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Di. 23.05., 19:00 Uhr | Vortrag | Museum Ludwig

Von der documenta zum Kunstmarkt

Vortrag zum Thema „Neue Perspektiven“.

Hein Stünke und Rudolf Zwirner am Eröffnungstag des Kunstmarkt Köln ’67. Foto: © Wolf P. Prange

Seit ihrer Gründung gilt die documenta als eine der international bedeutendsten Großausstellungen. Seitdem ist auch ihre Beziehung zum Kunstmarkt kontinuierlich reflektiert und immer wieder neu bewertet worden: als das Andere des Marktes, als marktfernere Alternative zu anderen Großausstellungen wie der Biennale von Venedig, aber auch als Vorbild für Kunstmessen. Der Vortrag beschäftigt sich anhand der documenta-Geschichte exemplarisch mit den vielfältigen, ebenso zwangsläufigen wie produktiven Verschränkungen zwischen dem Markt der Institutionen und dem Markt der Galerien. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Zeitraum zwischen der ersten documenta 1955 und dem ersten „Kölner Kunstmarkt“, der ältesten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst, die 1966 von zwei documenta-Akteuren – den Kölner Galeristen Hein Stünke und Rudolf Zwirner – initiiert wurde.
Barbara Hess ist Kunsthistorikerin und freie Autorin.
Für: Erwachsene | Von: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig gemeinsam veranstaltet mit der Fritz Thyssen Stiftung | Mit: Dr. Barbara Hess | Treffpunkt: Kino im Museum, 1. Etage

Di. 30.05., 19:00 Uhr | Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

Die Nacht, die Köln veränderte

Der 1000-Bomber-Angriff auf Köln vom 30./31. Mai 1942 und seine Folgen

Vortrag mit Martin Rüther mit Zeitzeugenberichten
In der Nacht zum 31. Mai 1942 mussten die Kölner von ihrer so geliebten Heimatstadt in bisher gekannter Form Abschied nehmen. Zugleich überschritten sie die Schwelle zu einer neuen „Lebensform“ des Improvisierens und reinen Überlebens. Der „1000-Bomber-Angriff“ – mit nahezu 500 Toten, mehr als 5000 Verletzten sowie die weitgehende Zerstörung des alten „hillijen“ Köln – traf die Bevölkerung insbesondere auf mentaler Ebene und brannte sich dauerhaft ins kollektive Gedächtnis der Kölner ein. Apathie, vollständige Mutlosigkeit und Verzweiflung kennzeichneten ihr Verhalten. Und jene, die die Nacht in der Stadt erlebt hatten, konnten sie für den Rest ihres Lebens nicht vergessen.
Der Vortrag geht der Vorgeschichte, dem Ablauf und den Folgen dieses ersten „1000-Bomber-Angriffs“ der Luftkriegsgeschichte auf den Grund. Dabei kommen in Videoausschnitten auch immer wieder Zeitzeugen zu Wort, die ihre damaligen Erlebnisse schildern.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Martin Rüther | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Mi. 31.05., 19:00 Uhr | Lesung | Käthe Kollwitz Museum

Eine Ästhetik des Humanen

Lesung zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll

Heinrich Böll (1981)

Heinrich Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Im Jubiläumsjahr anlässlich seines 100. Geburtstages lädt das Käthe Kollwitz Museum Köln ein zu einer literarisch-musikalischen Hommage an den Kölner Literaturnobelpreisträger.
Die Schauspielerin Anja Lais liest Texte aus der Frankfurter Poetik-Vorlesung, in der Böll sein künstlerisches Credo entwickelt, sowie aus der zentralen Passage des Romans »Billard um halb zehn«, in der die Mutter des Protagonisten aus der Perspektive des Jahres 1958 heraus das Verhängnis der deutschen Geschichte nachzeichnet: zeitlich ineinanderfließende Rückblenden von Hindenburg über Hitler bis in die Restaurationspolitik der frühen Bundesrepublik.
Texte von Christa Wolf und Pablo Neruda sowie die Viola-Sonate »...an den Gesang eines Engels« von Bernd Alois Zimmermann, einem Freund des Schriftstellers, bilden den Epilog.
Textzusammenstellung: Gerd Michael Herbig. In Zusammenarbeit mit der Bernd Alois Zimmermann Gesellschaft e.V., Erftstadt und KulturSinnForm e.V., München
Für: Alle | Von: Käthe Kollwitz Museum | Mit: Anja Lais (Sprecherin), Peter Stein (Viola) | Treffpunkt: Foyer im Museum | Teilnahme: kostenlos

Do. 01.06. bis 25.06., 13:00 bis 18:00 Uhr (außer montags) | Performance | NS-Dokumentationszentrum

Horchposten 1941 post podsluschiwanija

Eine deutsch-russische interaktive Klanginstallation zum Ostfeldzug im Zweiten Weltkrieg von Jochen Langner und Andreas von Westphalen

Leningrad im 2. Weltkrieg: Bewohner mit Gepäck vor den Trümmern ihrer Häuser. 

Die interaktive russisch-deutsche Klanginstallation bietet einen individuell erfahrbaren Erinnerungsraum zum Zweiten Weltkrieg, insbesondere der Belagerung Leningrads. Die Installation ermöglicht deutschen und russischen Besuchern einen Perspektivwechsel, in dem sie auch den Blickwinkel des ehemaligen Feindes einnehmen können. Es besteht die Gelegenheit zu einem dialogischen Erinnern, jenseits der typischen nationalen Blickwinkel.
Das akustische Material bilden Tagebücher und Briefe sowie Zeitdokumente aus Wirtschaft, Presse und der politischen und militärischen Administrative beider Länder. Die ausgewählten Texte wurden von Schauspielerinnen und Schauspieler beider Nationen eingesprochen.
Das Projekt wurde von Deutschlandfunk, Radio Echo Moskau und dem Westdeutschen Rundfunk koproduziert. Das Auswärtige Amt, die Stiftung EVZ, die ZEIT-Stiftung und Friedrich-Ebert-Stiftung Moskau haben das Projekt ebenfalls mitfinanziert.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer“, 07.04.2017 - 25.06.2017

Di. 06.06., 19:00 Uhr | Vortrag | Museum Ludwig

Reena Spaulings. Kollektiv und Individuum

Reena Spaulings, Advisors, Detail 1 (Eleanor Cayre), 2016, Acrylfarbe auf Dibond, 86,4 x 66 cm. © Courtesy of the artist, Private Sammlung und Campoli Presti, London/Paris

Reena Spaulings ist ein Künstlerkollektiv, ist eine Galerie, ist eine Romanfigur. Alle Wesenszüge dieser fiktiven Namensgeberin bergen die zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Thema der kollektiven künstlerischer Arbeit in sich. In diesem Zusammenhang stellt der Kunsthistoriker und Kritiker Simon Baier das vielschichtige Projekt Reena Spaulings als Beispiel für die Reflexion einer künstlerischen Selbstdarstellung vor, die sich einer einengenden Zuschreibung der Autorschaft und der damit verbundenen Wertgenerierung zu entziehen versucht.
Simon Baier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neueste Kunstgeschichte an der Universität Wien.
Für: Erwachsene | Von: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig gemeinsam veranstaltet mit der Fritz Thyssen Stiftung | Mit: Dr. Simon Baier | Treffpunkt: Kino im Museum, 1. Etage | Rahmenprogramm zu: „HIER UND JETZT im Museum Ludwig: Reena Spaulings“, 03.06.2017 - 27.08.2017

 
 
 

Hinweis

Das Museum für Ostasiatische Kunst ist ab 13. Juni bis Anfang September wegen Sanierungsmaßnahmen komplett geschlossen. Der Buchladen und die Cafeteria sind in dieser Zeit ebenfalls  geschlossen.

 
 

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