Museum:
Franz Wilhelm Seiwert. Entwurf zu dem Glasmosaik Welt der Arbeit, um 1931/32,
40 x 60 cm, Aquarell und Bleistift, Museum Ludwig Köln, Grafische Sammlung, Faksimile zum Original
In den 1920er Jahren schlossen sich in Köln politisch und künstlerisch Gleichgesinnte zur Gruppe der „Kölner Progressiven" zusammen. Das Hauptthema des neuen Verbunds war der Klassenkampf und die damit verbundene Vision, einen Beitrag zur klassenlosen Gesellschaft zu leisten. Zum Kern des Zirkels, dem sich die Ausstellung widmet, gehörten die Künstler Franz Wilhelm Seiwert (1894-1933), Heinrich Hoerle (1895-1936) und Gerd Arntz (1900-1988). Weitere Mitglieder des Verbundes waren Otto Freundlich, Hans Schmitz, Stanislaw Kubicki, August Sander, Augustin Tschinkel, Peter Alma, unter anderen. Seiwert war sowohl theoretischer als auch künstlerischer Kopf der Gruppe.
Franz Wilhelm Seiwerts Aquarell „Entwurf zu dem Glasmosaik WELT DER ARBEIT" gehört zur Sammlung des Museum Ludwig.
Der Kölner Künstler F. W. Seiwert (1894 - 1933) hatte mit dem Entwurf 1932 einen Wettbewerb für ein Fenster im damaligen Kunstgwerbemuseum Köln gewonnen. Das realisierte Glasmosaik wurde 1935 durch die Gauleitung der NSDAP beschlagnahmt und gilt seitdem als verschollen.
Als Teil der Künstlergruppe „Kölner Progressive" rang Seiwert um eine möglichst einfache, allgemeinverständliche Formensprache. So funktioniert auch das Aquarell wie eine kleine Bildergeschichte mit einer Reihe von Situationen aus der „Welt der Arbeit": Ausschnitte aus Fabriken, Landwirtschaft und Schiffahrt korrespondieren mit Szenen aus Kleinfamilie und Kollektiv. Seiwert skizziert hier, am Vorabend des „Dritten Reiches", seine Utopie von menschlicher Gesellschaft.
Mit Hilfe modernster Scan-Technologie wurde das Faksimile als nahezu farblich exakte Wiedergabe des Originals mit lichtbeständigen Spezialtinten und alterungsbeständigem Papier hergestellt.
Faksimile, 40 x 60 cm,
in Passepartout und Rahmen, nummeriert, mit Zertifikat,
limitierte Auflage: 150 Exemplare
Preis: 350,00 € incl. MwSt.
Weitere Informationen im pdf-Format