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Martin M.

Nach Abschluss der Voklksschule besorgte M. seit seinem 14. Lebensjahr Botengänge und war auch zum Zeitpunkt seiner Festnahme in der Druckerei eines Onkels als Bote tätig. Er verdiente dabei wöchentlich 18 RM.

1932 wurde Martin M. Mitglied bei den St. Georgs-Pfadfindern, denen er - ohne eine Position zu bekleiden - auch im Januar 1938 noch angehörte.

In der HJ war M. nicht organisiert.

Hermann Sch., so Martin M. vor der Gestapo, kenne er aus Schulzeiten. Bereits damals hätten beide an Touren teilgenommen, die vom Lehrer organisiert worden seien. Diese Form der Freizeitgestaltung habe er mit einigen Freunden auch nach der Schulentlassung beibehalten.

Das gelte insbesondere für die St.-Gerogs-Pfadfinder, mit denen er - u.a. mit Hermann Sch., Josef D. und Hermann H. - bis zum entsprechenden Verbot auf Fahrt gegangen sei. "Da uns vom Präses empfohlen wurde, nicht mehr im Rahmen der St. Georgspfadfinder Fahrten zu unternehmen, auf der anderen Seite jedoch der Drang ins Freie bestand, sind wir zu Einzelnen oder auch einigen schon einmal zum Königsforst oder anderen Ausflugszielen gefahren." Häufig habe man dabei unterwegs dann andere Gruppen getroffen. Bis Anfang September 1937 sei er sonntags regelmäßig auf Fahrt gewesen.

Bei den Treffs des "Singkreises" in der Trierer Straße, so sagte M. aus, sei gesungen worden, wobei seit Sommer 1937 das von Hermann Sch. gedruckte Liederbuch die Grundlage dargestellt hätte. Er bestritt jedoch energisch gewusst zu haben, "dass die Lieder der Nerother oder solche, die als verboten bekannt waren", gesungen worden seien.

Er habe nicht gewusst, so M. abschließend, "dass es sich um einen Zusammenschluss handelte, der gegen das Verbot der Bündischen Jugend verstiess, ich hätte mich sonst nicht daran beteiligt".



 
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