Museum Ludwig

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Römisch-Germanisches Museum

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

NS-Dokumentationszentrum

Museum für Angewandte Kunst Köln

Kölnisches Stadtmuseum

Museum Schnütgen

Museum für Ostasiatische Kunst

Käthe Kollwitz Museum

Archäologische Zone, Jüdisches Museum

artothek - Raum für junge Kunst

Skulpturenpark Köln

 

Ausstellungsplanung

21.09.18
09.12.18

Eva Besnyö – Photographin

Käthe Kollwitz Museum

Fesselnde Blicke, überraschendes Licht und ungewohnte Perspektiven – die Photographien von Eva Besnyö (1910–2003) faszinieren. Im Herbst 2018 setzt das Käthe Kollwitz Museum Köln seine Photo-Reihe fort und präsentiert im Rahmen des Festivals der Internationalen Photoszene Köln mehr als 80 Vintage Prints dieser außergewöhnlichen Photographin aus sechs Jahrzehnten.
Eva Besnyö erwirbt im Budapester Atelier von József Pécsi ihr technisches Rüstzeug. Berlin öffnet ihr zu Beginn der 1930er Jahre die Augen für die Ästhetik der modernen Photographie. In Amsterdam wird sie zur Meisterphotographin, noch bevor ihr nach der Verfolgung als Jüdin und dem Überleben im Versteck in den 1950er Jahren ein Neustart gelingt.
Ihr photographisches Werk ist geprägt vom Aufbruch der Künste in die Moderne – vom Neuen Sehen und der Neuen Sachlichkeit. Zwischen diesen beiden Positionen entwickelt die Künstlerin eine eigene poetisch-experimentelle Bildsprache,
die Zeit ihres Lebens Basis für ihr Œuvre bleibt. Bis heute haben ihre Aufnahmen nichts an Modernität und Strahlkraft verloren.
»Eva Besnyös poetische Schwarz-Weiß-Kompositionen sind Ausdruck ihrer persönlichen Bildsprache, mit der sie sich ihre Welt erschlossen hat. Photohistorisch stehen sie in einer Reihe neben den Experimenten von Ilse Bing, Henri Cartier-Bresson, Florence Henri, André Kertész und Germaine Krull.«
Marion Beckers, Elisabeth Moortgat

Die Ausstellung zeigt überwiegend Originalabzüge – Vintages aus dem Nachlass der Künstlerin, die sämtliche Stationen ihres Lebens repräsentieren: von den frühen, durch Renger-Patzsch oder Moholy-Nagy inspirierten Detail-Aufnahmen aus Budapest über die experimentellen Berliner Straßenszenen um 1930, die vortrefflichen Portrait- und Architekturphotographien bis hin zur Dokumentation der Frauenbewegung in den Niederlanden der 1970er Jahre.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit DAS VERBORGENE MUSEUM, Berlin

28.09.18
13.01.19

Schatten im Blick?

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Das Wallraf begibt sich auf Spurensuche nach einem besonders flüchtigen und schwierig darzustellenden Phänomen: dem Schatten. Die Besucher werden auf eine (kunst-)historische Entdeckungsreise eingeladen, die in der frühen Neuzeit startet. Künstler wie Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer widmen sich als Erste der geometrischen Konstruktion von Schatten. Die bei genauer Betrachtung „konfusen“ Schattenränder und Schlagschatten stellen viele andere Künstler vor eine große Herausforderung. Wie die Graphikschau zeigt, entwickelt sich erst im 17. Jahrhundert ein eigenes Verständnis für das Phänomen des Schattens, das die besonderen Projektionsverhältnisse im Sonnenlicht berücksichtigt. Anhand von dreißig druckgraphischen Blättern aus dieser Zeit wird die Entwicklung der Schattendarstellung anschaulich nachgezeichnet. Die Ausstellung wird kuratiert von Tim Otto Roth, Konzeptkünstler, Kunst- und Wissenschaftshistoriker sowie Experte auf dem Gebiet der Schattendarstellungen.

12.10.18
24.02.19

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Wie kann es sein, dass ein T-Shirt heute weniger kostet als ein großer Kaffee, ein Kleid so viel wie ein Eisbecher, eine Hose so viel wie ein Kinoticket? Und was erzählt der Preis über das Leben der Menschen, die diese Kleidung herstellen? Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode wirft einen kritischen Blick hinter die Kulissen der globalen Textilindustrie und will dazu anregen, sich engagiert mit dem Thema Mode-Konsum und seinen sozialen und ökologischen Folgen zu beschäftigen. Konzipiert wurde die Ausstellung im Jahre 2015 vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg vor dem Hintergrund der Großbrände in Textilfabriken in Pakistan und Bangladesch. Erst der Tod Hunderter Menschen lenkte die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf die problematischen Arbeitsbedingungen, unter denen ein großer Teil unserer Mode in Billiglohnländern entsteht.


Wie der Name sagt, ist Fast Fashion eine geradezu rasend schnelle Mode: Vom Entwurf bis zur Auslieferung des Produkts müssen heute nicht einmal mehr zwei Wochen vergehen. Und so schnell Entwurf, Produktion und Handel, so rasch Gebrauch und Verschleiß – Billigmode heizt den Textilkonsum an und hat einen neuen Typus des schnellen Modekonsumenten hervorgebracht.


Ökonomisch betrachtet, ist Fast Fashion ein Erfolgsmodell global agierender Konzerne und ermöglicht enorme Profite. Doch die sind oft nur möglich, weil sie zu Lasten der Menschen in den Produktionsländern gehen – hergestellt unter teilweise unwürdigen Arbeitsbedingungen, mit Löhnen unterhalb des Existenzminimums und einer denkbar schlechten Umweltbilanz. Auf der anderen Seite leistet die Textilindustrie in vielen Ländern „Pionierarbeit“: Sie gibt vielen Menschen ohne Ausbildung Arbeit und Einkommen und zieht weitere Branchen nach.


 


Als Gegenmodell zur Fast Fashion gewinnt die Slow Fashion-Bewegung zunehmend an Bedeutung. Produzenten und Konsumenten bemühen sich hier um mehr Verantwortung und Respekt gegenüber Menschen, Rohstoffen und Umwelt. Doch es geht nicht allein um die schonende Herstellung und Auswahl von teilweise äußerst seltenen und kostbaren Rohstoffen, um ihre kunstfertige Verarbeitung, um faire Entlohnung und fairen Handel. Es geht auch um kulturelle Identitäten und indigene Traditionen, um selten gewordene Handwerkskunst und um alternative Ansätze für ein sozial nachhaltiges Wirtschaften.


Die Ausstellung bringt Fast und Slow Fashion zusammen. Der vom Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zusammengestellte erste Teil des Ausstellungsparcours gliedert den Themenkomplex Fast Fashion in mehrere Stationen. Fashion & Victims stellt die Welten der Textilarbeiter in den Billiglohnländer und die Welt der Schnäppchenjäger unserer Überflussgesellschaft vor. Global & Lokal zeigt die Herstellungsschritte für ein Produkt und die Kette der Länder, die daran beteiligt sind. Mangel & Überfluss folgt der Spur unserer abgelegten Mode auf die Altkleidermärkte Haitis und Afrikas. Lohn & Gewinn beleuchtet die Diskrepanz von Mindestlohn und Existenzlohn und die prekäre Situation der Textilarbeiter beispielsweise in der Türkei, in Bulgarien und Marokko. Chemikalien & ökologischer Fußabdruck informiert darüber, was wir auf der Haut tragen: Kleidung, die unter Einsatz von bis zu 7000 Chemikalien und lebensgefährlichen Pestiziden hergestellt wird.


Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode stellt neben Beispielen aus unterschiedlichen Modesegmenten neun zeitgenössische künstlerische Positionen unterschiedlicher Genres vor, die sich kritisch mit Fast Fashion und ihren Folgen auseinander setzen. Auf diese Weise ergänzen sich wissenschaftliche Recherchen, dokumentarisches Material und künstlerische Reflexion. Es werden Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, Film- und Videokunst gezeigt.


Der zweite Teil der Ausstellung zum Themenkomplex Slow Fashion ist aus den Sammlungsobjekten des Kölner Rautenstrauch-Joest-Museums – Kulturen der Welt zusammengestellt: Es geht um Mode, die Tradition und Gegenwart textilen Gestaltens ausgewählter Herkunftsregionen repräsentiert, zugleich um alternative Materialien und umweltschonende Herstellungsprozesse. Diese Mode erfreut sich einer wachsenden kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Beachtung: Kantha-Stickereien aus Nordindien und Bangladesch; Alpaka-Designs aus Chile; der „langsamste Stoff der Welt“ – IKAT aus Ost-Indonesien; Bilum- Kleidung aus Papua Neuguinea; Lotos-Seide aus Myanmar; Brokat-Webereien aus Thailand; Batik-Arbeiten aus Indonesien; Rindenbast-Textilien aus Uganda, Faso Dan Fani aus Burkina Faso.


Der Parcours führt die Besucher durch den gesamten Konsumprozess vom Laufsteg über Fotostudio, vom Schaufenster bis zur Umkleidekabine. Videoinstallationen und Fotowände von diversen Künstlern, Infografiken und Schautafeln zusammengestellt von Wissenschaftlern, Umweltschützern, Designern und Medienexperten – und natürlich Mode-Artikel geben einen ebenso aufklärenden wie anschaulichen Einblick in die Schnelllebigkeit des Geschäfts, in die globale Vernetzung der Branche, in die Lebensverhältnisse der Textilarbeiter einerseits und in die Kaufhaltung der Textilkonsumenten andererseits. Ein Katalog bündelt 30 Fachessays über ökologische, ökonomische, ethische, soziale und gestalterische Zusammenhänge.


Begleitet wird Fast Fashion von einem Veranstaltungsprogramm, das die „Fair Trade City“ Köln in besonderer Weise einbezieht, das sind Modeschaffende und Händler, Produzenten und Konsumenten, Künstler, Schulen und Hochschulen, die sich für einen fairen Modekonsum engagieren. So befassen sich die Studenten der ecosign / Akademie für Gestaltung mit den Auswirkungen von Fast-Fashion-Unternehmensstrategien. In Kooperation mit dem Museum, sollen aus vorgegebenen Materialien – im Fokus stehen dabei indigenes Handwerk und traditionelle Stoffe – freie Arbeiten entstehen. Ziel ist eine Transferleistung zwischen Material und technischen Fähigkeiten auf der einen und nachhaltiges gestalterisches Know-how auf der anderen Seite. Die Ergebnisse werden im Slow Fashion-Bereich der Ausstellung zu sehen sein.


Der gemeinnützige Bonner Frauenverein Femnet e.V. setzt sich seit über zehn Jahren politisch und finanziell für die Rechte von Frauen in der globalen Bekleidungsindustrie ein. Femnet porträtiert neun Näherinnen aus Bangladesch und Kambodscha, die von ihrem Alltag und von ihrem Engagement als Gewerkschafterinnen für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textilbranche erzählen.


Im Rahmen einer Kooperation mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum und dem Museumsdienst der Stadt Köln befassen sich die Schüler der Internationalen Friedensschule Köln GmbH mit den Problemfeldern in der Produktionskette von Textilien. Eine fächerübergreifende Zusammenarbeit verschiedener Klassen ermöglicht die Präsentation der Wertschöpfungskette aus der Perspektive der Schüler mit dem Ziel, Alternativen aufzuzeigen und insbesondere andere junge Menschen für einen nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen zu sensibilisieren.


Auch das gemeinnützige Kölner KUNSTHAUS KAT18 konnte für die Mitwirkung an der Gestaltung der Ausstellung gewonnen werden. In der Ateliergemeinschaft arbeiten derzeit 24 Künstler mit Behinderung.


Modeschauen geben den Besuchern Einblick über Kölner Fair-Trade-Labels und Designer. Monatliche Thementage widmen sich insbesondere der Slow Fashion aus ausgewählten Regionen. Auf Tauschbörsen können sich die Besucher mit Weihnachtsgeschenken oder Karnevalskostümen versehen; Vorträge, Filme und Podiumsdiskussionen lassen Designer und Hersteller, Händler und Non-Governmental-Organisationen zu aktuellen sozialen und politischen Entwicklungen zu Wort kommen.

13.10.18
27.01.19

Alexander von Humboldt, die Fotografie und sein Erbe

Museum Ludwig

2019 wird der 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt begangen. Humboldt, der weit Gereiste und gut Vernetzte, saß nicht nur in der Kommission, die 1839 für die weltweite Veröffentlichung eines ersten fotografischen Verfahrens stimmte. Ihm wurden in der Folge auch fotografische Alben geschenkt, kostbare Unikate. Dazu zählt ein Album von 1844, das der Erfinder der Fotografie auf Papier, W. H. F. Talbot, Humboldt widmete – eines der ersten Fotobücher überhaupt. Von Paul de Rosti erhielt Humboldt 1858 ein großformatiges Album mit Aufnahmen aus Mexiko und Venezuela in Reminiszenz an seine Südamerika-Reisen. Ihre Entstehungsgeschichte und ihr Weg in die Sammlung des Museum Ludwig wird rekonstruiert und damit ein Blick weit zurück in die Fotogeschichte geworfen.

20.10.18
24.02.19

KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation

Kölnisches Stadtmuseum

Das Jahr 1968 markiert besonders in Frankreich, den USA, Italien und der Bundesrepublik Deutschland einen bedeutsamen Einschnitt. Fast zeitgleich fordern Proteste überwiegend aus studentischem Umfeld die demokratische Institutionenordnung heraus.
Auch in Köln demonstrieren Studierende und Schülerinnen und Schüler für mehr Mitbestimmung und Demokratisierung. Mit Flugblättern, Transparenten und neuen Demonstrationsformen verschaffen sie ihren Forderungen Gehör. Kunst, Kultur und Musik werden beeinflusst und finden neue Ausdrucksformen. Heute steht das Jahr 1968 stellvertretend für vieles: für Proteste, für Straßenschlachten, aber auch für die Friedensbewegung und den Pop.
50 Jahre später nimmt das Kölnische Stadtmuseum in Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität zu Köln im Rahmen einer eindrucksvollen Sonderausstellung diese vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen rund um das Jahr 1968 in den Blick.

24.10.18
06.01.19

Vor 80 Jahren – Der Pogrom in Köln: Eine Gedenkinstallation

NS-Dokumentationszentrum

Während des Pogroms 1938 wurden auch in Köln die Synagogen sowie Hunderte jüdische Wohnungen und Geschäfte von SA-Trupps verwüstet und jüdische Bürger misshandelt, Hunderte von Männern verhaftet und im Konzentrationslager Dachau inhaftiert.
Im Fokus der Installation stehen zwei jüdische Familien aus Köln. Anhand eines umfangreichen von 1936 bis 1944 reichenden Briefwechsels wird das Schicksal des später in Theresienstadt und Auschwitz ermordeten Ehepaars Max und Erna Schönenberg rekonstruiert. Im Februar 1940 begann Berta Frank, Tochter eines jüdischen Vaters und einer christlichen Mutter ein Tagebuch zu führen, in dem sie die zunehmende Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung, deren Verfolgung und Deportation festhielt und ihr eigenes und das Überleben der Eltern vom Herbst 1944 bis zum Kriegsende schilderte.
Eine Gedenkinstallation des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln


26.10.18
18.11.18

Kölner Design Preis – Toby E. Rodes Award

Museum für Angewandte Kunst Köln

Der „Kölner Design Preis“ wird 2018 zum 11. Mal vergeben und erstmals von der Estate Toby E. Rodes ausgelobt. Der Preis gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen für junge Designabsolventen und würdigt das Leben des deutsch-amerikanischen Gestalters Toby E. Rodes. Prämiert werden herausragende Abschlussarbeiten von Designstudiengängen an Kölner Hochschulen. Der Award ist damit ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Designnachwuchses und zur weiteren Profilbildung Kölns als Designstandort. Die Ausstellung im MAKK umfasst die Arbeiten der Preisträger und aller Nominierten und ist bis zum 18. November 2018 zu sehen.

13.11.18
30.06.19

Unter der Lupe

Museum Schnütgen

Zahlreiche Kunstwerke im Museum Schnütgen bergen Geheimnisse, die sich erst unter dem Mikroskop oder im Röntgenbild erschließen. Die Sonderausstellung gibt erstmals einen Überblick über die wichtigsten Restaurierungen und kunsttechnologischen Untersuchungen der letzten 25 Jahre. Das Spektrum reicht von der kompletten Freilegung einer Holzskulptur über konservierende Maßnahmen bis zur berührungsfreien optischen Untersuchung. Zutage treten unbekannte ältere Zustände der Werke sowie neue Einsichten über ihre Entstehung und Datierung.
Zu den Exponaten zählen mit den beiden Cherubim zwei Hauptwerke frühgotischer Skulptur im Museum. Konservatorische Maßnahmen waren notwendig geworden, um die farbige Bemalung zu sichern. Die außergewöhnlich hohe künstlerische Qualität der beiden aus Holz geschnitzten Engelsfiguren tritt nun wesentlich deutlicher in Erscheinung.
Die Restaurierung erfolgte mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder im Rahmen der Initiative Kunst auf Lager.

16.11.18
24.02.19

Überall Luthers Worte … – Martin Luther im Nationalsozialismus

NS-Dokumentationszentrum

Wie standen die Nationalsozialisten zu Religion und Kirche – und speziell zu Martin Luther? Wie verhielten sich Christen in Deutschland zum Reformator und seinem „Erbe” in der NS-Zeit? Und wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen in jenen zwölf Jahren? Die Ausstellung geht diesen Fragen nach. In das Jahr 1933 fielen die Feierlichkeiten zu Luthers 450. Geburtstag, aber auch die Konflikte zwischen „Bekennender Kirche” und „Deutschen Christen”. Bis 1938 nahmen die Bezüge auf Luthers antijüdische Spätschriften deutlich zu. Und auch während des Zweiten Weltkriegs wurde Luther von verschiedenen Akteuren „vereinnahmt”: zur Legitimation des Kriegs – aber auch, um ein „Widerstandsrecht” gegen das Unrechtsregime herzuleiten.
Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand

17.11.18
30.06.19

Alles unter dem Himmel - 40 Jahre Museum für Ostasiatische Kunst am Aachener Weiher

Museum für Ostasiatische Kunst

Vor 40 Jahren öffnete der von dem japanischen Architekten Kunio Maekawa geplante Neubau des Museums für Ostasiatische Kunst seine Pforten am Aachener Weiher. Damit erhielt das 1909 gegründete Haus nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder ein eigenes Domizil. Als herausragendes Beispiel der klassischen Moderne steht das Haus seit 2011 unter Denkmalschutz.
Die Jubiläumsausstellung Alles unter dem Himmel präsentiert fast ausschließlich Objekte, die in den letzten 40 Jahren in den Besitz des Museums gelangt sind. Sie feiert die Ankäufe, Schenkungen, Stiftungen, Dauerleihgaben und Restaurierungen, sie lädt aber auch zu einer spannenden Zeitreise in die Ausstellungen, Kataloge und Plakate der letzten 40 Jahre ein.
Der Titel "Alles unter dem Himmel" spielt auf den chinesischen Begriff Tianxia an und bezeichnet die „gesamte Welt“, also die große Vielfalt und Bandbreite der Neuzugänge. Das Ausstellungs- und Plakatmotiv zeigt den chinesischen Unsterblichen Liu Hai, der als Abgesandter des Gottes des Reichtums verschmitzt lächelnd einen Reif mit Goldmünzen durch die Luft wirbelt. Die vergoldete Bronzeplastik des 18. Jahrhunderts stammt aus der Sammlung Dieter und Christel Schürzeberg. Inspiriert durch den Neubau des Museums für Ostasiatische Kunst trug das Sammlerehepaar eine herausragende Sammlung von 650 späteren Bronzen aus China zusammen, die sie dem Museum stiften möchten.
Spektakuläre Ankäufe - finanziert durch die Stadt Köln, den Fördererkreis des Museums, die von Hans-Wilhelm Siegel begründete Orientstiftung, Zuschüsse der Kulturstiftung der Länder sowie der Kunststiftung NRW, großherzige Stiftungen privater Gönner und Mäzene, einzigartige Dauerleihgaben der Peter und Irene Ludwig Stiftung - all diese Objekte zeugen von 40 Jahren lebendiger Museumsarbeit.

23.11.18
24.03.19

Es war einmal in Amerika. 300 Jahre US-amerikanische Kunst

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Das Wallraf-Richartz-Museum widmet sich mit einer großen Überblicksausstellung US-amerikanischer Kunst aus drei Jahrhunderten. Die Schau beginnt mit Werken aus der Kolonialzeit bis hin zu den Meistern des amerikanischen Realismus und endet mit Beispielen des Abstrakten Expressionismus. Mehr als 120 Leihgaben aus den renommiertesten Sammlungen und Museen der Vereinigten Staaten holt das Wallraf nach Köln. Dank der herausragenden Qualität der Exponate erhalten die Besucher einen exemplarischen Einblick in die faszinierende Vielfalt der US-amerikanischen Kunst zwischen 1650 und 1950.

12.04.19
11.08.19

2 von 14. Zwei Kölnerinnen am Bauhaus

Museum für Angewandte Kunst Köln

Die Ausstellung würdigt das Schaffen der Keramikkünstlerin Margarete Heymann-Loebenstein (1899-1990) in Kombination mit Bühnenentwürfen ihrer Cousine Marianne Ahlfeld-Heymann (1905-2003), die beide am Bauhaus studierten.