RÖMISCH-GERMANISCHES MUSEUM
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Normale SchriftgrößeNormale SchriftgrößeNormale Schriftgröße Normale SchriftgrößeMittlere SchriftgrößeGroße Schriftgröße Druckversion in neuem Fenster öffnenStadt Köln
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14 AD – Römische Herrschaft am Rhein

Römisch-Germanisches Museum: 27. Juni bis 19. Oktober 2014

Die verheerende römische Niederlage im Teutoburger Wald, in der 9. n. Chr. drei Legionen unter Führung des Feldherrn Varus aufgerieben wurden, gilt als eine der größten Katastrophen in der Geschichte des Römischen Reiches. Sie war zugleich eine der empfindlichsten militärischen Niederlagen in der Regierungszeit des Kaisers Augustus. In der Folge wurden große Teile der von Rom kontrollierten rechtsrheinischen Landschaften aufgegeben. Planungen zu einer germanischen Großprovinz Germania erhielten einen schweren Rückschlag. Doch Augustus gab seine Gedanken an eine Herrschaft rechts des Rheins nicht auf. Der alternde Kaiser sandte Germanicus, den Adoptivsohn des Tiberius, mit zusätzlichen Truppen nach Germanien. Dessen Residenz lag im Herzen des antiken Köln, am Platz des späteren Statthalterpalastes. Hier wurden neue Offensiven in die Gebiete jenseits des Rheins geplant und angeordnet. Das oppidum Ubiorum, römischer Zentralort am Rhein war zugleich religiöser Mittelpunkt auf Provinzialer Ebene. Hier befand sich das überregionale Heiligtum für Roma und Augustus. Der Tod des Augustus 14 n. Chr. markiert eine Zeitenwende. Unter seinem Adoptivsohn und Nachfolger Tiberius drohten Truppen entlang der Rheinfront mit einer offenen Rebellion. Die Loyalität des Germanicus gegenüber Rom verhinderte den Aufstand. Die Ausstellung widmet sich den politischen und militärischen Ereignissen im frühkaiserzeitlichen Köln bzw. seiner Region und der römischen Herrschaft am Rhein, vertreten durch Augustus, Tiberius und Germanicus rund um das Jahr 14 AD. Sie präsentiert ziviles und militärisches Leben in Köln, aber auch benachbarter Siedlungen und Militärlager der Region. Anhand teils neuer Ausgrabungsfunde aus Köln lassen sich viele Fragen zum Leben in der frühkaiserzeitlichen Stadt neu stellen. Die Funde zeugen von der dynamischen Entwicklung Köln als regionalem Machtzentrum an der Grenze des römischen Imperiums.

 

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