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Am 13. März 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Macht in Köln. Oberbürgermeister Konrad Adenauer wurde für abgesetzt erklärt, und der Nationalsozialist Günther Riesen zum kommissarischen Oberbürgermeister ernannt. In den folgenden Wochen und Monaten wurden sämtliche Parteien, Institutionen, Verbände und Vereine „gleichgeschaltet", d.h. dem alleinigen Führungsanspruch der Nationalsozialisten unterworfen - oder aufgelöst. Dieser Prozess verlief in Köln ebenso rasch wie im gesamten Reich.

Der Jubel über ihre Machtübernahme war bei den Nationalsozialisten groß. Sie feierten u.a. - wie auf dem großen Foto zu sehen ist - den „Tag der alten Garde". Zur „alten Garde" gehörten jene Parteimitglieder, die eine Mitgliedsnummer unter 100.000 besaßen und daher bis zum Jahr 1928 in die Partei eingetreten waren. Sie erhielten nach der Machtübernahme Vergünstigungen. So wurden von ihnen überproportional viele bei der Stadtverwaltung beschäftigt; bis März 1936 über 1.500 Personen. Jetzt kam es auch zu Masseneintritten in die NSDAP, die bald einen Aufnahmestopp verhängte. 
Bei der Stadtverordnetenwahl vom 12. März 1933 hatte die NSDAP mit 39,5 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit deutlich verfehlt. Doch nach wenigen Wochen gab es im Kölner Rat nur noch eine Fraktion, die der NSDAP. Denn den gewählten KPD-Stadtverordneten wurden kurzerhand reichsweit die Mandate aberkannt; ein großer Teil von ihnen wurde bereits in Konzentrationslagern gefangen gehalten. Die SPD-Stadtverordneten wurden - bis auf einen - nach der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Rates am 30. März 1933 verhaftet, und die Vertreter der bürgerlichen Parteien schlossen sich z.T. noch vor der Selbstauflösung ihrer Parteien der NSDAP-Fraktion als „Hospitanten" an.

Die Kölner Universität schaltete sich am 11. April 1933 noch vor der reichsweiten Aktion selbst gleich. Anstelle des bisherigen Amtsinhabers wurde der Vertrauensmann der NSDAP an der Universität zum Rektor gewählt. Damit gab die Kölner Uni, wie NS-Kultusminister Rust lobend hervorhob, ein „richtunggebendes Beispiel". Am 17. Mai 1933 organisierte die Kölner Studentenschaft im Rahmen einer "Kundgebung wider den undeutschen Geist" die Bücherverbrennung vor dem Universitätsgebäude in der Claudiusstraße.

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Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln

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