Symposium

 

Einmal Kunst, bitte!
Kulturelle Bildung mit Artotheken

Artotheken erfüllen einen wichtigen bildungspolitischen Anspruch. Sie bieten jedem die Möglichkeit Kunst ganz nah zu begegnen. Anders als im Museum wird Kunst hier anfassbar, man kann sie ausleihen, mit ihr leben und eigene, ganz persönliche Erfahrungen machen. Kulturelle Bildung sehen wir als Bildung zur kulturellen Teilhabe. Sie ist konstitutiver Bestandteil von Allgemeinbildung und Voraussetzung für ein geglücktes Leben in seiner personalen und gesellschaftlichen Dimension.

Bereits seit drei Jahren fokussiert sich die Kölner artothek in ihrer Vermittlungsarbeit auf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die sie über PädagogInnen als Multiplikatoren in Bildungseinrichtungen erreicht. Aber auch andere Artotheken in Deutschland spezialisieren sich zunehmend auf die Arbeit mit PädagogInnen und ihren Zielgruppen.

Dabei stehen nicht Wissensabfrage und -wiedergabe im Vordergrund, sondern die Stärkung der eigenen Wahrnehmung, um kreative Prozesse und die darin mögliche Reflexion und Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Es gilt, andere Empfindungen, Assoziationen und Erschließungsformen zu tolerieren und als gleichberechtigt anzuerkennen. ErzieherInnen, LehrerInnen sowie DozentInnen nehmen in diesem Kontext eine im besten pädagogischen Sinne begleitende Rolle ein, welche die Kinder und Jugendliche im Selbstbildungsprozess bestärkt und den persönlichen Annäherungsprozess an Kunst unterstützt.

Die Arbeit mit Artotheken bietet eine optimale Möglichkeit um Bildungskonzepte an den stetigen Wandel der Gesellschaft anzupassen.

Zum ersten Mal widmete sich am 6. Juli 2018 das Symposium „Einmal Kunst, bitte! Kulturelle Bildung mit Artotheken“ dem bundesweiten Austausch über die Potentiale der kultur- und kunspädagogischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Artotheken. Anhand beispielhafter Projekte wurden Methoden aufgezeigt, wie kulturelle Bildung in Zusammenarbeit mit Artotheken in die Bildung erfolgreich eingebunden werden kann. PädagogInnen aus Kitas, Schulen und Universitäten waren eingeladen sich über diese Möglichkeiten zu informieren und Einblicke in die Vielfalt und Chancen konkreter, partizipativer Vermittlungsansätze zu gewinnen.

 
 
 
 
 

 

Fördernde Partner sind die Bundeszentrale für politische Bildung, der Landschaftsverband Rheinland durch die Regionale Kulturförderung und die Beatrix-Lichtken-Stiftung. Die Schirmherrschaft hat die Beigeordnete für Kunst und Kultur, Susanne Laugwitz-Aulbach. Das Symposium wurde veranstaltet von der artothek der Stadt Köln als Teil des Kulturamtes in Kooperation mit dem Museumsdienst der Stadt Köln.