
Heilige Katharina
Köln, um 1380, Silber, teilvergoldet, H 9.3 cm
Inv. Nr. G 643
Seit dem frühen Christentum wird die heilige Jungfrau Katharina verehrt, die ihrem Glauben treu blieb und deshalb gerädert und enthauptet wurde. Gekrönt, mit langem Haar und kostbar gekleidet, wirkt die elegante Gestalt auch durch das edle Material aller irdischen Pein ganz entrückt. Die Zeichen ihres Martyriums trägt sie wie Symbole des Sieges. Auf dem kunstvoll emaillierten Rasensockel mit weißen Blüten steht sie "wie im Paradies".
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Kelch
Rheinland, um 1300, Silber, vergoldet, H 15.7 cm
Inv. Nr. G 12
Die Medaillons am Kelchknauf tragen kleine Christusbilder. Darunter entspringen fein getriebene Blätter, Lebenssymbole, die auf den wunderbaren Inhalt des Kelches beim Meßopfer, das Blut Christi, hinweisen.
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Romanisches Kreuz mit eingraviertem Ornament (Modualduskreuz),
Werkstatt Roger von Helmershausen (Mitte 12. Jh.), nach 1107
Goldschmiedearbeit, 42 x 33.5 cm
Inv. Nr. G 579
Die Rückseite eines Altarkreuzes, das vorne früher mit Edelsteinen geschmückt war, zeigt an den Enden die Symbole der vier Evangelisten. Im Zentrum steht das "Lamm Gottes", ein uraltes Zeichen für Christus als Heilsbringer. Zu ihm blickt der heilige Bischof Modualdus hoch, dessen Gebeine 1114 (oder 17??) von Trier in das Kloster Helmarshausen an der Diemel überführt wurden.
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Reliquienkästchen mit Martyrium des hl. Thomas Becket
Limoges,1. Hälfte 13. Jh., Email, 20 x 19 x 8.4 cm
Inv. Nr. G 535
Im südfranzösischen Limoges waren im hohen Mittelalter Handwerker auf die Herstellung von Emailverzierungen spezialisiert. Die strahlend farbigen und vergoldeten Kupferplättchen dienten zum Zierat für den täglichen Bedarf, aber auch zum Kirchenschmuck. Auf dem mit Emailplättchen beschlagenen Holzkästchen sieht man Szenen vom Leben und Sterben des Hl. Thomas Becket, der 1170 auf Geheiß König Heinrichs II. von England am Altar der Kathedrale von Canterbury ermordet wurde. Innerhalb kurzer Zeit wurde sein Grab zu einem Hauptwallfahrtsort in Europa und viele Kirchen waren im Besitz seiner Reliquien.
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Schmerzensmann, um 1500
Silber, Wundmale Rubine, H: 7,5 cm
Inc. Nr. G 678
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Löwenkopf als Türzieher
2. Hälfte 12. Jh., Bronze, Durchmesser 23.6 cm
Inv. Nr. H 20
Seit der Antike tragen Palast- und Tempeltüren oft Löwenköpfe als Schmuck, aber auch als Abwehrzauber. An mittelalterlichen Kirchentüren zeigen sie den Übergang in einen heiligen Bezirk an.
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