
Führungen: 11, 13, 14, 15, 16, 17 Uhr;
Dr. Werner Jung, Dr. Karola Fings, Dr. Jürgen Müller
14:30 Uhr: Familienführung (für Kinder ab 10 Jahren) mit Barbara Kirschbaum
Das EL-DE-Haus wurde 1934/35 ursprünglich als Wohn- und Geschäftshaus errichtet. Im Sommer 1935 wurde das Haus noch im Rohbau von der Gestapo in Beschlag genommen. Die Gestapo ließ das Gebäude für ihre Zwecke umbauen: In den vorgesehenen Wohnräumen wurden Büros eingerichtet und in dem oberen von zwei Kellergeschossen das Hausgefängnis mit zehn Zellen geschaffen. Vom 1. Dezember 1935 bis zum 6. März 1945 (wenige Tage vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen in der Stadt) arbeitete die Gestapostelle Köln in diesen Räumen.
Im Rahmen der Führung werden die Baugeschichte des EL-DE-Hauses, die Dauerausstellung »Köln im Nationalsozialismus« und die Gedenkstätte »Gestapo-Gefängnis« vorgestellt.
Gebühr: Eintritt frei
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Die Jugendredaktion des jfc Medienzentrums produziert regelmäßig Sendungen für den Bürgerfunk des Kölner
Lokalradios. Von September bis Januar sollen auch Beiträge zur Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
und über die zahlreichen Begleitveranstaltungen erstellt werden. Die besten Beiträge werden im Januar in einer
Sondersendung vorgestellt und auf die Internetseite des Ausstellungsprojekts (www.3www2.de) gesetzt.
Die Rheinklang-Medien GmbH, in deren Studios die Video- und Hörstationen für die Ausstellung erstellt wurden,
wird die professionelle Produktion ausgewählter Beiträge unterstützen.
Schülerinnen und Schüler, die selbst Töne einfangen, Interviews führen, Audiodateien schneiden und Radiobeiträge
produzieren wollen, wenden sich an:
Nina Stapelfeldt (Radio und Podcastprojekte, jfc Medienzentrum, Hansaring 84-86)
Tel: 130 56 15–0
Mail: stapelfeldt@jfc.info
Internet: www.jfc.info
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Ausstellungseröffnung. Die Ausstellung wird bis zum 16. Januar 2011 gezeigt und es findet ein umfassendes Begleitprogramm statt.
Millionen Soldaten aus Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, um die Welt vom deutschen und italienischen Faschismus und vom japanischen Großmachtwahn zu befreien. Allein Indien stellte 2,5 Millionen Kolonialsoldaten zur Verfügung. China hatte mehr Opfer zu beklagen als Deutschland, Italien und Japan zusammen. Frankreich sowie Großbritannien rekrutierten auch in ihren afrikanischen Kolonien jeweils mehr als eine Million Kolonialsoldaten für Kriegseinsätze.
Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten stellten in ihren Kolonien Hilfstruppen und Hilfsarbeiter oftmals mit Gewalt zusammen. Japanische Militärs verschleppten zudem Hunderttausende Frauen aus Asien in ihre Frontbordelle. Rekruten aus den Kolonien, ob Freiwillige oder Zwangsverpflichtete, mussten sich mit weniger Sold, schlechteren Unterkünften und geringeren Kriegsrenten als ihre „weißen Kameraden“ abfinden. Weite Teile der Dritten Welt – von der lateinamerikanischen Küste und Nordafrika über den Nahen Osten und Indien bis nach Südostasien und Ozeanien – dienten als Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet und vermint zurück.
Bei der Befreiung der philippinischen Hauptstadt Manila von den japanischen Besatzern starben mehr Zivilisten als in Berlin, Dresden oder Köln. Aus ihren Kolonien bezogen die kriegführenden Mächte zudem Nahrungsmittel für die kämpfenden Truppen und Rohstoffe für die Rüstungsproduktion. Oft musste die einheimische Bevölkerung deshalb Hunger leiden.
Auch das NS-Regime bezog kriegswichtiges Material aus den französischen Kolonien in Afrika und Indochina, die unter der Kontrolle der Kollaborationsregierung in Vichy standen. Die Nazis wollten nach der Unterwerfung Osteuropas zudem ein Kolonialreich in Zentralafrika erobern und über Nordafrika in den Nahen Osten vorstoßen. Hunderttausende Juden in dieser Region mussten deshalb um ihr Leben fürchten.
In der Dritten Welt gab es allerdings nicht nur Opfer, sondern auch Kollaborateure der faschistischen Achsenmächte, die an deren Seite kämpften – von Nordafrika und Palästina über den Irak und Indien bis nach Thailand und Indonesien.
Die Ausstellung gibt einen umfassenden Überblick zu der Einbeziehung von Millionen von Menschen außerhalb Europas in den Zweiten Weltkrieg und erinnert an ihr Schicksal, das häufig nicht im Bewusstsein der Erinnerungskultur in Europa ist.
Eine Ausstellung von Recherche International e.V.
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Sonderführung für LehrerInnen durch die Ausstellung.
Der Zweite Weltkrieg trägt zwar die „Welt“ im Namen, jedoch kommen dessen gravierende Folgen für die Dritte Welt in der hiesigen Geschichtsschreibung nicht vor.
Karl Rössel, Mitarbeiter des Rheinischen JournalistInnenbüros und von Recherche International e.V., hat die Ausstellung mit entwickelt und
stellt sie und die dazugehörigen Unterrichtsmaterialen vor. Die Museumspädagogin Barbara Kirschbaum informiert über die Möglichkeiten,
die das NS-Dokumentationszentrum für die Erarbeitung des Themas bietet.
Gebühr: Der Eintritt und die Teilnahme sind frei.
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Die Psychiaterin und Publizistin Alice Cherki stammt aus Algerien, wo sie in den 1950er
Jahren an der Seite Frantz Fanons gegen die französische Kolonialherrschaft gekämpft hat.
Ein halbes Jahrhundert später schrieb sie eine kenntnisreiche Biografie über den internationalen Sprecher der algerischen Befreiungsbewegung, die auch in deutscher Fassung erschienen ist (Frantz Fanon – Ein Portrait, Hamburg 2006). Wie Cherki nachweist, waren Fanons Theorien zur antikolonialen Revolution wesentlich durch seine Erfahrungen als Soldat auf Seiten des Freien Frankreich im Zweiten Weltkrieg geprägt.
Ort: Allerweltshaus
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. im Rahmen des Festivals „Jenseits von Europa XI –
Neue Filme aus Afrika“ in Kooperation mit der Reihe „Stimmen Afrikas“ im Allerweltshaus.
Das komplette Programm des Festivals, das vom 19.9. bis 4.10.2010 stattfindet, unter:
www.filminitiativ.de
Referent: Alice Cherki (Algerien/Paris)
Gebühr: 5 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Frères de sang – Tirailleurs de l'empire
(Blutsbrüder – Soldaten des Empires)
Regie: Bernard Simon, Frankreich 2008, DVD, OF franz. m. dt. UT, 90 Min.
Mit beeindruckendem, bislang weitgehend unbekanntem Archivmaterial erzählt der Film die Geschichte der Rekrutierung von Soldaten in Afrika
durch die Kolonialmacht Frankreich. In abgelegenen Gegenden West- und Zentralafrikas hat der Regisseur Veteranen aufgespürt, die 1944/45 in
Tunesien, in Italien, auf der Insel Elba und bei der Befreiung Frankreichs von der Naziherrschaft mitgekämpft hatten. Der Film rückt ihre Einsätze
in den Kontext der Kolonialgeschichte.
In Anwesenheit des Regisseurs Bernard Simon
Ort. Allerweltskino im OFF Broadway
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. im Rahmen des Festivals „Jenseits von Europa XI
Gebühr: 6 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Regie: Fitouri Belhiba und Jean Marie Fawer, Frankreich 2007, OF m. dt. UT, 52 Min.
Der Film zeigt die Entstehung des Hiphop-Tanztheaters „Die vergessenen Befreier" ("À nos morts"), eine
Hommage an die Kolonialsoldaten der französischen Armee, von den historischen Recherchen über die
Proben bis zu den ersten Aufführungen.
(Die französische Theatergruppe Mémoires Vives führt das Stück am 3. und 4.10. im Altenberger Hof –Bürgerzentrum Nippes auf.)
Die Beteiligten, überwiegend Migranten und Migrantinnen, erzählen, wie die Kreation dieses bewegenden Theaterstücks ihre persönlichen
Beziehungen zu dem Thema – z.B. durch Gespräche in ihren Familien – verändert hat.
In Anwesenheit des tunesischen Regisseurs Fitouri Belhiba
Mit Live-Musik des Nippeser Hiphop-Netzwerks für Toleranz und Integration
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. im Rahmen des Festivals „Jenseits von Europa XI – Neue Filme
aus Afrika“ und in Kooperation mit Zug um Zug e.V.
Gebühr: Der Eintritt ist frei
Treffpunkt: Altenberger Hof – Bürgerzentrum Nippes
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Bei der 11. Ausgabe des Kölner AfrikaFilmfestivals, die vom 19.9. bis 4.10.2010 stattfindet, bietet FilmInitiativ Köln e.V. eine umfangreiche Sonderreihe mit Filmen, Lesungen, Hiphop-Live-Acts und Theateraufführungen zur Rolle Afrikas im Zweiten Weltkrieg. Dazu sind Gäste aus Algerien, Tunesien, Kamerun, den USA, Frankreich und Deutschland eingeladen.
Bei der Festivaleröffnung im Filmforum NRW im Museum Ludwig ist neben einer cineastischen Einführung in das Programm mit internationalen Gästen, Überraschungsfilmen und Live-Musik von Tamika & Mamadee (Sisters) auch der algerische Kurzfilm L’ami y‘a bon (Der Freund aus den Kolonien) aus dem Afrika-Kapitel der Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ auf großer Leinwand zu sehen.
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V.
Das komplette Festivalprogramm unter:
www.filminitiativ.de
Gebühr: 6 €
Treffpunkt: Filmforum NRW im Museum Ludwig
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Regie: Charles Onana, Frankreich 2009, DVD, OF franz. m. dt. UT, 90 Min.
Eine historisch wie politisch bemerkenswerte Dokumentation des Journalisten und Verlegers Charles Onana aus Kamerun
über die Diskriminierung der afrikanischen Kolonialsoldaten in den französischen Streitkräften vor, während und nach dem
Zweiten Weltkrieg. Mit Verweisen auf die deutsche Kolonialgeschichte erinnert der Film auch an den Verursacher der beiden
Weltkriege.
In Anwesenheit von Regisseur Charles Onana und Professor Theodor Michael, der als schwarzer Deutscher Nazizeit und Lagerhaft überlebte und als Zeitzeuge im Film zu Wort kommt.
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. im Rahmen des Festivals „Jenseits von Europa XI – Neue Filme aus Afrika“
in Zusammenarbeit mit dem Verein El-DEHaus e.V. – Förderverein des NS-Dokumentationszentrums.
Das komplette Festivalprogramm unter: www.filminitiativ.de
Gebühr: 6 €
Treffpunkt: Filmforum NRW im Museum Ludwig
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Der am Colby College in Maine lehrende Professor für neuere europäische Geschichte stellt seine Forschungsergebnisse
über Massaker der Wehrmacht an schwarzen Soldaten in Frankreich im Jahre 1940 vor, die den Mythos vom „sauberen Westfeldzug“
nachhaltig zerstören.
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. im Rahmen des Festivals „Jenseits von Europa XI – Neue Filme aus Afrika“ in Kooperation mit dem
Katholischen Bildungswerk
Referent: Raffael Scheck (USA)
Gebühr: 3 €
Treffpunkt: Domforum
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Freitag, 1. Oktober 2010
10 Uhr (Schulvorführung)
Filmforum NRW im Museum Ludwig
Regie: Rachid Bouchareb, Algerien/
Marokko/Frankreich/Belgien 2006,
DVD/Blu Ray, OF franz./arab. m. dt. UT, 119 Min.
Der algerische Regisseur erzählt die Geschichte von vier Kolonialsoldaten der französischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg: von
ihrer Rekrutierung in Nordafrika bis zu ihren Fronteinsätzen gegen die deutsche Wehrmacht in Italien, der Provence und schließlich
in einem abgelegenen Dorf im Elsass. Mit großartigen Schauspielern, die beim Filmfestival in Cannes 2007 kollektiv als beste
männliche Hauptdarsteller ausgezeichnet wurden, und bewegenden Bildern erinnert dieser Film an die weitgehend
vergessene Beteiligung Hunderttausender afrikanischer Soldaten an der Befreiung Europas.
Eintritt: 6 Euro (Allerweltskino),
3 Euro (Schulvorführung im Filmforum nach Anmeldung)
Veranstaltungen von FilmInitiativ Köln e.V. im Rahmen des Festivals
„Jenseits von Europa XI – Neue Filme aus Afrika“ in Kooperation mit dem Allerweltskino und „CinePoint – Schule des Sehens“
(eine Reihe des jfc Medienzentrum Köln)
Treffpunkt: Allerweltskino im OFF Broadway
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
FILME (DOPPELPROGRAMM)
Les massacres de Sétif, un certain 8. Mai 1945
(Die Massaker von Sétif, ein anderer 8. Mai 1945)
Regie: Mehdi Lallaoui & Bernard Langlois, Frankreich 2003, DVD, OF franz./arab. m. dt. UT, 53 Min.
Dokumentation mit seltenem Archivmaterial über den Tag des Kriegsendes in Europa, der in Algerien aufgrund eines
französischen Kolonialverbrechens zum „Tag der Trauer“ wurde.
Baroud d'honneur (Eine Frage der Ehre)
Regie: Grègoire Georges-Picot, Frankreich 2006, DVD, OF franz./arab. m. dt. UT, 54 Min.
Dokumentarfilm über die anhaltende Diskriminierung afrikanischer Kolonialsoldaten in der Nachkriegszeit.
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. im Rahmen des Festivals „Jenseits von Europa XI – Neue Filme aus Afrika“
Gebühr: 6 €
Treffpunkt: Filmforum NRW im Museum Ludwig
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Zusätzlich am Montag, 4. Oktober 2010 11 Uhr findet eine Schulvorführung statt.
HIPHOP-TANZTHEATER Die vergessenen Befreier (À nos morts)
Mit Hiphop-Songs und poetischen Texten, Break-Dance und einer hinreißenden Choreografie vor historischen Fotos und Filmausschnitten erinnert
diese Performance an die Millionen Soldaten aus den französischen Kolonien, die in den beiden Weltkriegen an vorderster Front für Frankreich
gekämpft haben und heute weitgehend vergessen sind. Das Hiphop-Projekt aus den Straßburger Banlieues verweist in zeitgenössischer Form auf
ein bedeutendes, aber verdrängtes Kapitel der afrikanisch-europäischen Geschichte.
Die Theatergruppe „Compagnie Mémoires Vives“ ist ein Zusammenschluss von KünstlerInnen, MusikerInnen, HistorikerInnen und SozialarbeiterInnen.
Seit ihrer Gründung im Jahre 1996 verfolgt sie das Ziel, in einer von Migration geprägten Gesellschaft an vergessene Aspekte der (Kolonial-)Geschichte zu erinnern. Die Deutschlandpremiere des Stücks „Die Vergessenen Befreier“ feierten 800 begeisterte ZuschauerInnen
in Berlin mit standing ovations. Die Kölner Aufführungen bilden den Schlusspunkt des Film-Festivals „Jenseits von Europa XI“ und einen Höhepunkt im Begleitprogramm zur Ausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Eintritt
Fördertickets: 25 Euro, Normal: 15 Euro, erm. 12 Euro
Schulvorführung (nach Anmeldung): 5 Euro
Kartenvorverkauf:
Altenberger Hof – Bürgerzentrum Nippes, Mauenheimer Straße 92, 50733 Köln
Tel: 0221 – 976587-0
Mail: info@buergerzentrum.nippes.de,
www.buergerzentrum-nippes.de
Buchhandlung Blücherstr. 3, 50733 Köln, Tel: 0221 – 9763801
Veranstaltungen von FilmInitiativ Köln e.V. im Rahmen des Festivals „Jenseits von Europa XI – Neue Filme
aus Afrika“ in Kooperation mit Zug um Zug e.V. – Altenberger Hof – Bürgerzentrum Nippes
Treffpunkt: Altenberger Hof – Bürgerzentrum Nippes
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Kinder und Jugendliche
Angels of war
Regie: Andrew Pike, Hank Nelson, Gavan Daws, Australien 1982, Beta SP, OF m. engl. UT, 54 Min.
Preisgekrönter Dokumentarfilm über die Folgen des Zweiten Weltkrieges für die Bewohner Neuguineas, die zu
Zehntausenden Kriegsdienste leisten mussten.
Black soldier blues
Regie: Nicole McCuaig, Australien 2004, BetaSP, dt. Fassung, 55 Min.
Als die japanische Luftwaffe 1941Ziele an der nordaustralischen Küste bombardierte und US-Truppen zur Verteidigung des fünften Kontinents
anrückten, mochte die australische Regierung schwarze US-Soldaten nicht einreisen lassen. Ein Film über Rassismus in Australien und in den
US-Streitkräften.
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. in Kooperation mit dem Allerweltskino und ARTE
Gebühr: 6 €
Treffpunkt: Allerweltskino im OFF Broadway
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Hintergrundinformationen über Kolonialsoldaten aus dem Pazifik im Zweiten Weltkrieg;
die Führung erfolgt durch den Kurator der Ausstellung Karl Rössel.
Eintritt: 3,60 Euro, erm. 1,50 Euro
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Regie: Carlos Echeverria, Argentinien/Deutschland 2005, 35mm, 88 Min.
Argentinien bot nach dem Zweiten Weltkrieg vielen Nazi-Verbrechern Unterschlupf. Darunter war auch der SS-Hauptsturmführer Erich Priebke, der für eines der schwersten Kriegsverbrechen in Italien verantwortlich war: die Hinrichtung von 335 Zivilisten am 24. März 1944 in den Ardeatinischen
Höhlen – ein Racheakt für Partisanenangriffe auf die deutschen Besatzer. Priebke floh nach Kriegsende in das kleine argentinische Städtchen Bariloche, in dem auch der Filmemacher Carlos Echeverria lebte.
Dieser wurde Zeuge davon, dass die Bürger – deutsche wie argentinische – Priebke selbst dann noch deckten und verteidigten, als er 1994 enttarnt
wurde.
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. in Kooperation mit dem Allerweltskino
Gebühr: 6 €
Treffpunkt: Allerweltskino im OFF Broadway
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Gert Eisenbürger, (Informationsstelle Lateinamerika, Bonn)
Gert Eisenbürger hat zahlreiche Bücher und Artikel über lateinamerikanische Themen publiziert und auch das Kapitel über Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg für das Buch „Unserer Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“ verfasst. Er analysiert nicht nur die ökonomischen und militärischen Folgen des Krieges für Süd- und Mittelamerika, sondern auch die Bedeutung verschiedener
lateinamerikanischer Länder als Zufluchtsorte für jüdische und politische Flüchtlinge aus Europa.
Gert Eisenbürger hat u.a. unter dem Titel „Lebenswege: 15 Biographien zwischen Europa und Lateinamerika“ herausgegeben und kürzlich zusammen mit Theo Bruns und Stefan Thimmel eine politische Landeskunde zu Uruguay.
Gebühr: 3,6 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Regie: Jiang Wen, China 2000, 35mm, OF m. engl. UT, 140 Min.
In China begann der Zweite Weltkrieg schon 1937 mit dem Einmarsch japanischer Truppen. Der Film spielt in der Schlussphase des Krieges in einem kleinen chinesischen Dorf, dessen Einwohner Fremde schon immer für „Teufel“ hielten, umso mehr die japanischen Besatzer. Regisseur Jiang Wen spielt selbst einen Bauern und erhielt für sein Epos über den ländlichen Alltag in Zeiten des Krieges bei den Filmfestspielen in Cannes den Großen Preis der Jury. Den chinesischen Zensoren hingegen waren die Schwejkähnlichen Dorfbewohner so suspekt, dass sie den Film aus den Kinos verbannten.
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ Köln e.V. in Kooperation mit dem Allerweltskino
Gebühr: 6 €
Treffpunkt: Allerweltskino im OFF Broadway
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Mit Hintergrundinformationen zu den Recherchen in Ländern der Dritten Welt und den Begegnungen mit ZeitzeugInnen. Die Führung erfolgt durch den Kurator der Ausstellung Karl Rössel.
Gebühr: 3,6 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Regie: Karin Albou, Tunesien/Frankreich 2008, 35mm, OF m. engl. UT, 100 Min.
Tunis 1942: Nour und Myriam, beide 16 Jahre alt, sind seit ihrer Kindheit befreundet. In ihrem Haus wohnen Juden und Muslime harmonisch
zusammen. Die beiden Mädchen träumen jeweils vom Leben der anderen: Die arabische Nour möchte wie Myriam zur Schule gehen können,
während sich ihre jüdische Freundin einen Verehrer wünscht, wie ihn Nour schon gefunden hat. Doch nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im November 1942 stehen beide vor ganz anderen Problemen. Die Nazis erteilen den Juden Tunesiens Berufsverbote, so auch Myriams Mutter, während sie Arabern Jobs als Handlanger ihres Besatzungsregimes anbieten. Dadurch stehen auch Nour und Myriam plötzlich
auf zwei verfeindeten Seiten...
In Anwesenheit der Regisseurin Karin Albou (Tunesien/Frankreich), angefragt
Eine Veranstaltung von FilmInitiativ
Köln e.V. in Kooperation mit dem
Allerweltskino
Gebühr: 6 €
Treffpunkt: Allerweltskino im OFF Broadway
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Seniorentreff - Führung mit Barbara Kirschbaum
Gebühr: 3,6 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
In einigen Ländern der Dritten Welt sympathisierten Teile der Bevölkerung und hochrangige Politiker mit den deutschen Nazis und den italienischen
Faschisten. Kollaborateure haben die faschistischen Achsenmächte politisch, ökonomisch und in vielen Fällen auch militärisch unterstützt und dies rund um den Globus. Selbst für die Todesschwadronen der Waffen-SS, die Giftgasbrigaden der italienischen Faschisten und die Mordkommandos der japanischen Besatzer ließen sich Tausende Helfershelfer anheuern.
Zehntausende meldeten sich freiwillig zur Arbeit in den Rüstungsindustrien der Krieg treibenden Mächte, Hunderttausende zum Kriegsdienst in deren Streitkräften und Millionen Menschen bejubelten deren Siege.
Der Vortrag erinnert an diese „faschistische Internationale“ und dokumentiert am Beispiel des Umgangs mit Nazi-Sympathisanten aus Palästina,
Indien und Argentinien, wie Wissenschaftler und Publizisten hierzulande Faschisten und Antisemiten als antikoloniale Freiheitshelden darstellen.
Referent: Karl Rössel, (Rheinisches JournalistInnenbüro, Köln)
Gebühr: 3,6 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Vortrag und Podiumsdiskussion
Die Bürgerbewegung pro Köln ist in der zweiten Legislaturperiode mit einer Fraktion im Kölner Stadtrat vertreten. Wie ist das Auftreten der als rechtsextrem eingestuften Partei wissenschaftlich zu bewerten? Wie kann ein adäquater Umgang mit den selbst ernannten „Rechtspopulisten“ aussehen? Frank Überall und Christoph Busch stellen die Ergebnisse ihrer Studien, die sich mit der Arbeit von pro Köln im Stadtrat und in den Bezirksvertretungen befassen, vor. Im Anschluss findet eine Diskussion mit Repräsentanten der Kölner Lokalpolitik statt.
Dr. Christoph Busch, Jg. 1973, Politikwissenschaftler und Lehrkraft an der Universität Siegen, Forschungsschwerpunkte: Rechtsextremismus, politische Bildung und politische Kommunikation.
Dr. Frank Überall, Jg. 1971, Politologe und Journalist, u.a. für WDR, ARD und dpa tätig; Lehrauftrag an der FH Düsseldorf, Schwerpunkte: Kommunalpolitik, Korruption und Klüngel, politische Hintergrundanalysen.
ibs in Kooperation mit der Volkshochschule Köln
Referent: Charlotte Schwalb, Journalistin, WDR, Dr. Christoph Busch und Dr. Frank Überall
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Millionen Deutsche haben den Sieg der NSDAP 1933 ermöglicht und Abermillionen waren an den folgenden Verbrechen in abgestufter Verantwortlichkeit beteiligt. Die psycho-politischen Folgen dieser unausgesprochenen Kollektivschuld sind bis heute als generationell übergreifendes Schuldgefühl wirksam. Um sich daraus zu befreien, reicht die kognitive Konfrontation mit den geschichtlichen Fakten nicht aus: In einem Prozess der emotionalen Klärung ist es notwendig, die Nazizeit auch als Familiengeschichte zu akzeptieren. Und so wichtig es ist, die Schicksale der Opfer zu kennen: Sie haben es verdient, in symbolischen Akten heimgeholt zu werden in den gesellschaftlichen Raum, aus dem sie einst vertrieben wurden. Nur in dieser doppelten Bewegung wird es möglich sein, „die Nazizeit als unser negatives Eigentum“ endlich anzunehmen. (Jean Améry).
Dr. Hannes Heer, Jg. 1941, Historiker, Publizist und Ausstellungsmacher, u. a. Leiter des Ausstellungsprojekts „Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“.
In Kooperation mit dem Arbeitskreis für Intergenerationelle Folgen des Holocaust
Referent: Dr. Hannes Heer
Gebühr: 3,6 €
Gebühr: 1,50 erm.
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Programm:
19:15 Uhr:
Führung durch die Sonderausstellung »Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg«
19:30 Uhr:
»Auch Afrikaner haben das Elsass befreit...« (»C’est nous les Africains...«) (Dokumentarfilm, 26 Min.)
20:15 Uhr:
Live-Musik von Mariama (Soul, RnB, Acoustic)
20:45 Uhr:
»Kriegserinnerungen aus der Nachbarschaft« Video-Dokumentation aus der Ausstellung: Interviews mit MigrantInnen aus Köln und
Umgebung über Folgen des Zweiten Weltkriegs in ihren Herkunftsländern.
21:15 Uhr:
Live-Musik von General Snipe (Senegal/Bonn: Rap, Soul, Reggae) featuring Louis Jean and the Irie Rainbow (Berlin, Reggae) mit Vorstellung einer
Single über afrikanische Kolonialsoldaten
21:45 Uhr:
Film »Geschichte wird gemacht« (Histoires Vives) (Dokumentation über das Hiphop-Tanztheater »Die vergessenen Befreier« von Mémoires Vives
in Straßburg, 52 Min.)
21:45 Uhr:
Führung durch die Sonderausstellung »Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg«
22:45 Uhr:
Live-Musik von Mitgliedern von »Mémoires Vives« aus Straßburg: Loomaë (Soul Militante) und Youga (Slam Poetry)
23:45 Uhr:
Live-Musik von Louis Jean and the Irie Rainbow (Reggae) featuring General Snipe
Gebühr: Eintritt: 14,50 Euro (Gilt für alle teilnehmenden Museen an der Langen Nacht.)
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Führungen:
19:15 Uhr Führung durch die Sonderausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
19:30 Uhr: „Auch Afrikaner haben das Elsass befreit...“ („C’est nous les Africains...“)
(Dokumentarfilm, 26 Min.)
20:15 Uhr: Live-Musik von Mariama (Soul, RnB, Acoustic)
20:45 Uhr: „Kriegserinnerungen aus der Nachbarschaft“
Video-Dokumentation aus der Ausstellung: Interviews mit MigrantInnen aus Köln und Umgebung über Folgen des Zweiten Weltkriegs in ihren Herkunftsländern (Ausschnitte, Gesamtlänge ca. 30 Min., Kurzstücke je 5-7 Min.)
21:15 Uhr Live-Musik von General Snipe (Senegal/Bonn: Rap, Soul, Reggae) featuring Louis Jean and the Irie Rainbow (Berlin, Reggae) mit Vorstellung einer Single über afrikanische Kolonialsoldaten
21:45 Uhr: Film „Geschichte wird gemacht“ („Histoires Vives“)
(Dokumentation über das Hiphop-Tanztheater „Die vergessenen Befreier“ von Mémoires Vives in Straßburg, 52 Min.)
21:45 Uhr Führung durch die Sonderausstellung „Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“
22:45 Uhr: Live-Musik von Mitgliedern von Mèmoires Vives aus Straßburg: Loomae (Soul Militante) und Youga (Slam Poetry)
23:45 Uhr: Live Musik von Louis Jean and the Irie Rainbow (Reggae) featuring General Snipe
Gebühr: 14,5 €
Gebühr: Gilt in allen teilnehmenden Museen
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Vortrag von Dietrich Schulze-Marmeling
Auch der deutsche Fußball ließ sich vom nationalsozialistischen System mehr oder weniger reibungslos gleichschalten. Wie aber funktionierte diese beschämende Anpassung? Wie verhielt sich der DFB, wie die großen Vereine konkret? Welchen Verfolgungen waren jüdische und linke Fußballer ausgesetzt? Gab es Handlungsspielräume, die nicht genutzt wurden? Gab es andererseits heimliche Obstruktion gegen die allgegenwärtige Diktatur? Und wie hat der DFB nach 1945 seine eigene Vergangenheit aufgearbeitet? Diesen und anderen Fragen wird der Vortrag nachgehen.
Dietrich Schulze-Marmeling gehört zu den profiliertesten und produktivsten Fußballautoren - und historikern in Deutschland. Er ist u.a. Herausgeber von „Davidstern und Lederball. Die Geschichte der Juden im deutschen und internationalen Fußball.
Eintritt 3,60 € - ermäßigt 1,50 €
Referent: Dietrich Schulze-Marmeling
Gebühr: Eintritt jeweils 3,60 €, erm. 1,50 €
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Kolloquium des NS-DOK
Die Kolloquien des NS-DOK stellen eine neue Reihe des NS-Dokumentationszentrums dar. Sie finden jedes Jahr im Herbst statt und stehen in der Tradition der bis 2004 durchgeführten Veranstaltungen des Rheinischen Instituts für Geschichte und Gedächtnis (RIGG). Die Kolloquien stellen neuere Untersuchungen zur Zeit des Nationalsozialismus in Köln und dem Rheinland vor. Neben einführenden Referaten steht die Diskussion von Quellengattungen und Forschungsansätzen im Mittelpunkt. Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft und geschichtlich interessierter Öffentlichkeit zu fördern. Eingeladen sind Vertreter/-innen von Hochschulen, nichtuniversitären Forschungseinrichtungen und Projekten historisch-politischer Bildungsarbeit, Geschichtsvereine, Studierende und Geschichtsinteressierte mit einem Forschungsschwerpunkt zur NS-Zeit.
Thema des kommenden Kolloquiums ist der Widerstand gegen das NS-Regime. Dabei soll das 2008 vom NS-DOK begonnene Projekt „Opposition und Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1933–1945“ vorgestellt und regionalgeschichtlich eingeordnet werden. Weitere Aufmerksamkeit gilt der Frage, wie der Kölner Widerstand in den letzten Jahrzehnten erforscht und „sichtbar gemacht“ wurde. Dabei sollen verschiedene Projekte, unterschiedliche Darstellungen und Deutungskonflikte diskutiert werden.
Begrenzte Teilnehmer(innen)zahl. Schriftliche Anmeldung unter Angabe des Forschungsinteresses erforderlich (Mail: nsdok@stadt-koeln.de; Tel. 0221-221 26332)
Anmeldung bis 12.11.2010
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Zielgruppe: Erwachsene
Vortrag
Vor 75 Jahren, im September 1935, verkündete die NS-Regierung die „Nürnberger Gesetze“. Sie bildeten den Auftakt für eine Politik radikaler Trennung zwischen der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung. Teil dieser Politik war die Kriminalisierung von außerehelichen Beziehungen zwischen Juden und „Deutschblütigen“ als „Rassenschande“.
Der Vortrag schildert die Verfolgung von „Rassenschändern“ in der Region Köln-Aachen. Wie gingen Polizei und Justiz vor? Wie reagierte die Bevölkerung? Und welche Folgen hatten die Strafverfahren für die Betroffenen?
Dr. Thomas Roth, Jg. 1971, Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln, Forschungsschwerpunkt: Polizei-, Justiz- und Kriminalitätsgeschichte.
Referent: Dr. Thomas Roth
Gebühr: 3,6 €
Gebühr: 1,50 erm.
Veranstalter: NS-Dokumentationszentrum
Anbieterkennzeichnung: Ralf Dank, Im Dau 3, 50678 Köln, Fax (0221) 9520463, e-mail: dank@artcontent.de.
Realisation: Redaktionsbüro Dank
Soweit nicht anders ausgewiesen: Fotos: © NS-Dokumentationszentrum Köln
KölnTag (erster Donnerstag im Monat: 5.8., 2.9., 7.10.) ist das Museum von10 bis 22 Uhr geöffnet und der Eintritt ist für Kölnerinnen und Kölner kostenlos.
