
Patrice Nganang
Autorenlesung in der Reihe Stimmen Afrikas
So. 26.5.2013 13.00 Uhr
Eintritt 5 €, 3 € erm.
"Verwandlungen" von Ilona Pászthy in der Ausstellung des RJM. Foto © MEYER ORIGINALS
Mittels des zeitgenössischen Tanzes werden die Räume des Museums in enger Auseinandersetzung mit den Themen und Ausstellungsinhalten des Hauses unterschiedlich bespielt. Die jeweils beauftragten Künstler der Reihe „RJM - TanzKulturen der Welt" lassen sowohl das Foyer, den Veranstaltungssaal als auch die Ausstellungsflächen in neuem Licht erscheinen.
Ethnologische Themen und kulturwissenschaftliche Fragestellungen, die wechselnden Sonderausstellungen als auch der Sammlungsbestand des Hauses und sein Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten" regen den Dialog und eine intensive künstlerische Auseinandersetzung an. Während einmal das Foyer durch Bildprojektionen und Tanz in einen großen Bühnenraum verwandelt wird, wird dahingegen ein anderes Mal die Ausstellungsfläche selbst durch Performer und Besucher bespielt. Herkömmliche Konventionen einer Bühnendarbietung als auch die Funktionalität eines Museumsraumes werden aufgebrochen. Besucher werden in das Geschehen hineingezogen, Grenzen zwischen Beobachter und Akteur aufgehoben. So wie die szenografisch präsentierte Ausstellung des Rautenstrauch-Joest-Museum seit seiner Neukonzeption als sinnlicher Erlebnisraum erfahrbar ist, wird die museale Präsentation durch die Tanz- und Performancedarbietungen um visuelle, taktile und akustische Eindrücke ergänzt.
Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.
Verschiedene Leihobjekte von Kölner Privatpersonen in der Sonderausstellung sammeln.anordnen.ausstellen. im Rautenstrauch-Joest-Museum © Bianca Xavier de Mendonca
Ein generationsübergreifendes Projekt rund um die Thematik sozialer Netzwerke mit Kölner Bürgerinnen und Bürgern
Mehrtägige Aktionen im öffentlichen Raum Kölns und in den Räumen des Rautenstrauch-Joest-Museums eröffnen den Blick auf Verflechtungen von Öffentlichem und Privatem, Alltag und Kunst und regen zu kollektivem Sammeln, Bewahren, Ausstellen und Kuratieren an. SOCIAL MOVEMENT thematisiert den Umgang mit eigener und fremder Wahrnehmung im urbanen Raum und wirft Fragen nach der Ausstellbarkeit von Öffentlichkeit und Privatsphäre auf. SOCIAL MOVEMENT lädt den Zuschauer dazu ein, museal Ausgestelltes weiterhin zu beeinflussen, es zu begreifen, und als Akteur mit zu verändern. Das Projekt und die jeweiligen Aktionen sind das eigentliche Kunstwerk, welches sich während des Projektverlaufs ständig weiterentwickelt und in der unmittelbaren Alltäglichkeit nach dem vermeintlich Künstlerischen, Ausstellbaren sucht.
Sonderausstellung: "sammeln.anordnen.ausstellen." mit der Klanginstallation "4 wände. klang." und der Videoinstallation "un.sicht.bar."
Aktionen: "co-kuratieren.", "objekte bewegen.", "räume bewegen. bewegung verflechten." und "in die stadt ver-führen."
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zeitgenössischen Tanz der Hochschule für Musik und Tanz (Köln).
Mitwirkende:
künstlerische Leitung:Vera Sander, Martin Sonderkamp
Konzeptentwicklung: Claudia Heu, Ulrike Nestler, Vera Sander, Martin Sonderkamp
künstlerische Recherche/Umsetzung: Ayberk Esen, Philine Herrlein, Valerie Kommer, Photini Meletiadis, Kokomini Eva
Nemesi, Bianca Xavier de Mendonca (Studierende des Zentrum für Zeitgenössischen Tanz); Chrizz B. Reuer
dramaturgische Begleitung: Claudia Heu
filmische Dokumentation: Lisa Glahn, Mirjam Leuze
Koordination: Susanne Karow
Projektleitung TanzKulturen der Welt: Ulrike Nestler
Im Rahmen der Reihe TanzKulturen der Welt veranstaltet das Haus ergänzend zur Sonderausstellung „Rama und Sita. Indiens schönste Liebesgeschichte" vom 6.-8. September das Festival Ramayana in Performance. Drei Gastspiele zeitgenössischer ChoreographInnen aus Indien und Thailand sowie eine Podiumsdiskussion mit dem renommierten Schriftsteller und Kulturkritiker Rustom Bharucha thematisieren facettenreiche Perspektiven auf das Ramayana. Die Sologastspiele von Anita Ratnam (Chennai, Indien), Maya Krishna Rao (Neu Delhi, Indien) und Pichet Klunchun (Bangkok, Thailand) thematisieren an drei aufeinanderfolgenden Abenden höchst individuelle Auseinandersetzungen mit dem Epos. Getanzte Führungen durch die Sonderausstellung und ein Workshopangebot für Kinder und Erwachsene runden das dreitägige Programm ab.
Dreimal entführten uns die TänzerInnen des deutsch-ungarischen Ensembles auf eine innere Reise durch mythische Orte und Zeiten und fragen nach der conditio humana. LICHT-Trilogie ist ein spartenübergreifendes Tanztheater-Projekt. Mit Mitteln des zeitgenössischen Tanzes, des Animationsfilms, der Lyrik und der elektronischen Sound-Art wird die Veränderung des menschlichen Geistes hin zum (inneren) Licht erforscht. Während des Abends wechselt das Publikum gemeinsam mit den TänzerInnen zwischen den Spielorten Veranstaltungssaal und Foyer des Museums. Der Ortswechsel thematisiert das Überschreiten von Grenzen, das Überwinden von physischen und mentalen Schranken. Gedichte von Ingeborg Bachmann und Johannes Bobrowski sowie abstrakte Animationsfilme (ca. 45 Minuten) begleiten eindrucksvoll das Geschehen.
Die Präsentation der LICHT-Trilogie im Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt schließt die Trilogie "LICHT I" (UA 2009) und "DEEP BREATH (LICHT II)" (UA 2011, nominiert für den Kölner Tanztheaterpreis 2011) um die Uraufführung des dritten Teils "LICHT III" ab.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit SPOTNIK intermediale Künste e.V.
Bewahrte Materialien werden in Beziehung zum Körper gesetzt. Persönliche Geschichten des Kulturschaffens und -verstehens treffen aufeinander, befruchten sich und finden zu einer neuen Auseinandersetzung mit eigenen kulturellen Hintergründen. Die Objekte sowie die gesellschaftliche Bedeutung der Sammlung werden in einem erweiterten Kontext gezeigt.
Ilona Pászthy interessiert sich für die Verschiebung und Auflösung von Grenzen. Neue Auffassungen von Raum und Zeit im medial vernetzten Zeitalter treffen auf den Bewahrungswillen des Museums. Die mit Installationscharakter gestaltete Performance wagt den Blick auf Körper und ihre Verflechtung mit Themen der Ausstellung.
Slava Gepner geht auf eine Suche nach identitätsformenden Momenten - politische, kulturelle, sowie autobiografische: „Laut Lebenslauf bin ich in Polen geboren und aufgewachsen, habe fünf Jahre lang in St. Petersburg studiert und lebe jetzt in Deutschland. Doch wer bin ich eigentlich? Ein »Ausländer«? Ein »Heimatloser«? Was bleibt (in) mir von den Orten, an denen ich nicht mehr bin?"
Das Projekt von m & company stellt mit der Produktion „dancers" die Sozialisation von Tänzern in unterschiedlichen Kulturen und damit den Menschen als Ganzes, nicht nur in seiner Tänzerrolle in den Mittelpunkt. Unter der künstlerischen Leitung von Mateo Klemmayer und Michael Maurissens ist eine intensive Recherche über die ganz persönlichen Lebenswege von Anna Polikarpova (Russland), Ludmila Campos (Brasilien), Pascal Molat (Frankreich) und Taras Domitro (Kuba) entstanden.
Urban Fragments ist ein internationales als auch interkulturelles Performanceprojekt. Drei ChoreographInnen - aus den Städten Johannesburg, Kapstadt und Köln - haben eine jeweils eigene Perspektive zu städtisch geprägtem Raum, seinen Architekturen, seinen Infrastrukturen, aber vor allem zur Bewegung seiner Bewohner innerhalb dieser Räume entwickelt. In Zusammenarbeit mit den Student-Innen des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ist eine orts-spezifische Performance explizit für das Rautenstrauch-Joest-Museum und seine derzeitige Sonderausstellung Afropolis. Stadt, Medien, Kunst entstanden. Diese stellt fünf afrikanische Großstädte, Kairo, Lagos, Kinshasa, Nairobi und Johannesburg in einer Ausstellungsarchitektur vor, welche atmos-phärisch und klanglich leicht an eine Großstadt erinnern lässt.
Als Orixás werden die Götter in der Religion der Yoruba und in den darauf beruhenden afroamerikanischen Religionen wie der kubanischen Santeria und des brasilianischen Candomblé bezeichnet. In Amerika werden die Orixás in den meisten Religionen mit Figuren der katholischen Heiligen verschmolzen. Den Orixás sind Farben, Zahlen, Pflanzen, Klänge, Rhythmen, Lieblingsspeisen und Lieblingsgetränke zugeordnet. Beim Sklaventransport nach Amerika verschwanden regionale und für das Leben in der Diaspora wirkungslose Orixás. Aber unabhängig davon, wo wir sind, hat jeder seinen Orixás in sich wie die Naturkräfte Wasser, Luft, Feuer und Erde.
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