NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
museenkoeln.de … NS-Dok … EL-DE-Haus Geschichte
Normale SchriftgrößeNormale SchriftgrößeNormale Schriftgröße Normale SchriftgrößeMittlere SchriftgrößeGroße Schriftgröße Druckversion in neuem Fenster öffnenStadt Köln
EL-DE-Haus

Das EL-DE-Haus

Die Zentrale der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) für den Regierungsbezirk Köln hatte von Dezember 1935 bis März 1945 ihren Sitz in diesem Haus. Hier wurde ermittelt, verhört, gefoltert und gemordet.

Die Geheime Staatspolizei (Gestapo) gilt als das wichtigste und gefürchteste Herrschaftsinstrument des Nationalsozialismus. Sie ging im April 1933 aus der Politischen Polizei Preußens hervor. Zu den wesentlichen Aufgaben der Gestapo zählten die Überwachung der Bevölkerung und die Verfolgung der Gegner des NS-Regimes. Aus politischen Gründen wurden vor allem Kommunisten, Sozialdemokraten und Linkssozialisten, aus rassischen Gründen vor allem Juden verfolgt. Die Verfolgung der Sinti und Roma, der Homosexuellen und der sogenannten "Asozialen" fiel in die Zuständigkeit der Kriminalpolizei, wobei diese eng mit der Gestapo zusammenarbeitete.

Die Gestapozentrale von Köln war Teil der hierarchischen Gliederung der Gestapo: Die Zentrale der Gestapo bildete das Geheime Staatspolizeiamt (Gestapa) bzw. seit 1939 das "Reichssicherheitshauptamt", dem eine Reihe von Staatspolizeileitstellen (auf der Ebene der Provinzen) sowie Staatspolizeistellen untergeordnet waren. Köln war Sitz einer Staatspolizeistelle und damit der Staatspolizeileitstelle in der Rheinprovinz mit Sitz in Koblenz (bis 1939) bzw. Düsseldorf (ab 1939) untergeordnet. Die Staatspolizeistelle Köln war zuständig für den Regierungsbezirk Köln und seit 1943 auch für den Regierungsbezirk Aachen. Sie besaß seit 1938 in Bonn und seit 1943 in Aachen eine Außenstelle. Sitz der Kölner Gestapo war zunächst das Polizeipräsidium in der Krebsgasse sowie - in unmittelbarer Nähe zum Regierungspräsidium - in der Zeughausstraße 8. Am 1. Dezember 1935 bezog die Gestapo ihre neue Zentrale im EL-DE-Haus, in dem ein Hausgefängnis eingebaut worden war.

IMPRESSUM

Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln

Geschichte