
Chormantel des silbernen Ornates aus dem Altenberger Dom
Rheinland Anfang 18. Jh., Silber- und Seidenstickerei, 140 x 300 cm
Inv. Nr. P 334
Aus leuchtenden Seiden und schweren Silberfäden besteht die kunstvolle Stickerei dieses Meßgewandes. Bald nach 1700 ist es wohl in Venedig entstanden und gehörte zu einer prachtvollen Garnitur von Meßgewändern, die bei feierlichen Gottesdiensten in der Abtei von Altenberg getragen wurde. Aus dem Besitz des Kölner Fabrikanten Otto Wolff kam der "Altenberger Ornat" 1926 an das Museum.
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Kasel des Hl. Anno
Byzanz, um 1000, Kölner Borten 15. Jh., Seide, Borten: Halbseide, 146 x 112 cm
Inv. Nr. P 1
Gewänder von Heiligen wurden oft wie Reliquien verehrt. Dieses Meßgewand hat viele Jahrhunderte überlebt, weil man glaubt, es stamme vom heiligen Kölner Erzbischof Anno. Die byzantinische Purpurseide geht wirklich bis in seine Lebenszeit ( um 1010 bis 1075) zurück, die mit Goldfäden gewebten Borten, Spitzenprodukte des mittelalterlichen Kölner Textilgewerbes, sind im 15. Jahrhundert auf das nach der damaligen Mode zurechtgeschnittene Gewand gesetzt worden, das ursprünglich weiter und länger war.
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Fragment eines Kaselstabes mit der Muttergottes, Hl. Petrus, Hl. Ursula,
Köln, um 1500, Leinen mit Gold-und Seidenstickerei, 108 x 13.5 cm
Inv. Nr. N 877
Durch den Erwerb dieses Kaselstabes im Münchner Kunsthandel kam im Jahr 2000 eine textile Kostbarkeit wieder an ihren Ursprungsort zurück. In drei spätgotischen Architekturtabernaklen stehen untereinander Maria mit Christus, der Hl. Petrus und die Hl. Ursula. Diese sind vor einem Hintergrund aus glänzendem, dunkelrotem Samt in subtiler Lasurstickerei ausgeführt. Unverkennbar ist vor allem in der Darstellung der gestickten Fliesenböden der Einfluss niederländischer Werkstätten.
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Wandbehang mit der Anbetung der Hl. Drei Könige
Erfurt, um 1470, Wollstickerei, 118 x 160 cm
Inv. Nr. P 21
Zwischen dem König Herodes rechts und dem Heilgen Josef links erkennt man die Heiligen Drei Könige mit ihren Geschenken auf dem Weg nach Bethlehem. Ganz links liegt das Christkind im Stall auf einem Strahlenkranz. Das Bruchstück eines früher viel längeren Bilderstreifens mit der Weihnachtsgeschichte stammt aus dem Erfurter Ursulinenkloster, wo ihn Alexander Schnütgen 1880 erworben hat.
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