Am 16.12.2008 wurde die Kunststiftung im Museum Ludwig, Köln von der Bezirksregierung Köln als ihre Stiftungsaufsicht testiert. Es handelt sich um eine rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts der Stadt Köln, der einzigen selbständigen innerhalb des Stadtverbandes, eine der allerersten Kunststiftungen einer Kommune im bundesdeutschen Kontext.
NAME
Kunststiftung im Museum Ludwig, Köln
GRÜNDUNG
2008
RECHTSFORM
Rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts
STIFTERIN
Stadt Köln
SITZ
Köln
VERMÖGEN
Grundkapital 50.000 €
KUNSTBESITZ
rd. 1.200.000 € (seit Dezember 2008)
ZWECK
Förderung des Museum Ludwig, Köln
KONTAKT
Vorstände
Dr. Philipp Kaiser
Prof. Georg Quander
Geschäftsführer
Angela Coenen
Die Stiftung dient ausschließlich der Akquisition und Erweiterung des Kunstbesitzes ihrer Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Entsprechend ist ihr Gründungszweck darauf ausgerichtet, Sammlerinnen und Sammlern zeitgenössischer Kunst, die Entscheidung einer Zustiftung von begehrten, den Bestand sinnvoll ergänzenden aber für den Ankaufsetat unerschwinglichen Werken zu erleichtern. Der Hauptstiftungszweck basiert also in der Aufgabe der Förderung von Kunst und Kultur durch die Förderung des Museum Ludwig, Köln in Form der Überlassung von Kunstwerken bzw. Werkgruppen der Stiftung. Diese verpflichtet sich gegenüber dem Museum, ihre Werke als „ewige Leihgabe" zu überlassen, sie in die Sammlungen zu integrieren und dort gleich zu stellen mit dem vorhandenen Kunstbesitz, ein Weg, der erstmals in 2008, wenige Tage nach dem Gründungsdatum der Stiftung, mit der Übergabe von rund 180 Arbeiten Sigmar Polkes auf Papier aus der ersten Zustiftung Rei-ninghaus und Friebe-Reininghaus gelang.
Die Basis der Stiftungsgründung lieferte das 2007 erlassene Gesetz zur Stärkung des bür-gerschaftlichen Engagements. Dieses Gesetz befasst sich maßgeblich mit den Steuererleichterungen für Zustifter und bietet den möglicherweise in ihrem Stiftungswillen zögernden Sammlerinnen und Sammlern damit eine steuerlich sehr interessante Möglichkeit. Die besondere Stärke der Stiftung liegt somit in ihrem gesellschaftlich-mäzenatischen Impuls als Stimulans zur Sammlungsergänzung im Sinne der von der Direktion verfolgten Konzeption. Aktuell kündigen sich sehr deutlich weitere Zustiftungen wichtiger Werkgruppen zeitgenössischer Künstler an, die sich vornehmlich aus dem kunstsinnigen und -stiftenden Kölner Bürgertum requirieren, aber auch darüber hinaus.
Mit der spektakulären Schenkung der Kölner Sammler Ulrich Reininghaus und Anna Friebe-Reininghaus sind im Dezember 2008 rund 200 Editionen von Sigmar Polke in die Bestände des Museum Ludwig gelangt. Damit besitzt das Kölner Haus eine der größten Sammlungen der Editionen in Europa.
Vom 4. Juli bis 27. September 2009 können die Besucher des Museum Ludwig dieses vielfältige Werk in der Ausstellung Sigmar Polke. Die Editionen entdecken.