NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
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KPD

„Rundfunkempfang störungsfrei" - hinter diesem Titel verbirgt sich ein Bericht vom VII. Kongress der Komintern. Mit solchen Tarnschriften und Flugblättern versuchte die illegal arbeitende Kommunistische Partei ihre Informationen zu verbreiten. Die Führung der Partei ging 1933 davon aus, dass sich schnell eine revolutionäre Massenbewegung gegen das NS-Regime entwickeln und zu dessen Sturz führen würde. Man versuchte, die Organisation in ihrer bisherigen Struktur beizubehalten. Es wurden weiterhin Beiträge kassiert, die „Rote Hilfe" unterstützte die Familien der Verhafteten. Aber die Untergrundtätigkeit wurde immer wieder aufgedeckt. In der Zeit bis 1938 standen mindestens 700 Kölner KPD-Mitglieder vor Gericht.

Rechts an der Wand finden Sie die Kopie einer Urteilsakte aus einem Prozess des Oberlandesgerichts Hamm. Es betrifft Mitglieder der Gruppe um Otto Kropp und Ulrich Osche. Sie hatten ab 1935 versucht, die KP in Köln erneut aufzubauen, diesmal dezentral organisiert. Beide wurden 1936 zusammen mit 150 Personen verhaftet.

Otto Kropp wurde zum Tode verurteilt. In seinem bewegenden Abschiedsbrief an die Familie verleiht er noch ein letztes Mal seiner Überzeugung Ausdruck: „Ich sterbe in dem festen Glauben, nicht umsonst gefallen zu sein". Am 25. Mai 1937 wurde er hingerichtet. Erst nach 1941 gab es erneute Versuche, eine kommunistische Organisation aufzubauen. Mehr darüber erfahren Sie - neben anderen Themen - im nächsten Raum.

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Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln

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