„Gebt mir fünf Jahre Zeit und ihr werdet Deutschland nicht wieder erkennen" - diese Aussage Hitlers plakatierte die amerikanische Militärregierung nach der Besetzung Kölns auf den Trümmern der Stadt und hielt der Bevölkerung so vor Augen, wohin sie die bedingungslose Gefolgschaft der letzten zwölf Jahre geführt hatte.
Die Einnahme der Stadt durch alliierte Verbände war vergleichsweise unspektakulär erfolgt: Nachdem der entscheidende Vormarsch am Morgen des 5. März 1945 begonnen hatte, stießen amerikanische Truppen schnell ins Stadtzentrum vor. Am frühen Nachmittag des 6. März erreichten sie Dom und Rheinufer - das linksrheinische Köln war befreit.
In den Tagen zuvor hatten sich die sonst gefolgstreuen Wehrmachtgeneräle zumindest gegen die Forderung von Gauleiter Grohé nach „unbedingter Verteidigung Kölns bis zum Letzten" zur Wehr gesetzt. Daraufhin setzte dieser sich mit seinem Stab am 5. März ins Rechtsrheinische ab.
Am Vormittag des 6. März sprengten deutsche Pioniere mit der Hohenzollernbrücke den letzten passierbaren Kölner Rheinübergang. Einen Tag später fiel die Brücke von Remagen unzerstört in die Hände der Alliierten. Danach dauerte es noch bis Mitte April 1945, bis sich deren Truppen Köln von Süden nähern und schließlich auch die rechtsrheinischen Stadtteile befreien konnten.
Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln
