
Stehender Apostel Petrus oder Bartholomäus
Köln, um 1310 / 1320, Nußbaum, H 109 cm
Inv. Nr. A 978
In elegantem "gotischem Schwung" steht der Heilige so, daß sein weiter, vor dem Leib geraffter Mantel stab- und schüsselförmige Falten bildet. Sie umgeben den Körper mit ihren schönen Linien wie ein Gerüst. Der Schnitzer dieser Figur hatte als Vorbild die großen Steinapostel an den Pfeilern des Kölner Domchores. Sie wurden vor der Kirchweihe von 1322 nach französischen Vorbildern geschaffen.
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Aachener Madonna
Köln, um 1230, Eichenholz, H 102 cm
Inv. Nr. A 15
Königlich und doch ganz ihrem Kind zugewandt thront die Gottesmutter und hält als Zeichen ihrer Würde eine Kugel auf dem Knie. Das Kind in ihrem Schoß erscheint als Herrscher. Die präzise gemuldeten Falten der Gewänder erinnern an die goldenen Figuren des Dreikönigenschreins aus der Werkstatt des berühmte Goldschmiedes Nikolaus von Verdun im Kölner Dom. Durch die späteren Übermalungen der großen Skulptur schimmert stellenweise goldene Farbe. Wie eine Himmelserscheinung muß sie früher gewirkt haben.
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Hl. Hieronymus
Niederrhein, um 1460 - 1470, Linde, H 160 cm
Inv. Nr. A 201
Im Mittelalter wurde der Heilige als Mönch, Eremit und vor allem als Kardinal dargestellt. Seinem weiteren Attribut, dem Löwen, ist Hieronymus als Eremit in der Wüste begegnet. Nach der Legende hat er ihm einen Dorn aus der Pfote gezogen. Aus Dankbarkeit folgte das Tier ihm fortan. Dies gilt als Zeichen für die überirdische Macht des Heiligen. Um 400 übersetzte er als Sekretär des Papstes die Bibel aus dem Hebräischen in die lateinische Sprache. Hieronymus wird bis heute als einer der vier Kirchenlehrer verehrt´.
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Kruzifix von St. Georg
Köln um 1067, Weidenholz, H 189 cm
Inv. Nr. A 9
© Foto: Florian Monheim
Wahrscheinlich hat Erzbischof Anno das hoheitsvolle Bild des Gekreuzigten 1067 zur Kirchweihe von St. Georg am Waidmarkt in Köln gestiftet. Das überlebensgroße Meisterwerk der frühen Skulptur im Rheinland wurde Anfang des 20. Jahrhunderts halb zerstört wieder aufgefunden und 1921 für das Museum erworben. Diese Skulptur gehört zu den bedeutendsten erhaltenen Stücken des 11. Jahrhunderts.
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Tympanonrelief von St. Cäcilien
Köln, St. Cäcilien, um 1160, 128 x 236 cm
Inv. Nr. K 275
Durch das Nordportal von St. Cäcilien konnte man von der Stadt aus die Klosterkirche in Köln betreten. Im Türbogenfeld erscheint über dem Eingang die Namenspatronin der Kirche, Cäcilia, mit ihrem Verlobten Valerianus und dessen Bruder Tiburtius. Ein Engel kommt von oben herab, um den christlichen Märtyrern himmlischen Lohn zu verheißen. Die Steinblöcke des romanischen Reliefs bestehen aus Resten eines rund 1000 Jahre älteren römischen Grabdenkmals.
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