NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
museenkoeln.de … NS-Dok … DauerausstellungRundgangKöln: Zwischen Alltag und großer Politik
Normale SchriftgrößeNormale SchriftgrößeNormale Schriftgröße Normale SchriftgrößeMittlere SchriftgrößeGroße Schriftgröße Druckversion in neuem Fenster öffnenStadt Köln
Dauerausstellung … Rundgang

Köln: Zwischen Alltag und großer Politik

Die Collage zeigt eine zufällige Auswahl von Fotografien aus dem Kölner Privatleben in den 1930er Jahren. Sie belegen, dass für viele das Leben auch nach der nationalsozialistischen Machtübernahme weiter in gewohnten Bahnen verlief: Familie, Beruf und Freizeit bildeten die Dreh- und Angelpunkte des Alltags. Für die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung besserten sich die Lebensverhältnisse in den Vorkriegsjahren deutlich. Dass dies mit der Ausgrenzung und Verdrängung von Andersdenkenden und Minderheiten einherging, wurde entweder ausgeblendet oder oft sogar begrüßt.

Auch die politische Mobilisierung und Militarisierung der Gesellschaft zählten zur Normalität unter dem nationalsozialistischen Regime. Dieses konnte auf den weit verbreiteten Wunsch aufbauen, die politischen Folgen des Ersten Weltkrieges rückgängig zu machen. In Köln waren die Jahre der Besetzung des Rheinlandes durch die Siegermächte noch in Erinnerung.

Als daher 1936 deutsche Soldaten gegen die Bestimmungen des Versailler Vertrages in das Rheinland einmarschierten - links von der Fotowand sehen Sie eine Szene des Einmarschs - gab es auch hier begeisterten Jubel.

Die Stadt Köln stellte nun ihre Lage als westlicher Vorposten des Reiches deutlich heraus. Gegenüber der Fotowand sehen Sie Karten, die die Stadt Adolf Hitler im April 1939 zu dessen 50. Geburtstag schenkte. Kölns Bedeutung als „Tor zum Westen" wurde durch den Ausbau der Verkehrsverbindungen gestärkt. Auch bedeutende Ausstellungen in der Messe sollten die Stellung als Rheinmetropole festigen.

Geplant war außerdem, das bisherige Stadtbild mit dem Dom und der Altstadt durch eine nationalsozialistisch geprägte „Gauhauptstadt" zu relativieren. Das neue Zentrum, an dessen Planung Hitler regen Anteil nahm, sollte am rechten Rheinufer liegen und von überdimensionalen Parteibauten und Aufmarschgeländen geprägt sein. Mit den beginnenden Bombenangriffen auf Köln mussten solche Projekte zurückgestellt werden.

IMPRESSUM

Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln

Rundgang