Hier sind, in der linken Raumecke, einige Gegenstände des Gestapo-Büroalltags ausgestellt: eine Schreibmaschine mit einer SS-Taste und eine Schreibtischlampe, die vor einigen Jahren im hinteren Bereich des ehemaligen Gestapogefängnisses hier im EL-DE-Haus entdeckt wurde.
An den Wänden finden Sie einige allgemeine Informationen über die Kölner Gestapo wie einen Auszug aus dem Gesetz zur Gründung der Gestapo; eine Karte zeigt, dass die Kölner Gestapo nicht allein für die Stadt, sondern für den gesamten Regierungsbezirk Köln und seit 1943 auch für den Regierungsbezirk Aachen zuständig war; die Machtmittel der Gestapo von der „Schutzhaft" bis zur Einweisung in „Konzentrationslager" werden dargestellt; und der Geschäftsverteilungsplan der Kölner Gestapo belegt schließlich ihren großen Zuständigkeitsbereich.
Stellvertretend wird die Biografie eines Gestapobeamten dargestellt: Josef Hoegen. In Interviewpassagen erinnern einige ehemalige Häftlinge an die besonders brutalen Verhörmethoden Hoegens. Nach dem Krieg musste er lediglich eine Haftstrafe von acht Jahren verbüßen, während viele der von ihm Gepeinigten bis ins hohe Alter um ihre Anerkennung als NS-Opfer zu kämpfen und an den Folgen der Folter zu leiden hatten.
Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln
