michele De Lucchi (Regal), Mario Botta (Tischlein), Matteo Thun (Tisch), Pininfarina (historisches Automodell Cisitalia 202), Luca Scacchetti (Tisch), Helidon Xhixha (Tisch), Aldo Cibic (Tisch), Enzo Mari (Skulptur), Erasmo Figini (Lampe), Paola Navone (Installation), Karim Rashid (Sitzbank), David Chipperfield (Regal), Pierluigi Cerri (Tisch), Marc Sadler (Skulptur), Franco e Matteo Origoni (Hocker), Riccardo Arbizzoni (Bank), Elio Fiorucci (Raumteiler), Luisa Castiglioni (Wandboard), Angela Missoni (Hängematte), Claudio Bellini (Konsole), Thomas Herzog (Tisch), Aldo Spinelli (Tisch), Carlo Colombo (Tisch), Philippe Starck (Installation), Paolo Piva (Konsole), Pinuccio Sciola (Skulptur), Davide e Maurizio Riva (Hocker).

geänderte Öffnungszeiten und Eintritte während der Passagen und Interantionale Möbelmesse:
17. Januar, 19. bis 23. Januar: 11 - 20 Uhr
18. Januar: 11 - 17 Uhr

Die verlängerten Öffnungszeiten gelten bei freiem Eintritt für folgende Bereiche: Zwischen den Pfählen Venedigs (EÖ 17. Januar, 18 Uhr), Istanbul Fashion, Design-Abteilung


 

Istanbul Fashion

6. November 2010 bis 30. Januar 2011

Istanbul, die Stadt der Kontraste, Mittlerin zwischen Orient und Okzident, einstmals prachtvoller Herrschersitz des Sultans im Osmanischen Reich, heute brodelnde Kulturmetropole am Bosporus. Seit 1997 Partnerstadt Kölns und im Jahre 2010 Kulturhauptstadt Europas. In den angesagten Vierteln Tesvikiye und Nisantasi, den von Künstlern und Designern bevorzugten Bezirken, ist die Vielfalt der künstlerischen Ansätze und Positionen allgegenwärtig. Die junge türkische Künstler- und Designerszene ist wie kaum eine andere in Europa von einem innovativen Aufbruch in das 21. Jahrhundert geprägt. Istanbul ist das kreative Zentrum der türkischen Avantgarde, ob nun in der Kunst, im Design, in der Musik oder der Literatur. Die Ausstellung gibt einen repräsentativen Überblick über die pulsierende, westlich orientierte türkische Modeszene, die sich vornehmlich in der kulturellen Hauptstadt des Landes, in Istanbul konzentriert. Die Schau und der begleitende Katalog stellen erstmals in ganz Europa und in der Bundesrepublik Deutschland die wichtigsten und kreativsten Mode-Designer der größten türkischen Metropole vor. Eine Auswahl an Mode-Entwürfen aus vergangenen und aktuellen Kollektionen vermittelt nicht nur einen Einblick in die künstlerische Entwicklung der beteiligten Designerinnen und Designer, sondern offenbart auch deren kulturhistorische und persönliche Inspiration.

Die Kreationen der in Istanbul ansässigen Modeschöpfer sind stets überraschend, eigenwillig und modern. Die Mode bewegt sich für die türkischen Designerinnen und Designer zwischen nicht immer gegensätzlichen Polen wie Historie und Modernität, Tradition und Innovation, Humanismus und Weltbürgertum sowie Philosophie und Religion. Ihnen allen ist Istanbul eine nie versiegende Quelle an Eindrücken, Eingebungen, Anregungen, Ideen und Bildern.
Zu den beteiligten Designerinnen und Designern zählen sowohl international renommierte Labels als auch Newcomer. Zur Ausstellung erscheint eine reich bebilderte Verlags-Publikation. Ferner ist ein umfangreiches Begleitprogramm, das in die vielfältige türkische Kultur und insbesondere in die zeitgenössische türkische Design-Szene einführt, in Erarbeitung.

geänderte Öffnungszeiten und Eintritte während der Passagen und Interantionale Möbelmesse:
17. Januar, 19. bis 23. Januar: 11 - 20 Uhr
18. Januar: 11 - 17 Uhr

Die verlängerten Öffnungszeiten gelten bei freiem Eintritt für folgende Bereiche: Zwischen den Pfählen Venedigs (EÖ 17. Januar, 18 Uhr), Istanbul Fashion, Design-Abteilung


 

Ins Wort gesetzt – Zeitgenössische Lyrik zu Fotografien von Robert Häusser

4. Dezember 2010 bis 30. Januar 2011

Der international renommierte Künstler Robert Häusser gilt als Philosoph unter den Fotografen. Außergewöhnlich in der Geschichte von Fotografie und Literatur ist deshalb auch das Konzept der Ausstellung. 37 namhafte Lyrikerinnen und Lyriker unterschiedlicher Generationen von Eugen Gomringer (Jg. 1925) bis Uljana Wolf (Jg. 1979) haben zu einem Bild aus dem Werk von Robert Häusser je ein Gedicht verfasst. Sie wählten ein Motiv als Vorlage für eine eigene dichterische Transformation aus. In der Ausstellung werden Bild und Gedicht jeweils gegenübergestellt und durchdringen sich wechselseitig. Lyriker und Fotograf schaffen zusammen gedankliche Freiräume, in denen die Fantasie des Betrachters und Lesers nicht gezügelt wird. Die im Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim entwickelte Ausstellung wird nun erstmals außerhalb Mannheims, nämlich im Museum für Angewandte Kunst Köln präsentiert.

 

Kölner Design Preis 2010

29. Oktober bis 14. November 2010

Köln präsentiert seinen Design-Nachwuchs: Der „Kölner Design Preis“ und der „Kölner Design Preis International“ werden am 29. Oktober zum dritten Mal verliehen. Die Preise sind in Deutschland einzigartig. Ausgezeichnet werden ausschließlich Abschlussarbeiten von Designstudierenden. Die Preisverleihung, die von der Köln International School of Design (KISD), der Fachhochschule Köln organisiert wird, findet zeitgleich mit der Ausstellungseröffnung im Museum für Angewandte Kunst statt. Hier werden auch alle nominierten Arbeiten in einer Sonderausstellung präsentiert.

 

René Burri - Das Werk

verlängert bis 3. Oktober 2010

René Burri ist eine der noch lebenden großen Photolegenden des 20. Jahrhunderts. In Zusammenarbeit mit dem IPK (Internationale Photoszene Köln e.V.) präsentiert das Museum für Angewandte Kunst im Rahmen des IPK zum ersten Mal in Deutschland eine Retrospektive auf das Werk Burris. Ihm ist es gelungen, sich jeder Einordnung in einen Stil zu entziehen und zugleich seine eigene, unverwechselbare fotografische Handschrift zu entwickeln. Die Intensität seiner Bilder speist sich aus einer Neugierde, die Fotografie mitten aus dem Leben heraus entstehen lässt.

 

all-over mondrian. kunst + konsum

24. Juni bis 8. August 2010

Das Gemälde „Komposition mit Schwarz, Rot und Grau“ des niederländischen Künstlers Piet Mondrian aus dem Jahre 1927 steht im Zentrum der Ausstellung. Diese überaus wertvolle und kunsthistorisch bedeutende Dauerleihgabe des Sammlers und Stifters Prof. Dr. R. G. Winkler wird in der Ausstellung mit Konsumartikeln konfrontiert, bei deren Dekor Mondrians Bildsprache zitiert wird. Ein Konvolut höchst unterschiedlicher Objekte, die Prof. Winkler dem Museum geschenkt hat.

Spitzenwerke der Bildenden Kunst haben Marketingabteilungen von Firmen immer wieder dazu veranlasst, die Formensprache und das Kolorit solcher Arbeiten auf Konsumgüter zu übertragen. Dieses Phänomen beobachtet man verstärkt seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts. Man verspricht sich Verkaufsfördernde Aufmerksamkeit, Imagegewinn und ästhetisches Niveau.
Die bei Mondrian so häufig verwendeten Grundfarben sowie aus seinem Werk entlehnte grafische Strukturen findet man vom Feuerzeug bis zur Haarfestigerdose, bei Sportswear, Damenschuhen und sogar einer Duschtasse.

Die Konfrontation eines Kunstwerkes der Spitzenklasse mit mehr oder weniger gelungenen Adaptionen in der Warenwelt betont seinen hohen Rang, seine kulturhistorische Strahlkraft. Gleichzeitig schärft sie den Blick des Betrachters für das gerade bei den späten Arbeiten Mondrians nur scheinbar simple Bildvokabular. Durch genaues Hinschauen und die Vergleichsmöglichkeit werden die Qualität des Kunstwerkes und die unterschiedlichen Ranghöhen der einzelnen Objekte verdeutlicht.

 

Nikolaus Heidelbach und Norman Junge – Ungeheuer

17. April bis 4. Juli 2010

Die vielfach preisgekrönten Kinderbuchillustratoren und Bilderbuchautoren Nikolaus Heidelbach und Norman Junge erwecken in ihren reizvollen und genialen Zeichnungen allerlei skurrile Fantasie- und Albtraumgestalten zum Leben. Der Sinn der Künstler für feine Ironie und makabren Humor macht die 500 gezeigten Bilder auch für Erwachsene unterhaltsam. Neben dem zeichnerischen Werk der Künstler werden Skulpturen, darunter das Ein- Tasten-Klavier von Norman Junge präsentiert.
Eine Lese- und Malstation bietet den kleinen Ausstellungsbesuchern Raum, sich selbst zu verwirklichen.

 

Meissen - Barockes Porzellan in Köln

verlängert bis 16. Mai 2010

Die bedeutendste europäische Porzellanmanufaktur des 18. Jahrhunderts wurde am 23. Januar 1710 durch den sächsischen Kurfürsten und König von Polen August den Starken (1670-1733) gegründet. Per Dekret ließ er die Erfindung des Porzellans sowie die Gründung einer Porzellan-Manufaktur in Sachsen feierlich verkünden. Die Produktion wurde noch im Juni desselben Jahres auf der Albrechtsburg in Meißen aufgenommen; das „weiße Gold“ aus Sachsen sollte bald zum begehrtesten Luxusgut der europäischen Fürstenhöfe avancieren. Anlässlich des 300-jährigen Gründungsjubiläums der Meissener Manufaktur präsentiert das Museum für Angewandte Kunst eine hochkarätige Porzellan-Sammlung aus rheinischem Privatbesitz, die bislang noch nie ausgestellt wurde. Die äußerst seltenen und wertvollen Exponate aus dem 18. Jahrhundert – insgesamt ca. 280 Stück – vermitteln sowohl einen Einblick in die vielfältige Produktion der berühmten Manufaktur als auch in die raffinierte Kultur und Geisteswelt des barocken Zeitalters. Schwerpunkte der Sammlung bilden die herausragende Porzellanplastik, eine große Anzahl an fein bemalten Schnupftabakdosen, so genannten Tabatieren, darüber hinaus aber auch prunkvoll mit Chinoiserien, Landschafts- und Kauffahrteiszenen sowie Blumenmalereien verziertes Tafelgeschirr.

 

Montags beim Papst

19. Januar bis 21. März 2010

Der am 26. März 2008 in Köln verstorbene Designer und Zukunftsforscher Walter Papst zählte zu den bislang eher unbekannten aber bedeutenden Design-Avantgardisten der deutschen Nachkriegszeit. Geboren 1924, studierte er an der Kieler Muthesius Werkkunstschule und unterhielt von 1957 bis 1974 ein Atelier für Industriedesign und Produktentwicklung in Köln. Seine Arbeiten übersetzen die Grundsätze der Moderne in die Aufbruchstimmung der 1950er und 1960er Jahre: Neue Materialien, neue ergonomische Erkenntnisse und neue Ideale fügen sich bei Walter Papst zu ebenso heiteren wie wegweisenden Gestaltungsentwürfen.

Mit dem legendären „Dreibein-Stuhl“, der zu unterschiedlichen Sitzhaltungen animiert und so frühen Haltungsschäden bei Kindern vorbeugen sollte, schlug Walter Papst bereits 1954 ein neues Kapitel in der Schulmöbelwelt auf. Die Ausstellung zeigt neben Prototypen und Originalen auch die Neuauflage des dreibeinigen Holzstuhls, der zu einer Design-Ikone wurde.
Das Kölner Museum für Angewandte Kunst zeigt als dritte Station die von der Firma Wilkhahn konzipierte Ausstellung aus dem umfangreichen Nachlass von Walter Papst. Erste Station war im Sommer 2009 der Firmensitz von Wilkahn in Bad Münder. Danach war die Ausstellung in der Stadtgalerie Kiel zu sehen, der Geburtsstadt von Walter Papst.

Die Ausstellung zeigt vielfältige Facetten aus dem Lebenswerk von Walter Papst und thematisiert auch bislang eher unbekannte Kapitel wie zum Beispiel die Leidenschaft des Designers für den Kölner Karneval. Diesen verstand Papst als künstlerisches Happening, auf das er sich monatelang akribisch vorbereitete, um es dann mit Gästen aus der Künstler- und Designszene zu zelebrieren. Die Ausstellung lädt ein zu einer ebenso faszinierenden wie inspirierenden Zeitreise, die von Produktgestaltung bis zu legendären Rosenmontagsfesten führt – eben bis zu „Montags beim Papst”.
Mit der Ausstellung und dem Begleitkatalog, herausgegeben von der Firma Wilkhahn, soll ein bislang kaum bearbeiteter Teil deutscher Designgeschichte der Nachkriegszeit einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


 

Kunst-Stoff: Materialrevolution für Design + Kunst. Objekte aus der Sammlung Winkler

verlängert bis 24. Januar 2010

Sucht man in der Datenbank des Museums für Angewandte Kunst Köln nach Objekten der Sammlung Winkler, die vollständig oder zum Teil aus Kunststoff gefertigt sind, finden sich über 300 Eintragungen. Kunststoff ist heute als Material für die Dinge des täglichen Lebens aus unserem Alltag gar nicht mehr wegzudenken. In ihren diversen Materialvarianten haben Kunststoffe vielfach die traditionellen Werkstoffe ersetzt und durch neuartige Fertigungsmethoden und Materialeigenschaften zu einer ganz neuen Optik geführt. Schon allein deshalb ist kein anderer Werkstoff in der konsequent modern ausgerichteten Sammlung Winkler so oft und vielgestaltig vertreten.

Da in der neu eingerichteten Abteilung Kunst und Design im Dialog nur wenige Exponate aus diesem, für das 20. Jahrhundert so richtungsweisenden Werkstoff permanent gezeigt werden können, präsentiert das Museum für Angewandte Kunst im Rahmen einer Sonderausstellung technisch, kulturgeschichtlich, formal und ästhetisch besonders repräsentative Designobjekte sowie einige Werke der Bildenden Kunst, bei denen Kunststoff eine entscheidende Rolle spielt.

Der Ausstellungsrundgang folgt einer Chronologie, vom dunklen Bakelit des beginnenden 20. Jahrhunderts bis zu leuchtendbunten, semitransparenten Kunststoffen der Gegenwart. Der Besucher erlebt am Beispiel ausgewählter Objekte sowohl eine zeitliche Abfolge der Erfindung immer weiter modifizierter Kunststoffe mit ihren technischen und formalen Möglichkeiten, er kann sich jedoch auch thematischen Schwerpunkten widmen, beispielsweise Objektgattungen wie Möbel, Leuchten, Radiogeräte, Telefone, Objekte rund um den gedeckten Tisch und vieles mehr.

 

Die Ringe des Dieter Roth. Tragbare Kunstwerke eines universellen Künstlers

29. Oktober 2009 bis 10. Januar 2010

Der renommierte schweizer Maler, Graphiker, Bildhauer, Objektkünstler, Typograph und Dichter Dieter Roth (1930 - 1998) erschloß als universeller und überaus innovativer Künstler und als Professor an der Düsseldorfer Akademie immer wieder neue Materialien und Verfahren (z.B. Schimmelkulturen) für künstlerische Prozesse. Als Objekt- und Wortkünstler erfand er neue Kombinationen von visuellen und verbalen Elementen. An seinem Wohnort Reykjavik entwickelte er – zunächst „aus fergnügen und alten mashinentailen“ - seit 1959 über einen Zeitraum von rund zwanzig Jahren für den Goldschmied Hans Langenbacher eine Serie von Fingerringen, die in ihrer avantgardistischen Konzeption den Rahmen konventioneller Schmuckkunst sprengen und im übrigen Werk von Roth als einzigartiger, Werkkomplex dastehen. In diesen im goldschmiedischen Sinne unkonventionellen, revolutionären Arbeiten nimmt Roth manche Gestaltungsideen späterer Schmuckkünstler vorweg. Kennzeichnend für fast alle Entwürfe ist die spielerische Kombinierbarkeit eines Grundmoduls mit verschiedenen, aufschraubbaren „Hüten“, figürlichen Aufsätzen oder den farbigen, gedrechselten Acrylköpfen („Hut-Ringe“, „Zoo-Ringe“, „Dreh-Ringe“). Innovativ ist die Idee, auswechselbare Edelsteinkugeln ausschließlich durch Federkraft zu fixieren. Ein nahezu autonomes Werk ist der „Falt-Ring“ mit zwölf übereinanderfaltbaren Ornament- und Symbolschablonen, die im ausgebreiteten Zustand ein größeres Werk ergeben. Für Zoo- und Hutringe hat Roth auch eigene, ganz ungewöhnliche Kassetten entworfen, die die Zusammengehörigkeit der Stücke als Teile eines übergreifenden Kunstwerks unterstreichen.


Ein seltenes Dokument des künstlerischen Schaffens von Dieter Roth ist die gesamte erhaltene Korrespondenz des Künstlers mit dem Goldschmied Langenbacher: In unzähligen (übermalten) Karten, Briefen, Randbemerkungen, Beschreibungen und Skizzen wird nicht nur der ungewöhnliche, luxurierende Ideenreichtum von Roth und die konkrete Entwicklung der Ringserien faßbar, sondern auch vieles vom Wesen des Künstlers sichtbar.


Gezeigt werden alle (rund 50) Ringe und Ringaufsätze, dazu Graphiken, Skizzen, Entwürfe, Zeichnungen und die Korrespondenz zwischen Roth und Langenbacher. Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Texten von Jean Christophe Ammann, Peter Noever und Aðdalsteinn Ingólfsson erschienen und die aufwendig facsimilierte Reedition der originalen Korrespondenz einschließlich aller Briefe, Skizzen und Gemälde; zusammen im Schuber € 180,-.


 

Falko Marx. Schmuck 1966 bis 2009

29. Oktober 2009 bis 10. Januar 2010


Falko Marx (geb. 1940) ist seit vielen Jahren sicherlich der bedeutendste Schmuckkünstler aus Köln; er ist weltweit renommiert und in wichtigen internationalen, öffentlichen wie privaten Sammlungen mit herausragenden Arbeiten vertreten. Das Museum für Angewandte Kunst besitzt drei Arbeiten seiner Hand. Nach seinem Studium an den Kölner Werkschulen, wo er als Schüler der legendären Kölner Goldschmiedin Elisabeth Treskow tief in die Geschichte der Schmuckkunst, ihrer Techniken und historischen Erscheinungsformen, eingetaucht ist, entwickelt er ein radikal innovatives eigenes Oeuvre. Ohne die Basis des perfekt beherrschten Handwerks zu verlassen und mit den materiellen Mitteln großer Goldschmiedekunst hat er es schon früh vermocht, viele althergebrachten Vorstellungen von Schmuck und Schmücken kreativ zu hinterfragen und zu unterlaufen. Antike Glyptik und archäologische Fundstücke, aber auch triviale Alltagsgegenstände wie Konservendosendeckel, Puzzleteile oder Wackelbilder werden integriert und auf überraschende Weise künstlerisch verfremdet, vervollständigt oder interpretiert. Im Kreise avantgardistischer Kölner Künstler entwickelt er seit den 60er Jahren eigene Varianten des objet trouvé und der arte povera. In seinen manchmal herausfordernden, oft erzählerischen und bildhaften, nicht selten auch ausladenden und manchmal pseudoreligiösen Arbeiten schafft er bisweilen fetischhafte Kultobjekte, die gleichwohl herausragende Qualitäten als Schmuck besitzen. Bemerkenswerteste Entwicklung, neben den Dosendeckelbroschen, sind vielleicht seine Wasser-Ringe, in dessen Schalen sich Goldkügelchen, Edelmetallnadeln und Edelsteine, teilweise über darunterliegenden Bildern, frei flottierend bewegen und eine eigene Variante der Kinetik im Schmuck definieren.


Gezeigt wird ein vom Künstler selbst gewählter repräsentativer Querschnitt durch das Lebenswerk mit rund 60 Arbeiten aus allen Schaffensperioden. Parallel zur Ausstellung wird, als erste monographische Publikation überhaupt, ein prächtiger, bibliophiler Bildband über das Schaffen des Künstlers angeboten.



 

Kölner Design Preis und Kölner Design Preis international – Nominierte Arbeiten 2009

24. Oktober bis 22. November 2009

Zum zweiten Mal wird am 23. Oktober 2009 der »Kölner Design Preis« als Auszeichnung für Abschlussarbeiten von Design-Studierenden im Museum für Angewandte Kunst verliehen. Der »Kölner Design Preis« ist eine in Deutschland einmalige Auszeichnung und zählt zu einem der höchstdotierten Designpreise überhaupt. Der Preis basiert auf einer großzügigen Spende der Prof. Dr. Winkler Stiftung und wird jährlich von der Köln International School of Design (KISD) der Fachhochschule Köln organisiert. In Zusammenarbeit mit der Stadt Köln und dem Museum für Angewandte Kunst Köln wurde so ein Instrument geschaffen, um Spitzenleistungen in der Theorie und der Praxis des Designs, die im Rahmen von Abschlussarbeiten in Köln entstanden sind, gezielt zu unterstützen.


In diesem Jahr sind neben der Köln International School of Design (KISD) auch die Kunsthochschule für Medien (KHM), die Rheinische Fachhochschule und Ecosign mit je 20% ihrer hervorragendsten Abschlussarbeiten (BA, Diplom, MA, Promotion) beteiligt.
Für den von der Cölner Hofbräu Früh KG gestifteten »Kölner Design Preis international« in Höhe von € 15.000 konnten die außereuropäischen Partnerhochschulen der KISD je zwei Arbeiten nominieren. Beteiligt sind Hochschulen aus Tokio und Fukuoka (Japan), Hongkong und Hangzhou (China), Taipei (Taiwan), New York (USA) und Curitiba (Brasilien).


Moderation und Einführung: Prof. Dr. Michael Erlhoff (KISD), Angela Spizig (Bürgermeisterin), Dr. Ulrich Soénius (IHK Köln), Walter von Lom (Overstolzengesellschaft), Andreas Dornbracht (Dornbracht GmbH & Co. KG - Vorsitzender der Jury), Prof. Georg Quander (Dezernent für Kunst und Kultur der Stadt Köln), Prof . Lorraine Justice (Hong Kong, Polytechnic University)

 

“Cher Ami...” . Marcel Proust im Spiegel seiner Korrespondenz

28. Juni bis 6. September 2009

Marcel Proust war einer der eifrigsten Briefschreiber der Literaturgeschichte. 5000 Briefe sind bekannt und publiziert, dennoch tauchen immer wieder neue, unbekannte auf.

82 davon – an die Mutter, an seine besten Freunde,
an Damen der Pariser Gesellschaft, an Schriftstellerkollegen und an Literaturkritiker – zeigen
neue Facetten des Lebens dieses bedeutenden Schriftstellers.

Ergänzt wird die vom Literaturhaus München inszenierte
Ausstellung durch zahlreiche andere Dokumente der „Bibliotheca Proustiana
Reiner Speck“, darunter von Proust korrigierte Originalmanuskripte oder Zeugnisse der Briefpartner.

 

Von Picasso bis Warhol
Künstlerschmuck der Avantgarde

verlängert bis 9. August 2009

Neben ihren großen, weltbekannten Werken schufen viele berühmte Künstler der europäischen Avantgarde auch sehr kleine Reliefs und Skulpturen: Schmuck und schmuckhafte Miniaturen. Ob Karel Appel oder Arman, Alexander Calder oder Max Ernst, Pablo Picasso oder Niki de Saint Phalle, Robert Rauschenberg oder Andy Warhol: Ihre Schmuckstücke sind sowohl eigenständig wie ins Gesamtwerk eingebettet, wiedererkennbar, aber keine bloßen Reduktionen größerer Entwürfe. Auch zeitgenössische Künstler wie Heinz Mack, Günther Uecker, Louise Bourgeois oder Anish Kapoor haben Schmuck entworfen. Die Ausflüge in ein Gebiet, in dem die Kunstwerke nicht auf dem Sockel stehen, sondern an oder mit lebendigen Menschen auftreten, haben die Phantasie und Kreativität mancher Künstler beflügelt; andere haben überrascht die große dekorative Qualität ihrer Arbeiten entdeckt.

Die Ausstellung zeigt rund 140 Werke von 34 Künstlern; manche von ihnen haben Entwürfe extra für die Ausstellung beigesteuert. Die kleinen Werke werden, soweit möglich, größeren Arbeiten desselben Künstlers gegenübergestellt.


 

Rund um vier Ecken

bis 2. Juli 2009

Museum für Angewandte Kunst zeigt Arbeiten aus Design-Wettbewerb für Schüler

360 Schülerinnen und Schüler aus 18 Klassen von 12 Kölner Schulen haben sich an einem Design-Wettbewerb beteiligt, der vom Museumsdienst Köln mit Unterstützung der JugendArtGalerie des Schulamtes für die Stadt Köln konzipiert und ausgelobt worden war. „Rund um vier Ecken" – unter diesem Motto sollten die Jugendlichen gestalterisch tätig werden. Anlass war die Wiedereröffnung der um die bedeutende Sammlung Winkler erweiterten Design-Abteilung des Museums für Angewandte Kunst zum 1. November 2008.

Für die Schulen war der Wettbewerb eine tolle Sache: In ganz Europa gibt es keine ähnlich strukturierte Sammlung, die Freie und Angewandte Kunst, wie zum Beispiel Piet
Mondrian und Philippe Starck, gleichzeitig präsentiert. Die überraschenden Ergebnisse der Nachwuchsdesigner stellt das Museum bis 2. Juli im Graphikraum aus und kann kostenlos besucht werden.

 

Netzwerke - Kunst auf der Spitze

14. März bis 17. Mai 2009

Die Ausstellung „Netzwerke – Kunst auf der Spitze“ entsteht als internationales grenzüberschreitendes Projekt in Zusammenarbeit mit dem Forum Alte Spitze in Deutschland und den Verbänden Kant in Vlaanderen vzw in Belgien sowie Landelijke Organisatie Kant Kunst in den Niederlanden. Die Nadel- oder Klöppelspitze, ein filigranes Gespinst aus zu Mustern kunstvoll verkreuzten Fäden, zierte einst das Dekolletee der feinen Damen oder umspielte elegant das Handgelenk der edlen Herren. Als Accessoire der Kleidung und textiler Schmuck des Innenraumes selbst war es über die Jahrhunderte hinweg ein bedeutendes, weit verbreitetes, aber höchst wertvolles Luxusgut. Das traditionelle Handwerk hat sich bis heute erhalten, gewandelt haben sich der Anspruch an die künstlerischen Ausdrucksformen und ihre Ästhetik. Die zeitgenössische Spitze ist nunmehr raumgreifend und bisweilen sogar raumbildend, skulptural, darstellend, als Kunstwerk nicht mehr allein zweckgebunden, sondern autonom und selbstreferentiell. Insgesamt 35 Künstlerinnen und Künstler aus den drei genannten Ländern präsentieren in der Ausstellung komplexe Objekte und verblüffende Kunstwerke, die sämtlich vom traditionellen Handwerk des Klöppelns und vor allem von der traditionellen Farbe der historischen Spitze inspiriert sind: den vielfältigen Nuancen der „Farbe“ Weiß.

 

Gottfried Böhm - Felsen aus Beton und Glas

19. Januar bis 26. April 2009

Gottfried Böhm (*1920), Sohn seines berühmten Vaters Dominikus Böhm, Träger des Pritzkerpreises (1986) und Hochschullehrer, ist einer der renommiertesten Architekten unserer Stadt und des Landes. Mit der Wallfahrtskirche in Neviges wird er 1963 überregional bekannt. Bauten aus plastisch durchgestaltetem Beton – wie das Rathaus in Bergisch-Gladbach, St. Gertrud oder Christi Auferstehung in Köln – werden für Böhm charakteristisch; später treten auch Farbe, Glas und Backstein als Gestaltungselemente hinzu. Die Ausstellung basiert auf der 2006 vom Deutschen Architektur Museum Frankfurt konzipierten Präsentation, erweitert um den ausführlicheren Blick auf die in Köln realisierten oder für Köln projektierten Arbeiten. Erstmals zu sehen ist das frühe bildhauerische Werk des Baukünstlers.

 

In deutschen Reihenhäusern. Familienleben in der Stadt. Fotografien von Albrecht Fuchs und Marc Räder

9. Januar bis 1. März 2009

Reihenhäuser sind eine typisch deutsche Wohnform, der bisweilen mit Skepsis und Vorurteilen begegnet wird. Die Fotografen Albrecht Fuchs und Marc Räder sind den weit verbreiteten Klischees, die vielfach mit Reihenhäusern in Verbindung gebracht werden, auf den Grund gegangen. Die Bewohner von 50 Reihenhäusern in Deutschland wurden von Albrechts Fuchs porträtiert – daraus ist eine Momentaufnahme entstanden, die exemplarisch den Blick hinter die Fassaden einer breiten Schicht der Bevölkerung freigibt. Sie offenbart eine große, bunte Vielfalt des alltäglichen Lebens in den eigenen vier Wänden und des Zusammenlebens in unmittelbarer Nachbarschaft. Marc Räder zeigt die Reihenhaus-Ensembles mit den Mitteln des Künstlers. Er lichtet die Wohnparks derart ab, als ob es sich dabei um Ausschnitte aus Miniatur-Eisenbahnen handele – ein ironischer Blick auf das überholte Klischee von der heilen Welt im Hobbykeller eines jeden Reihenhauses. Das Museum für Angewandte Kunst präsentiert die Ausstellung anlässlich der PASSAGEN 2009.

 

Nico – Köln, Berlin, Paris, New York – Stationen einer Popikone

30. Oktober 2008 bis 1. Februar 2009

Im Oktober 2008 wäre Christa Päffgen (1938-1988), die als blonde Schönheit nach New York ging, Andy Warhol kennenlernte und unter dem Namen NICO Sängerin wurde, siebzig Jahre geworden. Das Museum für Angewandte Kunst ehrt sie im Jubiläumsjahr mit einer Ausstellung.

Christa Päffgen wird am 16.10.1938 in Köln geboren, der Maler C.O. Päffgen ist ihr Cousin. Sie wächst in Berlin auf, wo sie bereits 1954 von dem bekannten Modefotografen Herbert Tobias als Fotomodell entdeckt wird. Sie arbeitet u.a. für den Modedesigner Heinz Oestergard, auf dessen Vermittlung sie schon bald nach Paris übersiedelt. Willy Maywald, der in Paris eine führende Rolle als Modefotograf einnimmt, protegiert und engagiert sie für zahlreiche Shootings.

Als Modell arbeitet sie in Frankreich, Spanien und Italien. Auch in Deutschland ist sie in den 50er und 60er Jahren immer wieder auf den Titelblättern führender Mode- und Designmagazine zu sehen. In Paris nimmt sie den Künstlernamen NICO an und widmet sich nun auch der Schauspielerei. In Fellinis Klassiker „La Dolce Vita“ agiert sie an der Seite von Marcello Mastroianni und Anouk Aimée.

In diese Zeit fallen auch ihre ersten Kontakte zu der unter dem Einfluss der Beatles aufblühenden Popmusikszene. Andy Warhol entdeckt NICO als Sängerin für die von ihm produzierte Band Velvet Underground.
1967 veröffentlicht sie ihre erste Solo-LP „Chelsea Girls“, die dem berühmten New Yorker Künsterhotel gewidmet ist. Zahlreiche bekannte Fotografen wie Richard Avedon, Steven Shore und Gerard Malanga porträtieren sie in jenen Jahren, in der sie u.a. mit Jim Morrison und Iggy Pop befreundet war. Ende der 60er Jahre kehrt sie nach Europa zurück, wo sie ihre Solokarriere als Sängerin und Schauspielerin fortsetzt. „Deutschland“ spielt als Thema in ihrem Werk immer wieder eine Rolle:
1988 stirbt Nico auf Ibiza; sie wird in Berlin beigesetzt. Postum erscheint der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Dokumentarfilm NICO der Kölner Regisseurin Susanne Ofteringer.
Die Ausstellung dokumentiert die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche der aus Köln stammenden Künstlerin und wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.

 

"in Toplage" Architekturfantasien in Schmuck

19. September bis 9. November 2008

Die Verbindung von Schmuck und architektonischen Formen: Ein Paradox? Stütze und Last, Wand und Dach – widersprechen sie nicht der Idee von anschmiegsamem, elegantem, leichtem Geschmeide?


Seit den Tagen der mittelalterlichen jüdischen Hochzeitsringe, die eine stilisierte (Synagogen-?) Architektur trugen, ist in symbolträchtigen oder architekturverliebten Epochen wie Renaissance, Historismus oder Art Nouveau das scheinbar nicht Zusammengehörige immer wieder zusammengewachsen. Gilt das auch für die Moderne, für unsere unmittelbare Gegenwart, in der Architektur eine historisch beispiellose, bisweilen sogar spektakuläre Rolle spielt? Reagieren zeitgenössische Schmuckmacher und Goldschmiede darauf, lassen sie sich davon inspirieren? Es ist höchste Zeit für die Sondierung einer spannenden künstlerischen Domäne!


In Zusammenarbeit mit der Galerie Pilartz zeigt das Museum die Ausstellung „in Toplage“. Sie geht der Frage nach, ob und wie die Architektur, wie architektonische Elemente im Werk von zeitgenössischen Schmuckkünstlern erscheinen und welche Rolle sie dort spielen. Das Ergebnis ist ebenso überraschend wie vielfältig: Das Spektrum reicht von der fast philosophisch aufgefassten Transformation von Grundrisskonzepten bis hin zum konstruktiven Spiel mit architektonisierenden Elementen und Strukturen, mit Wand und Raum. Trotz der bei dem Thema naheliegenden, konzeptionellen Grenzüberschreitungen sind die meisten Arbeiten originäre Schmuckstücke, die sich wie die Architektur unserer Zeit zwischen den Polen strenger Regelhaftigkeit und ungebundener Experimentierfreude bewegen. Sie bedienen sich der Mittel der zeitgenössischen Kunst, sind ästhetisch und harmonisch, aber auch stark im Auftritt und zu Widerspruch herausfordernd.


Die Schau vereint rund 100 Werke von 24 international renommierten, aber auch neu entdeckten aufstrebenden Künstlern aus neun Ländern – darunter Helen Britton, Michael Becker, Wilhelm Mattar, Philip Sajet, Ramon Puig Cuyas, Peter Skubic oder Mari Fu-naki. Allesamt belegen sie: Im aktuellen Autorenschmuck ist Architektur und Schmuck kein Widerspruch.


Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos!

 

Schmuckpole
Die Goldschmiede Wilhelm Nagel und Karl Fritsch

27. Mai bis 24. August 2008

Die Sonderausstellung „Schmuckpole“ stellt programmatisch das Werk zweier extrem unterschiedlicher Schmuckkünstler, des Kölner Goldschmieds Wilhelm Nagel (geboren 1927) und des aus München stammenden Künstlers Karl Fritsch (Jahrgang 1963) gegenüber. Nagel - aus der Tradition der Kölner Werkschule und der Goldschmiedin Elisabeth Treskow stammend – repräsentiert mit gestalterisch und technisch hochrangigen Arbeiten den klassischen Gold- und Silberschmied mit dem seit Jahrhunderten höchst angesehenen vollständigen Aufgabenspektrum: Das schmückende Ornament, der eigentliche Schmuck, hat als freie gestalterische Arbeit in seinem Werk zweifelsohne großes Gewicht. Daneben stehen Arbeiten für den sakralen, liturgischen Bereich, Kelche und Abendmahlsgerät, Leuchter, Tabernakel, Monstranzen, Vortragekreuze, Bischofsstäbe, -ringe und -kreuze, Altäre, Reliquiare und Einbände liturgischer Bücher. Seine Silberschmiedekunst brachte Kannen und Becher, Leuchter, Schalen, Vasen, Amtsinsignien und, nicht zuletzt (1964/65), den Deutschen Fußballpokal – einen noch heute verliehenen Sportpreis – hervor.


Karl Fritsch, ebenfalls ausgebildeter Goldschmied, hat sich nach dem Studium an der Akademie der bildenden Künste in München vor allem dem Schmuck auf einen – an seinen Lehrern Hermann Jünger und Otto Künzli geschulte – unkonventionelle Weise genähert, oft in bewußter, provokanter Abkehr von herkömmlichen goldschmiedischen Techniken, Wertvorstellungen und Gestaltungsgesetzen sowie mit unorthodoxem Materialmix. Es ist ein bewußt subversiver Umgang mit Schmuck. Aus seiner Hand kommt bisweilen betont unästhetischer, auch tendenziell untragbarer Schmuck. Fritsch „spielt“ mit dem Phänomen Schmuck, in seinen Arbeiten scheint es erlaubt, Anspielungen und Zitate aus der Kunstgeschichte zu erkennen (Das Urinal von Duchamp, andere ready mades). Fritsch bedient sich beliebiger Elemente aus der künstlerischen Praxis und erzeugt Formen von Schmuck, die in Richtung des (zweck-) freien bildnerischen Ausdrucks tendieren.


Beide Künstler haben mit großem Erfolg an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland teilgenommen und sind Träger mehrerer, oft internationaler Preise. Ihre Arbeiten, die in der Ausstellung in repräsentativer Auswahl gezeigt werden, sind in mehreren Museums- und Privatsammlungen vertreten.

Die Ausstellung „Schmuckpole“ zeigt rund dreihundertsechzig frühe Arbeiten von Karl Fritsch, zum Teil in aufsehenerregender Installation, die auf den Besitzer des Sammlungskomplexes zurückgehen. Dazu sind einige rezente Arbeiten gestellt und die Arbeiten aus dem Komplex der sieben „Todsünden“.
Von Wilhelm Nagel sind rund 80 hochkarätige Arbeiten zu sehen, vorwiegend aus dem Schmuckschaffen, dazu beeindruckende Beispiele seiner Kunst des profanen und sakralen Geräts.

 

teX - Textiles von morgen. Barbara Esser - Wolfgang Horn

7. Juni bis 24. August 2008

Die Künstler Barbara Esser und Wolfgang Horn haben eine Ausstellung mit dem Titel „teX – Textiles von morgen“ eigens für das Museum für Angewandte Kunst konzipiert. Dabei bezogen sie in herausragender Form Außen- und Innenraum, Museumsarchitektur und ihr eigenes Œuvre in die Präsentation ein. Zu sehen sind über 50 Exponate, darunter textile Bilder und Objekte, Stoffe, Installationen und Animationen sowie Modelle und Fotografien.


Esser und Horn definieren sich seit 1993 als Künstlergemeinschaft, die in ihrem Werk vielfältige Anregungen, zumeist aus der unmittelbar erfahrenen und erlebten alltäglichen Wirklichkeit, umsetzt. Ihre Werke sind im Grenzbereich zwischen angewandter und freier Kunst, zwischen tradiertem textilem Schaffen und vom Material weitgehend unabhängig zu wertender zeitgenössischer Kunst anzusiedeln. Die Gewebe, sämtlich Unikate, bestechen nicht nur durch ihre aufwändige Technik, ihre sensiblen Farbnuancen und kühnen Farbkontraste, sondern auch durch ihre abstrakt-geometrische Musterung und grafischen Effekte. Es sind künstlerische Entwürfe und experimentelle Kompositionen, die als gewebte Bilder, Raumteiler und Objekte neue optische und haptische Wahrnehmungsreize erkunden und die Grenzen zwischen den Künsten neu definieren oder aufheben.


„tex“ ist ein 1967 eingeführtes, international benutztes Maßsystem zur Feinheitsbestimmung von Fasern und Garnen, von Spinnkabeln und Faserbändern. Es bezeichnet nicht nur das Gewicht und somit die Feinheit einzelner Garne und Zwirne, sondern ergibt durch die einfache Addition aller tex-Werte eines Textils auch dessen Gesamtfeinheitsgrad. Auf die Ausstellung übertragen spiegeln sich in diesem Begriff sowohl das dem Kunstwerk zugrundeliegende textile Material als auch die übergreifende, aus einer Vielzahl von sich überkreuzenden Fäden gebildete Komposition.


Ein Katalog zur Ausstellung (vierfarbig, 96 Seiten zum Preis von 12,50 €) ist an der Museumskasse erhältlich.

 

Glanz des Rokoko. Ludwigsburger Porzellan aus der Sammlung Dr. Reinhard Jansen

verlängert bis 20. Juli 2008

Die letzte der großen deutschen Porzellanmanufakturen des 18. Jahrhunderts wurde durch Herzog Carl Eugen von Württemberg per Dekret am 5. April 1758 in Ludwigsburg „als notwendiges Attribut des Glanzes und der Würde“ seiner fürstlichen Hofhaltung gegründet. Anlässlich des 250-jährigen Gründungsjubiläums präsentiert das Museum für Angewandte Kunst Köln die bundesweit einzige Ausstellung, die ausschließlich den Werken der Ludwigsburger Manufaktur gewidmet ist. Mehr als ein Drittel der ca. 130 wertvollen Exponate aus deutschem Privatbesitz sind bislang noch nie ausgestellt worden; viele Porzellane sind als einzige bisher bekannte Exemplare nur in dieser Sammlung belegt. Neben Beispielen des prunkvoll mit Rocailleornamenten, Schuppenmuster, Fabelwesen oder Putten verzierten Tafelgeschirrs sind vor allem Figuren in der Ausstellung zu sehen. Gerade die herausragende Porzellanplastik der Ludwigsburger Manufaktur spiegelt den Luxus der herzoglichen Tafelzier und Innendekoration wider: Antike Gottheiten, Allegorien der Sinne, Monate oder Jahreszeiten, Höflinge, Musikanten, Tänzer, Komödianten, Kinder, Putten und Tiere führen dem Besucher der Ausstellung die Kultur und Geisteswelt des Rokoko vor Augen.

 

Liebespfand. Zeitgenössische Interpretationen mittelalterlicher Minnekästchen

5. April bis 15. Juni 2008

In mittelalterlichen Minnekästchen, kostbarster Besitz des Museums, wurden Eheverträge und Brautschätze, Freundschafts- und Liebesgaben sowie Schmuck, Andenken und persönlichste Besitztümer aufbewahrt. Gestaltung und Dekoration vieler solcher Behältnisse nehmen häufig auf diesen Inhalt Bezug.

Äußere Form und spezielle Aufgaben dieser oft höchst aufwendig künstlerisch gestalteten intimen Kleinmöbel der Vergangenheit nehmen die rund 35 Künstler dieser Ausstellung zum Ausgangspunkt ganz eigener, zeitgenössischer Interpretationen von Objekten mit ähnlicher oder vergleichbarer Funktion. Sichtbar wird ein tiefgreifender Wandel der zwischenmenschlichen (Liebes-) Beziehungen und der Art, sie auszudrücken, sie durch materielle Zeichen – Liebespfänder – unter Beweis zu stellen und diese Zeichen der Zuneigung zu bewahren. Liebesbriefe kommen nicht selten als SMS einher, und auch Liebesgeschenke sehen heute anders aus als früher. Nur die Symbolik für Liebe und Zuneigung hat weitgehend unverändert überdauert.


Die Aussteller sind Mitglieder der Gruppe Angewandte Kunst Köln und der Arbeitsgemeinschaft des Deutschen Kunsthandwerks NRW.


 

16 x Yves Saint Laurent. Neuerwerbungen der Modesammlung

9. Februar bis 30. März 2008

Der aus Algerien stammende Modedesigner Yves Saint Laurent zählt zu den bekanntesten und einflussreichsten Couturiers des 20. Jahrhunderts. In seiner über 40jährigen Karriere prägte er zahllose Modetrends, die nachhaltig die Modewelt beeinflussten und heute regelmäßig Revivals feiern. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von 16 Kreationen aus Yves Saint Laurents Prêt-à-Porter-Kollektionen der 1980er und frühen 1990er Jahren. Sie veranschaulichen beispielhaft verschiedene schöpferische Phasen des Designers, in denen er sich mit unterschiedlichen Stilrichtungen und Inspirationsquellen auseinandersetzte. Mit den eleganten Kleidern, extravaganten Hosenanzügen und mitunter schrillen Kombinationen präsentiert das Museum gleichzeitig einen Auszug aus der im Jahr 2007 gestifteten umfangreichen Modesammlung von Frau Ursula Schramm.


 

„Heute Besichtigung, kein Verkauf“ - Nils Holger Moormann im Museum für Angewandte Kunst

15. bis 20. Januar 2008

Das Museum für Angewandte Kunst zeigt:
26 Jahre Moormann, 100 m3 Firmenkultur, 2,5 Tonnen Hardware, 25 Liter Farbe, 220 m roten Faden, 22 Designer, 132 internationale Designauszeichnungen, 1 neues Buch, 42 Markenmöbel und 1 neues Möbel: Johann Wolfgang von...


Ein Vierteljahrhundert erfolgreiche Unternehmenskultur, Glaubwürdigkeit, Authentizität, Individualität, Aufgeschlossenheit gegenüber unkonventionellen Ideen, intelligente Details, Mut und Humor - dies alles hat das Museum für Angewandte Kunst dazu bewegt, den international renommierten Chiemgauer Möbelunternehmer Nils Holger Moormann anlässlich der „Passagen“ einzuladen. Das Kölner Museum setzt damit eine Tradition fort. Seit seiner Gründung im 19. Jahrhundert wird hier nicht nur gutes Design ausgestellt, sondern auch auf Unternehmen hingewiesen, die sich um gute Gestaltung verdient gemacht haben.


Zur Homepage Nils Holger Moormann


Sonderöffnung: 11 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt zur "Installation"

 

10 Jahre KölnDesign - Design muss sein

5. bis 10. November 2007

KölnDesign e.V. feiert unter dem Motto „Design muss sein“ sein 10-jähriges Bestehen im Museum für Angewandte Kunst Köln. Ein vielfältiges Programm präsentiert Designkompetenz und Leistungsfähigkeit im Raum Köln – und zeigt, warum Design sein muss.


Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers übernimmt die Schirmherrschaft für die Veranstaltungen und stellt in seinem Grußwort fest: “KölnDesign ....verknüpft die vielfach vorhandenen Stärken der Region und entwickelt daraus Perspektiven für die Zukunft.“ KölnDesign e.V. und seine Kooperationspartner, das Museum für Angewandte Kunst Köln und die IHK Köln, laden gemeinsam ein.


Die großen unternehmerischen Chancen, die im Design und in der Zusammenarbeit mit Designern liegen, zeigen alle Aktivitäten in der Jubiläumswoche.


In der Ausstellung „Design als Prozess“ werden anhand verschiedener Projekte die gemeinsamen Schritte der Designer und Auftraggeber gezeigt, bis am Schluss das “Design steht“. Bundesweit preisgekröntes Design aus den vielfältigsten Bereichen wie Kommunikationsdesign, Webdesign und eCommerce, Interfacedesign, Produktdesign, Corporate Design, Textildesign, Fotodesign, Lichtdesign ist in der Ausstellung aus Kölner Planungsbüros zu sehen. In einer interaktiven Show „KölnDesigner im Porträt“ stellen sich Designerinnen und Designer von KölnDesign e.V. vor. Statements zu „Design muss sein“ werden Sie überraschen und die 10-jährige Geschichte von KölnDesign e.V. wird anhand wichtiger Eckpunkte präsentiert.


Weitergehende Informationen, auch zu allen Beteiligten der Ausstellung und aller Veranstaltungen unter: Zur Homepage KölnDesign

 

60 Sekunden Design

21. September bis 4. November 2007

Das Projekt 60 Sekunden Design stellt eine Verbindung zwischen dem Museum für Angewandte Kunst und der Kölner Innenstadt her. Der Besucher begegnet den Exponaten nicht wie gewohnt im Museum, sondern an ihren alltäglichen Plätzen im urbanen Umfeld, in denen sie mit Markiersteinen auffällig sichtbar gemacht werden.


Die gekennzeichneten Gegenstände sind dort mit einer Freecall-Nummer versehen, die von jedem privaten Mobiltelefon kostenlos angewählt werden kann. Eine Minute lang erhält der Betrachter dann aufschlussreiche Hintergrundinformationen zu dem jeweiligen Objekt. Neugierig macht der Untertitel der Kunst-Aktion, der da lautet: „Ich verstehe was, was Du nicht siehst!“


Design und Architektur im öffentlichen Raum werden mit dieser Präsentation anschaulich vermittelt und können so vom Nutzer „begriffen“ werden. Durch die Zugänglichkeit für Jedermann werden nicht nur interessierte Fachbesucher angesprochen, sondern auch Passanten erreicht, die sich dem Thema Design und der Gestaltung ihrer städtischen Umwelt spontan nähern: Die drei jungen Designvermittler lenken ihre Blicke auf besonders diskussionswürdige, widersprüchliche und humorvoll gestaltete Gegenstände.


Zu den ausgewählten Objekten gehören z.B. ein Ampelknopf, ein Trampelpfad und ein Zeitungsautomat. Aus dem Netz der 15 Design-Orte im Innenstadtbereich laufen Fäden in der Basisstation der Schau, im Museum für Angewandte Kunst, zusammen. Hier sind die Ausstellungsmacher während der Laufzeit der Planwoche vom 21. bis 28.09.2007 auch persönlich anzutreffen.


Die „Außenstellen“ 60 Sekunden Design können noch bis einschließlich 04.11.2007 besichtigt werden. Der genaue Lageplan mit den Positionen der Exponate findet sich unter www.informaten.org.



 

RaumGeschichte - RaumTheorie - RaumEntwurf

21. September bis 14. Oktober 2007

Das zweite Projekt „RaumGeschichte – RaumTheorie – RaumEntwurf“ präsentiert im Innenhof des Museums Betonmodelle, die von Studierenden der Fachhochschule Köln, Abt. Architektur, in den Seminaren von Prof. Uwe Schröder erarbeitet wurden.


Diese Exponate erhalten in dem von den Architekten Rudolf Schwarz und Josef Bernhard 1957 in das Museumsgebäude einbezogenen Kreuzgang der ehemaligen Franziskaner-Klosteranlage eine außergewöhnliche Rahmung. Die Auseinandersetzung der Studierenden mit Architekturtheorien von der Antike bis zur Moderne wird durch die skulpturalen Objekte selbst und durch begleitende Erläuterungen sowie einsehbare Seminararbeiten veranschaulicht.


So kommentiert Professor Uwe Schröder: „Die inhaltliche Unbestimmtheit des Begriffs vom architektonischen Raum, der in der zeitgenössischen Architektur Ausdruck findet und in der Raumvergessenheit der Stadt zur Anschauung kommt, wird als Krise aufgefasst: Stadt und Haus geben sich nicht mehr als gesellschaftsgebundene Erscheinungsformen architektonischer Räume zu erkennen, sondern als individualisierte Ausdrucksformen von Anderen und Anderem! Angesichts seiner Geschichte kann der zeitgenössische Begriff des Raumes als pluralisierende Begrifflichkeit bezeichnet werden, die es der inhaltlichen Heterogenität wegen nicht nur ermöglicht, sondern vielmehr erfordert, ihr eine eigenständige Theorie des architektonischen Raumes hinzuzufügen“.


Die diesjährige Schau „RaumGeschichte-RaumTheorie-RaumEntwurf“ zeigt neueste Studienmodelle der Seminare „Der architektonische Raum V“ und „VI“.


Vom 2. bis 14.10. wird die Präsentation um frühere Arbeiten zum Thema: „Der architektonische Raum I-IV „RaumTheorie-TheorieRaum“ (plan05) und „TheorieRaumObjekt“ (plan06) erweitert. Diese Exponate sind im Treppenhaus des Museums zu den normalen Öffnungszeiten des Hauses, von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 11 bis 17 Uhr zu sehen.


Anlässlich der Ausstellung erscheint im Ernst Wasmuth Verlag die Materialsammlung: Der architektonische Raum I-IV.


Während der Planwoche vom 21. bis 28.09. sind die zwei Präsentationen „60 Sekunden Design“ und „Der architektonische Raum“ im Museum für Angewandte Kunst zu verlängerten Öffnungszeiten zugänglich:


21.09., 18 bis 22 Uhr

22. - 25.09., 11 bis 17 Uhr

26.09., 11 bis 22 Uhr

27./28.09., 11 bis 17 Uhr




 

Meisterhaft gestaltet. Tischler-Wettbewerb "die gute Form" - Tischler gestalten ihr Meisterstück

20. bis 30. September 2007

41 Meisterstücke aus Tischlerhand stellen sich den Juroren des Wettbewerbs „die gute form – Tischler gestalten ihr Meisterstück“. Ein Meisterstück wird am Freitag, den 21.9., zum Sieger in Sachen Gestaltung erklärt. Alle Tische, Schränke, Sideboards und Objektmöbel sind im Museum für Angewandte Kunst ausgestellt.

Im Wettbewerb „die gute form“, der vom Fachverband des Tischlerhandwerks NRW ausgerichtet wird, messen Tischlermeister aus ganz Nordrhein-Westfalen ihre gestalterischen Fähigkeiten. Vorgaben für das Meisterstück gibt es kaum. Der Prüfling kann selbst entscheiden, ob er einen Schrank, einen Sekretär oder ein Objektmöbel entwerfen will. Einzige Einschränkung: Das Möbel muss von einem Meisterprüfungsausschuss zugelassen sein.


41 Meister, die ihre Prüfung in den vergangenen zwei Jahren bestanden hatten, haben sich für den diesjährigen Wettbewerb „die gute form – Tischler gestalten ihr Meisterstück“ in Köln angemeldet. Eine Jury, in der neben Dr. Birgitt Borkopp-Restle, Direktorin des Museums für Angewandte Kunst, und Manfred Stommel-Prinz, Lehrer am Kölner Berufskolleg Ulrepforte, die zwei Innenarchitektinnen Annette Demmer und Beatrice Kraft, der Fachjournalist Johannes Niestrath (dds), der Tischlermeister Josef Rinke und der Formgebungsberater des Fachverbandes Manfred Kiepe sitzen, wird die Sieger bestimmen. Die Juroren bewerten dabei vor allem die Eigenständigkeit und Qualität der Idee, die Eindeutigkeit der Form und die Funktionalität der Konstruktion. Die Sieger werden am Freitag, den 21.9. ab 19 Uhr in einer Feierstunde geehrt. Es werden Preise im Gesamtwert von 9000 Euro vergeben.


Alle Meisterstücke sind im Museum zu besichtigen.

 

Christian Dior und Deutschland, 1947 bis 1957

bis 30. September 2007

Das Museum für Angewandte Kunst Köln präsentiert in Kooperation mit der Kunstbibliothek Berlin/SMB die Ausstellung „Christian Dior und Deutschland, 1947 bis 1957“, in der insbesondere die vielfältigen Beziehungen des international renommierten Couture-Hauses zu Deutschland aufgezeigt werden.


180 Exponate, darunter 20 Haute Couture-Modelle aus deutschen Museumssammlungen, führen in der Ausstellung die große Vielfalt der unterschiedlichen Modelinien Christian Diors (1905-1957) vor Augen. Originale Skizzen von Dior sowie großformatige Modeillustrationen von international renommierten Zeichnern wie René Gruau und Walter Voigt vermitteln einen Eindruck von der außerordentlichen Fantasie und Schaffenskraft des begabten Modeschöpfers. Zeitschriften und Modefotografien berühmter Fotografen wie F.C. Gundlach, Willy Maywald, Walde Huth und Hubs Flöter dokumentieren darüber hinaus den zeitgenössischen Kontext der Exponate.


Die Ausstellung erinnert letztlich nicht nur an Christian Diors erste Kollektion vor 60 Jahren, sondern zugleich auch an sein 50. Todesjahr (24.10.1957) und ist eine Hommage an einen außergewöhnlichen Modeschöpfer, der die Modewelt der Nachkriegszeit wie kein anderer prägte.

 

„Die gute Form - Tischler gestalten ihr Gesellenstück“

5. bis 25. Juni 2007

Die Tischler-Innung Köln veranstaltet auch in diesem Jahr wieder den Innungswettbewerb „Die gute Form“ im Museum für Angewandte Kunst Köln. Aus rund 50 Gesellenstücken der Tischler-Auszubildenden, die in diesem Jahr in Köln ihre Gesellenprüfung abgelegt haben bzw. noch bis Ende Juni ablegen werden, ermittelt eine Jury die besten Arbeiten hinsichtlich zeitgemäßer Formgebung und Gestaltung.


Insbesondere werden Form und Linienführungen, Gliederungen und Proportionen sowie Material- und Farbkomposition unter dem Anspruch einer modernen Formgebung und Gestaltung bewertet.


Vergeben werden drei Preise, darüber hinaus können Belobigungen ausgesprochen werden. Der Träger des 1. Preises erhält Gelegenheit, im Oktober bei der gleichnamigen Landesausscheidung teilzunehmen, die in diesem Jahr in Bielefeld stattfinden wird. Die Gewinner der Landesausscheidung gehen dann in den anschließenden Bundeswettbewerb.


Die Jury für den Innungs-Wettbewerb setzt sich wie folgt zusammen:
Frau Dr. Birgitt Borkopp-Restle, Direktorin des Museums für Angewandte Kunst Köln;
Herr Michael Kals, Tischlermeister, Gestalter im Handwerk, Lehrlingswart der Tischler-Innung Köln, Träger des Staatspreises NRW: manu factum;
Frau Beate Amrehn, Gut Rosenberg – Akademie für Handwerksdesign, Gestaltungsberaterin;
Herr Werner Pfeifer, Redakteur bei BM, Fachzeitschrift für Innenausbau, Möbel und Bauelemente, Ressort Ausbildung und Bildberichte;
Heiner Steffens, Architekt, Koordinator des Tischler-Bildungsganges am Berufskolleg Ulrepforte

 

Glas aus der Sammlung Carola Eisenbeis. Studioausstellung

23. März bis 28. Mai 2007

Das Museum für Angewandte Kunst zeigt in einer kleinen Präsentation 34 Objekte aus der bedeutenden Glassammlung von Carola Eisenbeis, die im vergangenen Jahr dem Museum geschenkt wurden. Vertreten sind namhafte Künstler wie Dale Chihuly und Harvey K. Littleton aus den Vereinigten Staaten, Erwin Eisch und Paolo Martinuzzi aus Deutschland sowie Erik Höglund und Ingeborg Lundin aus Schweden. Mit dieser hochkarätigen Schenkung fanden Unikate sowie qualitätvolle Auflagengläser – darunter sowohl skulpturale Werke als auch künstlerisch gestaltete Gebrauchsgläser wie Vasen oder Flakons – Eingang in die Glassammlung des Museums für Angewandte Kunst; sie ergänzen den Bestand um herausragende Beispiele der Glaskunst der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.


 

toute la collection - Photographien von Christin Losta

verlängert bis 9. April 2007

Das Museum für Angewandte Kunst zeigt Haute Couture – in Bildern, die die exquisiten Kreationen der großen Modeschöpfer aus ungewöhnlicher Perspektive in den Blick nimmt: Seit vielen Jahren hat die Wiener Photographin Christin Losta in den berühmten Modesammlungen der Welt – im Metropolitan Museum, New York, dem Musée de la Mode et du Textile, Paris, dem Museum Bellerive, Zürich, dem Wien Museum, dem Deutschen Tanzarchiv, Köln um nur einige zu nennen – historische Roben mit der Kamera erforscht. Dabei machen ihre Aufnahmen verborgene Konstruktionen sichtbar und lenken den Blick auf Details der Gestaltung, in denen sich der individuelle Stil eines Designers – oft überraschend – zu erkennen gibt. Texturen des Materials – glänzender Satin, Crèpe de Chine mit feinem Relief, glitzernde Pailletten und schwer fallender Samt – werden nicht nur für das Auge in Szene gesetzt, sondern scheinen zugleich das Fingerspitzengefühl anzusprechen. Charakteristische Schnittführungen, die Ausbildung von Volumen und Silhouette, die Wahl von Farbtönen und Materialien, ja selbst Form und Position von Knöpfen sind als Elemente einer individuellen Signatur erkennbar. Die Präzision einer Nahtlinie, die fragile Substanz zarten Tülls und das plastische Volumen einer Draperie sind hier Bildgegenstände von eigenem Wert. In ihnen entziffert die Photographin die Handschrift der Couturiers; sie begegnet ihnen auf Augenhöhe.
Die Photographin Christin Losta ist seit Jahren für die großen internationalen Modemagazine (Vogue, Vanity und andere) tätig; in photographischen Essays hat sie einige der bedeutenden Couturiers (Yves Saint Laurent, Ann Demeulemeester, Geoffrey Beene seien hier genannt) portraitiert. In den Ateliers Pariser Modehäuser entstanden Aufnahmen aktueller Modelle, sie spiegeln aber auch die Arbeitssituationen, in denen die phantasievollen Entwürfe der Meister Wirklichkeit werden. Die Präsentation des Museums für Angewandte Kunst zeigt neben etwa achtzig Photographien historischer Roben auch Christin Losta’s Blicke „hinter die Kulissen“ der Modewelt.


Katalog: 72 Seiten, Texte deutsch und englisch, durchgehend farbig illustriert. 19 €

 

Europäische Jugendstilkeramik

verlängert bis 4. März 2007

Die Jugendstil-Bewegung, die zur Jahrhundertwende um 1900 aufblühte, war so vielfältig und facettenreich, dass man sie kaum unter einem einheitlichen Begriff vereinen kann. Vielmehr fächert sich dieser alle Lebensbereiche und Kunstformen umfassende Stil in nationale Varianten auf. In Deutschland wurde der Jugendstil nach der Münchener Zeitschrift von 1896 „Die Jugend“ benannt. In Frankreich hingegen erhielt er seinen Namen von der Kunstgalerie „Art Nouveau“, die 1895 von Siegfried Bing gegründet worden war. Es war eine Kunst, die sich aus der Gegenreaktion zum Stilpluralismus des Historismus entwickelte.
Die Keramik eignete sich durch die Formbarkeit der flexiblen Materialien - wie Ton und Porzellan - insbesondere für die organische Formengebung und die elegant geschwungene Linie, die charakteristische Gestaltungselemente des Art Nouveau sind. Beliebte Motive waren verträumte Fabelgestalten und naturalistische Vorbilder. Einen bedeutenden Einfluss auf die Formengebung der europäischen Jugendstilkeramik hatte die japanische Kunst. Vor allem die Präsentation japanischen Steinzeugs auf der Pariser Weltausstellung von 1867 führte in Frankreich zu einer intensiven Beschäftigung mit farbigen Glasuren. Besonderes Interesse galt dabei dem abstrakten Farbverlauf durch die individuelle Bearbeitung der Künstler. Die aufwendigen und anspruchsvollen Glasuren bedeuteten aber für den Keramiker, dass er neben seiner künstlerischen Fähigkeit über fundierte Kenntnisse der Chemie verfügen musste, wie es beispielsweise die Kunstkeramiker Alexandre Bigot und Adrien Dalpayrat taten.
Die Studioausstellung widmet sich vom dem Facettenreichtum der Jugendstilkeramik in Europa. Den Schwerpunkt bildet dabei die französische Art Nouveau-Keramik neben einigen wenigen repräsentativen Keramiken weiterer europäischer Nationen. Beeindruckend ist die kreative Vielfalt, die sich zwischen Floralem, Dekorativem und Funktionalem bewegt. Deutlich wird bei den keramischen Werken des Jugendstils die Aufhebung der willkürlichen Trennung zwischen Kunsthandwerk und bildender Kunst. Dies wird z. B. an einer Plastik des französischen Keramikers Adrien Dalpayrat von 1893 deutlich. Es handelt sich um ein Schreibzeug in Form eines sitzenden Affen, der sich sinnend über das Tintenfass lehnt. Die Figur besticht nicht nur durch die hohe plastische Souveränität, sondern ebenso durch die vortreffliche Ausführung der Glasur, die dem Affen einen lebhaften Ausdruck verleiht. Unter den etwa 45 Objekten sind viele weitere namhafte Künstler und Manufakturen mit hervorragenden Beispielen vertreten, so Henry van de Velde, Julius Scharvogel, Auguste Delaherche oder Arnold Krog.

 

Nam June Paik Award - Internationaler Medienkunstpreis der Kunststiftung NRW.
Ausstellung der nominierten Werke

2. September bis 12. November 2006

Das Museum für Angewandte Kunst stellt Medienkunstarbeiten von acht internationalen Künstlern, die für den diesjährigen Nam June Paik Award nominiert sind, in einer Ausstellung vor. Diesem Preis, der nun zum dritten Mal ausgerichtet wird, schenkte der im Januar 2006 verstorbene Begründer der Medienkunst Nam June Paik, seinen Namen. Für ihn war Nordrhein-Westfalen nach neunzehnjähriger Tätigkeit u.a. an der Kunstakademie Düsseldorf seine „künstlerische Heimat“, wie er es selbst einmal formulierte.
Teilnehmende Künstler sind Abu Ali Toni Serra (Spanien/Marokko), Allora&Calzadilla (Puerto Rico), Matthew Buckingham (USA), Ceal Floyer (Großbritannien), Marcellvs L. (Brasilien), Robert Langh (Ungarn), ressentiment (Japan), Stephen Vitiello (USA). Der mit 25.000 Euro dotierte Nam June Paik Award 2006 wird am 5. November an einen der ausgestellten Künstler verliehen. Die Bandbreite der Ausstellung, die im Dialog mit der Architektur des Museums steht und alle Stockwerke bespielt, bewegt sich zwischen interaktiven Installationen, Projektionen und ortsbezogenen Arbeiten. Im Rahmen des Nam June Paik Award erhält ein junger Künstler aus NRW eine Projektförderung von 15.000 Euro, den Förderpreis NRW 2006. Zudem findet am 15. September die Uraufführung der Digitalen Oper „Beguiling Orfeo“ von Maja Ilic statt (Förderpreis NRW 2004). Die Ausstellung der nominierten Arbeiten zum Nam June Paik Award ist eine Kooperation der Kunststiftung NRW mit dem Museum für Angewandte Kunst Köln, der Stadt Köln und der SK Stiftung Kultur.


ZUR HOMEPAGE NAM JUNE PAIK AWARD

 

Malen im Feuer. Alberto Hernández – Das keramische Werk

6. Mai bis 6. August 2006

Alberto Hernández (1959 in Salamanca geboren) setzt sich seit nunmehr 25 Jahren mit dem keramischen Werkstoff auseinander. Seine Gemälde entstehen nicht etwa mit Pinsel und Ölfarbe auf der Leinwand, sondern während des keramischen Brennvorgangs, der für den spektakulären Malprozess mehrmals unterbrochen wird. Die kraftvolle Expressivität und Faszination der großformatigen Gemälde beruht insbesondere auf der feinen Nuancierung der Farb- und Lichtwerte sowie auf der Vielfalt der Oberflächenstrukturen. Das Werk des spanischen Künstlers wird erstmals in Deutschland ausgestellt; den Betrachter erwartet ein eindrucksvolles sinnliches Erlebnis. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Nationalmuseum für Keramik in Valencia und dem Spanischen Kulturministerium.

 

Audio: Elf - Ein Kulturprojekt der FIFA WM-Stadt Köln

15. Juni bis 9. Juli 2006

Sport und Musik – das sind bislang vor allem wilde Fangesänge und bemühte Lieder der Nationalmannschaft. Ab jetzt gehört dazu auch Neue Musik.

Elf Komponisten aus 10 nichteuropäischen Ländern lud der mexikanische Klangkünstler Manuel Rocha-Iturbide ein, ihre Gedanken zum Thema Sport und Raum in Klänge umzusetzen.

Javier Alvarez (Mexiko), Rajivan Ayyappan (Indien), Dickson Dee (China), Christian Galarreta (Peru), Erdem Helvacioglu (Türkei), Suk-Jun Kim (Korea), Mario Marcelo Mary (Argentinien), Manuel Rocha Iturbide (Mexiko), Atau Tanaka (Japan), Nicolas Vaurchavsky (Argentinien) und Edson Zampronha (Brasilien).

Das Ergebnis heißt „Audio:Elf“: elf Hörstücke im Format 5.1 Surround, das gerade die Wohnzimmer erstürmt, setzen die Zuhörer Mitten ins Geschehen.

Alle Stücke sind Auftragswerke. Nach ihrer Weltpremiere auf der Eröffnungsveranstaltung können sie im extra dafür eingerichteten Surround-Raum des Museums für Angewandte Kunst angehört werden. Über eine Steuerkonsole kann man die Stücke anwählen und Informationen zu den Komponisten und ihren Stücken abrufen.
www.scorecologne.net

 

Im Wettstreit der guten Form – Gesellenstücke der Tischler-Innung Köln im Museum für Angewandte Kunst

13. bis 25. Juni 2006

Die Tischler-Innung Köln veranstaltet dieses Jahr erstmals in einem Museum ihren jährlichen Innungswettbewerb „Die gute Form“. Eine fünfköpfige Jury wird im Museum für Angewandte Kunst aus rund 50 Gesellenstücken der Tischler-Auszubildenden, die in diesem Jahr in Köln ihre Gesellenprüfung ablegen, die besten Arbeiten hinsichtlich zeitgemäßer Formgebung und Gestaltung ermitteln. Bewertet werden vor allem Form und Linienführungen, Gliederungen und Proportionen sowie Material- und Farbkomposition unter dem Anspruch einer modernen Formgebung und Gestaltung. Vergeben werden drei Preise, darüber hinaus können Belobigungen ausgesprochen werden.
Oft ist das Gesellenstück das erste Möbel, welches der angehende Geselle selbst geplant und von Anfang bis Ende ausgeführt hat. Die Tischler-Innung Köln bietet zusammen mit der Berufsschule ein mehrtägiges Seminar zum Entwurf und zur Gestaltungsfindung an, um die Auszubildenden mit dem Aspekt Gestaltung vertraut zu machen. Gleich zu Beginn der Ausbildung steht regelmäßig ein Besuch des Museums für Angewandte Kunst auf dem Programm, da die Auszubildenden hier historische Beispiele bester Handwerkskunst in höchster Qualität und fachlicher Ausführung studieren können.
Die Bekanntgabe der Preisträger des Innungswettbewerbs findet am 13. Juni, 11 Uhr, im Rahmen eines Pressetermins im Museum für Angewandte Kunst statt. Die Preisträger werden anwesend sein. Gleichzeitig wird die Ausstellung „Die gute Form – Tischler gestalten ihr Gesellenstück“ eröffnet.
Fachleute der Innung und des Berufskollegs Ulrepforte führen am 15.06. (Fronleichnam) und am 18.06. jeweils in der Zeit von 12 bis 14 Uhr durch die Ausstellung.

 

„Kopfsachen“

25. Mai bis 8. Juni 2006

Ausstellung von Gymnasiasten im Museum für Angewandte Kunst

Fast alles lässt sich auf den Kopf setzen, jedoch es schmückt oder wärmt nur selten. Am ehesten bekommt man Hüte und Kappen zur Karnevalszeit, im Fußballstadion oder auf der Pferderennbahn zu sehen. Im täglichen Straßenbild sucht man sie jedoch meist vergeblich, von den Uniformmützen der Polizei und den Kopfbedeckungen der Rapper und Skater einmal abgesehen.
Schade! Denn gut gestaltete Hüte und Kappen sind mehr als bloß Accessoires. Sie betonen die Persönlichkeit des Trägers, bilden einen Rahmen für das Gesicht, sie schmücken, überhaupt – sie sind ein Ereignis. Vor diesem Hintergrund haben Schülerinnen und Schüler der Kunstkurse 12 und 13 des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) in Neuehrenfeld 40 Modelle gestaltet. Die jungen Leute sollten Form, Farbe, und Material im Hinblick auf die zu gestaltenden Kopfbedeckungen untersuchen, erproben und in Einklang bringen. Keine thematischen Vorgaben engten die Freiheit der Gestaltung ein.
Nach einigen Wochen Vorlauf und vielen Entwürfen entstanden ganz unterschiedliche Modelle von strengen geometrischen Formen bis zu freien fantastischen Masken, von funktionalen Kopfbedeckungen bis zu verspielten Kreationen. Das AMG hatte schon vor einigen Jahren die Gelegenheit, Architekturmodelle zum Thema „Kinderkunsthaus“ im Museum für Angewandte Kunst auszustellen. Nun freut sich Kunstlehrer Günter Gritzner am selben Ort (An der Rechtschule, Köln-Innenstadt) unter dem Titel „Kopfsachen“ weitere Arbeiten von Schülern einer größeren Öffentlichkeit präsentieren zu können.


 

Intermediale Installation EINSEIN – Realtime Research in Grenzbereichen – zur Eröffnung der PASSAGEN

16. Januar bis 19. Februar 2006

EINSEIN - In der Welt der Stimmen und vorbeiziehenden Bilder
Der Flügelschlag eines Schmetterlings würde ausreichen, um das System nachhaltig zu manipulieren: Lebensgroße, ovale Schalenkörper, per Netzwerk miteinander verkoppelt, innen Musik und Stimmen, Sensoren und Displays. Der Kölner Künstlerpool REALTIME RESEARCH präsentiert mit EINSEIN ein interaktives Environment, das die große Halle des Museums für Angewandte Kunst Köln in einen skulpturalen Klang-Organismus verwandelt. Über die Sensoren haben die Besucher die Möglichkeit, selbst Einfluss auf Geräusche, Klänge und Stimmen zu nehmen - ein dichtes Netz loser Beziehungen, das aufgrund von Bewegungen im Raum immer wieder aus dem Gleichgewicht gerät.
Eröffnung: 16. Januar 2006, 19 Uhr
www.realtime-research.net.

 

Mode & Design aus Island

19. November 2005 bis 29. Januar 2006

Das Museum für Angewandte Kunst präsentiert anlässlich des Festivals Islandbilder 2005 aktuelle Mode und Design aus Island. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die avantgardistische isländische Mode. Diese ist weltoffen und individuell zugleich. In ihr werden sowohl Einflüsse aus Europa wie aus Amerika spürbar, aber auch persönliche Eindrücke und Leidenschaften der jeweiligen Designer, Inspirationen aus der Landschaft, der Tradition und dem kulturellen Erbe der Insel. Die Besonderheit der isländische Mode besteht geradezu in der Verknüpfung scheinbar divergierender Aspekte. Die Ruhe der außergewöhnlichen Landschaft und das bewegte Nachtleben in Reykjavik, Schlichtheit und Glamour, Technologie und Tradition, strahlendes Weiß, dunkles Erdbraun und tiefes Schwarz – die Farben des isländischen Winters – bilden beispielsweise aufregende Gegensätze und machen die Kreationen von Modedesignern wie Björg Ingadóttir, Vala Tofradóttir oder dem Design-Duo Spaksmannsspjarir so unverwechselbar. Ergänzend hierzu werden auch Mode-Fotografien sowie ausgewählte Designobjekte in einer visuell anregenden, teilweise multimedialen Installation präsentiert.

 

Raum ist Sehnsucht. Der Kirchenbaumeister Dominikus Böhm (1880 - 1955)

24. September bis 11. Dezember 2005

Dominikus Böhm, der ab 1926 in Köln arbeitete und lehrte, war einer der herausragenden und einflußreichsten Baumeister des vergangenen Jahrhunderts in Deutschland. Im Zentrum seines Werkes steht dominant die Kirchenbaukunst, in der er seit 1919 gänzlich eigenständige, keinem historischen Stil verpflichtete architektonische Konzepte formuliert hat. Seine Raumvorstellungen haben sich aus der liturgischen Reformbewegung der katholischen Kirche entwickelt – Ziel war die Einbeziehung der Gläubigen in das liturgische Geschehen, das Zusammenrücken von Gemeinde und Altar. Seine revolutionären, aus kubischen Volumen gebildeten Kirchen in Offenbach (1919) und Dettingen (1922) gelten als die ersten Sakralbauten der Moderne in Deutschland. Sein Werk entwickelte sich vom Expressionismus (Kloster Vaals/Holland) zu einer formreduzierten Sachlichkeit mit bisweilen monumentalen Zügen. Bemerkenswert und folgenreich war Böhms Umgang mit zeitgenössischen Baumaterialien, von denen vor allem der Beton in großzügigen, freitragenden Schalen und Bögen die wichtigsten Formideen des Architekten verwirklichen half (St. Engelbert, Köln-Riehl, 1930). Neben der äußeren Form waren für Böhm die Innenräume wesentlich, in denen einfühlsame Lichtführung und „mythische“ Monumentalität das sakrale Geschehen sinnlich erfahrbar machen sollten.

Die Ausstellung wird aus dem Deutschen Architektur Museum Frankfurt übernommen. Sie ist dem 50. Todesjahr des Architekten gewidmet.



 

Got the Look. Graphik der Popmusik

verlängert bis 3. Oktober 2005

Von Miles Davis bis zu den Beatles und Doors, von den Sex Pistols und Nirvana bis zu Westbam: „Got The Look“ ist die erste Ausstellung in Europa, die mit rund 1000 Exponaten einen umfassenden Überblick zur graphischen und visuellen Darstellung der Popmusik und Popkultur im Laufe der letzten 50 Jahre bietet. Hinter der Gestaltung verbergen sich illustre Namen wie Andy Warhol, Peter Blake, Victor Moscoso, Rick Griffin, Martin Sharp, Frank Kozik, Mark Arminski und Raymond Pettibon. Was mit Plakaten, Flyern, Magazinen und „Tonträgerverpackungen“ anfing, weitete sich schnell aus zu einem komplexen System von medialen Botschaften. (Marshall. McLuhan: „The Medium is the Message“). Die jeweils neuen Entwicklung der Popmusik fanden selbständige visuelle Ausdrucksformen: die fotografische und filmische Cover-Art des Blues, Rock`n`Roll und Soul, die Eigendynamik der Psychedelic Art und klassische Pop Art in den 60ern und 70ern, die fotokopierten Handzettel-Collagen des Punk & Hardcore der 80er, die computergenerierten Flyer des Techno für die Rave-Parties der 90er, die Pop-Poster-Renaissance und die aktuellen Plakatentwürfe der zeitgenössischen Musikkultur – sie alle sind Kommunikationsmedien, die für die Heraus-bildung jeweils aktueller popkultureller Identitäten von Bedeutung sind: Die Druckkunst schafft die Ikonen und präsentiert ein grafisches Pendant für den Sound. Die von Uwe Husslein kuratierte Ausstellung läuft im Vorfeld und während des c/o Pop-Festivals. Ein umfangreiches Rahmenprogramm u.a. mit Live-Musik, DJ-Auftritten, Light-shows und Filmen begleitet die Museumsschau.


 

Der modellierte Körper- Studioausstellung zur keramischen Plastik

1. Februar bis 29. Mai 2005

In der Studioausstellung stehen sich unterschiedliche künstlerische Körperdarstellungen in Keramik aus der Zeit des Barocks bis zur Gegenwart gegenüber.

Die Abbildung des menschlichen Körpers ist eines der ältesten Motive in der Kunst und stellt gerade in der Keramik eines der Hauptthemen dar. In den verschiedenen Epochen unterscheiden sich seine Darstellungen nicht nur rein stilistisch, sondern ebenso in seiner physischen Ausformung, der bevorzugten Themenwahl sowie in seiner Funktion als Objekt.

Nachdem die künstlerischen Errungenschaften der Antike im Mittelalter in Vergessenheit geraten waren und menschliche Figuren in der Regel ein eher steifes, oft stilisiertes Erscheinungsbild erhielten, eroberte die an den Naturwissenschaften interessierte Renaissance die anatomisch korrekte Körperdarstellung zurück. Insbesondere der nackte Körper rückte zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses und gehört vor allem im Barock bzw. Rokoko zu den bevorzugten Motiven.

Die heitere, amusement- und lustorientierte Grundstimmung der gehobenen Gesellschaft des 18. Jahrhunderts bestimmte auch die Sujetwahl der Künstler. So finden sich in der figürlichen Keramik, die in dieser Zeit eine rein dekorative Funktion besaß und einzig ästhetischen Gesichtspunkten genügen mußte, in besonderem Maße erotische Darstellungen sowie Götter und Gestalten aus der antiken Mythologie. Die Ausformungen der weiblichen wie auch der männlichen Figuren folgte dabei stets dem herrschenden Schönheitsideal, welches noch bis ins 19. Jahrhundert hinein seine Gültigkeit als maßgebende Formel behielt.

Erst in der Kunst des 20. Jahrhunderts löst sich die Figurendarstellung von den vorgegebenen Richtlinien: Nicht selten wird nun das bisher streng verfolgte Körperideal zugunsten eines unkonventionellen und z.T. provokativen Umgangs mit der Körperlichkeit aufgegeben. Diese Entwicklung spiegelt gleichzeitig den Wandel der Funktion der keramischen Plastik vom zweckgebundenen, auf seine ästhetische Wirkung reduzierten Dekorationsstück zum eigenständigen Kunstwerk wider.

Die Ausstellung umfasst etwa 30 Objekte von namhaften Künstlern wie z.B. Johann Peter Melchior, Alexandre Bigot oder auch Paul Scheurich, und deckt in spielerischer Weise Konstanten und Entwicklungen der figürlichen Keramik durch die Jahrhunderte auf.

 

Wilhelm Riphahn. Architekt in Köln

verlängert bis 6. März 2005

Wilhelm Riphahn (25.7.1889 – 27.12.1963) hat als Architekt für die Stadt Köln herausragende Bedeutung. Er prägte große Bereiche seiner Heimatstadt mit bauhistorisch bemerkenswerten Einzelleistungen und Gebäudeensembles. Dabei war er vielseitig wie kaum ein anderer, sein Oeuvre umfasst Villen, Siedlungen und Hochhäuser ebenso wie Theater, Fabriken und eine Kirche. Noch zu seinen Lebzeiten sprach man in Köln von der „Ära Riphahn“.

Für seine eindrucksvolle Kreativität sprechen unter anderem die Planung für die Gesamtgestaltung der Hahnenstrasse mit British Council („Die Brücke“, 1950) und Lichtspielhaus (1948), das Turmhaus an der Schildergasse (1956) und vor allem das Opern- und Schauspielhaus. Ebenso kompromisslos zweckorientiert und gestalterisch kühn waren auch einige Privathäuser, darunter das Haus des Sammlers Josef Haubrich. Riphahns Person und Werk wurde 1953 durch den „Großen Kunstpreis von Nordrhein-Westfalen“ gewürdigt.

Erstmalig widmet das Museum für Angewandte Kunst dem Werk Riphahns eine umfassende Schau. Neben originalen Plänen und zeichnerischen Entwürfen aus seinem Nachlass vermitteln Aufnahmen Kölner Fotografen wie Werner Mantz, Hugo Schmölz und August Sander sowie Architekturmodelle einen faszinierenden Einblick in Arbeit und Leben des Kölner Architekten. Zeit seines Lebens wollte Riphahn räumliches und konstruktives Denken in seinen Bauten zum Ausdruck bringen. Er hat herausragende avantgardistische Architektur in Köln geschaffen, sowohl im expressionistischen Stil als auch in der Tradition der Bauhausarchitektur.


 

Entwürfe für neue Kinderoper

26. Februar bis 6. März 2005

Kleine Ausstellung im Foyer des Museums für Angewandte Kunst

Im Zusammenhang mit der Ausstellung „Wilhelm Riphahn. Architekt in Köln“ zeigt das Museum für Angewandte Kunst vom 24. Februar bis 6. März 2005 im Eingangsbereich Entwürfe für eine neue Kölner Kinderoper. Sie stammen von Studenten des Lehrstuhls für Baugeschichte und Denkmalpflege an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH).
Die Arbeiten setzen sich mit dem Kölner Opernhaus, einem der Hauptwerke Wilhelm Riphahns, auseinander. Aufgabe war es, das Foyer der Oper von den jetzigen Einbauten zu befreien und für die zum Haus gehörende Kinderoper einen eigenen Bau zu schaffen. Das zu planende neue Gebäude sollte im Kontext zur Oper stehen und als Chance verstanden werden, das Areal neu zu strukturieren. In einem ersten Schritt galt es für die Studenten, nach der städtebaulichen Analyse einen Standort zu wählen und ein geeignetes Gebäudekonzept zu entwickeln. Auf dieser Grundlage wurden die einzel-nen Entwürfe im Maßstab 1:200 ausgearbeitet.

Da sich die studentischen Arbeiten nicht an strenge Vorgaben von Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit orientieren mussten, konnten sie sich ohne Rücksicht auf „Sachzwänge“ mit dem Thema beschäftigen. In der daraus resultierenden experimentellen Freiheit liegt die Qualität der Entwürfe.

Fragen beantworten Daniel Buggert (Telefon 0241/ 809-47 90) und Bruno Schindler (0241/ 809-47 87) vom Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege der RWTH Aa-chen.

 

Snapshots - The Eye of the Century. Aus dem Archiv Christian Skrein

26. September bis 12. Dezember 2004

„You press the button, we do the rest“ war der Slogan, mit dem 1888 George Eastman seine Box-Kamera anpries. Der Fotograf mußte nur noch auf den Auslöser drücken, den Film weitertransportieren und das ganze Gerät zur Entwicklung einschicken. Zurück erhielt er seine Abzüge und eine neuerlich „aufgeladene“ Kamera. Dies war die Geburtsstunde der „Snapshots“. Jeder konnte nun fotografieren, Augenblicke festhalten, zufällige wie inszenierte. Der Siegeszug der Fotografie im privaten Bereich war nicht mehr aufzuhalten.


Der österreichische Bildreporter und Fotokünstler Christian Skrein hat in über 35-jähriger Sammeltätigkeit ca. 1 Million „Schnappschüsse“ anonymer, privater Fotografen aus der ganzen Welt zusammengetragen. Sein „Snapshots Archiv“ gehört zu den umfangreichsten Archiven für private Fotografie überhaupt. Die einzigartige Sammlung Skrein umfaßt eine ungeheure Vielfalt an Motiven und dokumentiert sowohl die Amateurfotografie als auch die Zeitgeschichte der letzten 150 Jahre in beeindruckenden Bildern.


Für die Sonderausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln, die einzige deutsche Station und der spannende Höhepunkt der Begleitausstellungen zur photokina 2004 in Köln, wurden 520 hochwertige Unikate, sämtlich Originalabzüge, ausgewählt und verschiedenen Themenbereichen zugeordnet, so zum Beispiel den Kapiteln „Natur“, „Reiseerinnerungen“, „Menschen – Großstädte – Dörfer“ oder „Sport“. Unter den Fotografien finden sich aber auch Schnappschüsse so bekannter Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe und Charlie Chaplin. Manche Aufnahme birgt erstaunliche Bildlösungen in sich und zeugt von der Suche nach ästhetischen Bildfindungen und der quasi „zufälligen“ Produktion von fotografischer Kunst. Durch die Vielseitigkeit der Themen eröffnet sich dem Besucher ein Bilderzyklus, der in einer bezwingenden Zeitreise das reale Leben zu verschiedenen Zeiten aufzeigt.


 

Zwanziger Jahre an Rhein und Ruhr. Architekturfotos von Ulrich Deimel und Petra Wittmar

19. Juni bis 1. August 2004

Mit den 20er Jahren werden immer noch Vorstellungen verbunden, die mit der historischen Realität wenig zu tun haben. Als die „wilden“ oder „goldenen“ Zwanziger wird häufig genug eine Epoche verklärt, die ganz anderen Wahrnehmungsformen verpflichtet war. Dies gilt auch und insbesondere für die Architektur jener Zeit, die zu unrecht fast ausschließlich mit dem Bauhaus assoziiert wird.


Zweifellos hat das Bauhaus als prägende Stilform Maßstäbe gesetzt, aber darüber hinaus hat die Architektur an Rhein und Ruhr in jener Zeit ein ungemein vielfältiges Spektrum an qualitätvoller Architektur hervorgebracht, wie das Fotoprojekt von Petra Wittmar und Ulrich Deimel eindrucksvoll belegt.

 

Triumpf der Liebe. Dem Dichter Petrarca zum 700. Geburtstag

11. Juni bis 1. August 2004

Zum 700. Geburtstag des großen italienischen Dichters präsentiert das Museum eine der weltweit größten Petrarca-Sammlungen. Die Ausstellung widmet sich nicht nur dem literarischen Werk, sondern beschäftigt sich auch mit Leben und Wirkung, Faszination und Vorbildfunktion Petrarcas.
Kostbare, buchkünstlerisch hochrangige und seltene Ausgaben seiner Werke sind zu sehen (von der Briefliteratur bis zur Liebeslyrik der „Canzoniere“). Einige Werke sind in digitalisierter Form sowie als Faksimile zugänglich. Darüber hinaus werden Lebensstationen und Wirkungsorte von Petrarca illustriert, sein französisches Domizil und auch sein Kölnbesuch, den er in einem Brief verewigt hat. Diese umfassende Darstellung lässt den Besucher in die Welt Petrarcas eintauchen und seine noch heute fesselnde Aura sowie seine moderne, europäische Denkweise erleben.

 

Der 4-eckige Blick. Design und Kunst im Dialog - Highlights einer amerikanischen Privatsammlung

20. Januar bis 16. Mai 2004

Das Museum für Angewandte Kunst präsentiert eine noch nie gezeigte amerikanische Privatsammlung. Designklassikern aus den USA und Europa, von Frank Lloyd Wright bis Ron Arad, werden Kunstwerke von Piet Mondrian, Theo van Doesburg und vielen anderen gegenübergestellt. Ergänzt wird die Schau durch eine fast lückenlose Sammlung amerikanischer Radios und ein Konvolut von Bar- und Tischobjekten der Art Déco-Zeit. Ein weiteres Highlight ist der Mercedes 300 SL „Gullwing“. Mit dieser Konfrontation von Konkreter Kunst und vielfältigen Beispielen aus fast allen Bereichen der Angewandten Kunst wird ein zeitgeschichtlicher Kontext von großer Eindringlichkeit hergestellt.



 

Transparenz 10 - Zehn Jahre Kunststoffschmuck von Svenja John

19. Oktober bis 14. Dezember 2003

Das Museum für Angewandte Kunst zeigt vom 19. Oktober bis 14. Dezember 2003 parallel zur Ausstellung „in. femme fashion 1780 – 2004. Die Modellierung des Weiblichen in der Mode“ rund 45 ausgefallene Schmuckarbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin Svenja John. Ihre filigranen Ohrgehänge, Anhänger, Broschen und Armreifen sind fein gesponnene Gebilde aus durchsichtigem Material in subtilen Farbabstufungen und mannigfaltigen dreidimensionalen Formen. Auf den ersten Blick erinnern sie an Molekulargebilde, bisweilen auch an geometrische Formen oder kristalline Strukturen, wie etwa eine Schneeflocke. Tatsächlich handelt es sich jedoch um freie, spielerische Figuren mit ungeheurem haptischen und visuellen Reiz. „Pimpollo“, „Espina“, „Sanofie“, lauten die Namen der Kreationen.
Die ausgestellten Schmuckarbeiten bestehen ausnahmslos aus dem leichten transparenten Folienkunststoff, der normalerweise für höchst alltägliche Zwecke verwendet wird: Makrolon, einem Polycarbonat des Bayer-Konzerns. Seit zehn Jahren arbeitet die Künstlerin mit diesem zugleich festen wie biegsamen Material, das nicht spröde wird und Licht durchscheinen lässt. Zur Verarbeitung von diesem Werkstoff hat John eine hochkomplexe Technik entwickelt.


 

in. femme fashion 1780 - 2004
Die Modellierung des Weiblichen in der Mode

19. Oktober bis 14. Dezember 2003

Das Museum für Angewandte Kunst Köln präsentiert vom 19. Oktober bis 14. Dezember 2003 die Sonderausstellung in. femme fashion 1780 – 2004. Im Fokus der Betrachtung steht die Konstruktion von Weiblichkeit im modischen Wandel der Zeit. Kleidung, insbesondere jene der Dame, war über die Jahrhunderte hinweg stets Ausdruck der eigenen Identität, spiegelte mit hoher Symbolkraft persönliche Vorlieben, aber auch Gesellschaftsstrukturen wider. Repräsentative Exponate vorrangig aus der Sammlung des Museums für Angewandte Kunst vermitteln einen Einblick in die oft erst durch die Mode definierten Schönheitsideale und deren Ausformung in der weiblichen Kontur. Ausgesuchte Beispiele aus verschiedenen Epochen der Mode wie dem Klassizismus, dem Empire oder der Belle Époque lenken den Blick des Betrachters auf das jeweils modische Erscheinungsbild der europäischen Dame. Neben diesem Rückblick auf die historische Entwicklung der weiblichen Silhouette erwartet den Besucher auch ein Ausblick auf die Mode des beginnenden 21. Jahrhunderts und das heute aktuelle Frauenbild. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

plan03. Forum aktueller Architektur in Köln
Radical Architecture III: Processing Uncertainty

19. bis 26. September 2003

Das Museum für Angewandte Kunst ist auch in diesem Jahr meetingpoint und zentraler Veranstaltungsort von plan03, das Forum aktueller Architektur in Köln, auf dem im gesamten Stadtgebiet Architekturbüros, Stadt- und Landschaftsplaner, aber auch Institutionen, Verbände, Initiativen und einzelne Künstler ihre Projekte, Ideen und Visionen zu architektonischen und städtebaulichen Themen präsentieren. Die Besucher können sich entlang eines Ausstellungsparcours mit 40 Projekten durch die Stadt bewegen und ihre eigenen Routen zusammenstellen. Rund 80 Veranstaltungen finden in diesem Jahr während der plan-Woche statt.
Die im Rahmen von plan im Museum für Angewandte Kunst gezeigte Rauminstallation „Radical Architecture III: Processing Uncertainty“ greift aktuelle Tendenzen der Auseinandersetzung um die Konstruktion von Raum auf, die von Architekten, Künstlern und Kollektiven ausgehen, die Stadtplanung als zunehmend gesellschaftspolitische Aufgabe begreifen.

 

Ettore Sottsass & Associati

13. Januar bis 25. Mai 2003

Ettore Sottsass gehört zu den einflussreichsten Protagonisten des italienischen Design im 20. Jahrhundert. Nach einer erfolgreichen Karriere als Industriedesigner gründete er 1980 das Studio Sottsass Associati, dessen Arbeitsfelder vom Interiordesign über das Industriedesign bis hin zum Kommunikationsdesign und zur Architektur reichen. Gezeigt werden Möbel, Objekte, Prototypen, Architekturmodelle, Zeichnungen und Fotografien.

 

Sabine Wilharm
Die Bilder zum Buch von Harry Potter

25. Januar bis 21. April 2003

Mit ihren bereits vier erschienenen Harry-Potter-Büchern hat Joanne K. Rowling Millionen Kinder in aller Welt verzaubert, wobei die Hamburger Künstlerin Sabine Wilharm mit ihren Illustrationen einen nicht unerheblichen Anteil an diesem Erfolg hatte. Die Ausstellung zeigt 150 Originalzeichnungen und Skizzen von Harry Potter sowie Porträts aus den Bestsellern und vermittelt einen Einblick von den ersten Bildideen bis zu den fertigen Druckvorlagen. (in Kooperation mit dem Kinderschutzbund Köln, seinem Förderverein und dem Museumsdienst Köln)

 

Dokumentarfotografie Förderpreise der Wüstenrot Stiftung
Ein Ausstellung im Rahmen der 16. Photoszene Köln 2002

19. September bis 29. Dezember 2002

Vor allem in der Medienwelt nimmt die Dokumentarfotografie eine besondere Rolle ein, die durchaus kontrovers diskutiert wird. Dokumentarfotografie heißt, die Wirklichkeit zu interpretieren und unser visuelles Gedächtnis zu bilden - also wichtige gesellschaftliche und kulturelle Aufgaben zu erfüllen. Seit 1994 unterstützt die Wüstenrot Stiftung alle zwei Jahre durch die Verleihung von Förderpreisen junge Fotografen und Fotografinnen. In Köln werden alle bisher realisierten Projekte präsentiert.
Die Ausstellung wird ergänzt durch das Symposium „Perspektive Dokumentarfotografie“, das am 28./29. September stattfindet.

 

Your private sky - Richard Buckminster Fuller
Design als Kunst einer Wissenschaft

21. September bis 15. Dezember 2002

Eine Ausstellung zu Leben und Werk des Amerikaners Richard Buckminster Fuller (1895 – 1983) in Zusammenarbeit mit der Stanford University, USA und dem Museum für Gestaltung Zürich.

Wenn heute vom Raumschiff Erde, von Synergie-Effekten oder vom globalen denken die Rede ist, dann weiß kaum jemand, dass der Amerikaner R. Buckminster Fuller schon vor Jahrzehnten diese Begriffe geprägt und mit seinem Werk verknüpft hat. Seit den 20er Jahren mit kühnen Entwürfen für Wohnhäuser, Autos und Badezimmer hervorgetreten, wurde er in den 60er Jahren durch seine Geodesic Domes berühmt, das sind jene leichten Kuppelkonstruktionen, die zwischen Ausstellungshalle und Spielgerüst vielfältige Anwendungen fanden. Fullers Meisterwerk, der US-amerikanische Pavillon zur Weltausstellung Montreal 1967, der Expo-Dome, galt als eines der ersten Beispiele „intelligenter“ Architektur, die alles Überflüssige, Massive und Schwere vergessen macht.

 

Schmuck eines Jahrhunderts
Die Stiftung Sieversen

18. Mai - 01. September 2002

Die 2001 verstorbene Schmucksammlerin Rosy Petrine Sieversen hat dem Museum für Ange-wandte Kunst rund 150 Schmuckstücke des 19. Jahrhunderts sowie einen kleinen Bestand von Künstlerschmuck des 20. Jahrhunderts hinterlassen. Ergänzt um einige signifikante Werke aus Museums- und Privatbesitz, wird dieser Stiftungskomplex nun vorgestellt. Er dokumentiert alle wesentlichen Gestaltungstendenzen zwischen Klassizismus und Art Nouveau, einer Epoche, deren Schmuckproduktion im Kern bürgerlicher Natur und eher dekorativ als repräsentativ war. Kennzeichnend ist der enorme Reichtum der verarbeiteten Materialien, von den traditionellen Edelmetallen, Elfenbein, Korallen, Haar und Perlen über Eisen und Stahl bis hin zu Käferpanzern und Miniaturmalerei. Viele der gezeigten Schmuckgarnituren, Colliers, Broschen und Ringe aus verschiedenen Ländern Westeuropas stammen von bedeutenden Goldschmieden ihrer Zeit.
Die Ausstellung wird gefördert durch Bulgari.

 

Mode der 50er Jahre
Schenkung Else und Ingeborg Heiliger

01. Februar - 16. Juni 2002

Ein unerwartetes und üppiges Geschenk erhielt das Museum für Angewandte Kunst aus Kölner Privatbesitz: 16 Beispiele eleganter Damenmode, vorwiegend aus den 50er Jahren. Die heute 95 Jahre alte Stifterin Else Heiliger konnte sich erst vor kurzem von diesen kostbaren Teilen trennen. Sie hat sie in all den Jahren sorgfältig aufbewahrt und gepflegt, als Erinnerungsstücke, aber auch als Zeugnisse des gestalterischen und modeschöpferischen Niveaus ihrer Entstehungszeit. So befinden sich die Nachmittagskleider für Sommer und Winter, die Cocktailkleider, die prächtigen Abendroben, in einem hervorragenden Erhaltungszustand und sind im wahrsten Sinne des Wortes museumswürdig. Else Heiliger und ihre Tochter Inge hatten sie allenfalls zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten, Bällen und Empfängen getragen. Im Museum für Angewandte Kunst bereichern sie nun die Modesammlung, von Februar bis Juni in einer schönen Inszenierung für alle sichtbar.
Wie so oft, sind auch in diesem Fall nur die besonders wertvollen, meist aus feinsten Stoffen, oft nach Couturier-Entwürfen aufwendig gearbeiteten Kleider erhalten geblieben. Obwohl sie als Einzelstücke unverwechselbar scheinen, lassen sich an ihnen die typischen Modeentwicklungen und diversen Stilrichtungen dieses aufregenden Jahrzehnts ablesen. Die Frauen der Nachkriegszeit sehnten sich wieder nach verschwenderischen Stoffmengen, einfallsreichen Schnitten, Luxus und Eleganz. Und die Modeschöpfer ließen sich nur all zu gern auf diese Wünsche ein. Sie betonten die weibliche Silhouette, ließen die Säume fallen und die Röcke schwingen oder sich wie ein Etui um den Körper schmiegen. Die Vielfalt der Muster und Farbkombinationen schien unerschöpflich zu sein.
Für Else Heiliger und ihre Tochter Inge war in jungen Jahren Modebewusstsein sozusagen Pflicht, denn die Familie besaß seit 1936 ein renommiertes Einzelhandelshaus für die gehobene Damenkonfektion auf der Hohe Straße 111, A. Heiliger & Co. Dieses Label taucht wiederholt auch in den Kleidern der Schenkung auf. Im Krieg gingen die Geschäftsräume in der Kölner Altstadt verloren. Nach Kriegsende gelang es dem Unternehmen trotz aller Anstrengungen, Investitionen und Einsparungen nicht, sich wieder fest im Kölner Geschäftsleben zu etablieren; die Firma erlosch am 14. Juli 1961. Somit dokumentiert die Ausstellung auch ein Stück Kölner Geschichte.

 

EX MACHINA
Eine Geschichte des Roboters von 1950 bis heute

14. Januar bis 14. April 2002

Die Ausstellung "EX MACHINA" – ein Gemeinschaftsprojekt des Museums für Angewandte Kunst und der Internationalen Möbelmesse Köln in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen – vermittelt anhand von fünfzig nach technischen und designtheoretischen Aspekten ausgewählten Meilensteinen der Roboter-Historie einen umfassenden Eindruck von den vielfältigen Einsatz- und Gestaltungsmöglichkeiten der zunehmend menschenähnlichen Maschinen.
Die von Jorge Pardo und Pae White konzipierte innovative Ausstellungsform, die neben Film-, Musik- und Videodemonstrationen, die Produktion eines Roboters mit und vor Publikum vorsieht, ermöglicht eine interaktive Begegnung von Mensch und Maschine im Museum, macht jedoch auch die nach wie vor bestehenden Grenzen künstlicher Intelligenz deutlich.
(Katalog, Begleitheft, Plakat)

 

Norman Foster – Architecture is about people

25. Oktober bis 30. Dezember 2001

 

Ars Viva – Positionen zum Design in der Kunst

29. September bis 9. Dezember 2001

 

Untragbar – Mode als Skulptur

13. Juli bis 6. September 2001

 

WertWechsel
Zum Wert des Kunstwerks

28. April bis 1. Juli 2001

 

SWISS MADE –
Aktuelles Design aus der Schweiz

16. Januar 2000 bis 16. April 2001

Internetpräsentation gefördert von NETCOLOGNE

 

Fotofokus – Fotosammlung
Jeane von Oppenheim im Norton Museum of Art

21. September 2000 bis 28. Januar 2001

Internetpräsentation gefördert von NETCOLOGNE

 

Radical Architecture
Internetpräsentation gefördert von NETCOLOGNE

22. September bis 10. Dezember 2000

 

Zwischen Platin, Gold und Polymer, Schmuck
1959 - 2000, Gerda und Leopold Breuer

12. Mai bis 2. Juli 2000

 

Architekturgalerie MAK
"heilige-drei-koenige.de"

16. März bis 24. April 2000

 

Internationales Design – Stand der Dinge
präsentiert von Jasper Morrison

18. Januar bis 24. April 2000

 

Democratic Design – 25 Jahre IKEA in Deutschland

28. Januar bis 5. März 2000

 

Heinz Bienefeld 1926-1995
Architektur des Privaten

25. September bis 5. Dezember 1999

 

"Positionen":
Die Staatliche Zeichenakademie Hanau (gegründet 1772)

21. Mai bis 4. Juli 1999

 

New Scandinavia –
Aktuelles Design aus dem Norden

19. Januar bis 11. April 1999

 

"Dem Buch verbunden" - Neue Arbeiten Kölner Buchbinder

18. Dezember 1998 bis 28. Februar 1999

 

Svend Weihrauch - Silber von 1928-1956

23. Oktober bis 6. Dezember 1998

 

Textilien von Martha Kreutzer-Temming

16. Oktober bis 6. Dezember 1998

 

Koromo - Stoffe zwischen zwei Welten

25. September bis 29. November 1998

 

"L. Fritz Gruber: Gut behütet"

7. Juni bis 5. August 1998

 

Design mit Zukunft
Eine internationale Revue neuer Alltagskultur. Philippe Starck

9. Mai bis 2. August 1998

 

Litfaß-Bier
Historische Bierplakate Sammlung Heinrich Becker

9. Mai bis 2. August 1998

 

Eisenzeit - Der Kölner Kunstschmied Carl Wyland

23. Oktober 1997 - 7. Dezember 1997

 

Ernst Riegel - Ein Goldschmied zwischen Historismus und Werkbund

1. August - 5. Oktober 1997

 

Europäische Eßbestecke aus acht Jahrhunderten

28. Juni - 19. September 1997

 

Rudolf Schwarz - Bewohnte Bilder

16. Juni - 17. August 1997

 

Highlights - Design aus Großbritannien

13. Januar - 13. April 1997

 

Prunkvolles Zarenreich
Eine Dynastie blickt nach Westen 1613 - 1917

25. August - 8. Dezember 1996