NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
museenkoeln.de … NS-Dok … DauerausstellungRundgangAufstieg und Machtergreifung
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Dauerausstellung … Rundgang

Aufstieg und Machtergreifung

Der erste thematische Teil der Dauerausstellung behandelt die Entwicklung der Kölner Nationalsozialisten von kleinen Anfängen bis zur Machtübernahme. Der auf dem Boden angebrachte Zeitstrahl beginnt 1918 und führt unmittelbar zum 13. März 1933, dem Tag, an dem die Nationalsozialisten das Rathaus besetzten und die Macht in Köln übernahmen. Dies zeigt das große Foto am Ausgang des nächsten Raumes.

Zunächst wenden wir aber den Blick auf die rechte Wandseite des ersten Raumes. Das groß aufgezogene Flugblatt von 1919 des Deutsch-Völkischen Schutz- und Trutzbundes belegt, dass antisemitische Propaganda schon vor 1933 von mehreren rechtsextremen Organisationen in Köln betrieben wurde. Die Kölner NSDAP wurde 1921 gegründet. Sie blieb jahrelang eine unbedeutende, innerlich zerstrittene Splitterpartei.

Zu Beginn des nächsten Raums finden Sie die Biographien führender Personen der NSDAP in Köln. Der 1902 geborene Josef Grohé war bereits als 18jähriger aktiv und wurde 1931, mit nur 29 Jahren, als Gauleiter der mächtigste Kölner Nationalsozialist - und blieb es bis 1945. Bereits ab1928 hatte sich die Organisation der Kölner NSDAP verbessert. Der politische Durchbruch gelang ihr infolge der Weltwirtschaftskrise, die zu einer hohen Arbeitslosigkeit und politisch instabilen Verhältnissen führte. Der seit 1925 herausgegebene „Westdeutsche Beobachter" erschien ab 1930 als Tageszeitung; die Zahl der Mitglieder, der Ortsgruppen und der Nebenorganisationen stieg stark.

Die Partei führte nun Aufmärsche und Großkundgebungen durch. Dazu kam Hitler allein bis Anfang 1933 fünf Mal nach Köln. Der Aufstieg der NSDAP in Köln spiegelt sich wider in den Fotos der prunkvoller werdenden Geschäftshäuser der Gauleitung. Kennzeichnend für die Kölner Nationalsozialisten waren ein extremer Antisemitismus und gewaltsam geführte Auseinandersetzungen mit ihren politischen Gegnern, die bis hin zum Mord gingen.Obwohl in Köln etwa zehn Prozent weniger Menschen NSDAP wählten als im Reichsdurchschnitt und die Kölner NSDAP lange Zeit schwächer als in anderen Regionen war, gelang es ihr dennoch, sich so zu entwickeln, dass 1933 auch in Köln, wie andernorts, eine rasche Machtübernahme möglich war.

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Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln

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