MUSEUM FÜR OSTASIATISCHE KUNST
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Vorschau

Vom Japonismus zu Zen: Paul Klee und der Ferne Osten

18. Oktober 2014 bis 01. Februar 2015

Die von Osamu Okuda und Marie Kakinuma in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee in Bern sowie mit dem Museum für Ostasiatische Kunst in Köln konzipierte Ausstellung untersucht erstmals Klees Auseinandersetzung mit der ostasiatischen Kunst und Kultur. Klee war aber auch Dreh- und Angelpunkt für nachfolgende Künstlerinnen und Künstler in Japan. Am Werk von sieben japanischen Künstlern zeigt Marie Kakinuma die Wirkungsgeschichte Klees im heutigen Japan auf.

Chūan Shinkō, Śhakyamuni, aus den Bergen hervortretend, Japan, Muromachi-Zeit, 15. Jh., Hängerolle, Tusche auf Papier, 71,5 x 27,5 cm, Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, A 09, 63 © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Chūan Shinkō, Śhakyamuni, aus den Bergen hervortretend, Japan, Muromachi-Zeit, 15. Jh., Hängerolle, Tusche auf Papier, 71,5 x 27,5 cm, Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, A 09, 63 © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Paul Klee, Narr in Trance, 1929, Öl auf Leinwand, Museum Ludwig © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Paul Klee, Narr in Trance, 1929, Öl auf Leinwand, Museum Ludwig © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Paul Klee, Kindheit, 1938, 358, Kleisterfarbe auf Papier auf Karton, 27 x 42,8 cm, Zentrum Paul Klee, Bern © Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, Kindheit, 1938, 358, Kleisterfarbe auf Papier auf Karton, 27 x 42,8 cm, Zentrum Paul Klee, Bern © Zentrum Paul Klee, Bern

Ikeda Harumasa, Schriftzeichen «En (Kreis)», Japan, Edo-Zeit, Ende 18. bis Anfang 19. Jh. als Hängerolle montiert, Tusche und Papier, 54,9 x 64,9 cm, Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, A 99,52 © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Ikeda Harumasa, Schriftzeichen «En (Kreis)», Japan, Edo-Zeit, Ende 18. bis Anfang 19. Jh. als Hängerolle montiert, Tusche und Papier, 54,9 x 64,9 cm, Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, A 99,52 © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Paul Klee, Der Schrank, 1940,276, Kleisterfarbe auf Papier auf Karton, 41,5 x 29,5 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee © Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, Der Schrank, 1940,276, Kleisterfarbe auf Papier auf Karton, 41,5 x 29,5 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee © Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, kl. Hafen, 1914, 146, Aquarell auf Papier auf Karton, 15,5, x 14 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee © Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, kl. Hafen, 1914, 146, Aquarell auf Papier auf Karton, 15,5, x 14 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee © Zentrum Paul Klee, Bern

Kenkō Shōkei, Landschaft, Japan, Muromachi-Zeit, spätes 15. Jh., Fächerblatt, als Hängerolle montiert, Tusche und leichte, Farben auf Papier, 35,5 x 36 cm, Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, A 35.3 © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Kenkō Shōkei, Landschaft, Japan, Muromachi-Zeit, spätes 15. Jh., Fächerblatt, als Hängerolle montiert, Tusche und leichte, Farben auf Papier, 35,5 x 36 cm, Museum für Ostasiatische Kunst, Köln, A 35.3 © Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Paul Klee, Ohne Titel (Zwei Fische, einer am Haken), 1901, Feder und Aquarell auf Karton, Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern © Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, Ohne Titel (Zwei Fische, einer am Haken), 1901, Feder und Aquarell auf Karton, Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern © Zentrum Paul Klee, Bern

„Mitleid und Meditation“: Der Mahayana Buddhismus („Großes Fahrzeug“) in Ostasien

Nach über einjähriger Schließung präsentiert das Museum für Ostasiatische Kunst einige der besten und kostbarsten Bestände aus seiner Sammlung  buddhistischer Kunst.

Die Ausstellung will die beiden Konzepte des Mitleids und der Meditation in den Lehren des „Großen Fahrzeugs“ (S. Mahāyāna) vorstellen. Darin spielen die Bodhisattvas als erleuchtete, aber den Menschen zugewandte Wesen eine zentrale Rolle, außerdem die Meditation, die durch die Zen-Schulen (C. Chan, J. Zen) Verbreitung fand.

Zu beiden Konzepten haben sich zahlreiche bildliche Darstellungen erhalten. Dies bezeugen nicht nur die Skulpturen und Malereien des für seine Barmherzigkeit und Liebe zu den Menschen gerühmten Bodhisattva Guanyin, oder des als Wandermönch dargestellten, Hilfe-spendenden Bodhisattva Jizo. Auch die realistischen Abbilder der Buddha-Jünger (C. Luohan, K. Rakan, S. Arhat) und Mönche, oder die im Kontext des Zen entstandenen Bildmotive und Inschriften verdeutlichen diese Ideen.

Ein Großteil der buddhistischen Sammlung des Museums für Ostasiatische Kunst wurde bereits von dem Gründer des Hauses, Adolf Fischer, angekauft. Dieser forderte dem Konzept einer „Welt-Kunstgeschichte“ entsprechend, dass die buddhistische Kunst gleichwertig und ebenbürtig neben der christlichen Kunst gesehen werden müsse. Zum damaligen Zeitpunkt war diese Einstellung revolutionär. Offenbar gelang es Fischer, mit seinem Argument den Rat der Stadt Köln zu überzeugen, denn 1913 eröffnete das Museum für Ostasiatische Kunst in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Kunstgewerbe-Museum sowie zum Schnütgen Museum am Hansaring. Auch heute ist  die Gleichwertigkeit christlicher und buddhistischer Kunst keine Selbstverständlichkeit. Obwohl das Museum Schnütgen sich nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Museum für Ostasiatische Kunst befindet, will diese Ausstellung zu einem Kultur- und Stilvergleich anregen.

Paul Klee, Ohne Titel (Zwei Fische, einer am Haken), 1901, Feder und Aquarell auf Karton, Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern © Zentrum Paul Klee, Bern
Paul Klee, Ohne Titel (Zwei Fische, einer am Haken), 1901, Feder und Aquarell auf Karton, Privatbesitz Schweiz, Depositum im Zentrum Paul Klee, Bern © Zentrum Paul Klee, Bern

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