
"Gedenke des Todes!" - bis in die Neuzeit diente diese Mahnung als Appell an eine gottgefällige Lebensführung, angesichts eines als allgegenwärtig empfundenen Todes. Da man gewöhnlich zu Hause im Kreise der Familie, der Freunde und Nachbarn starb, gehörte der Tod zur alltäglichen Lebenserfahrung.
"Memento mori" - so lässt sich auch eine Kunstgattung meist kleinfiguriger Holz- und Elfenbeinwerke betiteln, auf die der Besucher in der Krypta im Museum Schnütgen stößt. Dort grinst ihn der Tod in Gestalt seiner Opfer als Leiche, Kadaver, Skelett beziehungsweise Totenkopf an. Sofern er sich als Handelnder gefällt, verkörpert er den Sensemann, Totengräber, Spielmann oder Tänzer.
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