
Maria sitzt würdevoll auf einer Thronbank und hält Jesus auf dem Schoß. Sanft neigt sie ihren Kopf dem Kind zu und ihr Blick ruht in dem seinen.
Die Skulptur diente einst als Reliquienbehältnis. Darauf weist die Öffnung in der Thronrückwand hin. Auch das ursprüngliche Äußere der Figur betonte ihre Kostbarkeit. Einem Werk der Goldschmiedekunst ähnlich, war fast die gesamte Figur mit Blattgold bedeckt. Nur die Gesichter, die Hände beider Gestalten und die Füße des Kindes hatten eine "natürliche" Farbigkeit. Der Thron war versilbert. Über die Jahrhunderte ging die Fassung verloren und auch die plastischen Edelsteinborten an den Kleidern von Mutter und Kind wurden abgeschnitzt. Der Meister der "Aachener Madonna" hat sich sichtbar am Stil der goldenen Figuren des Dreikönigsschreins von Nikolaus von Verdun orientiert.
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