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Künstlerbücher von Studierenden der Buchkunst
aus Bremen, Essen und Halle

Die Ausstellung zeigt Künstlerbücher, Buch- und Druckobjekte von Studierenden von drei Ausbildungseinrichtungen für Buchkunst in Deutschland: der Hochschule für Künste in Bremen, der Folkwang Universität der Künste in Essen und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Alle Arbeiten sind im Rahmen der Ausbildung entstanden.

 

Hochschule für Künste Bremen

Die Hochschule für Künste Bremen (HfK Bremen) ist eine staatliche Kunst- und Musikhochschule in Bremen, deren älteste Vorläufer-Institution 1873 gegründet wurde. Sie gehört neben der Universität der Künste Berlin und der Folkwang Universität der Künste in Essen zu den wenigen Kunsthochschulen in Deutschland, in denen die beiden Bereiche Bildende Kunst und Musik gemeinsam vertreten sind.

In der Ausstellung „books books books“ stellen aktuelle und ehemalige Studierende der Klasse Stephan Baumkötter von der Hochschule für Künste Bremen aus.

Die Klasse Baumkötter ist eine Malereiklasse und die hier gezeigten Künstlerbücher sind im Rahmen der künstlerischen Arbeit der Studierenden an ihrem eigenen Werk entstanden. Daher stand oft weniger die Herstellung eines Künstlerbuchs im Vordergrund als vielmehr der Zusammenhang mit der eigenen künstlerischen Arbeitsweise. Vier der Ausstellenden haben als Studierende auch an dem Workshop „Artist as Independent Publishers“ teilgenommen, den die HFK Bremen 2018/2019 in Kooperation mit der Geidai in Tokio, der Universität für angewandte Kunst Wien, dem Royal College London, der St. Lucas School of Arts Antwerpen und der Burg Giebichenstein in Halle organisiert hat. Die hier gezeigten Werke sind teilweise in dem Workshop entstanden und wurden auch in den beteiligten internationalen Institutionen und im Zentrum für Künstlerpublikationen in Bremen ausgestellt.

Die Künstlerbücher in der Ausstellung reichen von skulpturalen Buchobjekten (Mannami) über gefaltete große Blätter (Gericke), Loseblattsammlungen und Zettelkästen (Heine, Thiel), von katalogähnlichen Büchern (Witt, Wrede,Yu) bis hin zu einem handelsüblichen Taschenbuch (Wischkony). Die Arbeiten wurden mit den unterschiedlichsten Drucktechniken hergestellt. Manche sind handgemacht und in Kleinstauflage gefertigt, andere industriell.

Ausgestellt sind Arbeiten von Alice Gericke, Tobias Heine, Atsushi Mannami, Jana Thiel, Armin Wischkony, Florian Witt, Daniel Wrede, Linhan Yu.

 

Folkwang Universität der Künste Essen

Die Folkwang Universität der Künste ist die zentrale Ausbildungsstätte für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen und die zweitgrößte Kunsthochschule Deutschlands. Seit 1927 sind hier – gemäß der Folkwang Idee von der spartenübergreifenden Zusammenarbeit der Künste – die verschiedensten Kunstrichtungen und Disziplinen unter einem Dach vereinigt. Mit Campus und Veranstaltungsorten in Essen, Bochum, Duisburg und Dortmund ist Folkwang mittendrin und fest verankert in der Metropole Ruhr.

In der künstlerischen Lehre kommt den Werkstätten eine große Bedeutung zu. Die handwerkliche Arbeit in der Handsetzerei, in den Druckwerkstätten und in der Buchbinderei macht das kreative Potenzial manueller Intelligenz für den gestalterischen Prozess nutzbar. Durch die Einbindung der digitalen Werkstätten werden unterschiedliche Verhältnisse analoger und digitaler Arbeitsphasen spielerisch erprobt.

Im Studiengang Kommunikationsdesign werden keine »klassischen« Buchkünstler*innen ausgebildet. Doch bleibt das Medium Buch in der Lehre stets präsent: Es verleiht dem Text Form, Körper und Dauerhaftigkeit und macht ihn in der Zeit wahrnehmbar. Es ist, neben dem Plakat, eines der ganz elementaren Medien der visuellen Kommunikation. An ihm lassen sich die Regelhaftigkeiten textgebundener Gestaltung beispielhaft studieren. In diesem Sinne sind die hier gezeigten Druckobjekte eigenständige gestalterische Arbeiten und zweckgebundene Übungen im Design zur gleichen Zeit (und zu gleichen Teilen). 

Ausgestellt sind Arbeiten von Jannis Adler, Elham Ahmadi, Anna Andrae, Vanessa Arndt, Lotta Bauer, Michelle Bochonek, Liam Samuel Curtis, Ilqar Didari, Nora Flock, Lea Fobbe, Annegret Frauenlob (Kursleiterin), Ann-Kathrin Funke, Chiara Götze, Ginka, Gosheva, Leon Gunselmann, Kadji Hänisch, Melwyn Haensch, Theresa Hermenau, Anthonja Herold, Lilian Hillebrand, Elly Hoehl, Sophie Holzhüter, Simon Hufnagel, Ralf de Jong, Finn Keidel, Sarah Kinzer, Celina Köhring, Philipp Kowalski, Christoph Lehmann, Vivian Lehmann, Lucienne Leimbach, HanYun Li, Klara Linden, Alina Ludy, Julia Lunk, Moritz Maas, Pia Mählitz, Marsha Maibaum, Maxima Malinski, Emily Malzahn, Carolin Mayer, Lotta Mosebach, Geraldine Musché, Sarah Napierski, Mbella Ngom, Sina Oberwinster, Linda Piater, Wenzel Rehbach, Flora Rüegg, Josefine Rubbert, Carolin Schuster, Julia Schroka, Kim Süß, Alla Sufyanova, Charlotte Vonhof, Julia Walerus, Jeanne Weishaupt, Ayana Welskopf, Junis Wieland, Marta Wolfram, Emily Xylander, Lucia Zettler, Heike Zobel.

 

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, 1915 gegründet, zählt zu den großen und international agierenden Kunsthochschulen in Deutschland mit 23 Studiengängen in den Fachbereichen Kunst und Design. Hervorragend ausgestattete Ateliers und Werkstätten für nahezu alle technischen und handwerklichen Verfahren bieten die Möglichkeit des praktischen Erprobens. Für alle Studiengänge gilt jedoch, dass neben dem Fachstudium immer auch eine intensive Grundlagenausbildung sowie design- bzw. kunstwissenschaftliche Anteile zum Curriculum gehören.

Studierende aus allen Semestern der Klasse für Buchkunst der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zeigen in der Ausstellung in der Kunst- und Museumsbibliothek Köln die unterschiedlichen Dimensionen des Mediums Buch. Dabei reicht das Spektrum der Auseinandersetzung von traditionellen Ansätzen wie Bleisatz, Radierung, Lithografie und Holzschnitt bis zu digitalen Formaten wie Animation und Fotografie. Die Arbeiten der Studierenden entstehen ausgehend von eigenen Essays, aufgefundenen Gedichten oder Tagebucheinträgen, aber ebenso frei von Text und losgelöst vom Medium Buch.

In der Buchkunst stellt sich die Frage: Was macht ein Buch zum Buch? Ist es das Papier? Die Bindung? Das gedruckte Wort? Der Text? Das Buch ist für die Studierenden mehr als eine Metapher, mehr als Schrift. Ein Buch ist ein Gegenüber – es hat einen Körper und es überdauert. Nicht selten finden sich Antworten auf diese Fragen in raumgreifenden, installativen, multimedialen Ausdrucksweisen. Die unterschiedlichen Ansätze der einzelnen Studierenden der Klasse zu vereinen, Alleinstellungsmerkmale zu betonen genauso wie Gemeinsamkeiten aufzuzeigen, ist das Ziel dieser Ausstellung. Gezeigt werden sowohl Einzel- als auch Gruppenarbeiten.

Ausgestellt sind Arbeiten von Annina Sarantis, Rosa Tuchel, Valentin Wühr, Klara Stange, Tim Hubrich, Nataša Jeftić, Florian Wagner, Finn Hofmann, Eliah Brockhaus, Johanna Eckardt, Julia Koschler, Anne Josephine Barth.

 


 
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