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Kaltenbrunner, Ernst

Nach seinem Eintritt in die NSDAP 1930 und die SS 1931 war Kaltenbrunner einer der wichtigsten Aktivisten der Partei in Österreich. 1934/35 wiederholt in Haft nahm er anschießend seine Tätigkeit für die illegale SS wieder auf und übernahm 1937 ihre Leitung in Österreich.

Bald nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Österreich am 12. März 1938 wurde Kaltenbrunner Staatsekretär für öffentliche Sicherheit in Österreich, kurze Zeit später „höherer Polizei- und SS-Führer“ in Wien. Sein Rang war SS-Obergruppenführer, er war zudem General der Polizei und der Waffen-SS.

Nach Heydrichs Tod berief Himmler Januar 1943 den eiskalten Machtpolitiker zum Chef des Reichsicherheitshauptamtes, wo er die massenweise Deportation von Juden fortsetzte.

Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher angeklagt, am 10. Oktober 1946 wurde gegen ihn das Todesurteil verhängt. Zuvor hatte Kaltenbrunner jegliche Beteiligung an den Verbrechen der Nationalsozialisten geleugnet.

4. Oktober 1903 Ried am Inn – 16. Oktober 1946 Nürnberg