aktuell

 

ab sofort | Publikation | Museumsdienst Köln

Jetzt neu: museenkoeln – Das Magazin Nr. 1 2019

Erstmalig präsentieren sich alle Kölner Museen, städtische und nichtstädtische, in einem Magazin, das dreimal im Jahr auf Deutsch erscheint. Jede Ausgabe kommt zu einem neuen Schwerpunktthema heraus und ist ab sofort im Großraum Köln-Bonn-Düsseldorf kostenlos erhältlich – zum Beispiel in Museen, Theatern, Konzerthäusern, Volkshochschulen, Bürgerämtern, Bibliotheken, Cafés, Kinos sowie ausgewählten Hotels und Arztpraxen. Das erste Magazin beginnt also folgerichtig mit dem Thema „Aufbruch“.

Mit unterhaltsamen und teilweise überraschenden Beiträgen möchte das neue Magazin Ihnen, unseren Leserinnen und Lesern, nahe bringen, wie das, was in den Kölner Museen erarbeitet und auf vielfältige Weise präsentiert wird, immer auch etwas mit Ihrem eigenen Leben und unser aller Alltag zu tun hat. Und das auf kurzweilige und informative Weise.

Lesen Sie das ganze Magazin jetzt als Flipbook online.

Do. 27.06., 19:00 Uhr | Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

Albert Speer: Eine deutsche Karriere

Prof. Dr. Magnus Brechtken ist stellvertretender Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München

Als das Buch »Albert Speer: Eine deutsche Karriere« im Jahr 2017 erschien, erregte es eine große Aufmerksamkeit. Speer galt viele Jahrzehnte als der »gute Nazi«, zumal er bei seinen öffentlichen Auftritten und in seinen autobiographischen Schriften eine vermeintliche Reflektion über seine Verstrickung in das NS-Regime unternahm.
Demgegenüber steht der reale Verantwortungsbereich des schon 1931 in die NSDAP eingetretenen Architekten, der bald ein Vertrauter Adolf Hitlers wurde und die Politik des »Rassenstaates« in vielerlei Hinsicht unterstützte. Während des Zweiten Weltkrieges, als abzusehen war, dass das Deutsche Reich seinen Zenit überschritten hatte, engagierte Speer sich als Rüstungsminister unermüdlich für den »totalen Krieg« und dessen Vernichtungsmaschinerie.
Gleichwohl behauptete er nach Kriegsende, stets distanziert, ja eigentlich unpolitisch und gar kein richtiger Nazi gewesen zu sein. Magnus Brechtken zeigt, wie es Speer gelang, diese Legende zu verbreiten, und wie Millionen Deutsche sie begierig aufnahmen, um sich selbst zu entschulden.
Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Prof. Dr. Magnus Brechtken | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“, 07.06.2019 - 18.08.2019

Mi. 03.07. und Do. 04.07., 17:00 Uhr | Performance | Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt

KALEIDOSKOP

Performance von SusaHee durch die Dauerausstellung. Kaleidoskop« ist ein Projekt über die Vielfalt realer Lebensbedingungen, gefiltert durch die Welt der Träume und Vorstellungen. Wie lässt sich in einer facettenreichen und zerstückelten Gesellschaft Raum schaffen – für Gemeinsamkeit bei individueller Freiheit? Der Blick durch das Kaleidoskop als ein Spiel mit Visionen... Kaleidoskop wird erarbeitet von einem offenen Kollektiv, das aus professionellen Tänzer*innen, Musiker*innen und Performer*innen und motivierten Laien unterschiedlicher Herkunft besteht.

Für: Alle | Von: Rautenstrauch-Joest-Museum | Treffpunkt: Foyer | Teilnahme: kostenlos

target="_blank"

Do. 04.07., 18:00 Uhr | Vortrag | Museum für Angewandte Kunst Köln

Gegensätzliche Positionen?

Johannes Itten und László Moholy-Nagy als Lehrer am Bauhaus

László Moholy Nagy um 1930. Foto: © Hugo Erfurth, public commons

Vortrag von Prof. Dr. Rainer K. Wick, Bornheim
Im Rahmen der Lehre am Bauhaus kam dem Vorkurs eine maßgebliche Rolle zu. Eingeführt wurde der Vorkurs ein halbes Jahr nach der Gründung der Schule durch den Schweizer Maler Johannes Itten, der das frühe Bauhaus maßgeblich geprägt hat. Itten ging es um die Ganzheit aus Körper, Geist und Seele und folglich um eine möglichst ausgewogene Schulung des Motorischen, des Erlebnishaften und des Intellektuellen. Er schied Anfang 1923 aus dem Bauhaus aus, und unter seinem Nachfolger, dem ungarischen Konstruktivisten László Moholy-Nagy, stand im Vorkurs das Intellektuelle deutlich im Vordergrund. So ging es um die systematische Untersuchung unterschiedlicher Materialien, dreidimensionale Konstruktionsübungen und minimalistische Gleichgewichtsstudien.
Für: Erwachsene | Von: Museum für Angewandte Kunst | Mit: Prof. Dr. Rainer K. Wick, Bornheim | Treffpunkt: Overstolzensaal | Preis: € 3,00 , Eintritt frei für Studierende und Overstolzen | Rahmenprogramm zu: „2 von 14. Zwei Kölnerinnen am Bauhaus“, 12.04.2019 - 11.08.2019

Do. 04.07., 19:00 Uhr | Lesung | NS-Dokumentationszentrum

"Wo die Freiheit wächst."

Ein Briefroman zu den Edelweißpiraten

Zur Einstimmung auf das »Edelweißpiratenfestival« stellt der Kölner Autor Frank Maria Reifenberg sein neues Jugendbuch vor, das von Liebe, Freiheit und Widerstand in den Zeiten der NS-Diktatur handelt. Die Protagonistin Lene Meister ist 16 Jahre alt und Auszubildende in einem Friseursalon in der Domstadt. Doch der Krieg raubt ihr viel von dem, was sich ein Mädchen in ihrem Alter erträumt. Lene lässt sich nicht unterkriegen und versucht tapfer, die Familie zusammenzuhalten. Mit jeder neuen Todesnachricht von der Front und mit dem allmählichen Verschwinden ihrer jüdischen Freunde beginnt sie mehr am NS-Regime zu zweifeln. In dieser Zeit zwischen Furcht, Verzweiflung und Hoffnung lernt sie Erich kennen und verliebt sich. Bald entdeckt Lene, dass Erich ein gefährliches Spiel spielt. Er gehört zu den Jugendlichen, die nicht in Reih und Glied marschieren wollen: zu den Edelweißpiraten. Sie tragen keine Uniformen und singen ihre eigenen Lieder. Sie beschmieren die Wände mit Anti-Nazi-Parolen und teilen regimekritische Flugblätter aus. Und das alles ist der Gestapo ein großer Dorn im Auge.
Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Martin Rüther, Frank Maria Reifenberg. Zusätzlich lesen Maren Gottschalk und Gerlis Zillgens | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Do. 04.07., 20:00 Uhr | Film | Museum für Angewandte Kunst Köln

Kurzfilmprogramm Bauhaus

Walter Gropius: Das Bauhaus in Dessau

Walter Gropius: Das Bauhaus in Dessau | F 2000 • 28’ • dt. Fassung • Regie: Frédéric Compain; © Verleih

Nach Entwürfen von Walter Gropius entstand 1926 in Dessau das vielleicht berühmteste Bauwerk des 20. Jahrhunderts: die Hochschule für Gestaltung, das Bauhaus.

Das neue Frankfurt – Filme von Paul Wolff | D 1927/1928 • 35’ • dt. OV • Regie: Paul Wolff; © Neue Visionen Filmverleih

„Das neue Frankfurt“ war das innovativste Großprojekt des Neuen Bauens der 1920er-Jahre. Präsentiert werden Originalfilme von Dr. Paul Wolff.

Das Triadische Ballett – Ein Film in drei Teilen nach Tänzen von Oskar Schlemmer | D 1970 • 30’ • dt. OV • Regie: John Halas; © Verleih

In Oskar Schlemmers großem Theaterexperiment bewegen sich avantgardistische Menschenfigurinen in strengen Gruppierungen mit eckigen und stakkatoartigen Bewegungen.

Für: Erwachsene| Von: Museum für Angewandte Kunst | Treffpunkt: Overstolzensaal | Preis: € 6,00 | Rahmenprogramm zu: „2 von 14. Zwei Kölnerinnen am Bauhaus“, 12.04.2019 - 11.08.2019

So. 07.07., 14:00 bis 20:00 Uhr | Event | NS-Dokumentationszentrum

Edelweißpiratenfestival 2019

Das lebendige Denkmal zu Ehren der unangepassten Jugend während der NS-Diktatur findet in diesem Jahr zum 15. Mal wieder an dem traditionellen Termin – am Sonntag vor den NRW-Sommerferien – statt. Als Ehrengast wird Jupp »Matuschka« Fedler (*1923) erwartet, der während der NS-Zeit der katholischen »Sturmschar« angehörte.
In diesem Jahr wird sich das Festival auf unterschiedliche Weise mit dem Thema »Zuflucht Wald« beschäftigen, insbesondere im Rahmenprogramm. Anlässlich des »runden« Jubiläums erscheint eine Neuauflage des lange vergriffen gewesenen Bandes »Gefährliche Lieder. Lieder und Geschichten der unangepassten Jugend im Rheinland 1933–1945«.
Das genaue Programm, an dem sich unter anderem 25 unangepasste Bands aus der Region beteiligen, wird kurz vorher bekanntgegeben auf der Internetseite www.edelweisspiratenfestival.de.
Veranstalter: Edelweißpiratenclub e.V. in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln und Humba e.V.
Für: Alle | Treffpunkt: Friedenspark, Köln-Südstadt | Teilnahme: kostenlos

Fr. 12.07., 19:00 Uhr | Lesung | Kölnisches Stadtmuseum

Paradiesvogel jenseits der Berge

Lesung zum 75. Todestag der Journalistin und Schriftstellerin Luise Straus-Ernst (gest. Juli 1944, KZ Auschwitz)

Die Kölner Schriftstellerin Eva Weissweiler liest aus ihrer bekannten Biografie über Luise Straus-Ernst „Notre Dame de Dada“ mit besonderem Schwerpunkt auf deren Kölner Zeit (1892 bis 1933). Die Journalistin, Künstlerin und Kuratorin war eine der zentralen Figuren der rheinischen Kunstszene der 1920er-Jahre. Eva Weissweiler illustriert ihre Lesung mit Bildern und stellt unbekannte Texte vor. An diesem Abend anwesend: Amy Louise Ernst, die Enkelin von Luise Straus-Ernst
Für: Erwachsene | Von: Kölnisches Stadtmuseum | Mit: Eva Weisweiler | Preis: € 5,00 | Ermäßigt: € 3,00

 
 
 
 
 

Schließung Römisch-Germanisches Museum und Praetorium

Das Römisch-Germanische Museum zieht um! Das Haus am Roncalliplatz ist geschlossen für eine Generalsanierung! Bedeutende Funde zur Stadtgeschichte ziehen um und werden ab Herbst 2019 im Belgischen Haus (Cäcilienstaße 46, Nähe Neumarkt) zu sehen sein. Der Eröffnungstermin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Ebenso ist das Praetorium wegen Bauarbeiten geschlossen.

Schließung der Sammlungen des MAKK (Museum für Angewandte Kunst) und Kölnischen Stadtmuseums
Die Sammlungen der beiden Häuser sind zur Zeit wegen Sanierung und Neukonzeption geschlossen.

 
 
 

Newsletter aktuell

Veranstaltungen, Events, neue Ausstellungen, Ausstellungsübersicht, Führungen und mehr: eine wöchentliche Inspiration für Ihren Besuch in den Kölner Museen.