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Di. 30.05., 19:00 Uhr | Vortrag | NS-Dokumentationszentrum

Die Nacht, die Köln veränderte

Der 1000-Bomber-Angriff auf Köln vom 30./31. Mai 1942 und seine Folgen

Vortrag mit Martin Rüther mit Zeitzeugenberichten
In der Nacht zum 31. Mai 1942 mussten die Kölner von ihrer so geliebten Heimatstadt in bisher gekannter Form Abschied nehmen. Zugleich überschritten sie die Schwelle zu einer neuen „Lebensform“ des Improvisierens und reinen Überlebens. Der „1000-Bomber-Angriff“ – mit nahezu 500 Toten, mehr als 5000 Verletzten sowie die weitgehende Zerstörung des alten „hillijen“ Köln – traf die Bevölkerung insbesondere auf mentaler Ebene und brannte sich dauerhaft ins kollektive Gedächtnis der Kölner ein. Apathie, vollständige Mutlosigkeit und Verzweiflung kennzeichneten ihr Verhalten. Und jene, die die Nacht in der Stadt erlebt hatten, konnten sie für den Rest ihres Lebens nicht vergessen.
Der Vortrag geht der Vorgeschichte, dem Ablauf und den Folgen dieses ersten „1000-Bomber-Angriffs“ der Luftkriegsgeschichte auf den Grund. Dabei kommen in Videoausschnitten auch immer wieder Zeitzeugen zu Wort, die ihre damaligen Erlebnisse schildern.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Mit: Dr. Martin Rüther | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00

Mi. 31.05., 19:00 Uhr | Lesung | Käthe Kollwitz Museum

Eine Ästhetik des Humanen

Lesung zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll

Heinrich Böll (1981)

Heinrich Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Im Jubiläumsjahr anlässlich seines 100. Geburtstages lädt das Käthe Kollwitz Museum Köln ein zu einer literarisch-musikalischen Hommage an den Kölner Literaturnobelpreisträger.
Die Schauspielerin Anja Lais liest Texte aus der Frankfurter Poetik-Vorlesung, in der Böll sein künstlerisches Credo entwickelt, sowie aus der zentralen Passage des Romans »Billard um halb zehn«, in der die Mutter des Protagonisten aus der Perspektive des Jahres 1958 heraus das Verhängnis der deutschen Geschichte nachzeichnet: zeitlich ineinanderfließende Rückblenden von Hindenburg über Hitler bis in die Restaurationspolitik der frühen Bundesrepublik.
Texte von Christa Wolf und Pablo Neruda sowie die Viola-Sonate »...an den Gesang eines Engels« von Bernd Alois Zimmermann, einem Freund des Schriftstellers, bilden den Epilog.
Textzusammenstellung: Gerd Michael Herbig. In Zusammenarbeit mit der Bernd Alois Zimmermann Gesellschaft e.V., Erftstadt und KulturSinnForm e.V., München
Für: Alle | Von: Käthe Kollwitz Museum | Mit: Anja Lais (Sprecherin), Peter Stein (Viola) | Treffpunkt: Foyer im Museum | Teilnahme: kostenlos

Do. 01.06. bis 25.06., 13:00 bis 18:00 Uhr (außer montags) | Performance | NS-Dokumentationszentrum

Horchposten 1941 post podsluschiwanija

Eine deutsch-russische interaktive Klanginstallation zum Ostfeldzug im Zweiten Weltkrieg von Jochen Langner und Andreas von Westphalen

Leningrad im 2. Weltkrieg: Bewohner mit Gepäck vor den Trümmern ihrer Häuser. 

Die interaktive russisch-deutsche Klanginstallation bietet einen individuell erfahrbaren Erinnerungsraum zum Zweiten Weltkrieg, insbesondere der Belagerung Leningrads. Die Installation ermöglicht deutschen und russischen Besuchern einen Perspektivwechsel, in dem sie auch den Blickwinkel des ehemaligen Feindes einnehmen können. Es besteht die Gelegenheit zu einem dialogischen Erinnern, jenseits der typischen nationalen Blickwinkel.
Das akustische Material bilden Tagebücher und Briefe sowie Zeitdokumente aus Wirtschaft, Presse und der politischen und militärischen Administrative beider Länder. Die ausgewählten Texte wurden von Schauspielerinnen und Schauspieler beider Nationen eingesprochen.
Das Projekt wurde von Deutschlandfunk, Radio Echo Moskau und dem Westdeutschen Rundfunk koproduziert. Das Auswärtige Amt, die Stiftung EVZ, die ZEIT-Stiftung und Friedrich-Ebert-Stiftung Moskau haben das Projekt ebenfalls mitfinanziert.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Massenerschießungen. Der Holocaust zwischen Ostsee und Schwarzem Meer“, 07.04.2017 - 25.06.2017

Di. 06.06., 19:00 Uhr | Vortrag | Museum Ludwig

Reena Spaulings. Kollektiv und Individuum

Reena Spaulings, Advisors, Detail 1 (Eleanor Cayre), 2016, Acrylfarbe auf Dibond, 86,4 x 66 cm. © Courtesy of the artist, Private Sammlung und Campoli Presti, London/Paris

Reena Spaulings ist ein Künstlerkollektiv, ist eine Galerie, ist eine Romanfigur. Alle Wesenszüge dieser fiktiven Namensgeberin bergen die zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Thema der kollektiven künstlerischer Arbeit in sich. In diesem Zusammenhang stellt der Kunsthistoriker und Kritiker Simon Baier das vielschichtige Projekt Reena Spaulings als Beispiel für die Reflexion einer künstlerischen Selbstdarstellung vor, die sich einer einengenden Zuschreibung der Autorschaft und der damit verbundenen Wertgenerierung zu entziehen versucht.
Simon Baier ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neueste Kunstgeschichte an der Universität Wien.
Für: Erwachsene | Von: Freunde des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig gemeinsam veranstaltet mit der Fritz Thyssen Stiftung | Mit: Dr. Simon Baier | Treffpunkt: Kino im Museum, 1. Etage | Rahmenprogramm zu: „HIER UND JETZT im Museum Ludwig: Reena Spaulings“, 03.06.2017 - 27.08.2017

Do. 08.06., 19:00 Uhr | Film | Museum Ludwig

Land in Trance

Filmgeschichten: Revolution

BR 1967, 106’, 35mm, OmU, R: Glauber Rocha, mit Jardel Filho, Paulo Autran, Glauce Rocha

Mit einer Einführung von Dr. Peter W. Schulze (Hispanistik / Literatur- und Filmwissenschaft, Universität Bremen / Koordinator des Instituts Ibero-Amerika) und Sonja Hofmann (Kino Latino Köln)

Der Dichter Paulo bewegt sich zwischen politischen Extremen: Mal kämpft er für den rechtskonservativen Díaz, mal für den populistischen Reformer Vieira. Außerdem liebt er die Kommunistin Sara. Ein delirierender Abgesang auf die politische Klasse in Brasilien zwischen Macht, Wahn und Widerstand.
Für: Erwachsene | Von: Filmforum NRW in Zusammenarbeit mit Kino Latino Köln | Treffpunkt: Kino im Museum Ludwig | Preis: € 6,50 | ermäßigt: € 5,50

So. 11.06., 15:00 - 16:15 Uhr | Lesung | Museum für Ostasiatische Kunst

"Der weise Hase Isopo" von Keizaburo Tejima / Yae Shitaku

Der Hasengott Isopo liebte stets weite Sprünge ohne jemals müde zu werden und hatte immer etwas zu berichten. Doch eines Tages bemerkt er bei einem seiner Ausflüge, dass sich etwas verändert hat…
Mit anschließender Führung. Eine Kooperation von: Museumsdienst Köln und LeseWelten Köln/KFA e.V.
Für: Kinder ab 5 Jahren | Von: Museumsdienst Köln | Mit: Lesung: Bianca Thomas / Führung: Eva Lobstädt M. A. | Reihe: Lesewelten | Treffpunkt: Kasse | Teilnahme: kostenlos | zzgl. Eintritt

Di. 13.06., 19:00 Uhr | Film | NS-Dokumentationszentrum

Genozid einer Stadt – Die Leningrader Blockade

Film und Zeitzeugengespräch

Opfer der Blockade werden auf dem Wolkowo-Friedhof begraben, Oktober 1942

Am 8. September 1941 schloss die deutsche Wehrmacht den Kessel um die zweitgrößte Stadt der Sowjetunion: Leningrad. Bis zum 27. Januar 1944 hielt die folgenschwerste Blockade des Zweiten Weltkriegs. Ziel war es, die Stadt und ihre Bewohner auf direkten Befehl Hitlers „auszulöschen“. Etwa 1,1 Millionen Zivilisten verloren ihr Leben.
Im Januar 2015 trafen Überlebende der Blockade sich mit einer 12. Klasse der Willy-Brandt-Gesamtschule zu Vortrag und Zeitzeugen-Gespräch über die Erlebnisse, für die es kaum angemessene Worte gibt.
Der Halbe Stern e.V., in Zusammenarbeit mit dem Verein der Überlebenden der Blockade Leningrads, zeigt das filmische Dokument dieser Begegnung. Der Zeitzeuge Sinovij Goldberg u.a. werden anwesend sein und für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: EL-DE-Haus | Preis: € 4,50 | ermäßigt: € 2,00 | Rahmenprogramm zu: „Russenlager“ und Zwangsarbeit. Bilder und Erinnerungen sowjetischer Kriegsgefangener, 05.05.2017 - 25.06.2017

Mi. 14.06. – 24.06. | Festival | Verschiedenen Spielorte in Köln

africologneFESTIVAL

AUSGABE 2017

Vom 14. – 24. Juni 2017 findet die vierte Ausgabe des africologneFESTIVAL der afrikanischen Künste in Köln statt.
Präsentiert werden 12 Produktionen: Koproduktionen und Gastproduktionen aus den Bereichen Theater, Tanz und Performance. Unsere Koproduktionspartner agieren in Ouagadougou, Kinshasa, Brüssel, Marseille, Limoges und Mainz. Die Produktionen werden mit deutscher Übertitelung präsentiert und im Anschluss an alle Vorstellungen gibt es Publikumsgespräche mit den Künstler*innen.

Zudem erwartet Sie ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Filmen, Konzerten, Parties, einem Workshop, (szenischen) Lesungen, einem Themenabend und einer Ausstellung, u.a. im FESTIVALZENTRUM STADTGARTEN.

Am So. 18.06. um 15:00 Uhr findet im Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt die Lesung „L’ingérence“ (Die Einmischung) aus dem Werk von Justin Stanislas Drabo – Poet, Dramaturg und Novellist aus Burkina Faso statt.  In „Die Einmischung“ erzählt Drabo die wahre Geschichte eines Deutschen, der nach einer Odyssee durch afrikanische Länder aus Dankbarkeit für die Aufnahme in Burkina Faso noch zu Zeiten von Staatspräsident Thomas Sankara als Ingenieur für Hydrologie zurückkehrt. Nach „Einmischung“ gegen die Diktatur dessen Nachfolgers Blaise Compaoré wird er vom Deutschen Botschafter aus Burkina „entfernt“ – ohne sich von seiner burkinischen Ehefrau verabschieden zu können. Den Sturz Compaorés im Oktober 2014 erlebt er auch als persönliche Befreiung. Im RJM wird der Theatertext von Justin Stanislas Drabo in deutscher Übersetzung vorgelesen. Parallel zur Lesung für Erwachsene gibt es hier ein interaktives Kinderprogramm.

Mi. 21.06., 18:00 Uhr | Konzert | Museum Schnütgen

Raum ATMOS

Romanischer Sommer Köln

Norbert Rodenkirchen

Norbert Rodenkirchen, Mersenne Flöte, präparierte Harfe
Johannes S. Sistermanns, Monochord, Stimme, Ching, Gopichand, Exciter, Transducer, elektroakustische Komposition, Electronics
Der künstlerische Dialog zwischen den Musikepochen vom Mittelalter bis zur Moderne ist für die international renommierten Klangkünstler und Komponisten Norbert Rodenkirchen und Johannes S. Sistermanns ein wichtiges schöpferisches Anliegen, um ihrem Publikum vielfältige Hör-Räume in atmosphärischer Dichte zu eröffnen.
In Zusammenarbeit mit ON – Neue Musik Köln
Für: Erwachsene | Von: Museum Schnütgen | Treffpunkt: Kasse | Preis: € 10,00

 
 
 

Hinweis

Das Museum für Ostasiatische Kunst ist ab 13. Juni bis Anfang September wegen Sanierungsmaßnahmen komplett geschlossen. Der Buchladen und die Cafeteria sind in dieser Zeit ebenfalls  geschlossen.

 
 

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