NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
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History Award 2006

Im Oktober 2006 zeichnete der Geschichtssender History Channel das NS-Dokumentationszentrum mit dem History-Award 2006 aus. Der Preis wurde für das Projekt „Navajos und Edelweißpiraten - Unangepasstes Jugendverhalten in Köln 1933-1945" verliehen, wobei sich das NS-Dokumentationszentrum gegen Bewerbungen von rund 100 Städten aus elf Bundesländern durchsetzte.

Der Wettbewerb zum Thema „Persönlichkeiten - Städte - Geschichte" will an eine Person oder eine Gruppe von Menschen erinnern, deren Leistung, Lebensweg oder Schicksal besonders bedeutsam waren. Hierbei spielten weder die Größe des Projekts noch der Bekanntheitsgrad der Person oder der Gruppe eine Rolle. Ausschlaggebend war vielmehr die möglichst kreative Herangehensweise an die Thematik.

Dieses Kriterium sah die Jury beim Projekt des NS-Dokumentationszentrums in besonderer Weise erfüllt. So stellte Guido Knopp, der Vorsitzende der Jury, fest, dass es gelungen sei, „eine Brücke zwischen heutiger Jugend und der Generation der Groß- und Urgroßeltern" zu schlagen. Jury-Mitglied Helmut Markwort vom FOCUS, äußerte: „Ausstellungen, Internetauftritt, Musik und Edelweißpiratenfestival, Zeitzeugenerinnerung und Wanderungen im Stadtteil Ehrenfeld vermitteln das Gefühl, die Haltung, den Willen und die Kraft der Jugendlichen von damals."

Und der Autor Robert Hültner begründete seine Entscheidung für das ausgezeichnete Projekt folgendermaßen: „Das Kölner Projekt überzeugt in mehrerer Hinsicht. Ungewöhnlich ist bereits der inhaltliche Ansatz: Die Projekte rücken die Situation von Jugendlichen unter der Nazi-Herrschaft ins Blickfeld. Sie thematisieren Aspekte der Geschichte der deutschen Jugendbewegung, dokumentieren aber auch, wie junge Menschen in dieser Zeit eine neue, kreativ-widerständige Jugendkultur schufen. Das Projekt überzeugt weiterhin durch eine Vielzahl von - teilweise wohltuend unakademischen - Präsentations- und Aktionsformen. Diese zeichnen sich nicht zuletzt durch eine temperamentvolle populärkulturelle Erdung und unverkrampfte Intergenerativität aus, was gerade jungen Menschen in der heutigen Zeit den Zugang zur Thematik erleichtert. Der Mix aus solider Dokumentation und Recherche einerseits, der unkonventionellen Popularisierung andererseits könnte für die Geschichtsarbeit anderer Kommunen durchaus beispielgebend sein. Das Projekt weist Kontinuität und Nachhaltigkeit auf."

NTV-Nachrichten: Verleihung des History Award

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Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln

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