Hier befand sich der Waschraum. An der linken Wand war eine lange eiserne Waschrinne mit fünf Wasserhähnen angebracht. Die Anschlüsse der Wasserhähne sind noch zu erkennen. Darüber werden Schleifen von Kränzen aufbewahrt, die bei Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer nieder gelegt wurden.
In der rechten Ecke war zunächst eine Toilette untergebracht. Zudem befand sich hier die Wache, bis sie 1943 nach Umbauten in den schmalen Raum schräg gegenüber verlegt wurde.
Dadurch wurde Platz geschaffen, um rechts in der Ecke einen gasbeheizten Desinfektionsapparat unterzubringen, während die Toilette nach links verlegt wurde. Damit wollte man gegen die Fleckfiebergefahr vorgehen, die angesichts der extremen Überbelegung drohte. Links neben dem heute offenen Raum wurden zwei weitere Toiletten eingebaut. Die hygienischen Bedingungen blieben jedoch katastrophal - wie Sie später aus Berichten von ehemaligen Häftlingen erfahren können.
Etwas weiter den Gang hinunter auf der rechten Seite befindet sich die Tür zum Pumpenraum. Die Gestapo verfügte mit einer elektrischen und einer handbetriebenen Pumpe sowie einem Notaggregat über eine eigene Wasser- und Stromversorgung. 1943 wurde außerdem eine Belüftungsanlage eingebaut, deren Verlauf noch über den Zellen zu sehen ist. Erst nach Kriegsende wurde das Haus an die städtische Wasserleitung angeschlossen, wobei das Hauptwasserrohr durch die Zelle 10 gelegt wurde.
Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln
