Archive

Erik Kessels

Archive Land

Museum für Angewandte Kunst Köln. 4. Mai — 2. Juni 2019

Mit der Ausstellung Archive Land öffnet der niederländische Künstler Erik Kessels die bis dato unveröffentlichte Vorlagensammlung des MAKK. Als überdimensionale Spielkarten wird Kessels nun die (foto)grafischen Platten als Ruinen zu einer begehbaren Rauminstallation verbauen und eine temporäre „Ausgrabungsstätte“ schaffen. Artist Meets Archive ist ein Projekt der Internationalen Photoszene Köln in Kooperation mit fotografischen Sammlungen und Archiven der Stadt.

10. EDITIONALE Köln

Kunst- und Museumsbibliothek. 5. April — 7. April 2019

Drei Tage lagen zeigen namhafte Buchkünstler*innen aus allen Teilen Deutschlands, Belgien, Luxemburg und Russland Bücher, die sich von den industriell Gedruckten unterscheiden, Bücher die Künstler*innen gestaltet, entworfen, gemalt, geklebt oder gedruckt haben; Buchobjekte, die den Referenzrahmen Buch überschreiten, in denen die Lesbarkeit zugunsten anderer Sichtweisen auf Papier, Schrift und Text zurücktritt, dazu Editionen in kleinen Auflagen und Handpressendrucken.

Rekonstruktion des Universums

Zeitgenössische russische Künstlerbücher

Kunst- und Museumsbibliothek. 16. März — 5. Mai 2019

Die Auswahl der Künstlerbücher und Buchobjekte von 16 russischen Künstlerinnen und Künstlern wurde von Elisabeth Broel (Mitbegründerin der EDITIONALE) zusammengestellt. Dabei war es Broel wichtig, ein möglichst breit gefächertes Spektrum von Themen, Techniken, sowie Auflagen und Unikaten zu zeigen.

Volksgerichtshof 1934-1945 - Terror durch "Recht"

NS-Dokumentationszentrum. 15. März — 26. Mai 2019

Der Volksgerichtshof wurde 1934 von den Nationalsozialisten zur »Bekämpfung von Staatsfeinden« geschaffen. Bis Kriegsende mussten sich mehr als 16.700 Menschen vor diesem neuen obersten politischen Gericht verantworten, das ab 1942 jeden zweiten Angeklagten zum Tode verurteilte. Die Ausstellung informiert über die Entstehung und Organisation des Gerichts.

Nil Yalter. Exile Is a Hard Job

Museum Ludwig. 9. März — 2. Juni 2019

Seit den 1970er Jahren arbeitet Nil Yalter als Pionierin einer gesellschaftlich engagierten und technisch avancierten Kunst. Als eine der ersten Künstlerinnen in Frankreich nutzt sie das neu aufkommende Medium Video. Nil Yalter ist 1938 in Kairo geboren, aufgewachsen in Istanbul und seit 1965 wohnhaft in Paris. Mit der weltweit ersten Überblicksausstellung der Künstlerin präsentiert das Museum Ludwig die Vielfalt ihres Schaffens.

Getting closer

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt. 9. Februar — 7. April 2019

Die Ausstellung ist ein Versuch, die Folgen des Klimawandels zu lokalisieren und zu konkretisieren und zeigt, wie es über verschiedene (Forschungs-)Perspektiven möglich ist, sich den Auswirkungen von Klimaveränderungen auf das Leben der Menschen im ländlichen Kenia und Tansania anzunähern, und bietet Einblicke in persönliche Geschichten vor Ort.

Der Wolf. Zwischen Mythos und Märchen

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 1. Februar — 28. April 2019

Er ist wieder da: Mehr als 150 Jahre galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet, doch seit neuestem kann er auch wieder in unseren Breiten angetroffen werden. Mit ihm zurückgekehrt sind aber auch die Mär vom bösen Wolf und die dadurch geschürte Angst vieler Menschen vor dem geschützten Tier. Gründe genug für das Wallraf, sich dem Thema mit einer eigenen Ausstellung aus kunsthistorischer Sicht zu nähern.

Hockney/Hamilton. Expanded Graphics

Museum Ludwig. 19. Januar — 14. April 2019

Kunstvermittelnde Filme können Kunst verkleinern und banalisieren, sie können sie aber auch erweitern und vergrößern – wie die ersten Filme des britischen Kunstfilm-Pioniers James Scott (*1941). Das Museum Ludwig bringt sie in Dialog mit den Werken, von denen sie handeln: David Hockneys Illustrations for Fourteen Poems by C.P. Cavafy (1966–67) und Arbeiten von Richard Hamilton.

100 Jahre lenkbares Licht

Museum für Angewandte Kunst Köln. 14. Januar — 24. Februar 2019

Zeitgleich zur imm cologne und den PASSAGEN 2019 eröffnet das Museum für Angewandte Kunst Köln „100 Jahre lenkbares Licht – Ursprung und Aktualität beweglicher Beleuchtung“ – eine Ausstellung, die auf die 100-jährige Geschichte sowie auf die erfinderischen und ästhetischen Dimensionen von lenkbaren Leuchten blickt.

Käthe Kollwitz – Zeitenwende(n)

Käthe Kollwitz Museum. 10. Januar — 24. März 2019

Bedeutende Zeitenwenden begleiten das Leben von Käthe Kollwitz (1867–1945). Wie kaum ein anderer Künstler setzt sie sich mit dem Kaiserreich und dem Ersten Weltkrieg, der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg in ihrem Werk auseinander – stets getragen von der Sehnsucht nach einer »Bruderschaft der Menschen«. Die aktuelle Ausstellung stellt ihr Œuvre in den Kontext der politischen und gesellschaftlichen Auf- und Umbrüche ihrer Zeit.

Oskar, der freundliche Polizist

Historisches Archiv der Stadt Köln. 30. November 2018 — 14. April 2019

Die Ausstellung widmet sich dem Werk des Kölner Grafikers Otto Schwalge (1921-2012) und in besonderem Maße seiner erfolgreichen Kunstfigur Oskar (der freundliche Polizist), die über Jahrzehnte regelmäßig am Samstag im Kölner Stadtanzeiger erschien. Von den schwierigen Anfängen gegen Vorurteile in der Journalistenzunft („Comics sind nur etwas für Amerikaner“) bis hin zur Etablierung von Oskar als Teil des Kölschen Lebensgefühls.

Es war einmal in Amerika

300 Jahre US-amerikanische Kunst

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 23. November 2018 — 24. März 2019

Das Wallraf-Richartz-Museum widmet sich mit einer großen Überblicksausstellung US-amerikanischer Kunst aus drei Jahrhunderten. Die Schau beginnt mit Werken aus der Kolonialzeit bis hin zu den Meistern des amerikanischen Realismus und endet mit Beispielen des Abstrakten Expressionismus. Mehr als 120 Leihgaben aus den renommiertesten Sammlungen und Museen der Vereinigten Staaten holt das Wallraf nach Köln.

Überall Luthers Worte … – Martin Luther im Nationalsozialismus

NS-Dokumentationszentrum. 16. November 2018 — 24. Februar 2019

Wie standen die Nationalsozialisten zu Religion und Kirche – und speziell zu Martin Luther? Wie verhielten sich Christen in Deutschland zum Reformator und seinem „Erbe” in der NS-Zeit? Und wie entwickelte sich das Verhältnis zwischen Staat und Kirchen in jenen zwölf Jahren? Die Ausstellung geht diesen Fragen nach. In das Jahr 1933 fielen die Feierlichkeiten zu Luthers 450. Geburtstag, aber auch die Konflikte zwischen „Bekennender Kirche” und „Deutschen Christen”.

Vor 80 Jahren – Der Pogrom in Köln: Eine Gedenkinstallation

NS-Dokumentationszentrum. 6. November 2018 — 6. Januar 2019

Während des Pogroms 1938 wurden auch in Köln die Synagogen sowie Hunderte jüdische Wohnungen und Geschäfte von SA-Trupps verwüstet und jüdische Bürger misshandelt, Hunderte von Männern verhaftet und im Konzentrationslager Dachau inhaftiert.

Selma Gültoprak. EVERYTHING AND THE OPPOSITE, TOO.

artothek - Raum für junge Kunst. 2. November — 24. November 2018

Das Friedrich-Vordemberge-Stipendium für Bildende Kunst der Stadt Köln geht in diesem Jahr an die Künstlerin Selma Gültoprak. Die mit der Auszeichnung verbundene Ausstellung EVERYTHING AND THE OPPOSITE, TOO. in der artothek – Raum für junge Kunst wird von der Beigeordneten für Kunst und Kultur, Susanne Laugwitz-Aulbach eröffnet.

34 x Design

Museum für Angewandte Kunst Köln. 27. Oktober 2018 — 14. April 2019

„34 x Design“ vereint 34 internationale Highlights der Designsammlung des MAKK in einer Ausstellung. Sie spiegelt den Geschmacks- und Technologiewandel in nahezu 100 Jahren Designgeschichte wider: vom „Rot-Blauen-Stuhl“ Rietvelds (1918) bis hin zum 3D-gedruckten „Generico Chair“ aus dem Jahre 2014.

Kölner Design Preis – Toby E. Rodes Award

Museum für Angewandte Kunst Köln. 26. Oktober — 18. November 2018

Der „Kölner Design Preis“ wird 2018 zum 11. Mal vergeben und erstmals von der Neumann-Hug SA, der Bewahrerin der Estate Toby E. Rodes ausgelobt. Der Preis gehört zu den begehrtesten Auszeichnungen für junge Designabsolventen und würdigt das Leben des deutsch-amerikanischen Gestalters Toby E. Rodes. Prämiert werden herausragende Abschlussarbeiten von Designstudiengängen an Kölner Hochschulen. Die Ausstellung im MAKK umfasst die Arbeiten der Preisträger und aller Nominierten.

KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation

Kölnisches Stadtmuseum. 20. Oktober 2018 — 31. März 2019

Das Jahr 1968 markiert besonders in Frankreich, den USA, Italien und der Bundesrepublik Deutschland einen bedeutsamen Einschnitt. Fast zeitgleich fordern Proteste überwiegend aus studentischem Umfeld die demokratische Institutionenordnung heraus. 50 Jahre später nimmt das Stadtmuseum in Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität zu Köln im Rahmen einer Sonderausstellung diese vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen rund um das Jahr 1968 in den Blick.

Alexander von Humboldt, die Fotografie und sein Erbe

Museum Ludwig. 13. Oktober 2018 — 10. Februar 2019

2019 wird der 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt begangen. Humboldt, der weit Gereiste und gut Vernetzte, saß nicht nur in der Kommission, die 1839 für die weltweite Veröffentlichung eines ersten fotografischen Verfahrens stimmte. Ihm wurden in der Folge auch fotografische Alben geschenkt, kostbare Unikate. Dazu zählt ein Album von 1844, das der Erfinder der Fotografie auf Papier, W. H. F. Talbot, Humboldt widmete – eines der ersten Fotobücher überhaupt.

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt. 12. Oktober 2018 — 24. Februar 2019

Der Begriff Fast Fashion bezeichnet eine Unternehmensstrategie, deren Ziel es ist, in immer kürzeren Abständen neue Mode in die Geschäfte zu bringen. Klassische Modesegmente wie Haute Couture, Prêt-à-porter und mittelpreisige Konfektionsware beschränken sich auf wenige Kollektionen pro Modejahr, wohingegen Billiglabel im gleichen Zeitraum bis zu zwölf und mehr Kollektionen lancieren. Die Ausstellung beleuchtet die Hintergründe einer globalisierten Textilwirtschaft.

Geformt mit göttlichem Atem. Antike Glaskunst aus einer Kölner Privatsammlung

Römisch-Germanisches Museum. 5. Oktober — 30. Dezember 2018

Kölner Privatsammler überließen dem Römisch-Germanischen Museum 450 griechische, römische und spätantike Glasgefäße als langfristige Leihgabe. 160 ausgewählte Gläser sind in einer Kabinettausstellung im „Kleinen Museum im Turm“ zu sehen. Mit ihrer ganz unterschiedlichen Herstellungstechnik, Provenienz, Dekor und Verwendung lassen sie 800 Jahre antike Glaskunst lebendig werden.

Schatten im Blick?

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 28. September 2018 — 13. Januar 2019

Das Wallraf begibt sich auf Spurensuche nach einem besonders flüchtigen und schwierig darzustellenden Phänomen: dem Schatten. Die Besucher werden auf eine (kunst-)historische Entdeckungsreise eingeladen, die in der frühen Neuzeit startet. Künstler wie Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer widmen sich als Erste der geometrischen Konstruktion von Schatten.

facettenreich und unerwartet, BUCHGEBILDE

Künstlerbücher und Objekte von Friederun Friederichs

Kunst- und Museumsbibliothek. 22. September — 4. November 2018

Friederun Friederichs kam in den 1990er Jahren von der Malerei zum Künstlerbuch und hat darin ihre Ausdrucksform gefunden. In kleinen Auflagen fertigt Friederun Friederichs ihre Werke zu literarischen Texten, Märchen, Sinnsprüchen, Reiseerlebnissen etc. Hierfür verwendet sie vorhandene Texte oder schreibt die Texte selbst bzw. vorhandene Texte um. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die seit Ende der 1990er Jahre entstandenen Künstlerbücher, Buchobjekte und Objekte.

Eva Besnyö – Photographin

Budapest, Berlin, Amsterdam

Käthe Kollwitz Museum. 21. September 2018 — 6. Januar 2019

Fesselnde Blicke, überraschendes Licht und ungewohnte Perspektiven – die Photographien von Eva Besnyö (1910–2003) faszinieren. Im Herbst 2018 setzt das Käthe Kollwitz Museum Köln seine Photo-Reihe fort und präsentiert im Rahmen des Festivals der Internationalen Photoszene Köln mehr als 80 Vintage Prints dieser außergewöhnlichen Photographin aus sechs Jahrzehnten.

Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife

Museum Ludwig. 15. September 2018 — 13. Januar 2019

Gabriele Münter (1877 Berlin – Murnau 1962) war eine zentrale Künstlerfigur des deutschen Expressionismus und der Künstlergruppe Der Blaue Reiter, deren Gründung in Münters Haus in Murnau stattfand. Über ihre Rolle als engagierte Persönlichkeit, Vermittlerin und langjährige Lebensgefährtin Wassily Kandinskys hinaus zeigt die Ausstellung erstmals, wie wichtig und eigenständig sie als Malerin war: Mit über hundert Gemälden erlaubt sie einen neuen Blick auf die starke Künstlerin

Angezettelt. Antisemitische und rassistische Aufkleber von 1880 bis heute

NS-Dokumentationszentrum. 14. September — 4. November 2018

Sie sind klein, teilweise unscheinbar, aber keineswegs harmlos: Aufkleber, Marken und Sticker, die Judenfeindlichkeit, Rassismus und Hass gegen Minderheiten propagieren. Anhand von Klebezetteln lässt sich die Geschichte des Antisemitismus und Rassismus vom Ende des 19. Jahrhunderts bis heute erzählen. Sie transportieren Feindbilder, schüren Vorurteile und rufen zum Teil unverhohlen zu Verfolgung und Gewalt auf.

Tilman Peschel. ich mich ohne

artothek - Raum für junge Kunst. 6. September — 20. Oktober 2018

In „ich mich ohne“ kreist der Fotokünstler Tilman Peschel um die menschliche Figur, kreist sich selbst ein, einziger Protagonist seines Werkes. Durch Licht- und Blickwinkel lässt er extreme Momente entstehen, die zunächst wie abstrakte Zeichnungen erscheinen und bei genauem Betrachten den menschlichen Körper umreißen. Vertraute Details werden befremdlich, Intimität kippt ins Absurde, Nähe und Distanz wechseln.

Andy Warhol – Pop goes Art

Museum für Angewandte Kunst Köln. 1. September 2018 — 24. März 2019

Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) präsentiert erstmals eine bislang unveröffentlichte Privatsammlung, die nahezu lückenlos alle von Andy Warhol konzipierten Platten-Cover sowie zahlreiche Skizzen und Entwürfe umfasst. Zusammen mit Filmen und Hörbeispielen dokumentiert die Ausstellung ̶ getreu dem Titel „Pop goes Art“ ̶ das Zusammenspiel der Medien Kunst und Musik.

Doing the Document. Fotografien von Diane Arbus bis Piet Zwart.

Die Schenkung Bartenbach

Museum Ludwig. 31. August 2018 — 6. Januar 2019

Zu verdanken ist diese Ausstellung einer Schenkung von über zweihundert Werken deutscher und amerikanischer Fotograf*innen durch die Kölner Familie Bartenbach, die die Sammlung des Museum Ludwig kürzlich substanziell erweitert hat. Ergänzend zu den reichen Bildkonvoluten vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart beinhaltet die Sammlung Bartenbach auch Quellenmaterial, das im Zuge der Ausstellung erstmals wissenschaftlich erschlossen wird.

BodenSchätze

Archäologie in Köln

Römisch-Germanisches Museum. 20. Juli — 30. Dezember 2018

Die Ausstellung BodenSchätze zeigt Altes und Neues aus 100.000 Jahren Menschheits- und 2.000 Jahren Stadtgeschichte. In beeindruckenden Funden spiegelt sich die reichen Kölner Stadthistorie: Die älteste Siedlung in Köln-Lindenthal, das Leben von Kelten und Germanen beiderseits des Rheins, die Pracht der Colonia, das kaiserliche Flottenlager auf der Alteburg, das spätrömische Kastell Divitia-Deutz oder die mittelalterliche Wirtschaftsmetropole im Bereich der Kölner Altstadt

Yury Kharchenko

Von Herschel Grynszpan über Simon Wiesenthal bis zu Amy Winehouse

NS-Dokumentationszentrum. 14. Juli — 2. September 2018

Yury Kharchenko reflektiert in seiner Kunst die jüdische Identität seiner Familie. Der Großvater des Künstlers hieß Grynspan, änderte jedoch seinen Namen in Kharchenko und verbarg damit seine jüdische Herkunft in der Gesellschaft der Sowjetunion, gerade auch während seiner Teilnahme am Zweiten Weltkrieg als Soldat der Roten Armee. Für Yury Kharchenko wurde diese in der Familie tabuisierte Identität zu einem wesentlichen Thema seiner ästhetischen Selbstfindung.

ZEITENWENDE(N)

Aufbruch und Umbruch im Werk von Käthe Kollwitz

Käthe Kollwitz Museum. 19. Juni — 16. September 2018

Bedeutende Zeitenwenden begleiten das Leben von Käthe Kollwitz (1867–1945). Wie kaum ein anderer Künstler setzt sie sich mit dem Kaiserreich und dem Ersten Weltkrieg, der Weimarer Republik, dem Dritten Reich und dem Zweiten Weltkrieg in ihrem Werk auseinander – stets getragen von der Sehnsucht nach einer Bruderschaft der Menschen. Im 100. Gedenkjahr zum Ende des Ersten Weltkrieges präsentiert das Käthe Kollwitz Museum Köln ihr Œuvre nun im historischen Kontext ihrer Zeit

Name der Fotografin: Aenne Biermann

Fotoraum, 2. OG

Museum Ludwig. 16. Juni — 30. September 2018

Aenne Biermann schuf zwischen 1925 und ihrem frühen Tod 1933 Fotografien von ihrer nächsten Umgebung und prägte in ihnen die fotografische Moderne mit. Ihr Nachlass gilt bis heute als verschollen, und nur wenige Institutionen verwahren Originalabzüge Aenne Biermanns. Das Museum Ludwig wird seinen Bestand von über 20 Aufnahmen erstmals vollständig präsentieren.

Rubens & Co.

Zeichnende Meister aus Flandern

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 15. Juni — 9. September 2018

Von vielen flämischen Künstlern besitzt das Wallraf-Richartz-Museum neben wunderbaren Gemälden auch großartige Zeichnungen und oft stehen beide in einer engen Beziehung zueinander. Wer wissen möchte, wie zum Beispiel das wunderbare Rubensgemälde „Juno und Argus“ entstand, der sollte sich mit den Zeichnungen des Meisters beschäftigen, denn sie verraten sehr viel über den kreativen Schaffensprozess.

Béla Pablo Janssen: Mit Wenig nach Venedig

artothek - Raum für junge Kunst. 14. Juni — 28. Juli 2018

Unter dem Titel „Mit Wenig nach Venedig“ zeigt Béla Pablo Janssen (BPJ) in seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in Köln zehn Werke aus seinem Schaffen der letzten drei Jahre. BPJ eignet sich die Welt im Zeichnen und Filmen an, schafft wiederkehrende Motive und verfügt über ein Archiv von Bilderlebnissen, die er auf seine gegenwärtigen Arbeiten ausstrahlen lässt.

Peter Gowland's Girls

Museum für Angewandte Kunst Köln. 9. Juni — 14. Oktober 2018

Peter Gowland’s Girls präsentiert rund 200 Werke, die aus Peter Gowland’s (1916 – 2010) Nachlass ausgewählt wurden. Die Ausstellung zeigt Stars wie Joan Collins oder Jayne Mansfield, seine Arbeit für Playboy oder Rolling Stone sowie seine Bilder für ungezählte Kalender- und Zeitschriften der 1940er bis 1970er Jahre.

Japan beginnt an der Ostsee

Jan Kollwitz – 30 Jahre japanische Keramik

Käthe Kollwitz Museum. 7. Juni — 17. Juni 2018

Jan Kollwitz zählt zu den herausragenden Keramikern unserer Zeit. Seit drei Jahrzehnten fertigt der Urenkel von Käthe Kollwitz im ostholsteinischen Klosterdorf Cismar auf traditionell japanische Weise Keramiken – abseits aller künstlerischen Moden und Zeitströmungen: Er gehört zu den Wenigen in Deutschland, die sich die Kunst des japanischen Holzofen-Brandes angeeignet haben Im Käthe Kollwitz Museum Köln präsentiert der Künstler vom 7. – 17. Juni 2018 rund 80 Einzelstücke.

Wohnungslose im Nationalsozialismus

NS-Dokumentationszentrum. 25. Mai — 8. Juli 2018

Wie viele Bettler und Landstreicher, ab 1938 auch als „Nichtsesshafte“ bezeichnet, in Konzentrationslager eingeliefert wurden, lässt sich nicht genau feststellen. Experten schätzen die Zahl auf über 10.000. Häftlinge aus der Kategorie der sogenannten „Asozialen“ blieben in Ost- und Westdeutschland von Entschädigungszahlungen ausgeschlossen. Erst in den letzten Jahren sind Entschädigungszahlungen in einigen Bundesländern über Härtefallregelungen möglich.

Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte

NS-Dokumentationszentrum. 10. Mai — 1. Juli 2018

Die Ausstellung verbindet die persönliche Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie mit der Geschichte der Weimarer Republik, des Nationalsozialismus, der Judenverfolgung, des Holocausts und des Zweiten Weltkriegs. Neben der Perspektive der Verfolgten und ihrer Helfer wird die Perspektive von Mitläufern und Tätern dargestellt. Die Untergetauchten wurden im August 1944 verraten, verhaftet und deportiert. Anne starb im Konzentrationslager Bergen-Belsen.

BRETTER, DIE DIE WELT BEDEUTEN. Spielend durch 2000 Jahre Köln

Kölnisches Stadtmuseum. 5. Mai — 26. August 2018

Spielen: Seit jeher ein menschliches Bedürfnis. Spielen ist Vergnügen, kann die Sinne anregen, das Gedächtnis schulen und die Fantasie beflügeln. Zunächst dem Adel vorbehalten, wurden Brett-, Würfel- und Kartenspiele im 19. Jahrhundert immer populärer und durch neue Drucktechniken für eine breitere Bevölkerungsschicht bezahlbar. Im Blickpunkt der Ausstellung steht das historische Gesellschaftsspiel als kulturgeschichtliches Phänomen und künstlerisches Dokument.

Haegue Yang. ETA 1994-2018. Wolfgang Hahn Preis 2018

Museum Ludwig. 18. April — 12. August 2018

Das Museum Ludwig richtet der Wolfgang-Hahn-Preisträgerin Haegue Yang (*1971 in Seoul, lebt in Berlin und Seoul) die weltweit erste große Überblicksausstellung aus. Über 120 Arbeiten aus den Jahren 1994 bis heute beleuchten die Vielfalt ihres Schaffens: von den frühen, an Fluxus erinnernden Objekten der 1990er Jahre über Lackbilder, Fotografien, Papier- und Videoarbeiten, Skulpturen und performative Werke bis hin zu raumgreifenden Installationen.

einFLUSSreich. Köln und seine Häfen

Historisches Archiv der Stadt Köln. 11. April — 16. November 2018

Stets hat der Rhein Köln reich gemacht und der Stadt Einfluss verschafft. Für die Römer war die Lage am Fluss der ausschlaggebende Aspekt, um gerade hier ein Oppidum, d. h. eine Stadt, anzulegen. Im Mittelalter sicherte das Stapelprivileg von 1259 den Reichtum der Stadt. Dieses legte fest, dass Waren, die Köln zu Schiff passierten, vor dem Weitertransport drei Tage in Köln zum Verkauf angeboten werden mussten.

Wallrafs Erbe. Ein Bürger rettet Köln

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 23. März — 8. Juli 2018

Das Wallraf feiert den Theologen, Universalgelehrten, Universitätsrektor und Sammler Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) mit einer eigenen Ausstellung über Leben und Werk seines Stifters und Namensgebers. Dabei würdigt das Haus gemeinsam mit der Universität zu Köln und dem Kölnischen Stadtmuseum nicht nur Wallrafs Leistung für die Stadt, sondern fragt auch nach seiner Bedeutung heute.

COLLUMINA – Internationales Licht Kunst Projekt Köln

Museum für Angewandte Kunst Köln. 22. März — 24. März 2018

COLLUMINA ist ein Ausstellungsprojekt an ausgewählten Orten im öffentlichen Raum und in Museen der Stadt Köln. Für vier Abende zieht sich der Ausstellungsparcours entlang der Via Culturalis durch die Kölner Innenstadt. Mit Einbruch der Dunkelheit sind Installationen und kontextspezifische Interventionen von Künstler_innen zu sehen, die Licht als Material oder Medium nutzen. Ausgangspunkt ist das MAKK mit einer Präsentation unterschiedlicher künstlerischer Positionen.

#alleskönner. Peter Behrens zum 150. Geburtstag

Museum für Angewandte Kunst Köln. 17. März — 1. Juli 2018

Das umfängliche und vielfältige Œuvre Peter Behrens‘ hat die Kunst-, Architektur- und Designgeschichte des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt. Der Fokus der Ausstellung liegt auf dem künstlerischen Wandel vom Jugendstil zur frühen Sachlichkeit. In acht Themenräumen vereint die Schau rund 220 Objekte, darunter auch Exponate, die lange als verschollen galten, wie der Salonflügel aus der Sammlung des MAKK, sowie Werke, die erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Der Wilde schlägt zurück – Kolonialzeitliche Europäerdarstellungen der Sammlung Lips

Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt. 16. März — 3. Juni 2018

Schon Anfang des 20. Jahrhunderts zeigte der ehemalige Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museums Julius Lips nicht das "Exotische" der Kolonien, sondern, wie Europäer in anderen Regionen der Welt wahrgenommen wurden. Julius Lips‘ Buch mit dem bewusst polemischen Titel „The Savage Hits Back“ schlug in den 1930er Jahren hohe Wellen. Kaum bekannt ist bisher, dass die Objekte aus der Sammlung des ehemaligen Kölner Museumsdirektors Lips im Depot des Museums schlummern.

Der Warschauer Aufstand. 1944

NS-Dokumentationszentrum. 7. März — 29. April 2018

Der Warschauer Aufstand vom 1. August bis 3. Oktober 1944 ist für Polen ein Schlüsselereignis seiner Geschichte. Der Kampf gegen die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg ist bis heute von größter Bedeutung für die nationale Identität. In Deutschland hingegen ist das Ereignis viel weniger bekannt als der Aufstand im jüdischen Ghetto von Warschau 1943. Die brutale Niederschlagung des Aufstandes war eines der größten deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs.

HIER UND JETZT im Museum Ludwig. Günter Peter Straschek. Emigration–Film–Politik

Museum Ludwig. 3. März — 15. Juli 2018

Jetzt rückt er ins Zentrum einer Ausstellung, die Strascheks Schaffen im Kontext der revolutionären Filmarbeit der 1960er und 1970er Jahre vorstellt. Straschek (1942–2009) ist einer der bedeutendsten Erforscher des europäischen Filmexils. Viele der über zweitausend vor den Nazis geflohenen Filmleute kommen in dem fünfstündigen Film zu Wort.

Gerhard Marcks – Der Bildhauer denkt!

Von der Zeichnung zur Plastik

Käthe Kollwitz Museum. 2. März — 3. Juni 2018

Gerhard Marcks (1889–1981) ist der zentrale Bildhauer der modernen figürlichen Tradition in Deutschland. In Gegenüberstellung von graphischen Werkstudien und Ideenskizzen mit plastischen Modellen und vollendeten Bronzen wird seine komplexe Arbeitsweise – sein Nachdenken über skulpturales Arbeiten – deutlich. Highlights der Schau sind u.a. Vorarbeiten zur »Trauernden«, dem Mahnmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs vor St. Maria im Kapitol, sowie zum »Albertus Magnus«.

Katja Davar

Field Trip

artothek - Raum für junge Kunst. 1. März — 7. April 2018

Katja Davar zeichnet Gemälde, malt Zeichnungen und erforscht ihre zeitliche Komponente in Videoarbeiten. Für die Ausstellung „Field Trip“ in der artothek – Raum für junge Kunst hat sie neue Arbeiten zu der Idee einer „vertikalen Zeit“ oder „deep time“ geschaffen. Vertikale Zeit manifestiert sich in geologischen Schichtungen, die dann erkennbar werden, wenn man in die Tiefe des Bodens gräbt oder durch Schallmessungen ihre Zusammensetzung erforscht.

Das Gedruckte Bild: Die Blüte der Japanischen Holzschnittkultur

Museum für Ostasiatische Kunst. 1. März — 30. September 2018

Zum 40 jährigen Bestehen des von Kunio Maekawa geplanten Museums am Aachener Weiher zeigt das Museum erstmals eine Auswahl der ungewöhnlichsten und kostbarsten Stücke seiner umfangreichen Sammlung japanischer Holzschnitte und gedruckter Bücher. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Kollektion von bedeutenden Holzschnittbüchern, darunter seltene Erstausgaben der Manga von Hokusai.

Elisabeth Brockmann. FREIHEIT, RAUM UND LICHT

Museum für Angewandte Kunst Köln. 24. Februar — 8. April 2018

Die Düsseldorfer Künstlerin Elisabeth Brockmann ist bekannt für ihre Überraschungen im architektonischen Kontext und wird mit der Installation „Freiheit, Raum und Licht“ auch das Publikum des Museums in Erstaunen versetzen. Als permanente situationsspezifische Arbeiten für das MAKK hat die Schülerin von Gerhard Richter bereits Anfang 2017 die Leuchtobjekte „Schnaps“ und „Louster“ geschaffen.

Der Brief und die Zeichnung

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. 23. Februar — 21. Mai 2018

Wer schreibt in Zeiten von WhatsApp, Twitter und Instagram eigentlich noch einen Brief und verziert ihn womöglich sogar mit einer eigenen Zeichnung, um das Gesagte zu unterstreichen? Was heute kaum mehr stattfindet, war im analogen Zeitalter noch weit verbreitet. So finden sich in der 65.000 Blatt umfassenden Graphischen Sammlung des Museums zahlreiche Zeichnungen und Briefe, die die Wechselbeziehung zwischen beiden Medien eindrucksvoll veranschaulichen.

Black Power - Flower Power: Fotografien von Pirkle Jones und Ruth-Marion Baruch

Museum Ludwig. 3. Februar — 3. Juni 2018

Im 50. Todesjahr von Martin Luther King stellt das Museum die Werke des Fotografenehepaars Pirkle Jones und Ruth-Marion Baruch aus, das mit Sympathie und beobachtender Distanz das San Francisco der bewegten 1960er Jahre einfing. Es war eine Zeit, in der an der Westküste der USA auf besondere Weise die verschiedenen Strömungen von Bürgerrechtsbewegung und counterculture zusammenkamen, aus der die Black Panthers hervorgingen und Hippies neue Lebens- und Arbeitsformen erprobten.

Jugend- und Schülergedenktag 2018

NS-Dokumentationszentrum. 20. Januar — 4. Februar 2018

Kölner Schulen beteiligen sich seit 1998 unter dem Motto „Erinnern – eine Brücke in die Zukunft“ an diesem Gedenktag. Die Arbeiten der Schülerinnen, Schüler und Jugendlichen sind vielfältig, es gibt künstlerische Installationen, Foto- und Textdokumentationen und Videoproduktionen. Die Werke spannen einen Bogen aus der Vergangenheit in die Gegenwart so wird beispielsweise die Bedeutung von Mahnmahlen reflektiert und das Thema Flucht behandelt.

Stylepark Selected imm 2018 at MAKK

Museum für Angewandte Kunst Köln. 15. Januar — 21. Januar 2018

Getreu dem Motto "It's not about everything – it's about the best" präsentiert die Design-Plattform “Stylepark” die besten imm-Neuheiten in den Räumen des Museums für Angewandte Kunst Köln (MAKK). Diese werden in einer spektakulären Szenographie des Münchner Designerduos RelvãoKellermann präsentiert.

Nico Joana Weber

„Horizont-Raum“-Preis

artothek - Raum für junge Kunst. 11. Januar — 17. Februar 2018

In der artothek wird Nico Joana Weber neue Arbeiten zeigen, die auf dem Bildarchiv einer Firma für Baukeramik, die Fliesen für Fassadenverkleidungen herstellt, basieren. Aus dem vorgefundenen Material entwickelt sie eine raumbezogene Installation, die die Zeit des Wiederaufbaus reflektiert, in der auch die artothek ihr spezifisches Aussehen erhielt.