Museum Ludwig

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Römisch-Germanisches Museum

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

NS-Dokumentationszentrum

Museum für Angewandte Kunst Köln

Kölnisches Stadtmuseum

Museum Schnütgen

Museum für Ostasiatische Kunst

Käthe Kollwitz Museum

Archäologische Zone, Jüdisches Museum

artothek - Raum für junge Kunst

Skulpturenpark Köln

 

Ausstellungsplanung

07.06.19
18.08.19

Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit

NS-Dokumentationszentrum

Albert Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zu zwanzig Jahren Haft. Als Speer am 1. Oktober 1966 aus dem Gefängnis in Berlin-Spandau entlassen wurde, waren über tausend Schaulustige gekommen und dutzende Mikrophone und Kameras aus aller Welt auf ihn gerichtet. Dies war der Beginn seiner »zweiten Karriere« als scheinbar geläuterter Zeitzeuge des Nationalsozialismus. Speer platzierte in der Öffentlichkeit erfolgreich die Legende, er habe von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten. Mit unkritischer Bereitwilligkeit folgten Historiker, Publizisten, aber auch die deutsche Öffentlichkeit der Erinnerungsmanipulation des »guten Nazis« – nicht zuletzt, weil er eine Entlastung für jene bot, die sich selbst im Nationalsozialismus engagiert hatten.
Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

07.06.19
22.09.19

geschenkt! – die Gabe der Diplomatie

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

Während eines Staatsbesuchs werden traditionell Geschenke ausgetauscht. Doch was wird da eigentlich geschenkt? Das Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt präsentiert in seiner Sonderausstellung rund 30 noch nie gezeigte Staatsgeschenke aus etwa 15 außereuropäischen Ländern wie Togo, Mexiko und Indonesien. Die kunstvollen Schnitzereien, aufwändigen Keramikarbeiten und Repliken bekannter Originale werden als Interventionen in der Dauerausstellung präsentiert. Welche Geschichten erzählen uns diese Objekte über das Herkunftsland, die Schenkenden, die Beschenkten und die Diplomatie im Allgemeinen?
Eine Intervention in der Dauerausstellung des Rautenstrauch-Joest-Museums – Kulturen der Welt

04.07.19
29.09.19

Kollwitz im Esszimmer – Leben mit schwerer Kost

Käthe Kollwitz Museum

Die große Anzahl privater Kollwitz-Sammlungen weltweit ist Beleg für die anhaltende Faszination, die vom Werk der Künstlerin ausgeht – bis heute. Doch woher rührt diese Begeisterung? In der Sonderausstellung im Käthe Kollwitz Museum Köln berichten drei Sammler von ihrer Leidenschaft für Käthe Kollwitz, stellen die für sie wichtigsten Werke vor und geben photographische Einblicke in ihr Leben mit der ›schweren Kost‹.

13.07.19
29.09.19

Familienbande. Die Schenkung Schröder

Museum Ludwig

Die Ausstellung zeigt die eigenwillige und sinnliche Seite der Kunst der 1990er und 2000er Jahre. In dieser Zeit formiert sich in Köln eine neue Kunstszene: Junge Galerien wie jene von Christian Nagel eröffnen, die Zeitschrift Texte zur Kunst wird gegründet und ein Künstlerkollektiv betreibt den alternativen Ausstellungsraum Friesenwall 120. Das Rheinland entwickelt sich – im intensiven Austausch mit New York – zu einem intellektuellen Zentrum.
Beteiligte Künstler*innen:
Kai Althoff, Juliette Blightman, Cosima von Bonin, KP Brehmer, Tom Burr, Lukas Duwenhögger, Andrea Fraser, Isa Genzken, Dan Graham, Renée Green, Ull Hohn, Martin Kippenberger, Pierre Klossowski, Mark Leckey, Hilary Lloyd, Lucy McKenzie, Christian Philipp Müller, Nils Norman, Stephen Prina, Stephen Willats, Danh Võ

24.08.19
15.12.19

KÖLN AM RHEIN. Von Zeit zu Zeit

Kölnisches Stadtmuseum

Eine Ausstellung in Kooperation mit dem Rheinischen Bildarchiv Köln
1947 dokumentierte der junge Fotograf Karl Hugo Schmölz (1917–1986) im Auftrag des städtischen Nachrichtenamtes das zerstörte Köln der Nachkriegszeit. Bei seinen Aufnahmen orientierte er sich an den Köln-Aufnahmen seines bekannten Vaters Hugo Schmölz (1879–1938) aus den 1920er- und 1930er-Jahren – und fotografierte die Plätze, Gebäude und Straßen vom exakt gleichen Standpunkt aus!
1992, 45 Jahre später, präsentierte das Kölnische Stadtmuseum diese bemerkenswerten Stadtansichten in einer vielbeachteten Ausstellung und kontrastierte sie mit neuen Fotografien, aufgenommen wieder aus demselben Blickwinkel.
Seitdem sind wieder über 25 Jahre vergangen: Ein guter Zeitpunkt, diese Triptychen mit Aufnahmen aus dem Jahr 2018 zu einem Quartett zu erweitern. Das eindrucksvolle Gegenüber des unzerstörten, des kriegsbeschädigten und des modernen Köln zeichnet ein eindringliches Porträt einer Stadt im permanenten Wandel – gemäß § 5 des Kölschen Grundgesetzes: Et bliev nix wie et wor.
Zu den auf diese außergewöhnliche Weise festgehaltenen Orten zählen beispielsweise der Neumarkt, der Hohenzollernring oder der Heumarkt.

24.08.19
15.12.19

KOLN AN DER SEINE. Der Pavillon der Stadt Köln auf der Pariser Weltausstellung 1937

Kölnisches Stadtmuseum

Paris 1937: Zwei Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkriegs präsentierten sich hier die Nationen auf der Weltausstellung. An der Seine standen sich die monumentalen Pavillons der Sowjetunion und des Deutschen Reiches direkt gegenüber – Konfrontation der Regime in einer Zeit, als in Europa die Demokratie an Boden verlor.
Als weltweit einzige Stadt errichtete Köln in Paris einen eigenen Pavillon, mit einem Restaurant direkt am Fluss. Die Leichtigkeit und Offenheit des Kölner Baus kontrastierte deutlich mit der pathetischen Strenge des deutschen Pavillons.
Der damals erst 19-jährige Kölner Karl Hugo Schmölz, später bekannter Architektur- und Werbefotograf, hielt die Weltausstellung in Paris und den Kölner Pavillon in brillanten Aufnahmen fest. Mit diesem bislang unveröffentlichten Fotoschatz entwickelt die Ausstellung ein eindrucksvolles Panorama des Jahres 1937, das Heinrich Mann als „das eigentlich kritische Europas“ bezeichnete.
Spannend erzählt sie von einer heute vergessenen Episode der deutsch-französischen Geschichte, mit Köln im Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch Teil der Zeitreise: Die Aktivitäten von Kölner Künstlern, die versuchten, sich in Paris zu behaupten – zwischen fanatischer Gefolgschaft, geschickter Anpassung, stummen Protest oder offenem Widerstand.

31.08.19
13.10.19

manu factum 2019

Museum für Angewandte Kunst Köln

Zum 29. Mal wird dieser deutschlandweit bedeutendste Preis für Handwerk, Design und angewandte Kunst in den Themenbereichen Möbel, Skulpturen, Schmuck, Kleidung, Medien und Wohnen vergeben. Handwerkliche Präzision und innovative Gestaltung sind dabei ebenso gefragt wie der experimentelle Umgang mit dem Material. Die Ausstellung zeigt alle nominierten Arbeiten.

02.09.19
02.11.19

Kriegserfahrungen 1939-1945. Kölner und Kölnerinnen an Front und Heimatfront

NS-Dokumentationszentrum

Obwohl der Beginn des Zweiten Weltkrieges nun achtzig Jahre entfernt ist, sind dessen Folgen im öffentlichen und privaten Bewusstsein nach wie vor gegenwärtig. Die tiefgreifenden Umbrüche, Gewalt- und Verlusterfahrungen hat die Erlebnisgeneration an die Generationen der Kinder und Enkelkinder weitergegeben. Die Ausstellung widmet sich den Kriegserfahrungen, die Kölner und Kölnerinnen in den Jahren 1939 bis 1945 machten. Sie beschränkt sich nicht auf die Erlebnisse in Köln, sondern fragt ebenso nach den Erfahrungen, die an der Front, in der Evakuierung oder durch Deportation gemacht wurden. Anhand von Interviews sowie Briefen und Fotografien, die meist aus privater Hand stammen, wird die individuelle Dimension veranschaulicht. Zugleich entsteht ein dichtes Bild der Folgen des Vernichtungskrieges, den das nationalsozialistische Deutsche Reich seit dem Überfall auf Polen am 1. September geführt hat.

13.09.19
08.03.20

Norman Seeff. The Look of Sound

Museum für Angewandte Kunst Köln

Norman Seeff zählt zu den berühmtesten Porträtfotografen der USA und lichtete das Who is Who der Musik-, Kunst- und Filmszene der 1960er- bis 1980er-Jahre ab. „The Look of Sound“ vereint mehr als 170 Fotografien, darunter größtenteils originale Vintage Prints, aber auch Entwürfe, Collagen und Plattencover. Zudem sind Videos zu sehen, die während Seeffs Fotosessions entstanden sind.

21.09.19
19.01.20

HIER UND JETZT im Museum Ludwig. Transcorporealities

Museum Ludwig

Die Ausstellungsreihe HIER UND JETZT im Museum Ludwig begreift das Museum als eine offene Struktur für experimentelle Formate. Dabei gilt es, die räumlichen und konzeptuellen Grenzen der Institution jenseits vertrauter Komfortzonen zu erweitern.
Unter dem Titel Transcorporealities widmet sich die fünfte Ausstellung der Reihe der Komplexität von Körperlichkeit. Neue materialistische und posthumanistische Theorien gehen davon aus, dass alle Körper poröse, offene Systeme sind, die sich im ständigen Austausch mit anderen Körpern und ihrer Umwelt gegenseitig durchdringen und ineinanderfließen. Diese Idee der „Transkorporalität“ ließe sich auch auf das Museum anwenden: Statt als hermetische Festung und Weihetempel eines kunsthistorischen Kanons kann man es als durchlässigen Körper begreifen, der sich wie ein lebendiger Organismus in einem stetigen Stoffwechselprozess durch äußere Einflüsse definiert und verändert.

04.10.19
12.01.20

Rembrandts graphische Welt

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Rembrandt Harmensz. van Rijn starb am 4. Oktober 1669 in Amsterdam. Exakt 350 Jahre später, am 4. Oktober 2019, startet in Köln die erste von zwei Hommagen des Wallraf-Richartz-Museum an den berühmten Maler. Ergänzend zu seiner großen Sonderschau „Inside Rembrandt“ (1. November 2019 bis 1. März 2020) zeigt das Museum eine feine Auswahl an Radierungen aus seinem 160 Rembrandt-Blätter umfassenden Gesamtbestand in der Graphischen Sammlung.
Die Arbeiten zeichnen sich sowohl durch eine hohe ästhetische Qualität, einen vorzüglichen Erhaltungszustand als auch durch die besondere Kunstfertigkeit des Radierers Rembrandt aus. So genial er mit dem Pinsel agierte, so gekonnt lagen ihm auch Stichel und Nadel in der Hand. Die Kupferplatte war ihm genauso wichtig wie die Leinwand. Oft überarbeitete er sie so lange, bis er das gewünschte Ergebnis erzielte.
Aber auch seine kluge Materialauswahl verleiht den Werken den Touch des Besonderen, denn statt des üblichen Büttenpapiers entschied sich Rembrandt für Japanpapier. Zu den ausgewählten Spitzenblättern der Graphischen Sammlung im Wallraf gehören unter anderen „Abraham, die Engel bewirtend“ oder die „Drei Kreuze“. „Rembrandts graphische Welt“ fragt anschaulich nach den ästhetischen wie materiellen Kriterien, die erfüllt sein müssen, damit eine Rembrandt-Radierung auch nach rund 400 Jahren von Sammlern, Kennern und Liebhabern der Graphik als ein Meisterwerk angesehen wird.

10.10.19
05.01.20

Berliner Realismus

Käthe Kollwitz Museum

Rau, ruppig und politisch unbequem: Die Berliner Kunst zur Kaiserzeit besitzt Sprengkraft. Von Wilhelm II. mit dem Verdikt der ›Rinnsteinkunst‹ belegt, widmen sich Künstler der Berliner Secession um 1900 erstmals dezidiert sozialen Themen. Sie begründen eine spezifisch berlinische Tradition des sozialkritischen Realismus, die in der Kunst der Weimarer Republik ihre konsequente Fortsetzung findet.
Mit der Ausstellung Berliner Realismus – Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix spannt das Käthe Kollwitz Museum Köln einen zeitlichen Bogen von den 1890er bis zu den 1930er Jahren. Im Fokus stehen dabei Künstler wie Heinrich Zille, Hans Baluschek und Käthe Kollwitz, die die prekären Lebens- und Wohnverhältnisse der Arbeiterschaft, die durch die Industrialisierung stark angewachsen ist, zum Thema ihrer Werke machen. Einen drastischen Einschnitt stellt der Erste Weltkrieg dar. Die zweite Generation von Künstlern, die in der Ausstellung gezeigt werden – darunter Otto Dix, George Grosz und Otto Nagel – ergreift nicht etwa Partei für ›den kleinen Mann‹, sondern kritisiert in ihrem Werk grundsätzlich die gesellschaftlichen Missstände der Weimarer Republik.
Eine Ausstellung des Bröhan-Museum, Berlin

25.10.19
17.11.19

Kölner Design Preis – Toby E. Rodes Award

Museum für Angewandte Kunst Köln

In diesem Jahr wird der von der Estate Toby E. Rodes ausgelobte Kölner Design Preis zum 12. Mal vergeben. Prämiert werden herausragende Abschlussarbeiten von Designstudiengängen an Kölner Hochschulen. Die Ausstellung im MAKK umfasst die Arbeiten der Preisträger*innen und aller Nominierten.

01.11.19
01.03.20

Inside Rembrandt • 1606-1669

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

Meister, Virtuose, Genie oder Star – die Synonyme für Rembrandt sind so vielfältig wie seine Kunst, die die Menschen weltweit begeistert. Aber warum ist das so? Dieser Frage geht das Wallraf-Richartz-Museum mit einer großen Sonderausstellung nach: „Inside Rembrandt • 1606-1669“ ist eine Hommage an den Maler zu seinem 350. Todestag (gestorben am 4. Oktober 1669 in Amsterdam). Sie taucht ein in die Welt des Niederländers und erzählt bildgewaltig von einem dramatischen Künstlerleben zwischen Tragödie und Komödie. Dazu zeigt das Wallraf neben eigenen Rembrandt-Werken auch hochkarätige Leihgaben aus zahlreichen internationalen Häusern. So schickt die traditionsreiche Prager Nationalgalerie ihr faszinierendes Gemälde „Der Gelehrte im Studierzimmer“ erst zum zweiten Mal auf eine Reise ins Ausland. Um den Kosmos Rembrandt in all seinen Facetten aufleben zu lassen, präsentiert die Ausstellung auch ausgesuchte Arbeiten seiner Zeitgenossen und Schüler wie Jan Lievens, Govert Flinck und Ferdinand Bol. „Inside Rembrandt“ läuft vom 1. November 2019 bis zum 1. März 2020 in Köln und ist eine Kooperation zwischen dem Wallraf-Richartz-Museum und der Nationalgalerie Prag.
Die Ausstellung „Inside Rembrandt“ startet dort, wo auch für Rembrandt alles beginnt: im niederländischen Leiden. Hier wird er am 15. Juli 1606 geboren und verbringt seine Kindheit und Jugend in einer Geisteswelt, die ihn privat wie beruflich für immer prägt. Und hier eröffnet er im Jahre 1625 auch sein erstes Atelier. Anhand von frühen Rembrandt-Werken zeigt die Sonderschau eindrucksvoll, wie intensiv und detailversessen sich der Künstler schon damals dem Porträtieren von Menschen widmet. Klug und liebevoll platziert er sie in passende Interieurs und taucht sie in ein geradezu spirituelles Licht. Doch seine Geburtsstadt wird dem ambitionierten jungen Mann zu eng und so zieht es ihn Anfang der 1630er Jahre nach Amsterdam. Hier wird aus seiner Könner- eine Meisterschaft; schnell steigt er zum bestbezahlten Maler der Niederlande auf. In dieser Zeit, auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens, malt Rembrandt auch den Prager „Gelehrten“. In diesem glanzvollen Bild stecken das ganze Können und der Ehrgeiz des Malers, weshalb das Gemälde auch im Zentrum der Ausstellung hängt. Gemeinsam mit anderen Werken zeugt es von der Strahlkraft des Niederländers. Diese findet sich aber nicht nur in seinen eigenen Gemälden, Radierungen und Zeichnungen, sondern steckt auch in Bildern seiner Schüler, Werkstattmitarbeiter und Kollegen, die ihm allesamt nacheiferten. Wer „Inside Rembrandt“ besucht, der lernt ein altes Genie von einer neuen Seite kennen.

09.11.19
16.02.20

Skulptur im Blick der Kamera. Alfred Tritschlers Fotografien der Sammlung Schnütgen

Museum Schnütgen

Die Sonderausstellung folgt dem Blick des Frankfurter Fotografen Alfred Tritschler (1905–1970) auf die Sammlung. 1948 hatte Tritschler mehr als 100 mittelalterliche Stein-, Holz- und Metallbildwerke des Museums fotografiert, Abzüge haben sich im Archiv des Museums erhalten. Der Fotograf inszenierte die Skulpturen mit subjektivem Blick in suggestiven „Porträts“ und fand einen eigenen künstlerischen Ausdruck für diese Motive. Den Auftrag für die Bildserie vergab der spätere Direktor des Museum Schnütgen Hermann Schnitzler, dessen Wertschätzung für die Arbeit des Fotografen sich auch in gemeinsamen Publikationen spiegelt. Eine Auswahl von rund 70 Originalabzügen soll nun, gemeinsam mit etwa 30 Skulpturen, erstmals zu sehen sein und in einem begleitenden Katalog publiziert werden.

15.11.19
19.01.20

Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz

NS-Dokumentationszentrum

Sie wurden mit ihren Familien in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt. Sie tragen die Spuren des Erlittenen auf dem Leibe und in ihrer Seele. Die Häftlingsnummer, am Unterarm, Schenkel oder Po eingraviert, ist oft genug das einzige, was bis heute Auskunft gibt: Auschwitz. Mindestens 232.000 Säuglinge sowie Kinder und Jugendliche im Alter von ein bis 17 Jahren wurden aus allen Teilen Europas nach Auschwitz deportiert. Allein 216.000 waren Juden sowie 11.000 Sinti und Roma. Auf 56 großformatigen Tafeln werden eindringliche Lebensgeschichten von Kindern und Jugendlichen erzählt, die den Holocaust überlebt haben.
Eine Ausstellung des Internationalen Auschwitz Komitees in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Eine Ausstellung von Alwin Meyer

16.11.19
01.03.20

Wade Guyton

Museum Ludwig

Der 1972 geborene US-amerikanische Künstler Wade Guyton hat über gut zwei Jahrzehnte ein so konzeptuell konsequentes wie erfrischend eigensinniges Werk geschaffen. Bekannt ist er vor allem für seine mit einem herkömmlichen Tintenstrahldrucker hergestellten großformatigen Leinwandbilder mit ikonischen Motiven wie Flammen, den Buchstaben „X“ und „U“ oder der Website der New York Times. Nachdem das Museum Ludwig bereits mehrere Werke des Künstlers für die Sammlung ankaufen konnte, richtet es ihm 2019 eine große
Überblicksausstellung aus, die sein künstlerisches Schaffen von den Anfängen bis hin zu jüngsten Arbeiten vorstellt.