NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
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ibs (Info- und Bildungsstelle) … ibs - Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus

ibs-Veröffentlichungen

Alexander Häusler / Hans-Peter Killguss (Hgg.): Das Geschäft mit der Angst. Rechtspopulismus, Muslimfeindlichkeit und die extreme Rechte in Europa. Beiträge und Materialien 6 der Info- und Bil-dungsstelle gegen Rechtsextremismus

Verlag NS-Dokumentationszentrum, Köln  2012, 148 Seiten. ISBN 978-3-938636-18-3, 9,90 Euro

Rechtsaußenparteien sind europaweit auf dem Vormarsch. Besonders im Westen des Kontinents kommt in diesen Kreisen ein kulturreligiös verklausulierter Rassismus zum Vorschein: Mit Kampagnen gegen Moscheebauten, Minarette oder schlicht gegen „den Islam" versuchen sie, Zustimmung zu gewinnen. Auseinandersetzungen wie die um das muslimfeindliche Schmähvideo „Die Unschuld der Muslime", das in einigen Ländern zu schweren Ausschreitungen geführt hat, versuchen sie, für ihre Zwecke zu nutzen. Dabei machen diese Bewegungen, wie es ein Mitglied der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) einmal ausgedrückt hat, ein „Geschäft mit der Angst". Sie schüren Konflikte aggressiv mit rassistischer Stoßrich-tung, um Aufmerksamkeit und Gegenproteste hervorzurufen. „Ein solches Drehen an der populistischen Schraube ist Ausdruck einer ritualisierten Eskalationsstrategie, die auf eine Verschärfung von Konflikten zielt. Hier ist dringend Handlungsbedarf geboten", so die Herausgeber Hans-Peter Killguss, Leiter der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) im NS-Dokumentationszentrum (NS-DOK) der Stadt Köln, und Alexander Häusler, Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus der FH Düsseldorf. Im Fokus der Agitation stehen nicht nur „der Islam", sondern auch und vor allem Muslime in Europa. Sie dienen als Projektionsfolie für eine imaginierte Gefahr durch eine vermeintlich „fremde Kultur": Zugewanderte = Islam = Gewalt = Bedrohung lautet dabei die rassistische Gleichsetzung.

Das Buch „Das Geschäft mit der Angst" dokumentiert die gleichnamige Tagung vom vergangenen Jahr in Köln mit über 200 Besuchern und Besucherinnen. Es umfasst 14 Beiträge, unter anderem von Navid Kermani und Patrick Bahners, damaliger Feuilletonchef der FAZ, sowie von internationalen Autoren und Autorinnen. Die Beiträge beschreiben die Erscheinungsformen islamfeindlicher Propaganda in verschiedenen Ländern Europas und vergleichen sie vor dem Hintergrund eines gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozesses miteinander. Des Weiteren erörtern die Autoren, wie der muslimfeindliche Rassismus von Rechtsaußen in Deutschland Fuß zu fassen versucht.

Zudem diskutiert die Publikation die städtischen und zivilgesellschaftlichen Aktivitäten gegen Rassismus und die Möglichkeiten gemeinsamer Handlungsstrategien. Die Veröffentlichung will zu einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Phänomen Rechtsextremismus, die positiven Rückmeldungen zu den Inhalten der Tagung haben uns in unserem Anliegen bestärkt, bei der Auseinandersetzung mit rassistischen und rechtsextremen Erscheinungsfor-men den Blick über den regionalen und nationalen Tellerrand hinauszurichten.

So können wir von Erfahrungen aus anderen Regionen und Ländern sowie durch Austausch voneinander lernen, so Hans-Peter Killguss.

Die Broschüre kann telefonisch über die Rufnummer 0221/221-26332 oder per E-Mail unter nsdok@stadt-koeln.de bestellt werden.

 

Patrick Fels, Hans-Peter Killguss, Hendrik Puls (Hg.): Moscheebaukonflikte und ihre Instrumentalisierung durch die extreme Rechte

Verlag NS-Dokumentationszentrum, Köln 2012, 60 S.; ISBN 978-3-938636-15-2

Der Islam ist in Deutschland sichtbarer geworden. Damit haben auch die Debatten über bestimmte religiöse Symbole und Praktiken an Heftigkeit zugenommen. Besonders an Neubauten oder der repräsentativen Umgestaltung von Moscheen entzünden sich Konflikte, in denen über die Rolle des Islams und Fragen der Migrationsgesellschaft gestritten wird. Gruppierungen der extremen Rechten nutzen diese Kontroversen und instrumentalisieren sie für ihre eigenen Belange. Sie hoffen, an in der Bevölkerung verbreitete Ängste, Vorurteile und Rassismen anknüpfen zu können und forcieren deshalb die Konflikte vor Ort.

Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln hat die Broschüre „Moscheebaukonflikte und ihre Instrumentalisierung durch die extreme Rechte" veröffentlicht. Sie arbeitet die Erfahrungen vergangener Auseinandersetzungen über den Moscheebau auf. Dabei griff die ibs auf die Erfahrungen der fünf Teams der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in NRW zurück, die Initiativen, Parteien und Stadtverwaltungen in lokalen Problemlagen beraten. Neben Köln-Ehrenfeld stellt die Broschüre Bauprojekte aus Dortmund, Pulheim und Hamm in Westfalen vor. Sie stellen Beispiele für lokale Konfliktlagen und Strategien der extremen Rechten und erfolgreich umgesetzte Projekte dar. Der zweite Teil der Veröffentlichung enthält wissenschaftliche und journalistische Beiträge. Sie zeigen nicht nur nicht nur Funktion und Wirkungsmechanismen des antimuslimischen Rassismus auf, sondern analysieren auch die Inhalte und Aktivitäten von rechtsextremen Gruppen und des Weblogs „Politically Incorrect".

Die Broschüre ist im Rahmen des Projekts „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln" der ibs entstanden.
Die Broschüre wurde gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN".

Hier für 3,- Euro zu beziehen: ibs@stadt-koeln.de

 

Christian Brühl und Marcus Meier (Hg.): Antisemitismus als Problem der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit. Pädagogische und didaktische Handreichungen für Multiplikatoren und Multiplikatorinnen

Verlag NS-Dokumentationszentrum, 2. Auflage, Köln 2010, 112 S.; ISBN 978-3-938636-08-4

In den letzten Jahren hat das Schimpfwort „Du Jude!" Einzug in deutsche Klassenzimmer gehalten. Jugendliche erklären allerdings vielfach, es „gar nicht so zu meinen." Dennoch provozieren und verunsichern sie damit ihre Lehrerinnen und Lehrer sowie die pädagogische Zunft insgesamt und rühren an Tabus. Denn mit solchen Äußerungen stellen sie selbst das komplexe Problem des Antisemitismus in den Raum, das sich hierzulande notwendigerweise auch immer mit der Frage verbindet, wie man über Themen wie Judentum, Judenfeindschaft, Israel und NS-Vergangenheit überhaupt sprechen kann, ohne permanent etwas falsch zu machen.

Seit wenigen Tagen liegt nun die überarbeitete und erweiterte Neuauflage der Broschüre „Antisemitismus als Problem der politischen Bildungsarbeit" vor. Die vorliegende Broschüre macht dazu vielfältige Angebote für die außerschulische und schulische Bildungsarbeit. Sie richtet sich darüber hinaus auch an andere Interessierte, die über das Problem des Antisemitismus aus heutiger Sicht genauer nachdenken wollen und Anregungen für die Praxis suchen. Das Heft bietet einmal einen prägnanten Überblick über die sozialwissenschaftlichen und pädagogischen Debatten der letzten Jahre über „neuen" und „alten" Judenhass, schlägt sodann ein eigenes grundlegendes Konzept einer „Bildungsarbeit über und gegen Antisemitismus" vor, welches schließlich in einem umfangreichen Methodenteil anhand von handlungs- und erfahrungsorientierten sowie analytischen Zugängen zum Thema konkretisiert wird. Die durchweg praxiserprobten Übungen können in gewerkschaftlichen, universitären und schulischen Bildungseinrichtungen sowie in der freien Erwachsenen- und Jugendbildung eingesetzt und unterschiedlich kombiniert werden.

Hier für 3,- Euro zu beziehen: ibs@stadt-koeln.de

 

Hans-Peter Killguss (Hg.): Die Erfindung der Deutschen. Rezeption der Varusschlacht und die Mystifizierung der Germanen (momentan vergriffen)

Verlag NS-Dokumentationszentrum, Köln 2009, 56 S.; ISBN 978-3-938636-12-1

In der Publikation werden die Beiträge zur Tagung „Die Erfindung der Deutschen. Rezeption der Varusschlacht und die Mystifizierung der Germanen" am 3. Juli 2009 im Römisch-Germanischen Museum in Köln okumentiert. Das Ziel der Tagung war, die Relevanz nationalistischer Denkmuster in der Vermittlung historischer Ereignisse am Beispiel der Rezeptionsgeschichte von Arminius und der Varusschlacht darzustellen und damit die Bedeutung des heidnisch-germanischen Mythos für die extreme Rechte in einen geschichtlichen Kontext zu setzen und verstehbar zu machen.
Die Broschüre richtet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern ist auch in der politischen Bildungsarbeit einsetzbar. 2009 war ein Jahr der großen Jubiläen in Deutschland: 20 Jahre Mauerfall, 250. Geburtstag Friedrich Schillers und vor allem auch 2.000 Jahre Varusschlacht.Das Interesse an dem Ereignis, bei dem die Legionen des Quinctilius Varus durch einen vom Cheruskerfürsten Arminius angeführten Aufstand ernichtend geschlagen wurden, war immens. Begleitet wurde das Jubiläum von einer großen Ausstellung sowie einer Vielzahl an Veranstaltungen und Publikationen. Die Bedeutungen, die der Schlacht über die Jahrhunderte hinweg zugeschrieben wurden, waren immer auch durch die jeweiligen politischen Verhältnisse und tagesaktuellen Fragestellungen bestimmt. Eine sachliche Annäherung an das Geschehen ist angesichts der langen und unterschiedlichen Rezeptionsgeschichte nicht immer einfach. So lebt die Vorstellung, dass der Germane Arminius als der „erste Deutsche" zu sehen sei, auch heute noch fort - obwohl große Teile von Politik, Wissenschaft und Medien darauf verweisen, dass die Erzählung von der "Geburt der Deutschen" im „Blut und Schlamm des Teutoburger Waldes" ein Mythos sei.
Viele Deutungen sind beeinflusst von Bildern und Denkfiguren, mit denen Arminius seit der frühen Neuzeit zum "nationalen" Helden erkoren wurde.

Unter dem Namen Hermann wurde er zum Symbol der Verteidigung des als "deutsch" Ausgemachten gegen jedwede Bedrohung von außen. Galt Hermann einigen Nationalsozialisten als früher Vertreter einer überlegenen arischen Rasse, so dienen "die" Germanen auch der heutigen extremen Rechten zur Sinnstiftung und Identitätskonstruktion.

Mit Beiträgen von Prof. Reinhard Wolters, Dr. Tillmann Bendikowski, Dirk Mellies, Michael Fehrenschild, Karl Banghard, Alexander Häusler, Jan Raabe, Dr. Michael Zelle.

Die Broschüre ist momentan leider vergriffen.

 

Michael Trube (Hg.): Mobile Beratung im Regierungsbezirk Köln. Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus - Ein Zwischenbericht

Verlag NS-Dokumentationszentrum,  Köln 2009, 52 S.; ISBN 978-3-938636-114

Im Rahmen des Bundesprogramms „kompetent. Für Demokratie" ist die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln mit einem Mobilen Beratungsteam im Regierungsbezirk Köln aktiv. Nach anderthalb Jahren mobiler Beratung kann eine Zwischenbilanz gezogen werden. Die vorliegende Broschüre stellt dar, wie die Arbeit konzeptionell ausgestaltet ist, und macht deutlich, welche Chancen der Ansatz der Mobilen Beratung im Themenfeld Rechtsextremismus bietet. Neben einem thematischen Einstieg und der Vorstellung einiger Grundsätze liefert die Broschüre einen Überblick über die extreme Rechte im Regierungsbezirk Köln, analysiert ihre Strukturen und Aktivitäten. Jedes Kapitel enthält jeweils einen Abschnitt über extrem rechte Parteien vor Ort, nicht parteigebundener Organisationsformen sowie Aufmärsche, Veranstaltungen und Übergriffe. Im Rahmen von zwei Gastbeiträgen erläutern das Jugendamt Bergheim sowie das „Netzwerk Buntes Pulheim" ihre Aktivitäten gegen Rechtsextremismus. Neben einer Vorstellung der Partner im landesweiten Beratungsnetzwerk, ermöglicht eine kurze Literaturliste im Anhang einen Einstieg in die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Mobiler Beratung. Somit richtet sich die Broschüre sowohl an interessierte Einzelpersonen als auch an bereits Aktive im Themenfeld Rechtsextremismus.

Hier kostenlos zu beziehen: ibs@stadt-koeln.de

 

Alexander Häusler und Hans-Peter Killguss: Feindbild Islam. Rechtspopulistische Kulturalisierung des Politischen

Verlag NS-Dokumentationszentrum,  Köln 2008, 96 S.; ISBN 978-3-938636-00-8

Die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus legt die Dokumentation der Fachtagung „Feindbild Islam. Rechtspopulistische Kulturalisierung des Politischen" vor, die die ibs im September 2008 veranstaltet hatte. Sie stellt die erste Veröffentlichung in der neuen Reihe "Beiträge und Materialien der Info- und Bildungsstelle" dar. Mit der Publikation leisten die Herausgeber, Alexander Häusler und Hans-Peter Killguss, einen Beitrag zu einer kontroversen, aber sachlichen und differenzierten Diskussion um den Islam als Konfliktfeld und die rechtspopulistische Besetzung sensibler Angstthemen.

Gerade in Köln ist diese Debatte stark emotionalisiert. Hier kommt eine komplizierte Gemengelage zum Ausdruck: Auseinandersetzungen um einen lokalen Moscheebau, Debatten um Integrationsdefizite, Fragen zum interkulturellen Dialog und zu religiös und politisch aufgeladenem Fundamentalismus, sowie Agitationsformen von Rechtsaußen.

Die Broschüre trennt auf insgesamt 96 Seiten einerseits die öffentliche Auseinandersetzung um und mit Muslimen von Pauschalisierungen und politischen Instrumentalisierungsversuchen, andererseits analysiert sie die vielfachen Zusammenhänge zwischen diesen beiden Diskussionssträngen. Die Tagungsbeiträge der 19 Referentinnen und Referenten und die Podiumsdiskussion machen die die gemeinsamen Herausforderungen deutlich, aber auch die unterschiedlichen Zugänge derer deutlich, die mit der Thematik befasst sind. Sie beleuchten den Komplex aus verschiedenen Perspektiven der Theorie, aber auch aus der politischen und pädagogischen Praxis. Dabei kommen auch kontroverse Positionen zum Ausdruck.

Nicht nur in Köln, sondern auch in anderen Städten hat die Diskussion um Moscheebauten und das Auftreten der extremen Rechten weiterhin große Bedeutung. Die Broschüre hält keine Patentrezepte bereit, gibt aber Denkanstöße und stellt eine wichtige Unterstützung für alle diejenigen dar, die die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Thematik suchen.

Die Einleitung der Veröffentlichung finden Sie hier als PDF.

Hier für 3,- Euro zu beziehen: ibs@stadt-koeln.de

 

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