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Religion oder 'Gottgläubigkeit'?

Aufgrund seines totalitären Anspruchs war es ein wichtiges Ziel des NS-Staates, Macht und Einfluss der christlichen Kirchen zu bekämpfen und eine Entchristlichung des öffentlichen wie privaten Lebens zu erreichen.

Das oberste Foto der Tafel in der Raummitte zeigt die Rednerbühne bei einer Veranstaltung der NSDAP in Köln 1937. Im Hintergrund der Bühne können Sie als Motto der Veranstaltung einen Ausspruch Adolf Hitlers lesen: „Ich bin bei Euch - Ihr seid bei mir". Dieser Ausspruch orientierte sich bewusst an einem Jesus-Zitat und kennzeichnet präzise die Ideologie des Regimes: An die Stelle christlicher Religion sollte ein umgedeuteter, so genannter „deutscher Gottglaube" treten.

Im Rahmen dieser Umdeutung wurde versucht, christliche Symbole und Bräuche wie das Weihnachtsfest durch nationalsozialistische oder „germanisch-heidnische" Elemente zu ersetzen. In einer Vielzahl von Veranstaltungen und Publikationen wurde für diesen „deutschen Gottglauben" geworben.

Einflussreichster Entwurf einer „germanisch-völkischen" Weltanschauung war der von Alfred Rosenberg 1930 veröffentlichte „Mythus des 20. Jahrhunderts".

Eingriffe des NS-Staates in die Tätigkeit der katholischen und evangelischen Amtskirchen setzten unmittelbar nach der Machtübernahme ein und erstreckten sich in unterschiedlicher Intensität über die ganze Periode der NS-Zeit.

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Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln

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