Museum Ludwig

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Römisch-Germanisches Museum

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

NS-Dokumentationszentrum

Museum für Angewandte Kunst Köln

Kölnisches Stadtmuseum

Museum Schnütgen

Museum für Ostasiatische Kunst

Käthe Kollwitz Museum

Archäologische Zone, Jüdisches Museum

artothek - Raum für junge Kunst

Skulpturenpark Köln

 

Ausstellungsplanung

27.09.19
05.01.20

Delta Welten: Leben im unsteten Wandel

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Flussdeltas sind besonders gefährdete Ökosysteme. Sie sind Brennpunkte des globalen Wandels und gleichzeitig Heimat vieler Menschen. Eine neue Intervention in der Dauerausstellung des Rautenstrauch-Joest-Museums (RJM) thematisiert das alltägliche Leben heutiger Bewohnerinnen und Bewohner von ausgewählten Flussdeltas. Der einem historischen europäischen Salon nachempfundene Raum in der Dauerausstellung wird dazu umgestaltet. Vom 27. September 2019 bis 5. Januar 2020 werden politische, soziale, kulturelle und materielle Verflechtungen verschiedener Lebenswelten innerhalb eines Flussdeltas sowie mit der europäischen Kolonialgeschichte gezeigt.
Deltas entstehen dort, wo sich große Flüsse in viele Arme auffächern, bevor sie ihr Wasser und ihre Sedimente in Seen oder Meere ergießen. Sie bilden ständig Neuland, das Gezeiten, Wind und Fluss wieder umformen. Grenzen zwischen Süß- und Salzwasser, fest und flüssig, nass und trocken zerfließen in dieser dynamischen Landschaft. Doch nicht nur Wasser und Land, auch menschliche Aktivitäten verschiedener Größenordnungen vermischen sich in Deltas und gestalten sie unablässig mit: Etwa Fischerei, Bewässerungsprojekte, globale Märkte für Exportprodukte wie Reis oder Felle, Umweltschutzmaßnahmen und Klimawandel. Aufgrund dieser Verflechtungen gelten Deltas sowohl als besonders gefährdete Ökosysteme, als auch als Brennpunkte des globalen Wandels. Deltas sind Heimat vieler Menschen, die auf unterschiedliche Weisen mit diesen Dynamiken umgehen und sie auf ihre eigene, kreative Art und Weise beeinflussen. Der Fokus der Intervention liegt auf den Delta-Bewohnerinnen und -Bewohnern, ihrem alltäglichen Leben, ihren Geschichten und ihren Praktiken.
Die Präsentation ermöglicht Einblicke in heutige Lebenswelten aus Brasilien, Kanada, Myanmar und Senegal. Anhand von fünf Stationen zeigt sie auf, wie unterschiedlich, aber auch wie ähnlich alltägliches Leben in den Deltas einer vernetzten Welt gestaltet ist.

03.10.19
12.01.20

Rembrandts graphische Welt

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Rembrandt Harmensz. van Rijn starb am 4. Oktober 1669 in Amsterdam. Exakt 350 Jahre später, am 4. Oktober 2019, startet in Köln die erste von zwei Hommagen des Wallraf-Richartz-Museum an den berühmten Maler. Ergänzend zu seiner großen Sonderschau „Inside Rembrandt“ (1. November 2019 bis 1. März 2020) zeigt das Museum eine feine Auswahl an Radierungen aus seinem 160 Rembrandt-Blätter umfassenden Gesamtbestand in der Graphischen Sammlung.
Die Arbeiten zeichnen sich sowohl durch eine hohe ästhetische Qualität, einen vorzüglichen Erhaltungszustand als auch durch die besondere Kunstfertigkeit des Radierers Rembrandt aus. So genial er mit dem Pinsel agierte, so gekonnt lagen ihm auch Stichel und Nadel in der Hand. Die Kupferplatte war ihm genauso wichtig wie die Leinwand. Oft überarbeitete er sie so lange, bis er das gewünschte Ergebnis erzielte.
Aber auch seine kluge Materialauswahl verleiht den Werken den Touch des Besonderen, denn statt des üblichen Büttenpapiers entschied sich Rembrandt für Japanpapier. Zu den ausgewählten Spitzenblättern der Graphischen Sammlung im Wallraf gehören unter anderen „Abraham, die Engel bewirtend“ oder die „Drei Kreuze“. „Rembrandts graphische Welt“ fragt anschaulich nach den ästhetischen wie materiellen Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit eine Rembrandt-Radierung auch nach rund 400 Jahren von Sammlern, Kennern und Liebhabern der Graphik als ein Meisterwerk angesehen wird.

10.10.19
05.01.20

Berliner Realismus

Käthe Kollwitz Museum

Rau, ruppig und politisch unbequem: Die Berliner Kunst zur Kaiserzeit besitzt Sprengkraft. Von Wilhelm II. mit dem Verdikt der ›Rinnsteinkunst‹ belegt, widmen sich Künstler der Berliner Secession um 1900 erstmals dezidiert sozialen Themen. Sie begründen eine spezifisch berlinische Tradition des sozialkritischen Realismus, die in der Kunst der Weimarer Republik ihre konsequente Fortsetzung findet.
Mit der Ausstellung Berliner Realismus – Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix spannt das Käthe Kollwitz Museum Köln einen zeitlichen Bogen von den 1890er bis zu den 1930er Jahren. Im Fokus stehen dabei Künstler wie Heinrich Zille, Hans Baluschek und Käthe Kollwitz, die die prekären Lebens- und Wohnverhältnisse der Arbeiterschaft, die durch die Industrialisierung stark angewachsen ist, zum Thema ihrer Werke machen. Einen drastischen Einschnitt stellt der Erste Weltkrieg dar. Die zweite Generation von Künstlern, die in der Ausstellung gezeigt werden – darunter Otto Dix, George Grosz und Otto Nagel – ergreift nicht etwa Partei für ›den kleinen Mann‹, sondern kritisiert in ihrem Werk grundsätzlich die gesellschaftlichen Missstände der Weimarer Republik.
Eine Ausstellung des Bröhan-Museum, Berlin

11.10.19
16.02.20

Heilige und Asketen - Miniaturmalerei der Jaina aus Indien

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Die aus Indien stammende Glaubensgemeinschaft der Jainas vermeidet strikt alles, was anderen Lebewesen – Mensch, Tier, Pflanze – schadet. Ihre Anhänger ernähren sich vegetarisch und leben nach einer im westlichen Kontext nahezu unbekannten Lehre der Gewaltlosigkeit. Die Ausstellung ist eine Präsentation einer wertvollen Schenkung von Miniaturen aus den heiligen Schriften der Jainas aus der Zeit zwischen dem Ende des 14. und Anfang des 17. Jh.

24.10.19
05.04.20

„Von Jakob zu Jacques – Der Kölner Offenbach“

Historisches Archiv der Stadt Köln

Der Titel der Ausstellung „Von Jakob zu Jacques – Der Kölner Offenbach“ verbindet zwei Ebenen von Leben und Nachleben Offenbachs: Er spielt auf die Kölner Wurzeln Offenbachs und auf das Bild an, das sich mit- und nachlebende Kölnerinnen und Kölner von ihm machten (und das sich vielleicht fundamental von der Wahrnehmung der internationalen Musikwelt unterschied).
Jakob „Jacques“ Offenbach war von Geburt Kölner, nämlich der Sohn des Kantors, Komponisten und Dichters Isaac Offenbach. Der junge Jakob wuchs so in einer musikalischen Familie im Umfeld der ebenfalls noch jungen Kölner Synagogengemeinde auf, erfuhr hier seine musikalische Prägung und hatte auch erste öffentliche Auftritte. Die Ausstellung widmet sich in einem ersten Teil diesem Kölner Offenbach, seiner Herkunft und seinem Hintergrund in Köln.
Seinen Durchbruch erzielte er jedoch nicht in Köln, sondern in Paris. Auch die Ausstellung wechselt daher die Perspektive und fragt nach dem Offenbach, wie er seitdem von Köln aus gesehen und für die Stadt vereinnahmt wurde – dem vielleicht zum Teil imaginierten Kölner Offenbach im Sinne der Vorstellungen, die sich Kölnerinnen und Kölner von dem in der Ferne wirkenden großen Sohn ihrer Stadt machten. Wie wurde sein Werk hier aufgenommen und aufgeführt, welche Beziehungen wurden gepflegt, zu welchen Konflikten kam es, wie wurde er geehrt?
Die Ausstellung nimmt so eine ungewöhnliche Perspektive ein: Nicht das Werk und die Leistungen Offenbachs als Musiker stehen im Mittelpunkt, sondern der Mensch in seinen Beziehungen zu seiner Heimatstadt, und umgekehrt das Bild der Heimatstadt von dem Menschen und Musiker Offenbach – bis hin zu seiner Ehrung im großen Offenbach-Jahr 2019.
Die Sammlung zu Leben und Werk von Jacques Offenbach im Historischen Archiv der Stadt Köln zählt zu den bedeutendsten Offenbachsammlungen im öffentlichen Institutionen und bildet so einen wichtigen Ankerpunkt für die europäische Offenbachforschung. Der Einsturz des Archivs 2009 hat hier zunächst zu Einschränkungen geführt. Die Ausstellung demonstriert aber mit Exponaten, die alle mehr oder weniger beschädigt aus den Trümmern geborgen wurden, dass sich der Wiederaufbau des Archivs auf einem guten Weg befindet.
Die Ausstellung ist auch online unter www.derkoelneroffenbach.de zu sehen.

25.10.19
17.11.19

Kölner Design Preis – Toby E. Rodes Award

Museum für Angewandte Kunst Köln

In diesem Jahr wird der von der Estate Toby E. Rodes ausgelobte Kölner Design Preis zum 12. Mal vergeben. Prämiert werden herausragende Abschlussarbeiten von Designstudiengängen an Kölner Hochschulen. Die Ausstellung im MAKK umfasst die Arbeiten der Preisträger*innen und aller Nominierten.

30.10.19
03.05.20

Trunken an Nüchternheit. Wein und Tee in der chinesischen Kunst

Museum für Ostasiatische Kunst

Wein und Tee spielen in der chinesischen Kultur als Genussmittel bei sozialen Anlässen, zur künstlerischen Inspiration, als Opfergabe an die Götter aber auch als lukratives Konsumgut eine wichtige Rolle. Der Bedeutung und der Gebrauch von beidem hat sich in der Jahrtausende langen Geschichte Chinas verändert und die Objekte der Ausstellung spiegeln diese Entwicklung wieder. Die Kabinettausstellung zeigt u. a. bronzene Weinopfergefäße für die Ahnen, bis hin zu feinster chinesischer Teekeramik, die die japanische Teezeremonie beeinflusste und in dieser hoch geschätzt wurde.

01.11.19
01.03.20

Inside Rembrandt • 1606-1669

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Meister, Virtuose, Genie oder Star – die Synonyme für Rembrandt sind so vielfältig wie seine Kunst, die die Menschen weltweit begeistert. Aber warum ist das so? Dieser Frage geht das Wallraf-Richartz-Museum mit einer großen Sonderausstellung nach: „Inside Rembrandt • 1606-1669“ ist eine Hommage an den Maler zu seinem 350. Todestag (gestorben am 4. Oktober 1669 in Amsterdam). Sie taucht ein in die Welt des Niederländers und erzählt bildgewaltig von einem dramatischen Künstlerleben zwischen Tragödie und Komödie. Dazu zeigt das Wallraf neben eigenen Rembrandt-Werken auch hochkarätige Leihgaben aus zahlreichen internationalen Häusern. So schickt die traditionsreiche Prager Nationalgalerie ihr faszinierendes Gemälde „Der Gelehrte im Studierzimmer“ erst zum zweiten Mal auf eine Reise ins Ausland. Um den Kosmos Rembrandt in all seinen Facetten aufleben zu lassen, präsentiert die Ausstellung auch ausgesuchte Arbeiten seiner Zeitgenossen und Schüler wie Jan Lievens, Govert Flinck und Ferdinand Bol. „Inside Rembrandt“ läuft vom 1. November 2019 bis zum 1. März 2020 in Köln und ist eine Kooperation zwischen dem Wallraf-Richartz-Museum und der Nationalgalerie Prag.
Die Ausstellung „Inside Rembrandt“ startet dort, wo auch für Rembrandt alles beginnt: im niederländischen Leiden. Hier wird er am 15. Juli 1606 geboren und verbringt seine Kindheit und Jugend in einer Geisteswelt, die ihn privat wie beruflich für immer prägt. Und hier eröffnet er im Jahre 1625 auch sein erstes Atelier. Anhand von frühen Rembrandt-Werken zeigt die Sonderschau eindrucksvoll, wie intensiv und detailversessen sich der Künstler schon damals dem Porträtieren von Menschen widmet. Klug und liebevoll platziert er sie in passende Interieurs und taucht sie in ein geradezu spirituelles Licht. Doch seine Geburtsstadt wird dem ambitionierten jungen Mann zu eng und so zieht es ihn Anfang der 1630er Jahre nach Amsterdam. Hier wird aus seiner Könner- eine Meisterschaft; schnell steigt er zum bestbezahlten Maler der Niederlande auf. In dieser Zeit, auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens, malt Rembrandt auch den Prager „Gelehrten“. In diesem glanzvollen Bild stecken das ganze Können und der Ehrgeiz des Malers, weshalb das Gemälde auch im Zentrum der Ausstellung hängt. Gemeinsam mit anderen Werken zeugt es von der Strahlkraft des Niederländers. Diese findet sich aber nicht nur in seinen eigenen Gemälden, Radierungen und Zeichnungen, sondern steckt auch in Bildern seiner Schüler, Werkstattmitarbeiter und Kollegen, die ihm allesamt nacheiferten. Wer „Inside Rembrandt“ besucht, der lernt ein altes Genie von einer neuen Seite kennen.

09.11.19
16.02.20

Skulptur im Blick der Kamera. Alfred Tritschlers Fotografien der Sammlung Schnütgen

Museum Schnütgen

Die Sonderausstellung folgt dem Blick des Frankfurter Fotografen Alfred Tritschler (1905–1970) auf die Sammlung. 1948 hatte Tritschler mehr als 100 mittelalterliche Stein-, Holz- und Metallbildwerke des Museums fotografiert, Abzüge haben sich im Archiv des Museums erhalten. Der Fotograf inszenierte die Skulpturen mit subjektivem Blick in suggestiven „Porträts“ und fand einen eigenen künstlerischen Ausdruck für diese Motive. Den Auftrag für die Bildserie vergab der spätere Direktor des Museum Schnütgen Hermann Schnitzler, dessen Wertschätzung für die Arbeit des Fotografen sich auch in gemeinsamen Publikationen spiegelt. Eine Auswahl von rund 70 Originalabzügen soll nun, gemeinsam mit etwa 30 Skulpturen, erstmals zu sehen sein und in einem begleitenden Katalog publiziert werden.

15.11.19
19.01.20

Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz

NS-Dokumentationszentrum

Sie wurden mit ihren Familien in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt. Sie tragen die Spuren des Erlittenen auf dem Leibe und in ihrer Seele. Die Häftlingsnummer, am Unterarm, Schenkel oder Po eingraviert, ist oft genug das einzige, was bis heute Auskunft gibt: Auschwitz. Mindestens 232.000 Säuglinge sowie Kinder und Jugendliche im Alter von ein bis 17 Jahren wurden aus allen Teilen Europas nach Auschwitz deportiert. Allein 216.000 waren Juden sowie 11.000 Sinti und Roma. Auf 56 großformatigen Tafeln werden eindringliche Lebensgeschichten von Kindern und Jugendlichen erzählt, die den Holocaust überlebt haben.
Eine Ausstellung des Internationalen Auschwitz Komitees in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Eine Ausstellung von Alwin Meyer

16.11.19
01.03.20

Wade Guyton

Museum Ludwig

Der 1972 geborene US-amerikanische Künstler Wade Guyton hat über gut zwei Jahrzehnte ein so konzeptuell konsequentes wie erfrischend eigensinniges Werk geschaffen. Bekannt ist er vor allem für seine mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker hergestellten großformatigen Leinwandbilder mit ikonischen Motiven wie Flammen, den Buchstaben „X“ und „U“ oder der Website der New York Times. Nachdem das Museum Ludwig bereits mehrere Werke des Künstlers für die Sammlung ankaufen konnte, richtet es ihm 2019 eine große
Überblicksausstellung aus, die sein künstlerisches Schaffen von den Anfängen bis hin zu jüngsten Arbeiten vorstellt.